Monate: Februar 2016

Wir haben es geschafft, das Semester ist rum, und wir freuen uns auf die vorlesungsfreie Zeit. Foto: Fotolia/ BestForYou

Wir haben es geschafft

Kommt es Ihnen auch so vor, als wäre die Zeit wie im Flug vergangen? Gerade noch freuten wir uns auf den ersten Glühwein und ließen uns vom Vorweihnachtsstress einfangen, bestaunten das Silvesterfeuerwerk am Himmel, schimpften auf den regennassen Januar und plötzlich ist Mitte Februar und die vorlesugsfreie Zeit steht vor der Tür. Auch der Uniblog macht Ferien bis zum Semesterstart im April. Und weil Ihnen unser Jahresrückblick auf die beliebtesten Artikel so gut gefallen hat, haben wir für Sie an dieser Stelle erneut die Artikel mit den meisten Klickzahlen des Semesters zusammengetragen. Und nicht nur dass: Der Uniblog feiert in diesem Monat auch seinen dritten Geburtstag. Für uns ein Grund, mit Ihnen gemeinsam einen kleinen Blick in die Statistik zu werfen: 55 Artikel sind in diesem Wintersemester erschienen 455 Artikel wurden insgesamt seit Bestehen des Blogs verfasst 213 Stunden haben unsere studentischen Reporter in diesem Semester recherchiert, telefoniert, gemailt, fotografiert, interviewt, porträtiert und getextet 1648 Bilder und Grafiken umfasst die Mediathek nach drei Jahren 5000 Leser hat der Blog durchschnittlich im Monat Wir freuen uns, …

Schüler der Grundschule von Bonakanda, einem kleinen Dorf nördlich von Buea (Südwestkamerun).

Kamerun: Im Land der Entschleunigung

In einer Welt, in der man via Smartphone immer erreichbar ist, in der ein Termin auf den anderen und eine Prüfung auf die nächste folgt, steigt zunehmend das Bedürfnis nach Entschleunigung. Dieser Wunsch wird in Kamerun zu Genüge befriedigt: So genau nimmt man es nicht, wann Konferenzen anzufangen oder Busse abzufahren haben. Der Kameruner belächelt häufig die meist nicht nur minutenlangen Verzögerungen und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Wurde der Termin um 8.30 Uhr vereinbart, dann zeigen sich die ersten Konferenzteilnehmer erst um 9 Uhr – und um 9.30 Uhr wird immer noch nach einem Verlängerungskabel für den Beamer gesucht. Nach 12 Tagen Exkursion können wir nun alle ebenfalls behaupten, ein Teil der kamerunischen Gelassenheit mitgenommen zu haben. Wir, das sind Studierende aus dem Seminar „Multilingualismus in Afrika“ unter der Leitung von Prof. Martin Pütz (Anglistik) und Prof. Diao-Klaeger (Romanistik). Das  westafrikanische Land Kamerun mit seinen 22 Millionen Einwohner wählten wir als Exkursionsziel, da hier die sprachliche und kulturelle Vielfalt in Afrika mit am stärksten ausgeprägt ist. So werden neben den beiden offiziellen …

Heute schreibt Campus-Reporterin Hannah Wagner. Zeichnung: Carolin Höring

Wilde Drachen und andere Ungeheuer

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute berichtet Hannah Wagner von einer Sucht, die unerwartet in ihr Leben trat und sie sogar in ihren Träumen heimsucht. Viele Menschen haben Süchte. Ich würde fast sagen, jeder hat etwas, von dem er – bewusst oder unbewusst – abhängig ist. Das können Zigaretten oder Alkohol sein, aber auch der leckere, heiße Kaffee am Frühstückstisch. Die Liste der potenziellen Süchte ist lang: Medikamente, Computerspiele, Internet, Handy, Essen, Shopping, Arbeit, Sport, Liebe…. Eine Sucht ist eine “krankhafte Abhängigkeit von einem bestimmten Genuss- oder Rauschmittel oder ein übersteigertes Verlangen nach etwas, einem bestimmten Tun”, definiert der Duden. Demnach glaube ich, dass man von allem irgendwie abhängig sein kann ,oder wie es heute im jugendlichen Sprachjargon heißt: Man kann alles “suchten”. Auch ich selbst kann das ein oder andere in meinem Leben als Sucht benennen, mein tägliches Bedürfnis nach Sport und Bewegung zum Beispiel, meine Dusche am Morgen, ohne die ich den ganzen Tag in den Seilen hänge oder den Espresso, den ich nach jedem Mittagessen trinke. Seit zwei Wochen suchte ich …

Forschung im Land der tausend Hügel

Sich auf einen Forschungsaufenthalt in Ruanda vorzubereiten, ist gar nicht so einfach: Während die eine Projektgruppe eine neue Frosch- und Pflanzenart entdeckt, widmet sich eine andere den örtlichen Agrarforstsystemen. Die Brücke vom “Land der tausend Hügel” zum Rhein schlägt das Ruanda-Zentrum in Koblenz. Als zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Universität agiert es als internationale Schnittstelle zwischen Projektarbeit und Wissenstransfer. Davon profitiert nicht nur die Forschung der Universität, sondern auch das Land. Nicht nur die ungefähre Flächengröße hat Ruanda mit Rheinland-Pfalz gemeinsam, seit über 30 Jahren ist die ehemalige deutsche Kolonie auch Partnerland von Rheinland-Pfalz. “Aus der Zusammenarbeit der beiden Länder ist die Uni-Partnerschaft entstanden”, erklärt Siegmar Seidel, Geschäftsführer des Ruanda-Zentrums am Standort Koblenz. Seit 1999 besteht eine Kooperation der Fächer Biologie und Geografie am Campus Koblenz. Mit dem Ruanda-Zentrum wird die Zusammenarbeit auch für andere Fachbereiche und Fächer ausgebaut. Schnittstelle zwischen Koblenz-Landau und Ruanda Seidel kennt Ruanda aus nächster Nähe, schon 13 Jahre bereist er das zehn Flugstunden entfernte Land in Ostafrika. “Das Runda-Zentrum ist eine Anlaufstation für alle Fächer, die gerne mit Ruanda zusammenarbeiten möchten. Neben der Beratung geben wir …

"Anatevka" wurde in der Deidesheimer Synagoge unter der Regie von Eva Adjoran, Dozentin des Zertifikatsstudiengangs Darstellendes Spiel, aufgeführt. Foto: Karin Hiller

Darstellendes Spiel: Mit Theater Grenzen überwinden

Rheinland-Pfalz ist spielwütig: An mittlerweile mehr als 140 Schulen im Land wird das Fach “Darstellendes Spiel” unterrichtet. Wegen mangelnder Ausbildungsmöglichkeiten an Universitäten fehlte es bislang jedoch an qualifizierten Lehrkräften. Seit vergangenem Wintersemester bietet die Universität Koblenz-Landau an beiden Campi ein entsprechendes Ergänzungsfach an. Seit mehr als fünf Jahren gibt es das Fach “Darstellendes Spiel” in der Sekundarstufe I und II an rheinland-pfälzischen Schulen, bisher konnten sich Lehrer immer nur über individuelle Weiterbildungskurse qualifizieren. “Es war auf institutioneller Ebene höchste Zeit, einen solchen Studiengang zu etablieren”, berichtet Dr. Anja Ohmer, Koordinatorin des Studiengangs an der Universität in Landau. “Darstellendes Spiel ist ein sogenanntes Mangelfach. Die Einstellungschancen sind also ausgezeichnet.“ Seit vergangenem Wintersemester haben Lehramtsstudierende für Realschule und Gymnasium sowie Lehrer, die an in diesen Schultypen unterrichten, die Möglichkeit, einen viersemestrigen und praktisch orientierten Zertifikatsstudiengang mit voller Lehrbefugnis parallel zum regulären Studium als drittes Fach zu absolvieren. Steigerung der Selbstwahrnehmung Körper- und Selbstbewusstsein sind für Dr. Mayte Zimmermann, geschäftsführende Leiterin des Studiengangs am Campus in Koblenz, eine der wichtigsten Kompetenzen, die Studierende beim szenischen Arbeiten entwickeln. “Oft wird die Arbeitsrealität …

Karen Kontschak unterstütz mit ihrer Arbeit sozial-ökonomisch ausgerichtete Jungunternehmen. Foto: Privat.

Kreativ unterwegs in der Gründerszene

Karen Kontschak arbeitet neben ihrem Studium bei ISSO, einem Unternehmen, dass junge Gründer unterstützt, die mit ihrem Start-up nachhaltige Ziele verfolgen. Während ihrer Arbeit entwickelte sie dabei selbst die ein oder andere sozial-ökologische Idee für eine bessere Zukunft.  Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Mein Name ist Karen Kontschak, ich bin 26 Jahre alt und studiere im fünften Semester Germanistik und Ethik auf Gymnasiallehramt am Campus Koblenz. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich arbeite als Werkstudentin in Teilzeit bei ISSO – Institute for Social & Sustainable Oikonomics. Das Institut unterstützt junge Menschen dabei, ihre sozialen und ökologischen Projektideen zu verwirklichen. Wir verstehen uns als ein Nachhaltigkeits- und Gründerzentrum im Herzen von Koblenz, die Raum und Wissen zur Umsetzung solcher Projekte bieten. Unser Fokus liegt …

Studierende der Universität Koblenz-Landau waren an der Entwicklung des Wahl-O-Maten für die diesjährige Landtagswahl in Rheinland-Pfalz beteiligt. Seit 2002 hilft das Online-Tool bei der Entscheidung, welche Partei am ehesten die eigenen Interessen vertritt. Foto: Fotolia/VRD.

Landtagswahl: Landauer entwickeln Thesen für Wahl-O-Mat

Am 13. März wird in Rheinland-Pfalz gewählt. Wer noch unentschlossen ist, wo er bei der Landtagswahl das Kreuz setzen soll, kann den Wahl-O-Mat zu Rate ziehen. Seit 2002 bietet die Webpräsenz eine Entscheidungshilfe für Wahlen und gleicht die Übereinstimmung der Position des Nutzers mit den Positionen der Parteien ab. Für die Entstehung des Wahl-O-Maten wird ein Redaktionsteam aus 20 Jungwählern zwischen 18 und 26 Jahren zusammengestellt, die den Fragenkatalog erarbeiten. Auch zwei Studierende von der Universität Koblenz-Landau sind seit vergangenem Jahr an der Entwicklung beteiligt. Die Politikwissenschaftlerin Prof. Manuela Glaab steht den Jungwählern als Expertin zur Seite. Am Campus Landau forscht sie zu Fragen der Landespolitik, Parteien, Wahlen und Wahlkampagnen. Damit ist sie genau die richtige Kandidatin, wenn es darum geht, der Redaktion des Wahl-O-Maten mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Je zehn junge Männer und Frauen aus Rheinland-Pfalz haben es mit ihrer Bewerbung in das Redaktions-Team geschafft. Auch Gloria Grötzschel, die am Campus Landau Sozialwissenschaften studiert, hat sich als Redakteurin beworben: „Ich interessiere mich sehr für das politische Geschehen und war neugierig, …

Der Koblenzer Lehramtsstudent Ijaz Ali ist Musiker mit Begeisterung und Herz. Foto: Privat

Mit Herzschmerz und Gitarre

Neben seinem Lehramtstudium ist der 24-Jährige Ijaz Ali vor allem eins: Musiker mit Herz. Als Singer-Songwriter ist er allein mit seiner Gitarre unterwegs und hofft darauf, eines Tages von seinem Hobby leben zu können. Ijaz Ali ist 24 Jahre alt und studiert im dritten Semester Englisch und Biologie auf Gymnasiallehramt am Campus Koblenz. Seine Freizeit widmet er zum Großteil seiner Leidenschaft, der Musik. Sie ist eine Mischung aus englischsprachigem Akustik-Pop und Rock. „Noch ist es ein Hobby, aber ich wünsche mir, dass ich davon einmal leben kann.“ Wie ein Lied entsteht Mit 13 Jahren bekam er eine Gitarre geschenkt. Ein halbes Jahr musste sie in der Ecke einstauben, bis er ihr endlich Aufmerksamkeit schenkte. „Ich kann keine Noten lesen. Ich habe mir das Spielen mit einer Art Lernen nach Zahlen beigebracht.“ Spaß macht ihm die Gitarrenmusik noch immer. Das Instrument ist sein ständiger Begleiter, wenn es darum geht, ein neues Lied zu schreiben. Oft fallen Ali instrumentale Passagen ein, die er dann ausbaut und schließlich betextet. Einige Auftritte hat er schon hinter sich, Ali wird auch …

Sophia Maroc studiert Master of Education am Campus in Landau. Sie ist hochschulpolitisch aktiv und sitzt seit 2014 für die Grünen im Stadtrat. Foto: Karin Hiller.

Sophia Maroc: Im Auftrag der Uni

Sophia Maroc studiert in Landau Politik und Kunst auf Lehramt. Die 25-Jährige beschränkt ihre Studienzeit aber nicht nur auf die Teilnahme an Seminaren und Klausuren, sondern engagiert sich politisch an ihrem Campus und in der Stadt. Seit sie 2014 in den Stadtrat gewählt wurde, ist Sophia Maroc Uni-Beauftragte. Frau Maroc, Sie sind Uni-Beauftragte der Stadt Landau. Was genau kann man sich unter diesem Posten vorstellen? Es ist ein Amt, das ich im Rahmen meiner Tätigkeiten im Stadtrat von Landau innehabe. Seit 2014 bin ich dort gewähltes Mitglied und versuche, die Kommunikation zwischen Universität und Stadt voranzubringen und zu verbessern. Tatsächlich ist es so, dass die rund 8000 Studierenden in Landau zu wenig wahrgenommen werden. Das möchte ich ändern. Ganz offiziell heißt der Posten übrigens Beauftragte für die Belange der Universitätsstadt Landau. Seit wann sind Sie politisch aktiv? Eigentlich war ich schon immer politisch engagiert: In der Schule als Schülersprecherin, im Stadtrat meines Heimatortes Wörth, später dann in der Hochschulpolitik als Senatsmitglied, ich war Vize-Präsidentin des Studierendenparlaments und Referentin des Allgemeinen Studierendenausschusses und nun bin ich im Stadtrat von Landau. Wie kam es …

Kümmert sich um Gastwissenschaftler aus aller Welt: Marion Kraft vom Landauer Welcome Center. Foto: Katharina Greb.

Welcome Center: Erste Hilfe für Internationals

Willkommen am Campus: Jedes Jahr kommen Studierende und Gastwissenschaftler aus der ganzen Welt nach Deutschland, um an der Universität Koblenz-Landau zu studieren, zu promovieren oder zu forschen. Unterstützung für erste Herausforderungen wie die Einreise oder die Wohnungssuche können „Internationals“ vom Welcome Center der Universität erhalten. Marion Kraft, Leiterin des Welcome-Centers am Campus Landau, berichtet im Uniblog von ihrer Arbeit. Seit Herbst 2014 leitet Marion Kraft das Welcome Center in Landau. Seitdem hilft sie den ausländischen Gästen bei administrativen und organisatorischen Angelegenheiten, die außerhalb des Fachlichen liegen. Sowohl vor dem Aufenthalt in Deutschland als auch währenddessen gibt es einige behördliche Hürden, die auf dem Weg zum Studium oder zur Gastprofessur in Landau überwunden werden müssen. „Ich kümmere mich um die Betreuung aller Internationalen, die für ein komplettes Studium oder einen Forschungsaufenthalt aus dem Ausland hierher kommen: Master-Studierende, Doktoranden und Gastwissenschaftler. Sie brauchen zum Beispiel bei der Beantragung eines Visums oder einer Krankenversicherung Hilfe. Der wesentliche Unterschied zu Studierenden, die nur ein Auslandssemester am Campus Landau verbringen, ist, dass reguläre Studierende und Gastwissenschaftler oft einen längeren Zeitraum bei …