Alle Artikel mit dem Schlagwort: Karriere

Proaktive Karriereplanung heißt, seinen beruflichen Werdegang aktiv zu planen. Foto: Teresa Schardt

Karriereplanung: Immer in Bewegung

Anja Nigl arbeitet als Karriereberaterin im Career Service der Technischen Hochschule in Ingolstadt. Ihre Tätigkeit als selbstständiger Coach führt sie zu Workshops an die Uni Koblenz-Landau. Ihre Themen sind Kompetenzentwicklung und Karriereplanung. Begonnen hat das Interesse daran mit der Diplomarbeit ihres Erststudiums der Betriebswirtschaftslehre. Nun setzt es sich in der Masterarbeit ihres Aufbaustudiums der Erwachsenenbildung fort. Da die 35-Jährige zudem Mutter einer zweijährigen Tochter ist, gehört die praktische Erprobung der proaktiven Lebensgestaltung fest zu ihrem Alltag. In sämtlichen Karriereratgebern liest man die Formulierung proaktive Karriereplanung. Was ist das eigentlich? Laut Duden bedeutet proaktiv, dass man durch differenzierte Vorausplanung und zielgerichtetes Handeln die Entwicklung eines Geschehens selbst bestimmen und eine Situation herbeiführen kann. Das klingt natürlich etwas hölzern. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet proaktive Karrieregestaltung aus meiner Sicht, mit eigener Motivation und Initiative seine Karriere in die Hand nehmen, zu planen und zu gestalten. Und zwar vorausschauend und selbstbestimmend. Dazu muss man aber genau wissen, wo man aktuell steht, was man bisher erreicht hat und wohin man in der Karriereentwicklung will, Stichwort Selbstreflexion. Bildlich gesagt: Auf dem Karriereweg ist es …

Katharina Schoof liebt an ihrem Job besonders die Internationalität. Nach ihrem Studienabschluss in Erziehungswissenschaft und Bertiebspädagogik ging sie jeweils drei Monate nach London und Argentinien, um ihr Englisch und Spanisch aufzubessern - davon profitiert sie heute noch. Foto: Privat

Auf den Spuren von…Katharina Schoof, Director Leadership Campus an der Bertelsmann University

Katharina Schoofs beruflicher Werdegang ist das, was man eine erfolgreiche Karriere nennt: Von der Personalreferentin in Neustadt zum Director Führungskräfteentwicklung bei Bertelsmann. Dazwischen liegen rund zwanzig Jahre Erfahrung, stets begleitet von dem Wunsch, Erwachsene bei ihrer beruflichen Entwicklung zu unterstützen und selbst nie mit dem Lernen aufzuhören. Im Interview erinnert sich die 45-Jährige an ihr Studium der Erziehungswissenschaften und der Betriebspädagogik am Campus Landau und verrät, wie sie ihren roten Faden im Berufsleben gefunden hat. Sie sind Director Leadership Campus bei der Bertelsmann University: Wie sind Sie an den Job gekommen? Mein Weg zu Bertelsmann beinhaltet einige Stationen. Nach meinem Abschluss 1996 bin ich in Neustadt in die Personalberatung eingestiegen, wollte zwei Jahre später aber in die große weite Welt und ging als Personalreferentin nach Berlin zu Pixelpark, einem Unternehmen, das damals zu Bertelsmann gehörte. Aus privaten Gründen verschlug es mich für ein Jahr nach Frankreich, wo ich die Gelegenheit hatte, an einer Business School in der Nähe von Paris im Career Management zu arbeiten. Nach einer weiteren Station bei ProSiebenSat.1 habe ich meine Bertelsmann-Kontakte …

Stefan Fink, Stephanie Henn und Stefan Pandorf (v.l.) legten bereits im Studium den Grundstein für ihr Start-up Particulate Solutions. Foto: Natalie Henzgen

Soziales Engagement als Marketinginstrument

Bei Particulate Solutions ist der Name Programm: Aus vielen kleinen Einzelteilen soll etwas Großes entstehen. Das Start-up unterstützt Unternehmen beim Marketing und verknüpft klassische Marketinginstrumente mit sozialem Engagement. Gutes tun und damit Geld verdienen: In Zeiten von Datenmissbrauch und Dieselskandal scheint diese Verbindung dieser Tage unwahrscheinlich. Für die Gründer von Particulate Solutions GmbH Stefan Pandorf, Stephanie Henn und Stefan Fink steht fest: Kapitalismus mit gutem Gewissen – das geht. Vor sechs Jahren gründeten sie zunächst die Internetplattform socialfunders, eine Spendenplattform, die Unternehmen und Privatpersonen zusammenbringt, damit sie sich für gemeinnützige Projekte engagieren können. Die Idee ist so simpel wie genial: Es werden Spendencodes generiert, die Unternehmen an ihre Kunden weitergeben können. Der Kunde kann diese Codes dann auf socialfunders.de einlösen, um ein soziales Projekt seiner Wahl mithilfe der unternehmerischen Spenden zu unterstützen. „Projekt aussuchen, Code einlösen, Spende verteilen, fertig. Dass das so einfach geht, dafür sind wir zuständig. Durch unsere Strategiekonzepte in Verbindung mit den dazu passenden IT-Lösungen wird soziales Engagement ganz einfach für die Kunden – und damit rentabel für die Unternehmen“, erklärt Pandorf. Von der …

Als Bewerber aus der Menge herausstechen - wie das gelingt, verraten Anna Schmidt vom Women Career Center und Anna Lauermann vom KSB im Interview. Foto: Unsplash/Veronica Benavides

Job Skills: Wissen, was man kann

Was kann ich besonders gut? Wie präsentiere ich meine Stärken im Bewerbungsgespräch und welche Erwartungen haben Arbeitgeber? Diese Fragen beschäftigen Studierende am Ende des Studiums, wenn es um den Start ins Berufsleben geht. Anna Schmidt vom Women Career Center und Anna Lauermann vom Kompetenzzentrum für Studium und Beruf der Universität Koblenz-Landau geben Antworten. Die Frage nach persönlichen Stärken ist ein Klassiker im Bewerbungsgespräch. Mal ehrlich: Interessiert das den Arbeitgeber wirklich? Anna Schmidt: Ja definitiv, man will ja wissen, mit wem man es zu tun hat. Aber eine Standardantwort möchte keiner hören, deshalb sollte man als Bewerber auf sein Alleinstellungsmerkmal hinweisen, also auf die Kompetenzen, die einen ausmachen. Anna Lauermann: Innovationen kommen im Bewerbungsgespräch inzwischen fast immer gut an. Da kann man als Bewerber auch mal den Spieß umdrehen und fragen, welche Werte und Kompetenzen dem Arbeitgeber wichtig sind. Stichwort Kompetenzen: Woher weiß ich, was ich kann? Schmidt: Hier ist es die erste Aufgabe, sich mit sich selbst zu beschäftigen und die Frage zu stellen: Was habe ich bisher im Leben gemacht und was dabei gelernt? Anschließend kann …

Dr. Kathrin Ruhl ist Geschäftsführerin des IPZ und des KSB der Universität Koblenz-Landau und unterstützt Nachwuchswissenschaftler. Fotos: Esther Guretzke

Keine Angst vor der Promotion

Studium, Beruf, Rente: Nicht immer ist das der einzige Weg, sein berufliches Glück zu finden. Wer sich für eine Karriere in der Wissenschaft interessiert, kann an der Universität Koblenz-Landau viele Angebote wahrnehmen und sich beraten lassen, wie der individuelle Weg in die Wissenschaft gestaltet werden kann. Job oder Doktorarbeit? Für Kristina Wagner keine leichte Entscheidung, als ihr direkt nach dem Studium eine Promotionsstelle angeboten wurde. Da war sie 26 Jahre alt und hatte gerade ihr Lehramtsstudium mit den Fächern Mathematik und Englisch an der Universität Koblenz-Landau beendet. „Ich war mir nicht darüber im Klaren, was es eigentlich bedeutet, an einer Universität zu arbeiten“, erinnert sich Wagner. Als sie schließlich eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin in Elternzeitvertretung angeboten bekam, warf sie die Bedenken über Bord und trat an. Die Karriereleiter im universitären Bereich zu erklimmen, kann ein langer und steiniger Weg sein. Insbesondere Frauen in der Wissenschaft sind stark unterrepräsentiert, sagt Dr. Kathrin Ruhl. Sie ist Geschäftsführerin des Interdisziplinären Promotionszentrums (IPZ) und des Kompetenzzentrums Studium und Beruf (KSB), wo sie den Bereich Beruf und wissenschaftlicher Nachwuchs …

Alumna Linda Matuschek hat Kulturwissenschaften studiert und übt ihren Beruf als Bestatterin mit viel Einfühlungsvermögen und Humor aus. Foto: Natalie Henzgen

Auf den Spuren von… Bestatterin Linda Matuschek

Der Beruf des Bestatters steht bei jungen Leuten auf der Berufs-Wunschliste nicht gerade ganz oben. Auch das öffentliche Sprechen über den Tod ist ein schwieriges Unterfangen. Alumna Linda Matuschek ist Bestatterin und der Tod ihr Geschäft.   Viel Einfühlungsvermögen muss ein Bestatter für seinen Beruf mitbringen, aber auch einen leichten Hang zum Morbiden, viel Humor und einen Hauch Selbstironie. Mit ihrem Interesse für das Morbide hat Linda Matuschek früher gehadert – so etwas sei nicht normal, dachte sie damals. Sie war schon immer neugierig und hatte Mut zur Veränderung: Nach dem Abitur am Bischöflichen Cusanus-Gymnasium Koblenz, einer Ausbildung zur Reiseverkehrs- und Tourismuskauffrau und einem langen Aufenthalt in Japan begann sie ihr Studium der Kulturwissenschaft an der Universität Koblenz-Landau. Das Fach, das sich mit der Analyse kultureller Prozesse und Phänomene aus den verschiedensten Blickwinkeln beschäftigt, bestärkte sie darin, die Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen und Vielfalt zu genießen. Während eines Praktikums im Bestattungsinstitut Jung in Braubach wurde ihr schnell klar: Im Reisebüro würde sie wohl nach dem Studium nicht anzutreffen sein. Traumjob Bestatterin Ihre Familie musste sich an den Gedanken, dass …

Alumna Sarah Ochs sammelte schon während des Studiums viel praktische Erfahrung und hatte dadurch keine Probleme beim Berufseinstieg. Foto: Lisa Leyerer

Auf den Spuren von… Pressereferentin Sarah Ochs

Um sich als Unternehmen zu verkaufen braucht es vor allem eins: gute Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Sarah Ochs arbeitet als Presserefentin bei einer Firma für Banken-IT. Die ehemalige Uniblog-Reporterin hat früh damit begonnen, praktische Erfahrungen zu sammeln. Warum genau das für Ihren Job so wichtig ist, erzählt sie im Interview. Sie sind Pressereferentin bei der Fiducia & GAD IT AG: Wie sind Sie an den Job gekommen? Im Laufe meines Studiums hatte ich mich schon zwei Mal bei der Fiducia & GAD beworben. Mein Bruder hat dort seine Ausbildung zum Fachinformatiker gemacht, das Unternehmen hat in Karlsuhe einen sehr guten Ruf und ist einer der größten Arbeitgeber. Während meiner Masterarbeit in einem anderen Unternehmen habe ich mich bereits vier Monate vor Abgabetermin und Vertragslaufende auf die Suche nach möglichen Arbeitgebern gemacht. Bei der Fiducia & GAD war eine damals Stelle in der Unternehmenskommunikation ausgeschrieben. Zwar war die Stelle befristet auf ein Jahr, aber natürlich habe ich mich trotzdem beworben. Im dritten Anlauf hat es dann endlich geklappt, sodass ich am nächsten Werktag nach Abgabe meiner Thesis …

Hilft der Karriere auf die Sprünge: Anna Schmidt vom Women Career Center. Foto: Greta Rettler

Women Career Center hilft jetzt auch in Landau beim Karrierestart

Das Women Career Center bietet seit dem Wintersemester 2016/17 auch in Landau Workshops und Veranstaltungen für Frauen an, um sie beim Karrierestart zu unterstützen und Unsicherheiten in der Phase des Berufseinstiegs zu beseitigen. Ist meine Bewerbungsmappe in Ordnung? Wie verhalte ich mich im Vorstellungsgespräch oder in einer Gehaltsverhandlung? Bei diesen Fragen hilft seit einigen Wochen das Women Career Center (WCC) am Campus Landau. Es vermittelt Wissen und Kompetenzen an der Schnittstelle zwischen Studium, Wissenschaft und Beruf und richtet sich an Studentinnen aller Fachbereiche, die ihre individuellen Fähigkeiten kennenlernen und stärken wollen und auf der Suche nach dem richtigen Handwerkszeug sind, um sich später im Beruf etablieren zu können. Interessierte Teilnehmerinnen haben zudem die Möglichkeit, sich über Bildungsziele im wissenschaftlichen Bereich beraten lassen: “Wir unterstützen Frauen auch in der Frage, ob die Aufnahme  eines Master- oder Promotionsstudium für sie persönlich sinnvoll ist”, erklärt Anna Schmidt, Projektkoordinatorin des Women Career Centers. “Als Programm zur Gleichstellungsförderung besteht das übergeordnete Ziel unserer Angebote darin, Frauen für Führungspositionen zu qualifizieren und zu motivieren”, fährt sie fort. Dabei behalten die Mitarbeiterinnen …

Frauen den Einstieg in eine wissenschaftliche Karriere zu erleichtern, das ist Ziel im Projekt KARLA des Frauenbüros am Campus Landau. Foto: retrostar/Fotolia

KARLA – Karriereförderung für Frauen

KARLA, das Karrierezentrum am Campus Landau, macht Studentinnen, Mitarbeiterinnen und Absolventinnen der Universität Koblenz-Landau fit für Studium und Beruf. Das Programm des Frauenbüros wurde zum Wintersemester 2006/07 gegründet und hat sich die gezielte Karriereförderung von Frauen in der Wissenschaft zur Aufgabe gemacht. Dabei lernen die Teilnehmerinnen auch fürs Leben. “Der Frauenanteil in der Wissenschaft sinkt, je höher die Qualifikationsstufe ist. Dieser Umstand ist ziemlich ernüchternd,” erklärt Veronika Barkela, wissenschaftliche Hilfskraft bei KARLA. “Genau da sehen wir Handlungsbedarf und möchten unterstützend mitwirken.” Tatsächlich erlangen bundesweit nur circa 20% der Frauen den Professorentitel. Das Frauenbüro macht einen wichtigen Schritt in Richtung Gleichstellung, vor allem im Bereich der Wissenschaft. Ziel ist es, Frauen den Ein- und Aufstieg in eine fortführende wissenschaftliche Karriere zu erleichtern. Workshops für alle Karrierestufen Das kostenlose Semesterprogramm bietet Workshops für jede Studienphase an. Neben erlebnispädagogischen Workshops, in denen es um mehr Selbstvertrauen geht, können die Studentinnen und Nachwuchswissenschaftlerinnen Veranstaltungen zu Schlüsselkompetenzen und Karriereentwicklung besuchen. “Ob ein Angebot zu “Netzwerken” oder “Kommunizieren” – immer werden die Teilnehmerinnen auch auf  genderspezifische Verhaltensweisen aufmerksam gemacht, können solche …

Welchen Jobweg wähle ich? Der Career Day am Campus Koblenz hilft bei der Entscheidung.

Career Day in Koblenz: Eine Jobmesse für alle Fachbereiche

Der zweite Koblenzer Career Day lädt am 12. November Studierende aller Semester ein, sich über berufliche Perspektiven zu informieren und Unternehmen kennen zu lernen. Die Jobmesse wartet vor allem mit regionalen Ausstellern auf, die sich an Studierende und Promovierende aller vier Fachbereiche richten. Potenzielle Arbeitgeber kennenlernen, sich über Karrieremöglichkeiten informieren oder sein berufliches Netzwerk erweitern: Karrieremessen können Studierenden ganz konkret bei der beruflichen Orientierung helfen. „Mit unserem Career Day wollen wir allen Fachbereichen potenzielle Arbeitgeber vorstellen und insbesondere auch Studierende aus dem pädagogischen oder geisteswissenschaftlichen Bereich ansprechen“, erklärt Sarah Kasper-Brötz, Projektkoordinatorin des Women Career-Centers. „Da an unserer Universität nicht die klassischen ingenieurs- oder betriebswirtschaftlichen Studiengänge vertreten sind, wollten wir nicht nur große Unternehmen als Zugpferde einladen, sondern vor allem regionale Einrichtungen, Start-Ups und Unternehmen aus verschiedensten Bereichen“, berichtet die Projektkoordinatorin. Unternehmen richten sich an alle Fachbereiche An 26 Messeständen präsentieren sich Firmen und Einrichtungen aus der Region Koblenz. Unter anderem ist Antenne Koblenz beim Career Day vertreten. Der Radiosender richtet seine Jobofferte sowohl an Geisteswissenschaftler wie Pädagogen. Auch das Unternehmen 247 GRAD, eine Spezialagentur für Social Media und …