Monate: Juli 2015

Die Diplom-Pädagogin Helen Sahm bietet Kindern und Erwachsenen in ihrem Mal Raum in Landau die Möglichkeit, sich kreativ zu entfalten. Fotos: Leyerer

Auf den Spuren von… Malbegleiterin Helen Sahm

Alumna Helen Sahm (26) hat im vergangenen Jahr ihr Studium der Erziehungswissenschaften abgeschlossen. Direkt im Anschluss erfüllte sich die Diplom-Pädagogin mit der Eröffnung des Mal Raums Landau einen ganz persönlichen Traum. Im UniBlog erzählt sie, wie sie als Malbegleiterin kleine und große Besucher mit Pinsel und Farbe glücklich macht. Was ist ein Mal Raum überhaupt? Ein Ort, an dem freies Malen im Mittelpunkt steht. Das ursprüngliche Konzept kommt von Arno Stern, dem Begründer des Mal Orts. Das ist im Grunde eine Methode der Kunsttherapie. Hinter dem Begriff verbirgt sich, dass man beim Malen frei von Interpretationen, Erwartungen, Zwängen und Bewertungen ist. Im Mal Raum male ich nur für mich. Es geht dort nicht um das Endprodukt, sondern um den Prozess des Malens an sich. Das Ziel ist es, sich im kreativen Prozess selbst zu erleben, Spaß zu haben und daran zu wachsen. Die Malenden sollen entspannt und glücklich nach Hause gehen. Das Konzept des Mal Raums besteht darin, dass man sofort loslegen kann. Hier sind alle Hürden abgebaut, denn die Besucher finden bereits alles vor, was sie …

Hat gern ein offenes Ohr für die Studierenden: Mensa-Mitarbeiterin Gerda Brand. Foto: Angela Gräsel

Who is Who: Sechs Fragen an Mensamitarbeiterin Gerda Brand

Wer ist eigentlich die freundlich lächelnde Kassiererin an der Salatbar? Wie verbringt der Hausmeister wohl seine Mittagspause?  In der Serie “Who ist Who?” stellt UniBlog die Menschen vor, die dafür sorgen, dass der Studienalltag gelingt: Unsere Uni-Mitarbeiter. Heute treffen wir Gerda Brand. Sie ist seit 2005 Mitarbeiterin der Mensa am Campus Landau. An was arbeiten Sie gerade? „Ich bin gerade dabei, die Salatbar abzuräumen. Damit beginne ich meistens ab 14 Uhr.“ Was hat sich aus Ihrer Sicht in den vergangenen Jahren am Campus am meisten geändert? „Es gibt in der Mensa viel mehr Auswahl, wie zum Beispiel die Salatbar oder Wraps in der Cafeteria, die vorbereitet werden müssen. Natürlich sind auch viel mehr Studierende dazu gekommen, das bedeutet mehr Arbeit.“ Was war Ihr schönstes Erlebnis am Campus? „Am schönstes waren für mich immer die Tage, an denen ich früher in der Cafeteria gearbeitet habe. Dort ist die Atmosphäre persönlicher als in der Mensa und es gab dort viele schöne Momente, in denen man ein offenes Ohr für die Studierenden haben konnte.“ Wie sieht denn Ihr typischer …

Marcel Boden bringt in seiner Freizeit Kindern kreativ seinen Glauben näher. Foto: Esther Bauer

Die Bibel visuell und kindgerecht verpacken

Zahlreiche Studierende der Universität Koblenz-Landau arbeiten in ihrer Freizeit ehrenamtlich. Wo man sich überall engagieren kann, welche Herausforderungen ein Ehrenamt mit sich bringt und wie kompatibel Studium und Ehrenamt sind, beleuchtet unsere Serie. In diesem Teil berichtet der Student Marcel Boden, wie er seinen Glauben und die Arbeit mit Kindern zusammenbringt.  Manchmal trügt der Schein. Marcel Boden, 21 Jahre alt, trägt Basecap und ein weites T-Shirt, hat ein Piercing und jede Menge Festivalbändchen am Arm. Dass der Koblenzer Pädagogik-Student sich in seiner Freizeit ehrenamtlich dafür einsetzt, Kindern die Bibel nahezubringen, würde man auf den ersten Blick sicher nicht vermuten. Doch genau das ist der Fall: Über die Organisation “Kirche mit Kindern” arbeitet er zusammen mit anderen Ehrenamtlichen daran, Bibelstellen, die im Gottesdienst behandelt werden, kindgerecht zu verpacken. „Wir wollen die Bibel visuell darstellen, damit man als Kind besser versteht, was gemeint ist“, erklärt Boden. Dabei zeigen er und seine Kollegen viel kreativen Einsatz: Um beispielsweise die 40-jährige Reise von Moses und seinen Anhängern durch die Wüste darzustellen, verteilen die Betreuer Sand auf dem Boden und lassen die Kinder die …

Professor Sesselmeier setzt sich mit Fragestellungen des demografischen Wandels auseinander und unterstützt die Landesregierung Rheinland-Pfalz als Mitglied im Demografiebeirat. Foto: Privat

Demografiebeirat: Beratung für die Landesregierung

Regionale Unterschiede in der Bevölkerungsentwicklung, sinkende Bevölkerungszahlen und ein höherer Anteil älterer Menschen: Der demografische Wandel stellt das Bundesland Rheinland-Pfalz vor eine Fülle von Herausforderungen. Vor rund einem Jahr wurde deshalb von der Landesregierung ein Demografiebeirat aus Experten einberufen, der das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie bei komplexen Zukunftsfragen unterstützt. Auch drei Forscher der Universität Koblenz-Landau aus unterschiedlichen Disziplinen stehen dem Ministerium mit ihrem Fachwissen zur Verfügung: der Geograph Professor Köppen, der emeritierte Politikwissenschaftler Professor Sarcinelli und Professor Sesselmeier aus der Abteilung Wirtschaftswissenschaften sind Mitglieder des Beirats. Uniblog sprach mit Professor Sesselmeier über Probleme und Perspektiven demografischen Wandels. Professor Sesselmeier forscht am Campus Landau zu Fragen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Er ist einer von rund 25 Wissenschaftlern, der Tendenzen der Bevölkerungsentwicklung unter die Lupe nimmt und deshalb in den Demografiebeirat einberufen wurde. Die Beiratsmitglieder kommen aus vollkommen unterschiedlichen Disziplinen: Sozialwissenschaftler, Geographen, Politologen, Mediziner, Ingenieure und Wirtschaftswissenschaftler tauschen sich über aktuelle Erkenntnisse aus. „Die Interdisziplinarität bietet sich natürlich an, da auch das Problem des demografischen Wandels sehr vielschichtig ist“, erklärt der Professor für Volkswirtschaftslehre. …

Bei ihrer Arbeit auf dem Pferdehof vermittelt Sannert Kindern auch, wie schön es in der Natur ist. Foto: Marius Adam

Frühförderung auf dem Pferdehof

In diesem Teil der Serie “Studierende und ihre Nebenjobs” spricht Franziska Sannert über ihre Arbeit auf dem Hof Nepomuck. Dort fördert sie Kinder durch Reitunterricht. Das Grün der Natur ist für Sannert ein schöner Ausgleich zum Uni-Leben.  Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Mein Name ist Franziska Sannert, ich bin 21 Jahre alt und studiere im dritten Semester Pädagogik. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich arbeite auf dem Hof Nepomuck. Das ist ein erlebnispädagogischer Hof, auf dem wir Frühforderung für Kinder und Jugendliche anbieten. Angestellt bin ich auf Honorarbasis. Ich arbeite vier feste Tage die Woche auf dem Hof. Was sind Ihre Aufgaben? Ich gebe Kindern Förderstunden. Unser Konzept ist es, den Kindern die Natur näher zu bringen. Es geht nicht nur um das Reiten, sondern …

Tamara Kunt promoviert am Campus in Landau und erarbeitet inklusive Spiralcurricula zum Themenkomplex Umweltprozesse. Foto: Lisa Leyerer

Themenbegleiter von der Grundschule bis zur Oberstufe

Tamara Kunt (37) promoviert  am Campus in Landau und entwirft Spiralcurricula für Umweltprozesse. Ein Spirralcurriculum ist ein Schulstoff zu einem speziellen Themenfeld, der von der Grundschule bis zur Oberstufe immer wieder aufgegriffen wird. Zurzeit ist die vierfache Mutter mit ihrer Arbeitsgruppe auf der Landesgartenschau vertreten. Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Ich bin Teil einer Projektgruppe, die Spiralcurricula zum Oberthema Umweltprozesse entwirft. Ein Spirralcurriculum ist ein Schulstoff zu einem speziellen Themenfeld, der von der Grundschule bis zur Oberstufe immer wieder aufgegriffen wird, aber mit einem immer komplexeren Anforderungsniveau. Besonders ist daran weiterhin, dass diese für inklusive Schulen bestimmt sind. Aktuell testen wir vier Themenfelder auf der Landesgartenschau in Landau: Kraftwerke der Natur, Nachhaltiger Weinbau, Sonne(n) mit Verstand und Ökosystem Boden. Was fasziniert Sie an diesem Thema? Mich faszinieren vor allem die Themenfelder, die …

Theresa-Marie Pongratz zwischen Geisteswissenschaften und Modelbusiness. Foto: Esther Bauer.

Auf High Heels das Studium finanzieren

Pädagogik-Studentin Theresa-Marie Pongratz finanziert sich ihr Studium mit Modeln. Für Wella ist sie auf dem Laufsteg unterwegs. Der Job ist aufregend und anstrengend – und bringt auch manchmal rosafarbene Haare mit sich. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. UniBlog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Ich heiße Theresa-Marie Pongratz, bin 23 Jahre alt und studiere im vierten Semester Pädagogik. Was für einen Nebenjob machen Sie? Zum einen kellnere ich in einem relativ großen Pub. Zum anderen modele ich für die Marke “Wella”. Der Model-Nebenjob ist sehr unregelmäßig. In manchen Monaten habe ich gar keinen Job. In anderen ganz viele. Was sind Ihre Aufgaben? Ich werde hauptsächlich für Haar-Shows gebucht. Momentan bin ich weniger ein Fotomodel, sondern eher auf dem Laufsteg unterwegs. Das muss man sich so vorstellen: “Wella” organisiert eine Haarshow, wir Models …

Kreidewünsche am Campus Landau: Die kirchlichen Hochschulgruppen haben eine Tafel installiert, die zum Nachdenken anregt. Foto: Körber

Before I die

Bitte vervollständigen Sie diesen Satz: „Bevor ich sterbe, möchte ich…“. Fünf Worte haben im vergangenen Monat die Aufmerksamkeit von Studierenden, Mitarbeitern und Besuchern am Campus Landau erregt. Eine große schwarze Tafel zierte den Eingang zur Universität. Jeder Passant konnte mit einem Stück bunter Kreide die Frage „Was möchte ich alles tun, bevor ich sterbe“ für sich beantworten. Dahinter steckt eine Aktion der kirchlichen Hochschulgruppen Evangelische Studierendengemeinde (ESG), Katholische Hochschulgemeinde (KHG) und Studentenmission in Deutschland (SMD). Der UniBlog hat mit der Studierenden-Pfarrerin und Leiterin der ESG Dr. Anja Lebkücher über die Aktion gesprochen. Wie kam die Idee zur Aktion? Ich habe mit dem Leiter der KHG Nico Körber und Sina Haider von der SMD überlegt, wie wir auf dem Campus präsenter werden können. Unsere Räumlichkeiten liegen leider außerhalb des Campus und wir wollten von den Studierenden wahrgenommen werden. Die Idee zu der Kreidetafel ist nicht neu, das gab es schon in vielen Städten auf der Welt. Zuletzt auch beim evangelischen Kirchentag oder in Berlin als internationales Kunstprojekt. Wir haben die Tafel selbst zusammengebaut. Der Aufbau und die Installation …

Heute schreibt Campus-Reporterin Hannah Wagner. Zeichnung: Carolin Höring

Zu Hause auf Kreta

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. In dieser Woche berichtet Hannah Wagner aus Kreta, wo sie gerade ihre Zeit nach dem Bachelor verbringt, arbeitet und lebt. Anfang des Monats habe ich meine Bachelorarbeit abgegeben. Es fühlt sich einfach nur Woooooowww… an. So, als stünden mir alle Türen und die gesamte Welt offen. Ich muss wirklich sagen, dass ich unfassbar stolz auf mich bin, auf 57 Seiten eigenen Text, eine gebundene Arbeit von insgesamt 98 Seiten und mein Durchhaltevermögen über vier Monate hinweg. Es war wahrlich nicht immer einfach, es war nervenaufreibend, anstrengend und zeitweise frustrierend. Aber jetzt ist es vollbracht, die Arbeit ist fertig und das Ziel erreicht. Leben, ich komme! Und nun? Was aber fängt man jetzt mit sich an? Weiter studieren, einen Beruf finden, arbeiten, jobben, nichts tun, reisen, die Welt erkunden? Ich habe mich für ein bisschen von allem entschieden und werde die kommenden fünf Monate auf meiner Lieblingsinsel, in meinem ganz persönlichen Paradies auf Erden, verbringen: Kreta! Seit ich 2010 das erste Mal als Kinder- …