Monate: April 2016

Heute schreibt Campus-Reporterin Lisa Leyerer. Zeichnung: Carolin Höring.

Hollywood-Feeling im balinesischen Tempel

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute berichtet Lisa Leyerer von ihrem Urlaub auf Bali und wie sie während einer Tempel-Zeremonie zufällig selbst zur Attraktion wurde. Bali. 14 Flugstunden von Deutschland entfernt, 5780 Quadratkilometer groß und mit einer Einwohnerzahl von rund vier Millionen Menschen. Zum Abschluss unserer Asienreise besuchten meine Begleitung und ich diese Trauminsel, auf der mittlerweile der Massentourismus Einzug gehalten hat. Viele Urlauber verbringen hier ihre Zeit, liegen am Strand, lernen aber weder Land noch Leute kennen. Für uns ist diese Art von Urlaub ein Graus. Dementsprechend mieden wir, so gut es ging, die typischen Ausflugsziele, die in Reiseführern empfohlen werden. Vielmehr lockten uns die Insidertipps. Unser erstes Ziel war das bedeutendste hinduistische Heiligtum Indonesiens, der Muttertempel aller balinesischen Tempel: “Pura Besakih” am Hang des heiligen Berges “Gunung Agung”. Einmal im Jahr wird hier bei Vollmond eine große Tempelzeremonie zelebriert, zu der alle Hinduisten Balis kommen, um ihre Vorfahren zu ehren. Das Fest fand genau an dem Tag statt, an dem wir die Anlage besuchten. Über etliche Stufen erstrecken sich die …

Mit Leib und Seele dabei: Johannes Wetzel gefällt sein Job als Produktbeschreiber bei Canyon. Foto: Marius Adam.

Texter für Bike-Produkte

Fahrräder sind seine Leidenschaft: Johannes Wetzel verbringt seine Zeit privat am liebsten auf zwei Rädern. Auch in seinem Nebenjob dreht sich alles um Bikes und Zubehör. Wetzel kümmert sich bei dem bekannten Fahrradhersteller Canyon um die Produktbeschreibungen und die Materialauswahl. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Ich bin Johannes Wetzel, 25 Jahre alt und studiere Sport, Bautechnik und Physik auf Lehramt für die Berufsbildende Schule. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich kümmere mich bei dem Fahrradhersteller Canyon um die Produktbeschreibungen von Zubehörartikeln im Rennrad- und Mountainbike-Segment. Von Laufrädern über Helme bis hin zur Fahrradkleidung ist eigentlich alles dabei. Gleichzeitig bin ich für die Bildbearbeitung der jeweiligen Produktfotos zuständig, die dann auf der Homepage von Canyon erscheinen. Was sind Ihre Aufgaben? Die Produkte müssen natürlich …

Ob Bodenproben entnehmen, Gras mähen oder Pflanzenbestimmung: Rebekka Gerlach liebt vor allem die Vielfalt der Aufgaben in ihrem Promotionsprojekt. Foto: Privat

Forschung zur Tradition des Wiesenwässerns

Promotionsstudentin Rebekka Gerlach vom Institut für Umweltwissenschaften am Campus Landau erforscht im Rahmen des Projektes “WasserWiesenWerte” die traditionsreiche Methode des Wiesenwässerns in der Gegend um Landau. Was die Feldarbeit vor Ort so reizvoll für die Umweltwissenschaftlerin macht, verrät sie im Interview. Die Serie: Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Ich beschäftige mich mit der Tradition der Wiesenbewässerung in der Region zwischen Landau und Germersheim. Diese Bewässerungsmethode gibt es seit dem Mittelalter, kommt aber bis auf wenige Ausnahmen seit Ende der 1960er-Jahre kaum noch in Europa zur Anwendung.  Das Besondere daran ist, dass das Wasser durch die Stauung eines Flusses, hier ist es die Queich, über ein Graben- und Wehrleitsystem auf die Wiesen geführt wird. In meiner Promotion untersuche ich die Wiesenbewässerung hinsichtlich verschiedener Aspekte. Beispielsweise möchte ich wissen, ob …

Schätzt die vielen verschiedenen Blickwinkel, die ihr Studiengang auf den Alltag und das Leben bietet: Kulturwissenschaft-Studentin Johanna Puth. Foto: Privat.

Kulturwissenschaft: Den Alltag untersuchen

Johanna Puth studiert Kulturwissenschaft in ihrer Heimatstadt Koblenz. Im Uniblog erzählt sie, warum es so spannend ist, den menschlichen Alltag aus wissenschaftlicher Perspektive unter die Lupe zu nehmen und wie sie als “Kuwi” aktiv das Koblenzer Kulturleben mitgestaltet. Die Serie: Abiturienten stehen viele Möglichkeiten offen. Studieren oder eine Ausbildung beginnen, Uni oder FH? Und welches Fach ist für mich das Richtige? In unserer Serie “Was studieren” stellen Studierende der Universität Koblenz-Landau ihren Studiengang vor.  Woher kommt Ihre Begeisterung für das Fach Kulturwissenschaft? Sie gründet zum einen darin, dass es sich nicht nur um ein Fach handelt, sondern um eine Vereinigung einer Vielzahl an Fächern. Zum anderen hilft mir mein Studium, besser zu verstehen, warum unsere Welt so ist, wie sie ist, und dies kritisch zu reflektieren. So bekomme ich nicht nur in beruflicher Hinsicht, sondern auch privat zahlreiche Impulse. Warum haben Sie sich für Koblenz entschieden?  Obwohl ich mich in erster Linie für den Studiengang entschieden habe, bin ich sehr froh, dass meine Heimatstadt Koblenz auch meine Studienstadt geworden ist, obwohl ich zunächst auf keinen Fall …

Alles andere als verstaubt: Das Berufsbild der Sekretärin wandelt sich immer stärker, die Anforderungen an das Personal werden immer höher. An Universitäten sind Sekretärinnen und Sekretäre die Schnittstelle zwischen Studierenden und Lehrenden. Ein neu gegründetes Netzwerk hilft beim Austausch und in der Fortbildung. Foto: Fotolia/bramgino

Ein Netzwerk für Sekretärinnen

Auch Sekretärinnen haben Ziele und brauchen eine Lobby, um im universitären Alltag Ideen zu verwirklichen. Deshalb gründete sich 2013 das Sekretärinnen-Netzwerk in Landau, ein Jahr später in Koblenz. Heute sind es zwei aktive Arbeitsgruppen, die Fortbildungen organisieren und in diesem Jahr den zweiten Rheinland-Pfälzischen Office-Day ausrichten.  Sie sind Ansprechpartnerinnen für allerlei Fragen rund um Kurse, KLIPS und andere Angelegenheiten, die das Studienfach betreffen, stehen stets kompetent zur Verfügung und helfen, wo sie können. Als erste Kontaktperson in den Instituten der acht Fachbereiche agieren sie als Schnittstelle zwischen Studierenden und Lehrenden: Sekretärinnen. “Oft gibt es nur eine Stelle pro Institut, umso wichtiger ist die Vernetzung unter den Sekretärinnen, sonst fühlt man sich schnell allein im universitären Betrieb”, weiß Heike Kloiber, die als Sekretärin im Methodenzentrum am Campus Landau tätig ist. Von der Idee zum gemeinsamen Netzwerk Kloiber hat ein Sekretärinnen-Netzwerk in Landau aufgebaut, eine Art Lobby für die Sekretärinnen am Campus, um gezielt deren Bedürfnisse und Anliegen aufzugreifen. Kloiber ist die Sprecherin der Arbeitsgruppe in Landau und berichtet von der Umsetzung: “Die Idee stand bereits 2008 im Raum. Nachdem ich Mitglied im Senatsausschuss für …

Heute schreibt Campus-Reporterin Esther Bauer. Zeichnung: Carolin Höring.

Das Leben ist schön

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute schlägt Esther Bauer nachdenkliche Töne an und rät, das Leben zu lieben und nicht schon heute an die Probleme von morgen zu denken. Das Leben ist schön. Das ist eine Tatsache, eine Einstellung, eine Weisheit. Sie ist allumfassend und manchmal schwer zu verstehen. Dann kommt einem das Leben nicht schön vor. Vielmehr wirkt es beängstigend und wächst einem wie giftiger Efeu über den Kopf. Doch wo Schatten sind, da ist auch immer Licht. Wir sind Studierende, denen viele Möglichkeiten geboten werden. Wir können uns mit Themen befassen, die uns interessieren, Auslandssemester wahrnehmen, reisen, neue Leute kennenlernen und vor allem können wir lernen, über den Tellerrand zu schauen, um zu sehen, dass dort ein reich gedeckter Tisch steht. Die meisten von uns werden für ihr Leben Pläne schmieden. Das ist menschlich. Ebenso menschlich ist, dass wir mit anderen mitfühlen, dass wir emotional sind und dass es noch nicht einmal unsere eigenen Schicksalsschläge und scheiternden Pläne sein müssen, die unseren Tisch mit …

Mag keine Informatiker-Klischees, hat sein Notebook aber trotzdem immer dabei: Software-Entwickler Patrick Schäfer. Foto: Adrian Müller.

Auf den Spuren von… Software-Entwickler Patrick Schäfer

Patrick Schäfer (26) aus Niederfell an der Mosel hat in diesem Jahr sein Masterstudium der Wirtschaftsinformatik an der Universität Koblenz-Landau abgeschlossen. Nun arbeitet er als Software-Entwickler für eine Web-Agentur in der Koblenzer Innenstadt. Was fällt Ihnen als Erstes ein, wenn Sie an Ihre Alma Mater und an Ihre Studienstadt zurückdenken? Die tolle Atmosphäre, die schöne Stadt und die freundlichen Menschen. Warum haben Sie sich für ein Studium an der Universität Koblenz-Landau entschieden? Ich habe meinen Bachelor in Informationstechnik woanders gemacht und wollte zum Master wieder zurück in die Heimat, in der ich groß geworden bin. Meine Familie und viele meiner Freunde wohnen noch hier und die Universität Koblenz-Landau hat in der Informatik einen guten Ruf. Wussten Sie schon zu Studienbeginn, was Sie später machen wollen? Was war Ihr Traumjob? Ich wusste schon vor dem Studium, dass ich entweder etwas in Richtung Maschinenbau oder Informatik studieren werde. Mein Traum war es, in der Luft- und Raumfahrttechnik zu arbeiten. Während meines duales Bachelor-Studiums der Informatik an der DHBW Mannheim bekam ich auch die Gelegenheit, für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt zu arbeiten. …

Wie geht Erste Hilfe und wo finde ich einen Defibrillator? Diese Fragen beantwortet die App „Defi-Now!“. Marco Krause, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Koblenzer Institut für Wirtschafts- und Verwaltungsinformatik, hat die Erste-Hilfe-App mitentwickelt. Auch in der Turnhalle am Campus Koblenz ist ein Laien-Defibrillator angebracht. Fotos: Marius Adam.

Defi Now: Hilfe, wenn das Herz stillsteht

Die App „Defi Now!” weist Ersthelfern den Weg zum nächsten Laien-Defibrillator in der Umgebung, um sie im Ernstfall bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung zu unterstützen. Entwickelt wurde die Anwendungssoftware von einem Team um Prof. Dr. J. Felix Hampe, Vizepräsident der Universität am Campus Koblenz und Professor am Institut für Wirtschafts- und Verwaltungsinformatik. Bei einem plötzlichen Herzstillstand ist Erste Hilfe lebenswichtig. Mit einem Anruf beim Rettungsdienst und der Einleitung einer manuellen Herz-Lungen-Wiederbelebung ist in einer solchen Situation schon viel getan. Was viele nicht wissen: Ersthelfer können mithilfe eines Laien-Defibrillators, auch AED (Automatisierter Externer Defibrillator) genannt, eigenständig eine Wiederbelebung vornehmen, auch wenn noch kein Notarzt vor Ort ist. “Leider ist bisher nur wenig bekannt, dass solche Laien-Defibrilatoren in zahlreichen öffentlichen und privaten Gebäuden frei zugänglich sind und von Ersthelfern genutzt werden können”, weiß Marco Krause, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Wirtschafts- und Verwaltungsinformatik und Mitentwickler der Defi Now!-App. “Bei der Bedienung eines AED kann man nichts falsch machen. Mit der App versuchen wir, Aufklärung zu betreiben.” Erste Hilfe in drei Schritten Die Nutzer der App werden dabei zunächst durch ein dreistufiges Menü gelotst, …

Während ihres Aufenthaltes in Australien lernte Constanze Schreiner nicht nur die Ostküste kennen, sondern bereiste auch die weniger touristische Westküste nördlich von Perth - hier am Nature's Window im Kalbarri Nationalpark. Fotos: Privat.

Als Gastwissenschaftlerin in Sydney

Constanze Schreiner ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Institut für Kommunikationspsychologie und Medienpädagogik am Campus Landau. Im Herbst 2015 verbrachte sie drei Monate in Australien. Als Visiting Scholar in Sydney forschte sie nicht nur zum Einsatz von Geschichten im Gesundheitsbereich, sondern lernte auch, sich ordentlich in Schlangen anzustellen und bei entgegenkommenden Autofahrern die Hand zum Gruß zu heben. Ein Gastbeitrag von Constanze Schreiner Zehn Minuten zu spät für eine Verabredung? „No worries, mate!“ Ein Sonderwunsch im Restaurant? „No worries, mate!“ Australier sind nett – und zwar so richtig. Außerdem sind sie entspannt, höflich und entschuldigen sich auch für Dinge, für die sie nun wirklich nichts können, zum Beispiel für das Wetter:„I’m so sorry for the weather today!“. Nur, wenn es ums Anstehen geht, hört der Spaß auf. Da muss es mit Recht und Ordnung zugehen. Da machen sich – genauso wie bei Ritualen wie dem „morning tea“ – die englischen Wurzeln der Australier bemerkbar. Die ersten weißen Bewohner des Kontinents waren britische Gefangene, die dort ihre Strafe absitzen sollten. Dieses historische Detail hören die Australier allerdings nicht gern. Wobei ich während …

Nebenjob mit viel Verantwortung: Student Jan Koster arbeitet neben der Uni als Rettungssanitäter. Foto: Marius Adam

Als Sanitäter Leben retten

Jan Koster finanziert sein Studium durch seine Nebentätigkeit als Rettungssanitäter bei der Johanniter-Unfall-Hilfe. Langeweile ist bei seiner Arbeit ausgeschlossen: Kurzfristige Rettungseinsätze und Krankentransportfahrten gehören zum Berufsalltag. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Ich bin Jan Koster, 23 Jahre alt und studiere in Koblenz Lehramt für Realschule Plus mit der Fächerkombination Wirtschaft und Arbeit und Sport. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich arbeite als Rettungssanitäter bei der Johanniter-Unfall-Hilfe. Mein Arbeitsplatz umfasst sowohl die Arbeit auf der Rettungswache als auch im Kranken- und Notfallkrankenwagen, mit denen ich zu den jeweiligen Einsätzen fahre. Pro Woche übernehme ich in der Regel zwei Schichten. Was sind Ihre Aufgaben? Meine Arbeit lässt sich grundsätzlich in zwei große Bereiche aufteilen: Den Krankentransport und den Rettungsdienst. Dabei bin ich entweder als Fahrer des …