Alle Artikel mit dem Schlagwort: Landau

Durch den Gründergeist von Lars Anken hat Landau nun ein Weiterbildungsinstitut. Am ISKKO können sich Teilnehmer zum systemischen Berater weiterbilden. Foto: Philipp Sittinger

Lars Anken: Landaus systemischer Ausbilder

Nicht nur denken, sondern machen. Nach seiner Promotion beschloss Lars Anken, Landau mit einem Weiterbildungsinstitut zu bereichern. Menschen aus psychosozialen Berufsfeldern können sich am Institut für systemisch-konstruktivistische Kommunikation (ISKKO) zum systemischen Berater ausbilden lassen. Durch die Fensterfront scheint die Mittagssonne, an der Wand ist ein Buffet mit Obst und Snacks aufgebaut und in der Mitte des großen Raumes steht eine Vase mit Sonnenblumen. Drum herum sitzen Menschen in einem Stuhlreis. Sie sind Teilnehmende eines Weiterbildungsjahrganges. Lehrer, Sozialarbeiter und Angestellte des Jugendamtes, die sich im Ausbildungsinstitut ISKKO zum systemischen Berater weiterbilden. Das Besondere: Der Ausbildunsgang ist nach der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF) zertifiziert. Die Teilnehmenden sitzen zusammen und reflektieren die Selbsterfahrung, die heute auf dem Tagesplan steht. Moderiert und angeleitet wird die Gruppe von Lars Anken. Er gründete das Institut vor sechs Jahren. “Nach meiner Promotion in Erziehungswissenschaften wollte ich die Theorie praktisch anwenden”, erzählt Anken in der Mittagspause. Er entschied sich zu einer Weiterbildung zum systemischen Berater nach DGSF-Richtlinien. Der systemische Ansatz wird oft in der Psychotherapie, aber auch in …

Clara Christner hat ihr Erasmussemester in Polen verbacht. An der Universität Breslau bekam sie einen politischen Einblick in die Geschichte des Landes. Foto: Philipp Sittinger

Polen: Geschichte und Gemütlichkeit

Clara Christner studierte im Master Sozial- und Kommunikationswissenschaften am Campus Landau.  Dass während dieser Zeit auch ein Erasmussemester dabei sein sollte, war für sie selbstverständlich. In der polnischen Stadt Wroclaw (Breslau) entdeckte sie osteuropäische Geschichte und viel urige Gemütlichkeit. Viele Menschen sind überrascht, wenn ich erzähle, dass ich ein Semester in Polen verbracht habe. Aber da ich unbedingt in meinem Fachbereich und auf Englisch studieren wollte, war Polen für mich naheliegend. Außerdem bekommt man im Politikstudium meistens nur die westliche Sicht auf politische Ereignisse vermittelt. Aber gerade den Zerfall des Kommunismus sollte man sich auch aus der Perspektive der betroffenen Länder anschauen. Daher war es für mein Studium sehr bereichernd, in Polen Kurse über die Mediensysteme der postkommunistischen Länder zu belegen. Und tschüss… ! Sie möchten während Ihres Studiums gern ins Ausland gehen? Informieren Sie sich über die Möglichkeiten an unserer Universität. Unkomplizierte Organisation Da der Campus Landau mit der Uni Wroclaw (Breslau) eine bestehende Kooperation hat, liefen Bewerbung und Vermittlung reibungslos. Ich konnte am Ende sogar alle in Polen belegten Kurse in Landau anrechnen …

Die erste Studentin in der Familie

Wenn Abiturienten kurz vor ihrem Abschluss stehen und sich auf das Studium vorbereiten, können sie oft auf die Erfahrungen ihrer Eltern zurückgreifen. Die Studentin Jennifer Siegert engagiert sich in der Organisation ArbeiterKind, um Schülern beim Studieneinstieg zu helfen, deren Familien keinen akademischen Hintergrund haben. Das hat auch persönliche Gründe: Siegert ist die erste Studentin in ihrer Familie. Für Jennifer Siegert war es nicht immer klar, dass sie eines Tages studieren wird. Selbst als sie nach der Grundschule auf das Gymnasium kam, war der Weg an die Uni keine selbstverständliche Perspektive. Während die Eltern ihrer Mitschüler bei Vorträgen und Hausaufgaben helfen konnten, war Siegert auf sich allein gestellt. Als sich Siegerts Noten verschlechterten, bekam sie von der Mutter eines Freundes den Tipp, auf ein berufliches Gymnasium zu wechseln. An diesem Punkt wendete sich das Blatt: Siegert musste keine ungeliebten Fremdsprachen lernen, sondern hatte Unterrichtsfächer wie Psychologie und Pädagogik. Ihr Interesse war geweckt, ihre Noten verbesserten sich und die Idee, eines Tages Psychologie zu studieren, war geboren. Unterstützung von außen Ohne ihre Bekannte, die sie dazu ermuntert …

Campus-Reporterin Maria Preuß zog für den Master von Berlin in die Pfalz. Foto: Unsplash/Max Langelott

Aus der anonymen Großstadt in die Pfalz – ein Kulturschock?

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute resümiert die Berlinerin Maria Preuß ihr erstes halbes Jahr im pfälzischen Landau.  Ein gutes halbes Jahr wohne ich jetzt in Landau. Weil es den Masterstudiengang Psychologie mit Schwerpunkt Kommunikations- und Medienpsychologie, den ich hier studiere, an keiner anderen staatlichen Universität gibt, bin ich aus dem großen Berlin, meiner Heimatstadt, in den Süden gezogen. Wenn ich das neuen Bekanntschaften erzähle, reagieren sie immer gleich: Sie wollen wissen, wieso ich mich dafür entschieden habe und ob es hier nicht ganz anders sei als in Berlin. Ja, ganz anders ist es definitiv. Aber anders ist ja nicht unbedingt schlecht. Es bedarf nur einer gewissen Eingewöhnungsphase. Zum Beispiel bin ich am ersten Uni-Tag zu spät zur Vorlesung gekommen, weil ich ganz naiv glaubte, dass der Bus, der von meiner Haustür bis zur Uni fährt, öfter als einmal pro Stunde kommt. Wie im Urlaub Ich verstehe auch bis heute das sympathische Pfälzisch nicht. Manchmal laufe ich durch Landaus Straßen und freue mich über …

Nina Seel studiert Sozial- und Kommunikationswissenschaften am Campus Landau und wohnt seit Oktober 2015 in ihrer WG im Landauer Süden. Hier wohnen Studis und Berufstätige zusammen. Fotos: Philipp Sittinger

Willkommen im Smarthouse

Das Smarthouse in Landau ist eine WG der besonderen Art: 240 Quadratmeter, voll ausgestattet vom Besteck über die Waschmaschine bis zum Schreibtisch. Hier leben acht Studierende und Berufstätige unter einem modernen Dach. Seit zweieinhalb Jahren ist die Studentin und Uniblog-Reporterin Nina Seel Teil der WG 2.0. Acht Leute in einer WG… wie klappt das so? Meistens gut. Wir sind eine bunte Mischung und verbringen gerne Zeit zusammen. Unsere Vermieter haben gute Arbeit geleistet und uns einen kleinen Wohntraum eingerichtet. In jedes der acht Zimmer wurde ein Bad integriert, womit ein üblicher WG-Streitpunkt flach fällt. Außerdem haben alle einen unterschiedlichen Tagesablauf, sodass wir uns nicht permanent über den Weg laufen und doch ist immer jemand da. Das ist ein schönes Gefühl. Was ist das Besondere an Ihrer Wohnung? Ihre Größe, die hohen Decken, der lange Flur und das alte Gebälk. Wir wohnen in einem sanierten Altbau, in dem sich altes Flair und Moderne vereinen. Alles ist großzügig und offen gestaltet. Besonders schön ist unser großer Holztisch im Gemeinschaftsraum. An der langen Tafel treffen wir uns zu …

Dr. Altstötter-Gleich lehrt am Campus Landau Inhalte der Differentiellen- und Persönlichkeitspsychologie und der Testtheorie. Sie forscht zu Perfektionismus und veröffentlichte einen Ratgeber zu diesem Thema. Foto: Philipp Sittinger

Unsere Profs: Christine Altstötter-Gleich

Auch wenn die Vorlesungen über Persönlichkeitspsychologie oft auf einen Freitag fallen, versucht Dr. Altstötter-Gleich, ihre Studierenden für Theorien darüber zu begeistern, warum sich Menschen unterscheiden. Und das äußerst erfolgreich: Als Mitarbeiterin der Arbeitseinheit Diagnostik, Differentielle und Persönlichkeitspsychologie, Diagnostik und Evaluation hat sie auch das Mentorium-Programm ins Leben gerufen, das den Psychologie-Erstsemestern den Start in das Studium erleichtern soll. Die Serie: Sie prägen unsere Erinnerungen an das Studium, inspirieren uns für das Berufsleben und sorgen für so manche Anekdote unter Studierenden: unsere Profs. Im Uniblog stellen sich die Professoren der Universität Koblenz-Landau der Fragen der Campus-Reporter, geben Einblick in ihren Forschungs- und Lehralltag und verraten, wie sie selbst als Student waren. Sie haben an der Erziehungswissenschaftlichen Hochschule Rheinland-Pfalz studiert. Wann und wie entstand der Wunsch, Psychologie zu studieren? Ich bin relativ pragmatisch an die Sache rangegangen, indem ich abgewägt habe, was ich will, was ich kann und welcher Beruf zu diesen Anforderungen passt. Außerdem habe ich schon immer gern mit Menschen zu tun gehabt. Beispielsweise war ich Mitglied bei den Pfadfindern und habe Jugendgruppen geleitet. Genau das wollte ich …

Carina Hein liebt das Rudern und studiert Angewandte Umweltwissenschaften im Fernstudium an der Universität Koblenz-Landau. Fotos: Privat

Ruderin auf der Überholspur

Carina Hein hat für die Universität Koblenz-Landau bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften im Rudern den fünften Platz gemacht. Sie kommt aus einem Dorf in Schleswig-Holstein und studiert im Fernstudium “Angewandte Umweltwissenschaften” an der Universität Koblenz-Landau. Im Interview mit Uniblog erklärt die Studentin, warum das Rudern sie fasziniert. Was verbindet Sie mit der Universität Koblenz-Landau? Meine Eltern, mein Bruder und ich wohnen in Norddeutschland in einem Dorf namens Kölln-Reisiek. Das liegt etwa 30 Kilometer nordwestlich von Hamburg. In der Nachbarstadt Elmshorn bin ich Mitglied des Ruderclubs, für den ich auf Regatten starte. Beruflich habe ich im Jahr 2015 meinen Master in Meteorologie an der Universität Hamburg abgeschlossen. Seitdem arbeite ich  neben dem Studium noch als Windgutachterin für Windkraftanlagen. An der Universität Koblenz-Landau studiere ich am Campus Koblenz Angewandte Umweltwissenschaften. Da es ein Fernstudium ist,  kann ich es neben der Arbeit absolvieren. Für die Präsenzveranstaltungen komme ich aber so oft es geht nach Koblenz. Was kann man sich unter den Hochschulmeisterschaften vorstellen? Bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften werden jährlich über 40 Wettkämpfe in verschiedenen Kategorien ausgerichtet. Studierende aller Mitgliedshochschulen des Allgemeinen Deutschen Hochschulverbands können teilnehmen. …

Kinder in der Grundschule können schon über Sprache nachdenken und sprechen. Wie sie dies tun, analysiert Sebastian Krzyzek in seiner Dissertation. Foto: Philipp Sittinger

Über Sprache sprechen: Sprachbewusstheit in der Grundschule

Sebastian Krzyzek hat einen komplizierten Nachnamen. Immer wieder wird er gefragt: “Wie wird der ausgesprochen?” Seine Gegenüber zeigen in solchen Momenten ihre sogenannte Sprachbewusstheit. Schon Grundschulkinder denken und sprechen über Sprache. Wie sie dies tun, analysiert Krzyzek in seiner Dissertation. In diesem Bereich zum Experten zu werden, ist seine persönliche Challenge. Die Serie: Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Forschung vorgestellt” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Kinder können schon im Grundschulalter bewusst über sprachliche Phänomene nachdenken und sprechen. Dahinter steckt das Konzept der Sprachbewusstheit. Das ist die Fähigkeit, Sprache zum Gegenstand des eigenen Denkens zu machen und den eigenen Sprachgebrauch kontrollieren zu können. Wenn Sie sich beim Lesen meines Nachnamens über diesen Gedanken machen, zum Beispiel in der Form Wieviele Konsonanten kann man denn aneinander reihen? oder Wie zur Hölle spricht man das aus?, dann ist …

Der Syrer Wael Alhalaki wagte die Flucht nach Deutschland und möchte an der Universität Koblenz-Landau studieren. Im Uniblog erzählt er von seinem neuen Leben hier. Foto: Lisa Engemann

“Ich versuche zu verstehen”: Porträt eines Geflüchteten

Wochenlang war er unterwegs. Zu Fuß durch die Wüste, mit dem Schlauchboot über das Mittelmeer, mit dem Bus durch Deutschland. Zwei Jahre später steht er auf dem Campus Koblenz. Das Hemd ist gebügelt, der Schal sorgfältig um den Hals geknotet. In der Tasche ein Notizbuch mit Vokabeln. Wael Alhalaki ist auf dem Weg zu seinem Sprachkurs. Er kommt aus Syrien und möchte an der Universität Koblenz-Landau studieren. Ein Porträt über einen wissbegierigen jungen Mann. “Hallo, wie geht’s?”, grüßt Alhalaki freundlich. Der 28-Jährige ist einer der Geflüchteten, die an einem Sprachkurs am Campus Koblenz teilnehmen, um sich auf das Studium vorzubereiten. In seinem Heimatland Syrien hat er bereits Anglistik studiert, doch um in Deutschland studieren zu können, muss er erst den Test zu Deutsch als Fremdsprache bestehen. “Ich verstehe vieles, aber ich kann noch nicht sprechen und schreiben wie ein Deutscher”, sagt Alhalaki mit arabischem Akzent. Über ehrenamtliche Helfer, einen berufsvorbereitenden Kurs des Jobcenters und einen Sprachkurs an einem Institut erreichte er ein Sprachniveau nach dem anderen. Er hofft, im kommenden Jahr den Test auf C1-Niveau zu …

Heidemarie Komor hat sich mit ihrem Schrebergarten einen Traum erfüllt. Fotos: Lisa Leyerer

Das Summen im Schrebergarten

Sommer, Sonne, Schrebergarten – für Heidemarie Komor ist das die schönste Zeit im Jahr. Die Alumni-Referentin der Universität Koblenz-Landau hat sich am Rande der Stadt ihr kleines Paradies eingerichtet. Neben Obst und Gemüse bewirtschaftet sie im Garten und im benachbarten Naturschutzgebiet Am Ebenberg auch mehrere Bienenvölker. Uniblog-Reporterin Lisa Leyerer hat die Hobbygärtnerin in ihrem Schrebergarten besucht und mit ihr über das Imkern und die Liebe zur Natur gesprochen. Blauer Himmel und strahlender Sonnenschein: In Nummer 21 der Kleingärten am Ebenberg wird fleißig gewerkelt. Mit einem großen Rechen lockert Heidemarie Komor die Erde auf und bereitet eine neue Bepflanzung vor. Zwischen bunten Blumen und Sträuchern wachsen Tomaten, Schnittlauch und Kürbisse. Im Rahmen der Landesgartenschau wurde der Kleingartenverein Am Ebenberg 2013 gegründet. Komor überlegte nicht lange und mietete eine von 33 Parzellen: “Ich wollte schon immer einen Garten haben. Normalerweise muss man einen Schrebergarten von jemand anderem übernehmen, aber hier bekam ich nackte Erde und Platz für meine eigenen Ideen. So trägt alles meine Handschrift.” Jeden Tag fährt Komor mit ihrem Fahrrad zum Garten und genießt dort …