Alle Artikel mit dem Schlagwort: Karriere

Julian Vollbracht leitet Seminare zum Thema „Möglichkeiten der Förderung“. Dort sollen Studierenden sich mit den Bestandteilen systemischer Beratung auseinandersetzen. Foto: Philipp Sittinger

Auf den Spuren von… Julian Vollbracht, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sonderpädagogik

Julian Vollbracht hat nach seinem Abschluss nicht den üblichen Weg über das Referendariat in den Lehrerberuf eingeschlagen. Stattdessen verfolgte er seine Interessen und arbeitet heute als wissenschaftlicher Mitarbeiter am sonderpädagogischen Institut am Campus Landau. Im Interview erzählt er von seinen Aufgaben, sowie den Vorzügen und Herausforderungen seiner Arbeitsstelle. Sie sind wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sonderpädagogik am Campus Landau: Wie sind Sie an den Job gekommen? Während des Studiums habe ich gemerkt, dass es für mich noch ungeklärte Fragen gibt. Fragen, die über das hinausgehen, was gelehrt wird und mit denen ich mich weiter beschäftigen wollte. Als ich dann Anfang des Jahres meinen Abschluss in der Tasche hatte, war gerade eine neue Stelle am Institut für Sonderpädagogik geschaffen worden, auf die ich mich bewarb. Was sind Ihre Aufgaben? Ich leite zwei Seminare zum Thema Möglichkeiten der Förderung. Dort sollen die Studierenden eine selbst durchgeführte systemische Beratung mit Schülern reflektieren und sich mit den Bestandteilen systemischer Beratung auseinandersetzen. Außerdem betreue ich Haus- und Bachelorarbeiten und bin als Zweitprüfer tätig. Hinzu kommen interne Arbeiten am Institut, wie …

(Symbolbild) Sarah Maria Kollenberg hat Erziehungswissenschaft studiert und ist heute für die Optimierung von Prozessen innerhalb des Unternehmens Symrise zuständig. Foto: Rawpixel/Unsplash

Auf den Spuren von… Sarah Maria Kollenberg, Global Director Efficiency and Productivity bei Symrise

Mit alten Routinen brechen, um Platz für Verbesserungen zu schaffen. Alumna Sarah Maria Kollenberg weiß: Wer etwas verändern will, muss andere begeistern können. Als Global Director of Efficiency and Productivity arbeitet Sie mit Ihrem Team weltweit an innovativen Ideen, um die Arbeitsabläufe ihres Arbeitgebers zu optimieren. Sie arbeiten bei der Symrise AG. Womit beschäftigt sich dieses Unternehmen? Kurz gesagt: Die Symrise AG ist ein globaler Anbieter von Duft- und Geschmackstoffen, kosmetischen Grund- und Wirkstoffen sowie funktionalen Inhaltsstoffen. Firmen, die beispielsweise Körperpflegeprodukte wie Shampoos, Duschgel oder Zahncreme, Haushaltsmittel wie Waschmittel und Putzmittel oder aber Nahrungsmittel wie süße oder salzige Snacks herstellen, kaufen diese, um sie in ihren Produkten zu verarbeiten. Ihre Berufsbezeichnung klingt beeindruckend: Sie sind Global Director of Efficiency and Productivity der Division Scent and Care. Aber was bedeutet das? Im Deutschen würde man darunter eine Abteilungsleitungs-Funktion verstehen. Da wir ein internationales Unternehmen sind und sich mein Team auf fast alle Kontinente verteilt, kommt der globale Aspekt noch hinzu. Der Zusatz der Effizienz und Produktivität weist auf meinen Verantwortungsbereich hin: Die Optimierung von Prozessen innerhalb des Unternehmens. …

Tara Mona Malik hat erfolgreich ihre Bäckermeister-Ausbildung absolviert. Doch jetzt hat sie größere Ziele und studiert Pädagogik am Campus Koblenz. Foto: Teresa Schardt

Erfolg hat drei Buchstaben: TUN

Nach der Schule stehen viele Menschen vor der Frage: Ausbildung oder Studium? Manchmal entscheidet man sich für etwas und merkt anschließend, dass der andere Weg vielleicht doch der bessere gewesen wäre. Tara Mona Malik absolvierte nach ihrem Realschulabschluss eine Lehre zur Bäckerin. Obwohl ihr die Ausbildung Spaß machte, hatte sie das große Ziel, zu studieren. Parallel zu ihrer Meisterprüfung holte die 24-Jährige ihr Abitur nach und studiert heute Pädagogik am Campus Koblenz. Sie haben den besten Meisterbrief Ihres Jahrgangs geschafft. Und jetzt noch ein Studium obendrauf. Hut ab! Woher nimmt man soviel Motivation? Ohne Abi studieren?Klar, das geht! Informationen und einen Wegweiser zum Studieren ohne Abitur finden Sie auf den Seiten von Ressourcen². Ich wollte mir beweisen, dass ich meine Ziele erreichen kann. Und ich möchte später meinen Kindern ein Vorbild sein. Also führte ich mir immer wieder vor Augen, dass ich mehr erreichen möchte. Außerdem ist mein Ziel, die aktuelle Bildungssituation zu verbessern. Viel zu wenige der Berufschullehrer sind gelernte Bäckermeister. Zu meiner Lehrlingszeit wurde unsere Klasse öfter von zu wenig Personal aus der …

Rebecca Bundschuh arbeitet für eine Society aus Politikern, Wissenschaftlern und Wirtschaftsvertretern, die regelmäßig Umweltthemen diskutieren. Foto: Privat

Auf den Spuren von… Rebecca Bundschuh, Education Project Manager bei SETAC in Brüssel

Rebecca Bundschuh studierte Umweltwissenschaften auf Diplom am Campus Landau und ist jetzt Education Project Manager bei SETAC in Brüssel. Dort kann sie nicht nur ihr Interesse für Ökotoxikologie und die Liebe zum Organisieren ausleben, sie arbeitet auch in einem internationalen Umfeld. Was genau machen Sie als Education Project Manager bei SETAC? SETAC ist eine weltweite Society, die aus Vertretern der Politik, Akademie und Wirtschaft besteht. Sie trifft sich regelmäßig, um über Umwelt- beziehungsweise Ökotoxikologie-Themen zu diskutieren. Ich koordiniere eine große Tagung in Europa, die einmal im Jahr stattfindet. Außerdem bin ich für das Zertifizierungsprogramm zuständig. Darin zertifizieren wir Einzelpersonen, die Risikobewertungen von Chemikalien durchführen und bieten Weiterbildungskurse an. Außerdem unterstütze ich unsere Studentenabteilung bei deren Aktivitäten, organisiere unser Preisprogramm und erstelle Programmbücher für die Konferenzen und Seminare. Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus? Der klassische Arbeitstag ist Büroarbeit. Relativ viel läuft über E-Mails. Da wir weltweite Kontakte haben, finden am Nachmittag häufig Telefonkonferenzen statt. Wenn eine Veranstaltung ansteht, ist der Arbeitstag komplett anders. Das sind dann sehr stressige und intensive Tage. Meine Kollegen und ich versuchen …

Jewgenia Weißhaar ermutigt Frauen, einen Schritt weiter auf dem wissenschaftlichen Karriereweg zu gehen. Foto: Jan Reutelsterz

Mentoring auf dem Weg in die Wissenschaft

Der Anteil von Frauen, die Karriere in der Wissenschaft machen, ist in Deutschland noch immer niedrig. “Studentinnen gibt es sehr viele, doch den Schritt in die Promotion wagen weniger“, weiß Jewgenia Weißhaar. Sie koordiniert das Mentoring-Programm ment², das am Interdisziplinären Promotionszentrum (IPZ) angesiedelt ist. Es unterstützt Master-Studentinnen, Doktorandinnen und Postdoktorandinnen auf ihren akademischen Karrierewegen. Die Unterrepräsentanz von weiblichem Nachwuchs in höheren Qualifikationsstufen lässt sich mit der Metapher der leaky pipeline beschreiben: “Wie bei einer undichten Verbindung zwischen den verschiedenen Stücken eines Rohrs, gehen Frauen an den Übergängen zwischen verschiedenen Qualifikationsstufen nach dem Studienabschluss verloren”, erklärt Jewgenia Weißhaar. Ab der Promotion aufwärts besetzen weniger Wissenschaftlerinnen die höheren Positionen. Um die aktuelle Situation zu ändern, haben Bund und Länder das Professorinnen-Programm aufgelegt. Dieses fördert Professuren für Wissenschaftlerinnen und als Begleitmaßnahme einer solchen Professur gibt es das Mentoring ment². Mentoring, Training und Networking “Masterstudentinnen denken in anderen Zeitkontingenten als Doktorandinnen oder Postdoktorandinnen, deshalb gibt es je nach Zielgruppe eine andere Struktur des Programms. Die Basis sind jedoch immer die drei Säulen Mentoring, Training und Networking”, berichtet Weißhaar, die Kulturwissenschaft am Campus …

Heute schreibt Natalie Henzgen.

Kulturwissenschaft – Und was macht man damit?

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute geht Natalie Henzgen der Frage auf den Grund, warum Geisteswissenschaftler ins Kreuzverhör genommen werden, wenn es um ihre berufliche Zukunft geht. Wenn man ausgeht und neue Bekanntschaften macht, ist es bloß eine Frage der Zeit, bis die unvermeidliche Frage gestellt wird: „Und was studierst du?“ Für die einen ist das eine höfliche Nachfrage. Für mich ist es häufig der Beginn einer qualvollen Debatte. Wer ein Fach wie Kulturwissenschaft studiert, sieht sich oft mit Nachfragen konfrontiert, besonders im Bezug auf etwaige Berufsziele. Manche machen sich die Mühe, nach den Inhalten meines Studiums zu fragen, bevor sie ein vernichtendes Urteil über meine beruflichen Chancen fällen. Die meisten glauben aber sofort zu wissen, dass meine Lage vollkommen hoffnungslos ist. In den sechs Jahren, in denen ich Kulturwissenschaft studiere, sind mir viele katastrophale Prognosen in Bezug auf mein späteres Berufsleben begegnet. Hier meine Top 3 Kommentare: 1. „Und wann machst du deinen Taxi-Schein?“ 2. „Damit wird es aber schwer werden, eine Stelle …

Beatrice Kaba hat sich für das Studium Informationsmanagement entschieden. Mit ihrem Engagement für das Ada Lovelace-Projekt möchte sie junge Frauen dazu ermutigen, die Wahl ihres Studiengangs abseits von Geschlechterrollen zu treffen. Foto: Teresa Schardt

Informationsmanagement: Die Datenwelten von morgen gestalten

Mit 18 Jahren kam Beatrice Kaba aus Guinea nach Deutschland. Auf eine Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten folgten das Fachabitur am Abendgymnasium und ein Studium der Wirtschaftswissenschaften. Gerade macht die 32-Jährige ihren Master in Informationsmanagement. Ihrer Meinung nach sollten sich Frauen häufiger trauen, einen Beruf in der IT-Branche anzustreben. Die Serie: Abiturienten stehen viele Möglichkeiten offen. Studieren oder eine Ausbildung beginnen, Uni oder FH? Und welches Fach ist für mich das Richtige? In unserer Serie “Was studieren?” stellen Studierende der Universität Koblenz-Landau ihren Studiengang vor.  Woher kommt Ihre Begeisterung für das Fach Infomrationsmanagement? Meinen Bachelor of Science habe ich an der Hochschule Koblenz absolviert und wollte daran einen Masterstudiengang anschließen, der nicht nur Betriebswirtschaft umfasst. Bei meiner Recherche bin ich auf den Studiengang Informationsmanagement aufmerksam geworden. Daran hat mich vor allem die technische Komponente im Zusammenhang mit Informationsverarbeitung interessiert. Ich denke, diese Verbindung aus BWL und Informatik hebt den Studiengang ab und macht ihn sehr abwechslungsreich. Genau das habe ich gesucht. Warum haben Sie sich für den Studienort Koblenz entschieden? Ich möchte auch aus familiären Gründen weiterhin …

Christian Dietze hat Informatik in Koblenz studiert und arbeitet heute für ein Tochterunternehmen der Telekom in Abu Dhabi. Im Interview erzählt er von seinem Weg in die Unternehmensberatung. Foto: Privat

Auf den Spuren von… Christian Dietze, Partner bei Detecon in Abu Dhabi

Arbeiten, wo andere Urlaub machen: Christian Dietze stieg nach seinem Abschluss als Diplom-Informatiker am Campus Koblenz zunächst als Trainee bei der Deutschen Telekom ein. 16 Jahre später sitzt der 41-Jährige in seinem Büro in Abu Dhabi und koordiniert Telekommunikationsprojekte für die Telekom-Tochterfirma Detecon International.  Sie sind Partner bei der Detecon International GmbH: Wie sind Sie an den Job gekommen? Bei der Deutschen Telekom fing alles an. Nach meinem Abschluss in Informatik habe ich dort für 15 Monate an einem internationalen Führungs-Nachwuchsprogramm teilgenommen. In dieser Zeit habe ich viele verschiedene Unternehmensbereiche in Deutschland und im Ausland kennengelernt. Ich war in Bonn angestellt, hatte aber zum Beispiel eine dreimonatige Station bei T-Mobile in London. Im Anschluss an das Traineeprogramm konnte ich im Konzern bleiben und hatte in meinen Arbeitsbereichen immer einen starken Bezug zu den Themen Prozessmanagement und IT. Vor zehn Jahren habe ich dann bei der Firma Detecon angefangen – das steht für Deutsche Telekom Consulting. Als Unternehmensberatung der Telekom beraten wir sowohl unseren Mutterkonzern als auch Automobilunternehmen wie BMW, Porsche und Audi, aber auch Banken, …

Prof. Dr.- Ing. Dietrich Paulus ist Geschäftsführer von V&R Vision & Robotics. Foto: Teresa Schardt.

Mit den Augen eines Roboters

Die Software der V&R Vision & Robotics GmbH bringt Robotern das Sehen bei: Wie der Mensch richten die Maschinen ihre “Augen” auf etwas aus und nehmen es wahr. Als Roboteraugen fungieren dabei Kameras und Sensoren. Mit der passenden Software können sie von kleinen Gegenständen bis hin zu großen Gebäuden alles erfassen und vermessen. Damit ein Roboter einen Frühstückstisch abräumen kann, muss er aktiv sehen können. Das heißt, er fokussiert die Dinge, die er für die Lösung seines Problems braucht, zum Beispiel ein Marmeladenglas. Möglich macht das eine Software, wie sie die Firma V&R Vision Robotics entwickelt. Das Unternehmen ist eine Ausgründung der Universität Koblenz-Landau. Die Gründer sind Professor Dr. Dietrich Paulus vom Institut für Computervisualistik und Dr. Johannes Pellenz. Sie finden individuelle Softwarelösungen in den Bereichen Robotik und Bildverstehen. Paulus leitet in Koblenz am Institut für Computervisualistik die Arbeitsgruppe Aktives Sehen. Zusammen mit seinem ehemaligen Mitarbeiter und Promovend Pellenz beschäftigte er sich mit Robotern. Er erklärt: “Aktives Sehen bedeutet, nur das wahrzunehmen, was man braucht, um sein Ziel zu erreichen. Das aktive Sehen ist dabei …

Proaktive Karriereplanung heißt, seinen beruflichen Werdegang aktiv zu planen. Foto: Teresa Schardt

Karriereplanung: Immer in Bewegung

Anja Nigl arbeitet als Karriereberaterin im Career Service der Technischen Hochschule in Ingolstadt. Ihre Tätigkeit als selbstständiger Coach führt sie zu Workshops an die Uni Koblenz-Landau. Ihre Themen sind Kompetenzentwicklung und Karriereplanung. Begonnen hat das Interesse daran mit der Diplomarbeit ihres Erststudiums der Betriebswirtschaftslehre. Nun setzt es sich in der Masterarbeit ihres Aufbaustudiums der Erwachsenenbildung fort. Da die 35-Jährige zudem Mutter einer zweijährigen Tochter ist, gehört die praktische Erprobung der proaktiven Lebensgestaltung fest zu ihrem Alltag. In sämtlichen Karriereratgebern liest man die Formulierung proaktive Karriereplanung. Was ist das eigentlich? Laut Duden bedeutet proaktiv, dass man durch differenzierte Vorausplanung und zielgerichtetes Handeln die Entwicklung eines Geschehens selbst bestimmen und eine Situation herbeiführen kann. Das klingt natürlich etwas hölzern. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet proaktive Karrieregestaltung aus meiner Sicht, mit eigener Motivation und Initiative seine Karriere in die Hand nehmen, zu planen und zu gestalten. Und zwar vorausschauend und selbstbestimmend. Dazu muss man aber genau wissen, wo man aktuell steht, was man bisher erreicht hat und wohin man in der Karriereentwicklung will, Stichwort Selbstreflexion. Bildlich gesagt: Auf dem Karriereweg ist es …