Alle Artikel mit dem Schlagwort: Auslandssemester

Studieren und dabei die Welt erkunden: Isabella Fettich verbrachte ein Auslandssemester an der Macquarie University in Sydney. Fotos: Privat

Australien: Die Sonne im Gesicht

Isabella Fettich zog es für ihr Auslandssemester auf die andere Seite der Welt: Nach Australien, in das Land von Kängurus, Sonne und Meer. Die Kulturwissenschaftstudentin aus Koblenz verbrachte fünf Monate in Sydney. Im Uniblog berichtet sie vom australischen Campusleben und gibt Empfehlungen für diejenigen, die es auch ins Ausland zieht. Eigentlich wollte ich nach Spanien. Mit diesem Vorsatz bin ich zur Info-Veranstaltung für Auslandsaufenthalte gegangen, wo Rückkehrer von ihren Erfahrungen berichteten. Schnell tauschte ich Spanien gegen Australien. Ich habe nicht lange gezögert, Pläne geschmiedet und Informationen von GOstralia angefordert, einer Organisation, die über das Studium in Australien informiert. Wenig später ging es für uns dann auch schon los: Eine Kommilitonin und ich stiegen in den Flieger, der uns auf die andere Seite der Welt brachte. Ein bunter Campus Das studentische Leben in Australien war ganz anders als wir es von Deutschland kennen. Wir waren an der Macquarie University in Sydney, die sehr darauf bedacht ist, dass die Studierenden eine Gemeinschaft bilden und sich wohl fühlen. Zum Beispiel gibt es überall Sitzkissen und WLAN-Bereiche zum arbeiten oder Infopoints. …

Der Sonne so nah: Hoch oben über Kapstadt ist die Aussicht auf den Atlantik atemberaubend. Fotos: Privat

Südafrika: Sonnenschein im Herzen

Fünf Monate verbringt Yane-Ilene Furgoll in Kapstadt, Südafrika. Die 25-jährige Kulturwissenschafts-Studentin mit südafrikanischen Wurzeln sammelt unvergessliche Erinnerungen in der Regenbogennation. Sie liebt deren Leichtigkeit zu Leben, erfährt aber auch, was es heißt, sich im Alltag mit Diskriminierungen auseinandersetzen zu müssen.  Warum wollten Sie nach Südafrika? Mir war von Anfang an klar, dass ich über die Grenzen Europas hinaus wollte. Frankreich und Spanien waren mir einfach “zu nah” an Deutschland. Südafrika erschien mir als die beste Option, zumal mir das Land selbst nicht unvertraut war. Nach meinem Abitur war ich bereits dort und absolvierte ein dreimonatiges Praktikum in einem Kinderheim. Tatsächlich habe ich auch familiäre Wurzeln in Südafrika. Meine Mutter ist gebürtige Südafrikanerin, mein Onkel lebt mit seiner Familie in Kapstadt und meine Tante ist vor kurzem auch hergezogen. Ich wusste also in etwa, worauf ich mich einlassen würde. Dabei freute ich mich besonders auf das positive Lebensgefühl der Südafrikaner. Nicht ohne Grund trägt Südafrika den Titel Regenbogennation. Wo haben Sie für die Zeit Ihres Aufenthalts gelebt? Meine Wohnung lag in Bellville, einem Stadtteil von Kapstadt. Dort wollte ich im …

Heute schreibt Campus-Reporterin Hannah Wagner. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Ausfahrt aus dem Heimathafen

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Diesmal sinniert Hannah Wagner über die permanente Veränderung von Lebensentwürfen.  Es ist schon interessant, wie sich Lebensentwürfe und damit zeitliche Einschätzungen und Vorstellungen verändern. Meine Mutter erzählt heute noch, dass ich mit fünf Jahren auf die Frage, was ich einmal werden möchte, voller Überzeugung antwortete: “Mutter natürlich!” Mit 15 Jahren war dieser Wunsch weit weg und ich schmiedete einen anderen Plan: Abitur, studieren, arbeiten, ein Haus mit Katze – alles erreicht mit Mitte 20. Damals ein durchaus realistisches Lebenskonzept. Heute bin ich 27 und denke mir: Kinder? Haus? Job? Um Gottes Willen! Im Moment kann ich mir nicht vorstellen, Mutter zu werden und einer geregelten Arbeit nachzugehen, geschweige denn, ein festes Heim zu bauen. Das alles eintauschen gegen Saisonjobs und Reiserucksack? Niemals! Mit aller Kraft stemme ich mich gegen die Vorstellung von Verpflichtungen und Bindung. Zu wissen, was ich nicht will, ist heute mein Lebenskonzept. Von der See in den sicheren Hafen Eigentlich wäre es gar nicht so schwierig, das genauso …

Syed Nabil Afaraz Bukhari (24) fühlt sich wohl in Koblenz. Seit dem Sommersemester 2016 studiert er hier Web Science. Foto: Marius Adam

From Pakistan to Germany: Like apples and oranges, but still fruits

Nicht nur Studierende aus Deutschland sammeln im Ausland Erfahrungen. Die Universität Koblenz-Landau hat viele ausländische Studierende, die ihren Weg an die zwei Standorte gefunden haben. Syed Nabil Afraz Bukhari ist einer von ihnen. Der 24-jährige Pakistani studiert seit dem Sommersemester 2016 am Campus Koblenz. Im Uniblog berichtet er über seine Erfahrungen und sein Leben in Deutschland. Not only students from Germany are going abroad to gain experiences. A lot of foreign students from different countries make their way to the University of Koblenz-Landau. One of them is Syed Nabil Afaraz Bukhari. Since 2016 the 24-year-old student from Pakistan studies in Koblenz. For Uniblog he gives an insight into his experiences and his current life in Germany. I’ve always seen myself as a citizen of the world so it was obvious to leave my country for studying abroad. Before the decision of going to Germany, I studied Computer Engineering at the Sir Syed University of Engineering and Technology in Karachi, nowadays the biggest city of Pakistan. Computer technology has become a part of everyday life, it was quite …

Texas von seiner schönsten Seite - Studentin Franzi Sannert unterwegs im atemberaubenden Big Bend Nationalpark im Süden der USA. Fotos: Sannert

Texas: Leben auf einer Ranch

2013 machte sich Franzi Sannert das erste Mal auf, um im US-amerikanischen Texas neue Erfahrungen zu sammeln. Ein Jahr später war die damals 19-Jährige gerade im zweiten Semester ihres Pädagogikstudiums, als sie die Möglichkeit für ein Praktikum bei einer texanischen Familie erhielt. Sannert zögerte nicht lange: Nahe der Hauptstadt Austin lernte die Studentin aus Koblenz nicht nur ihre Gastfamilie kennen und lieben, sondern auch die Kultur, die Landschaft und das Essen. Nachdem ich Anfang 2013 erfolgreich das Abitur bestand, brauchte ich eine Auszeit. Denn wie wohl für die meisten Schüler bedeutet diese Phase vor allem eins: Stress! Um einfach mal aufzuspannen und das Leben auf einer Pferderanch kennenzulernen, entschied ich mich daher für einen Urlaub in der texanischen Provinz. Mit den Besitzern der Ranch verstand ich mich so gut, dass sie mir anboten, im nächsten Jahr für ein Praktikum wiederzukommen. Unter Aufsicht einer Sozialarbeiterin nahm ich diese Möglichkeit gerne wahr und flog im Mai 2014 erneut in die USA. Das Leben auf einer Ranch Texas – das Land der Cowboys, Pferderanchen und atemberaubenden Landschaften. So stellen …

In Schweden lernte Elena Hamm das Winterwetter zu genießen und trotz Kälte und Dunkelheit viel Zeit in der Natur zu verbringen. Hier wandert sie durch das Gebirge Sylarna. Fotos: Hamm

Schweden: Rauer Winter und herzliche Menschen

Elena Hamm war mit Erasmus Plus ein Semester als Austauschstudentin an der Mittuniversitetet Östersund. Im hohen Norden traf sie auf viel schwedische Hilfsbereitschaft und winterliche Temperaturen. Auch die Art zu studieren war für die 21-jährige Psychologie-Studentin zunächst neu: An ihrer schwedischen Universität gab es kaum Anwesenheitspflicht und umso mehr Eigenverantwortung für die Studierenden.  Noch schnell die letzte Prüfung geschrieben, danach eine Woche Urlaub mit Freunden und dann ging es Ende August 2015 auch schon los: Ich reiste 2000 Kilometer in den Norden nach Östersund, wo ich die nächsten fünf Monate zu Hause sein sollte und an der Mittuniversitetet studierte. Am Flughafen Östersund, der im Übrigen so groß ist wie der Parkplatz am Campus in Landau, wurden wir von unseren Buddies empfangen, was die Ankunft sehr erleichterte. Unsere Helfer fuhren uns nicht nur bis vor die Haustür unseres Wohnheims, sie unterstützten uns auch vor Ort: Sie besorgten Schlüssel, Matratzen und Decken, übersetzen, schleppten Möbel und Gepäck. Diese Art von Hilfe war für mich neu, ist aber in Schweden selbstverständlich. Die Ankunftswoche diente dazu, die Uni, die anderen …

Matthias Deisen aus Koblenz studiert seit Januar im verschneiten Finnland und ist begeistert. Foto: Privat.

Finnland: Im Land der 1000 Seen

Seit Januar ist Matthias Deisen als Austauschstudent im Rahmen des europäischen Erasmus-Plus-Programms in Joensuu, an der University of Eastern Finland. Bis Juni bleibt der 22-jährige Koblenzer Informatik-Student noch im östlichsten der skandinavischen Länder. Er ist begeistert von der Landschaft, den internationalen Kontakten und dem finnischen Bildungssystem. Warum Finnland – und dann auch noch im Winter? Das ist eine Frage, die man sich durchaus stellen kann und die ich auch schon Freunden und Bekannten beantwortet habe: Ich wollte schon immer die Nordlichter sehen und einen richtig schönen Winter mit viel Schnee verbringen. Da das finnische Bildungssystem als eines der Besten in Europa gilt, fiel mir meine Entscheidung nicht schwer: Finnland, das Land der 1000 Seen sollte es werden. Vor einem Jahr entschloss ich mich also kurzerhand für die Bewerbung auf einen Studienplatz in Finnland und wurde im Rahmen des Erasmus-Plus-Programms ausgewählt. Atemberaubende Landschaften Erwartungen hat man im Vorfeld natürlich immer eine Menge. Aber es ist nicht alles so, wie man es sich vorstellt: Die Nordlichter habe ich zwar mittlerweile gesehen und sie sind wirklich eindrucksvoll und ein atemberaubendes Naturspiel, aber der …

Michelle Bebbon besuchte während ihres Auslandsaufenthaltes in Irland das verträumte Fischerörtchen Kinsale. Fotos: Privat

Ein Auslandssemester in Irland

Faszinierende Landschaften, historische Burgen und naturbelassene Strände machen Irland zu einem beliebten Reiseziel. Die Lehramtsstudentin Michelle Bebbon aus Koblenz entdeckt die grüne Insel während einem Auslandssemester im Rahmen des Erasmusprogramms. Gerade verbringt sie dreieinhalb Monate in Limerick am Mary Immaculate College. Im Uniblog berichtet die 21-Jährige von fluchenden Iren und Studierenden, die während der Vorlesung Popcorn essen. In den Monaten vor meiner Abreise wurde ich mit Papierkram überschüttet. Deshalb war ich erleichtert, als ich vor 90 Tagen im Flugzeug Richtung Irland saß und mein Auslandsemester in Limerick vor mir lag. Am Mary Immaculate College, wie die Universität in Limerick heißt, fühlte ich mich vom ersten Tag an willkommen. Mir wurde ein herzlicher Empfang bereitet und ich spürte sofort, wie jeder, den ich traf, bemüht war, mir das Einleben in eine noch ungewohnte Umgebung zu erleichtern. Von Limerick nach ganz Irland Die Stadt liegt im Westen Irlands am River Shannon. Wem der Name Limerick etwas sagt, kennt ihn entweder von den gleichnamigen, fünfzeiligen Unsinnsversen oder aus Frank McCourts Memoiren “Die Asche meiner Mutter” (im eng. Original …

Lehramtsstudentin Caroline Richter über den Dächern von Glasgow, der größten Stadt Schottlands. Sie verbrachte einen Monat im nördlichen Drittel Großbritanniens. Foto: Privat

Ein Monat in Schottland

Zur schottischen Folklore das Tanzbein schwingen, die Abende in einem Pub ausklingen lassen und nebenbei Englisch lernen: Die Koblenzer Lehramtsstudentin Caroline Richter verbrachte vier Wochen an einer Sprachschule in Edinburgh, der Hauptstadt an der Ostküste Schottlands. Die schottische Gastfreundschaft, die unberührte Landschaft und neue internationale Freundschaften machten den Aufenthalt für die 22-Jährige zu einem unvergesslichen Erlebnis. Anfang des Jahres entschloss ich mich dazu, einen Teil meiner Semesterferien in Schottland zu verbringen. Im März ging es los. Vier Wochen mit vier aufgeweckten Hunden, zwei Katzen und sympathischen Gasteltern lagen vor mir. Vom ersten Moment an fühlte ich mich willkommen – und wusste sofort, dass mein Aufenthalt in Edinburgh ein besonderes und aufregendes Erlebnis werden würde. Der Schulalltag: Andere Länder, andere Sitten An meinem ersten Schultag war ich aufgeregt wie ein kleines Schulkind. Zum Sprachkurs in Edinburg kamen Jugendliche und Erwachsene aus allen Teilen der Welt, um ihre Englischkenntnisse zu verbessern. Dadurch erhielt ich die Möglichkeit, viele spannende Menschen und ganz unterschiedliche kulturelle Praktiken kennenzulernen. Auch die Sprachschule förderte diesen Aspekt mit verschiedenen Veranstaltungen wie dem  „International …

Lehramtsstudentin Jannika Schneider am Big Sioux River in Sioux Falls, South Dekota. Sie verbringt ihr Auslandsjahr in den USA. Foto: Privat

Ein Jahr in den USA

Jannika Schneider ist 22 Jahre alt und studiert am Campus Koblenz Kunst und Englisch auf Lehramt. Gerade verbringt sie zwei Semester in Minneapolis an einer German Immersion School. Zu Beginn war die Skepsis über den kalten Norden groß. Ein Jahr später findet auch sie, dass die Nachbarstadt St. Paul einfach auf der falschen Seite des Mississippis liegt. Vor knapp zwei Jahren habe ich mich bei Amity, einem Programm für den kulturellen Austausch für angehende und bereits tätige Lehrer beworben. Nach circa einem halben Jahr, das vom Ausfüllen zahlreicher Anträge geprägt war, erhielt ich die Bestätigung für einen Praktikumsplatz an einer Schule in Minnesota. Zwar freute ich mich, in das Programm aufgenommen worden zu sein, mit dem Zielort war ich jedoch nicht so einverstanden. Zu dieser Zeit war Minnesota ein großes Thema in den Medien, da der nördliche Teil der USA durch einen Winter mit Temperaturen von bis zu Minus 35°C überrascht wurde. Obwohl Minnesota auf dem gleichen Längengrad liegt wie Deutschland, sind die Winter sehr polar geprägt, was ihn zum kältesten Bundesstaat nach Alaska macht. …