Monate: April 2013

Günstig und gesellig: Die Wohngemeinschaft ist die beliebteste Lebensform unter Studierenden. Die richtige für sich selbst zu finden, ist nicht immer einfach. Foto: Fotolia

Zimmer sucht Mensch: WG-Casting in Koblenz und Landau

Eine Wohnung in einer Universitätsstadt zu finden, ist nicht leicht. Einen neuen Mitbewohner auch nicht. An Bewerbern mangelt es weder in Landau noch in Koblenz. Doch wie wählt man aus? Und kann man nach einem kurzen Bewerbergespräch eine Person überhaupt richtig einschätzen? Diese Fragen stellen sich Wohngemeinschaften und laden Bewerber zu Castings ein, bei denen sie auf Herz und Nieren geprüft werden. Zwei UniBlog-Reporterinnen saßen mit am Küchentisch.  *Alle Namen wurden von der Redaktion geändert. # Landau Der Kaffee wartet schon auf dem Tisch. Die Wohnung ist aufgeräumt und geputzt. „So sauber war es hier schon lange nicht mehr“, sagt Susanne und lacht. „Wir sollten öfter WG-Castings machen.“ Von den vier Bewohnern der hellen Wohnung sind nur zwei anwesend: Susanne und Paul. Susannes Zimmer wird frei, weil sie ihr Studium abgeschlossen hat. Paul, weiß jetzt schon, dass er in einem halben Jahr aus Landau wegziehen wird. Corinna, die andere Mitbewohnerin, macht gerade ein Praktikum und Jana ist noch unterwegs und kommt etwas später. Es ist alles vorbereitet, als es klingelt und der erste Bewerber des …

Gelungener Auftakt der Kinder-Uni am Campus Koblenz

Amüsant ist die diesjährige Kinder-Uni am Campus Koblenz gestartet: In der Auftaktveranstaltung ging es um die Verschlüsselung von Botschaften. Prof. Dr. Stefan Ruzika vom Mathematischen Institut am Campus Koblenz erklärte rund 40 Mädchen und Jungen zwischen 8 und 12 Jahren, dass bereits Julius Cäsar Verfahren zur Verschlüsselung benutzt habe, um mit seinen Konsuln streng geheim zu kommunizieren. Dem pfiffige Asterix und Obelix sei es aber gelungen, den Geheimcode Cäsars zu knacken. Darauf fragte ein Kind: „Aber warum haben die Gallier denn nicht einfach ihren Zaubertrank getrunken und dann den Code aus Cäsar rausgeprügelt?“ Trotz dieses weniger kryptografischen Lösungsvorschlags stürzten sich die Kinder auf die Anleitung zum Basteln eines Verschlüsselungsapparats, den sie zuhause erstellen und ausprobieren können. Etwa, um einer Freundin oder einem Freund einen geheimen Brief zu schicken, den niemand anders lesen soll. In den kommenden Veranstaltungen am Campus Koblenz erfahren Mädchen und Jungen, wie globale Satelliten-Navigation funktioniert, warum Käfer die artenreichste Tiergruppe darstellen und was es mit den griechischen Göttern auf sich hat. Warum Kinder überhaupt zur Schule gehen müssen, können die Nachwuchsstudierenden ebenfalls …

Sorgenkind Korea: Bernhard Köppen über die innerkoreanische Grenze

Er hält die Welt mit seinem Säbelgerassel zurzeit in Schach: Wie schon seine Vorgänger droht nun auch der junge nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un mit einem atomaren Schlag. Keiner weiß, wie gefährlich er wirklich ist. Über die Situation an der koreanischen Grenze weiß Juniorprofessor Bernhard Köppen bestens Bescheid. Seit 2005 forscht der Geograph über diesen hermetisch abgeriegelten Streifen, ist regelmäßig in der Region. Im Gespräch mit UniBlog gab Köppen Einblick in seine Einschätzungen zur aktuellen Situation. Den atomaren Schlag wird es wohl nicht geben, davon ist Bernhard Köppen überzeugt. Erstaunt ist der Grenzforscher allerdings darüber, dass Kim Jong Un die Sonderwirtschaftszone Kaesong seit mehren Wochen tatsächlich geschlossen hält. „Ich war mir sicher, dass er dies nur wenige Tage anhält und die für Nordkorea wichtige Quelle für Devisen wieder öffnet“. Kaesong ist eine von zwei Sonderwirtschaftszonen an der demilitarisierten Zone in Nordkorea, mit deren Finanzierung Südkorea seit dem Jahr 2000 eine neue Politik der Annäherung gefahren ist. Auf den Gegner zugehen, hieß der neue Ansatz, der als Sonnenscheinpolitik bekannt wurde. Und das nicht aus purem Selbstzweck. …

Malen mit Mund und Fuß: Aktionstag zur Gleichstellung behinderter Menschen

Der „Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“ jährt sich im Mai 2013 zum 20. Mal. Unter dem Motto „Selbstbestimmt Leben“ lädt deshalb das Netzwerk „Inklusion in der frühen Kindheit“ gemeinsam mit mehr als 20 Organisationen aus der Behindertenhilfe und -selbsthilfe am Samstag, 4. Mai, von 10 bis 16 Uhr zu einem bunten Aktionstag in die Montabaurer Innenstadt ein. Mit Kindern aus der Nachbarschaft eine Schulklasse besuchen, der eigenen Berufung folgen, schnell zwischendurch einen Behördengang erledigen, im Alter in den eigenen vier Wänden leben: für viele Menschen mit Behinderung auch heute ein unerreichbarer Traum. Zu groß sind die Barrieren in allen Lebensbereichen, die behinderten Menschen täglich im Weg stehen. „Behinderten die Teilhabe in der Gesellschaft zu ermöglichen und den Blick schärfen für bestehende Probleme behinderter Menschen“ so ist deshalb seit 20 Jahren das Ziel des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Jährlich finden aus diesem Anlass bundesweite Veranstaltungen von Verbänden und Organisationen der Behindertenhilfe statt. So auch am 4. Mai in Montabaur. Über 20 Organisationen aus der Region Koblenz, Neuwied, Westerwald – …

Ein kleiner Pieks, und dann heißt es warten. Foto:jugendfotos.de/ zeno_pensky

Nur ein kleiner Pieks: Blut spenden hilft Leben retten

Eigentlich geht es nur um einen kleinen Pieks – der einem Menschen das Leben retten kann. „Es spenden nur etwa drei Prozent der Deutschen Blut“, weiß Klaus Flesch vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Landau. Um den Bedarf in Deutschland zu decken, ist es nötig, dass mindestens sechs Prozent der Deutschen regelmäßig Blut spenden. Auch am Campus gibt es Blutspende-Aktionen. UniBlog-Reporterin Sarah Ochs hat eine am Campus Landau besucht. Wer noch nie Blut gespendet hat, dem kann die Prozedur zunächst befremdlich vorkommen: An der Anmeldung muss sich der Spender erst einmal ausweisen. Blut spenden darf fast jeder: Man muss zum Beispiel 18 Jahre alt sein und mindestens 50 Kilo wiegen. Man sollte sich gesund fühlen und genug getrunken haben – allerdings keinen Alkohol. Anschließend ist ein Fragebogen auszufüllen. So werden Vorerkrankungen erfasst. Auf diesen Fragebogen muss dann noch ein Strichcode aufgeklebt werden. Das nennt sich „Vertraulicher Selbstausschluss“. Wenn jemand Bedenken hat, seine Blutspende frei zu geben, klebt er den rot markierten Strichcode auf. Spenden mit grünem Strichcode können an Patienten weitergegeben werden. Viele Spender sind nervös …

Begehrter Hochschulpreis verliehen

Die IHK Koblenz hat zum vierten Mal den Hochschulpreis der Wirtschaft verliehen. Der Preis ist mit je 1500 Euro für den Preisträger und 1500 Euro für die Hochschule dotiert. Von der Universität Koblenz-Landau erhielt Simon Eggert, Student der Computervisualistik, die begehrte Auszeichnung für seine Arbeit „Hybride Level-Set-Segmentierung von Gefäßstrukturen in radiologischen Bilddaten“. Er hat ein Verfahren entwickelt, mit dem Blutgefäße schneller und genauer radiologisch vermessen werden können. Die Arbeit ist in enger Zusammenarbeit mit der SOVAmed GmbH entstanden. Dieses Technologie-Start-Up-Unternehmen unserer Universität entwickelt Software zur Visualisierung und Bildanalyse, um klinische Anwendungen zu verbessern. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Dietrich Paulus vom Institut für Computervisualistik. (för)

Fundstücke können in einem neuen Briefkasten hinterlegt werden. Foto: Sarah Ochs

Landauer AStA-Sekretariat ist Sammelstelle für herrenlose Dinge

Wer in Landau am Campus etwas verliert, kann sich ab jetzt an das AStA-Sekretariat wenden: Seit kurzem ist das Büro Sammelstelle für verloren gegangene Dinge. In einem Briefkasten kann man auch außerhalb der Öffnungszeiten die Fundsachen einwerfen. Markus Wollenweber sitzt im Sekretariat des AStA am Campus Landau. Er betreut das Sekretariat. Gerade erledigt er Büroarbeit. Auf dem großen Schreibtisch im Raum stehen übereinandergestapelt Tupperdosen. Hinter Wollenweber steht ein großer Karton, der ein buntes Sammelsurium enthält: Jacken, Pullis, Schals und noch viel mehr liegt darin – alles Dinge, die von ihren Besitzern am Campus vergessen wurden. AStA-Sekretariat ist neues zentrales Fundbüro am Campus „Fundsachen werden in der Regel von den Findern immer an der Stelle abgegeben, die am besten zu erreichen ist, wie etwa die Poststelle oder die Bibliothek“, erklärt die Hausverwaltung auf UniBlog-Anfrage. Das AStA-Sekretariat ist jedoch auch bei vielen Studenten als Fundstelle bekannt. „Deshalb werden auch Fundsachen aus der Bibliothek irgendwann an uns weiter gegeben“, berichtet Markus Wollenweber. Inzwischen ist das AStA-Sekretariat zentrale Anlaufstelle für Fundsachen am Campus Landau. „Wir sind natürlich nicht rund …

Kornelia van der Beek hat schon viele Unternehmensgünder begleitet.

Jetzt bin ich mein eigener Chef: Das Gründungsbüro im Interview

Wer wünscht sich nicht, sein eigener Chef zu sein?  Dr. Kornelia van der Beek, Geschäftsführerin des Gründungsbüro Koblenz, spricht im Interview mit UniBlog über Gründerpersönlichkeiten und Ideen, die man loslassen muss. Sie beraten Studenten und wissenschaftliche Mitarbeiter bei der Unternehmensgründung. Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich denn mitbringen, wenn ich ein Unternehmen gründen möchte? Dr. Kornelia van der Beek: Wichtig ist, dass man den Willen hat, eine Idee umzusetzen. Die Gründer sollten einen Blick dafür entwickeln, im Team zu arbeiten. Und sie sollten lernen, ihre eigenen Ideen loszulassen und mit anderen zu teilen. Es ist immer einfacher, im Team ein Unternehmen zu gründen. Hilfreich hierbei ist der Test „Bin ich eine Gründerpersönlichkeit? “. Ein Psychologe am Campus Landau, Prof. Dr. Fred Müller,  hat ihn entwickelt. Mit diesem Test kann man seine Stärken und Schwächen realistisch einschätzen und auf dessen Basis sein Team zusammenstellen. Zum Gründungsbüro Koblenz kommen Leute, die Ideen haben, aber auch Leute, die keine Idee haben und trotzdem ein Unternehmen gründen möchten. Gibt es einen bestimmten Fachbereich, aus dem besonders viele Gründer kommen? Das …

Schnell und komprimiert: das Internet hat die politische Kommunikation verändert. Foto: Gerd Altmann / pixelio.de

Mit 140 Zeichen zum Wahlsieg? Koblenzer Kolloquium zu Netzdiskursen

Ein Politiker ohne Twitter oder Facebook-Fanpage, von Katastrophenmeldungen und weltpolitischen Ereignissen am nächsten Morgen in der Zeitung lesen? Im Internetzeitalter ist das kaum noch vorstellbar. Politiker und Parteien nutzen das Internet für ihren Wahlkampf und die Verbreitung politischer Ideen. Die Neuigkeiten aus aller Welt verbreiten sich via Internet in Sekundenschnelle über den Erdball. Doch welchen Einfluss haben Blogs, Twitter und Facebook auf die politische Kommunikation, auf die Verbreitung von alltäglichen politischen Protesten oder extremistischem Gedankengut? Und welche Rolle spielt das Web bei politischen Umstürzen wie dem Arabischen Frühling oder Katastrophen wie in Fukushima? Die Vermessung des Internets als Raum politischer Diskurse steht im Fokus von elf Vortrags- und Diskussionsabenden im Rahmen des Kolloquiums Kulturwissenschaft im aktuellen Sommersemester. Die Netzdiskurse starten am 24. April und finden immer mittwochs um 18.15 Uhr auf dem Campus Koblenz in F314 statt. (ham) Weitere Infos und Programm im Webblog zur Vortragsreihe: http://netzdiskurse.wordpress.com  

Hochschulregion Koblenz stellt sich in einem Flyer vor

In einem neuen Flyer stellen sich die fünf Hochschulen in und um Koblenz sowie die hochschulnahe Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen (ZFH) vor. In ihm erfahren Studieninteressierte und Unternehmen auf einen Blick, was die Hochschullandschaft in der Region zu bieten hat. Die Universität Koblenz-Landau, die Hochschule Koblenz, die WHU – Otto Beisheim School of Management, die Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar, die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Mayen und die ZFH stellen ihr Profil darin vor. Der gemeinsame Flyer ist eine Initiative des Förderkreises Wirtschaft und Wissenschaft in der Hochschulregion Koblenz e.V., um der Öffentlichkeit das Potenzial der Hochschulen in gebündelter Form zu präsentieren. Zudem möchte der Förderkreis den Dialog Hochschule und Gesellschaft sowie Wirtschaft und Wissenschaft unterstützen. Bereits auf der BUGA 2011 in Koblenz haben die Hochschulen unter Federführung des Förderkreises gemeinsam eine umfangreiche Vortragsreihe gestaltet. Der neue Hochschulflyer steht unter http://www.zfh.de/studieren-an-rhein-und-mosel zum Download bereit oder kann bei den Hochschulen und der ZFH angefordert werden.