Alle Artikel mit dem Schlagwort: Universität Koblenz-Landau

Heute schreibt Campus-Reporterin Lisa Engemann. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Mein Papierkalender – eine Liebeserklärung

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute schreibt Lisa Engemann über ihre Liebe zu analoger Lebensplanung. Mein fünftes Semester ist in vollem Gange. Ich befinde mich in der Hochphase meines Studiums, in der die letzten Module darauf warten, abgeschlossen zu werden. Auch meine Kommilitonen stöhnen: “Dieses Semester ist so anstrengend.” Nicht nur wir Studierende erleben Zeiten, in denen man so viele verschiedene Projekte im Kopf hat, dass man kaum den Überblick behalten kann. So frage ich mich, wie jemand überhaupt ohne dieses eine Utensil überleben kann: Den Kalender. Es gibt tatsächlich Menschen, die ihr Leben ohne diese wunderbare Erfindung auf die Reihe kriegen. Ich gehöre definitiv nicht dazu. Horrorszenarien eines Verlustes Ich könnte meinen Tag auf dem Smartphone oder Laptop planen, aber ich traue der digitalen Form eines Kalenders nicht. Was wäre, wenn die App abstürzt, der Speicher den Geist aufgibt oder Microsoft gehackt wird? Unvorstellbar, mein Leben würde völlig aus den Fugen geraten: Ich würde planlos umherirren und nur noch dumme Fragen stellen, wann …

In der Studikolumne macht sich Natalie Henzgen Gedanken über die Kommunikation in Zeiten von Whatsapp und Co. Foto: unsplash/rawpixel

Im DigiTal der Kommunikationsneurosen

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute macht sich Natalie Henzgen Gedanken über die Verzwicktheit von zwischenmenschlicher Kommunikation in Zeiten von WhatsApp und Co. Als Studierende der Kulturwissenschaft kommt man um das Thema Kommunikation nicht herum. Schon im ersten Semester habe ich mir den Kopf über Theorien von Barthes oder Habermas zerbrochen. Dabei habe ich so meine ganz eigenen Erfahrungen auf diesem Feld vorzuweisen. Angesichts meiner gegen Null tendierenden IT-Kompetenzen würde ich es nicht unbedingt wagen, mich als „Digital Native“ zu bezeichnen, wie das die Medien gerne mit Menschen meines Alters tun. Aber es stimmt schon: Ich bin, wie viele andere, mit Smartphones, sozialen Medien und Apps aufgewachsen. Und jeder von uns findet es angenehm, so mühelos mit seinen Freunden in Kontakt bleiben zu können, wie das mit WhatsApp, Snapchat und Facebook der Fall ist. Aber es bringt auch seine Fallstricke mit sich. Was in mittelalterlichen Verhörmethoden die Daumenschrauben waren, können heutzutage Messenger-Apps sein. Im 21. Jahrhundert kann Kommunikation auch zur Qual werden. Kommunikation schwer …

Kulturwissenschaft-Masterstudentin Sandra Knoblauch leitet in ihrem Nebenjob den öffentlichen Auftritt der Internationalen Jungen Orchesterakademie. Foto: Natalie Henzgen

PR-Dirigentin für eine Orchesterakademie

Die Kulturwissenschaftsstudentin Sandra Knoblauch weiß, wo die Musik spielt: Als studentische Hilfskraft dirigiert sie den öffentlichen Auftritt der Internationalen Jungen Orchesterakademie.  Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Mein Name ist Sandra Knoblauch, ich bin 25 Jahre alt und studiere Kulturwissenschaft im dritten Master-Semester. Zuvor habe ich Kultur, Theater und Film mit dem Hauptfach Kulturanthropologie in Mainz studiert. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich arbeite bei der Kultur- und Sozialstiftung Internationale Junge Orchesterakademie (IJOA) als studentische Hilfskraft und bin dort für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Meine Arbeitszeit kann ich mir frei einteilen. Meist sind es etwa zwölf Stunden in der Woche, das variiert. Jedes Jahr zu Ostern gibt es ein dreiwöchiges Orchesterprojekt und im Sommer einen zweiwöchigen Meisterkurs für Kontrabassisten. Während dieser Zeit bin ich …

Kulturwissenschaftsstudentin Lisa Engemann hat ein Praktikum bei der Rhein-Zeitung in Koblenz gemacht und den turbulenten Redaktionsalltag genossen. Foto: René Lang

Nähe zu den Menschen vor Ort: Praktikum in der Lokalredaktion der Rhein-Zeitung

Von wegen Kaninchenzüchterverein: Die Arbeit in einer Lokalredaktion einer Zeitung bietet jeden Tag neue Herausforderungen. Kulturwissenschaftsstudentin Lisa Engemann hat ein Praktikum bei der Rhein-Zeitung in Koblenz gemacht und festgestellt: Es sind die kleinen Themen, die eine große Rolle im Leben der Menschen spielen. Die Rhein-Zeitung ist ein Produkt des Mittelrhein-Verlags in Koblenz. Sie ist eine der größten regionalen Tageszeitungen in Deutschland und erscheint seit 1946 an sechs Tagen die Woche – dafür sorgen fast 600 Mitarbeiter. Darunter sind auch über 100 Redakteure und Reporter, in deren Arbeitsalltag ich im Rahmen eines sechswöchigen Praktikums hineinschnuppern konnte. Alltag ist hier wahrscheinlich der falsche Begriff, denn die Arbeit in der Lokalredaktion ist alles andere als alltäglich: Was morgens noch auf der Agenda stand, kann abends ganz anders in den Druck gehen. Denn wie die Themen in der Zeitung erscheinen, hängt oft von den Menschen ab, mit denen sie zu tun haben. Im Lokalteil hat man wie in keinem anderen Ressort Kontakt zu den Menschen vor Ort. Das war für mich Reiz und Herausforderung zugleich. Außerdem wollte ich die …

Der Syrer Wael Alhalaki wagte die Flucht nach Deutschland und möchte an der Universität Koblenz-Landau studieren. Im Uniblog erzählt er von seinem neuen Leben hier. Foto: Lisa Engemann

“Ich versuche zu verstehen”: Porträt eines Geflüchteten

Wochenlang war er unterwegs. Zu Fuß durch die Wüste, mit dem Schlauchboot über das Mittelmeer, mit dem Bus durch Deutschland. Zwei Jahre später steht er auf dem Campus Koblenz. Das Hemd ist gebügelt, der Schal sorgfältig um den Hals geknotet. In der Tasche ein Notizbuch mit Vokabeln. Wael Alhalaki ist auf dem Weg zu seinem Sprachkurs. Er kommt aus Syrien und möchte an der Universität Koblenz-Landau studieren. Ein Porträt über einen wissbegierigen jungen Mann. “Hallo, wie geht’s?”, grüßt Alhalaki freundlich. Der 28-Jährige ist einer der Geflüchteten, die an einem Sprachkurs am Campus Koblenz teilnehmen, um sich auf das Studium vorzubereiten. In seinem Heimatland Syrien hat er bereits Anglistik studiert, doch um in Deutschland studieren zu können, muss er erst den Test zu Deutsch als Fremdsprache bestehen. “Ich verstehe vieles, aber ich kann noch nicht sprechen und schreiben wie ein Deutscher”, sagt Alhalaki mit arabischem Akzent. Über ehrenamtliche Helfer, einen berufsvorbereitenden Kurs des Jobcenters und einen Sprachkurs an einem Institut erreichte er ein Sprachniveau nach dem anderen. Er hofft, im kommenden Jahr den Test auf C1-Niveau zu …

Höhenangst darf Hannah Hagmann bei ihrem Nebenjob nicht haben, denn der verlangt es, dass sie auch ab und zu selbst in eine der Seilbahngondeln steigt. Foto: Natalie Henzgen

Ticketverkäuferin für die Koblenzer Seilbahn

Arbeiten am Tor zum Weltkulturerbe Mittelrheintal und dabei Touristen aus aller Welt begegnen – das ist der Nebenjob von Kulturwissenschaftsstudentin Hannah Hagmann. Sie verkauft Tickets für die Seilbahn Koblenz und genießt dabei die entspannte Stimmung an ihrem Arbeitsplatz. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Ich heiße Hannah Hagmann, bin 25 Jahre alt und studiere derzeit Kulturwissenschaft im dritten Master-Semester. Ursprünglich komme ich aus Stuttgart und habe vorher Religionswissenschaft und Kunstgeschichte in Heidelberg studiert. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich arbeite als studentische Aushilfe für die Skyglide Event Deutschland GmbH und bin in der Seilbahnstation Koblenz tätig. Dort bin ich für den Ticketverkauf zuständig. Ich arbeite vor allem an den Wochenenden und an ein bis zwei Tagen unter der Woche, je nach Dienstplan. Was sind …

Als Bewerber aus der Menge herausstechen - wie das gelingt, verraten Anna Schmidt vom Women Career Center und Anna Lauermann vom KSB im Interview. Foto: Unsplash/Veronica Benavides

Job Skills: Wissen, was man kann

Was kann ich besonders gut? Wie präsentiere ich meine Stärken im Bewerbungsgespräch und welche Erwartungen haben Arbeitgeber? Diese Fragen beschäftigen Studierende am Ende des Studiums, wenn es um den Start ins Berufsleben geht. Anna Schmidt vom Women Career Center und Anna Lauermann vom Kompetenzzentrum für Studium und Beruf der Universität Koblenz-Landau geben Antworten. Die Frage nach persönlichen Stärken ist ein Klassiker im Bewerbungsgespräch. Mal ehrlich: Interessiert das den Arbeitgeber wirklich? Anna Schmidt: Ja definitiv, man will ja wissen, mit wem man es zu tun hat. Aber eine Standardantwort möchte keiner hören, deshalb sollte man als Bewerber auf sein Alleinstellungsmerkmal hinweisen, also auf die Kompetenzen, die einen ausmachen. Anna Lauermann: Innovationen kommen im Bewerbungsgespräch inzwischen fast immer gut an. Da kann man als Bewerber auch mal den Spieß umdrehen und fragen, welche Werte und Kompetenzen dem Arbeitgeber wichtig sind. Stichwort Kompetenzen: Woher weiß ich, was ich kann? Schmidt: Hier ist es die erste Aufgabe, sich mit sich selbst zu beschäftigen und die Frage zu stellen: Was habe ich bisher im Leben gemacht und was dabei gelernt? Anschließend kann …

"Kochen und Essen mit anderen teilen ist in Pakistan sehr wichtig", erzählt Asma Iftikhar von ihrer Heimat. Sie studiert seit drei Jahren in Koblenz und hat die pakistanische Küche mit nach Deutschland gebracht. Foto: Fotolia/Curioso Photography

Ein Stück buntes Pakistan in Koblenz

Im Namen der Liebe und des Studiums von Pakistan nach Deutschland: Asma Iftikhar lebt seit drei Jahren in Koblenz und macht ihren Master in Mathematical Modelling of Complex Systems. Die 31-Jährige ist verheiratet und Mutter einer zweijährigen Tochter. In ihrer Heimat hat sie bereits als Dozentin gearbeitet, die Koblenzer Ausbildung eröffnet ihr neue Perspektiven. Zum Treffen auf dem Universitätsgelände erscheint Iftihar in einem traditionellen pakistanischen Gewand mit Kopftuch. Als gläubige Muslima bleibt ein Handschlag zur Begrüßung aus – nicht aus Unhöflichkeit, sondern aus Glaubensgründen. „Das stößt oft Leute vor den Kopf“, weiß die 31-Jährige. Dabei wirkt sie keinesfalls verschlossen oder abweisend, vielmehr lacht sie offen und ehrlich. „Mein Kampf, nach Deutschland zu kommen, begann 2012“, erzählt Iftikhar. In dem Jahr verlobte sie sich mit einem Pakistani, der in Aachen studiert. Für sie war klar: Wenn es nach Deutschland geht, dann möchte auch sie studieren. „Ich habe allerdings kein Stipendium bekommen. Über das Familienvisum konnte ich dennoch irgendwann herziehen.“ Da sie nach kurzer Zeit in Deutschland schwanger wurde, standen erst einmal die Geburt und das Babyjahr auf …

Jan Hombeck entwickelt in seiner Abschlussarbeit ein Programm, dass angehenden Chirurgen dabei helfen soll, ihre Fingerfertigkeiten zu schulen. Foto: René Lang

Virtual Reality: Zwischen Wirklichkeit und Simulation

Was ist real und was nicht? Virtual Reality bietet völlig neue Eindrücke in der Erfahrung von Wirklichkeit. Jan Hombeck entwickelt in seiner Abschlussarbeit ein Programm zur Simulation von chirurgischen Eingriffen mithilfe von VR-Brillen.  Die Serie: Alle Scheine sind gemacht und das Studium geht in die heiße Phase, die Abschlussarbeit steht vor der Tür. Doch wie organisiert man diese letzte Phase des Studiums? Wie findet man einen Betreuer und das richtige Thema? Und wie schafft man es, in dieser Zeit nicht durchzudrehen? Wer sind Sie und was studieren Sie? Mein Name ist Jan Hombeck und ich studiere den Bachelor of Science Computervisualistik am Campus Koblenz. Was ist das Thema Ihrer Abschlussarbeit? Virtual Reality – oder kurz VR – ist noch nicht das, was sich viele darunter vorstellen: Eine perfekte Alternativwelt. Es gibt sie bereits seit einigen Jahrzehnten und die technischen Voraussetzungen entwickeln sich ständig weiter. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Rechner wird man dennoch eine schlechtere Qualität in Sachen Grafikverarbeitung, Bildauflösung und Ladegeschwindigkeit erfahren. Trotz dieser Defizite begeistert mich VR, denn sie bietet ein komplett neues Gefühl …

Thomas Hild ist Experte für Arbeitsschutz. Er erkennt am Campus Koblenz Gefahren, die sich dem Blick Anderer noch entziehen und sucht nach passenden Lösungen. Foto: René Lang

Arbeitsschutz: Seine Herzenssache

Wer sich in der Universität sicher aufgehoben fühlt, verdankt dies oft den Leistungen des Arbeitsschutzes. Thomas Hild ist Sachbearbeiter für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz am Standort Koblenz. Im Interview erklärt er, warum Arbeitsschutz so wichtig ist. Kurz und knapp: Was ist Arbeitsschutz? Grundlegend ist Arbeitsschutz für uns alle da. Arbeitsschutz beinhaltet sowohl die Arbeitssicherheit als auch den Gesundheitsschutz. Arbeitsschutz soll unseren Alltag sicherer machen. Das ist die Kernaufgabe. Leider ist die gesellschaftliche Wahrnehmung des Themas meist anders. Viele begreifen das Thema Arbeitsschutz als einen Störfaktor. Dabei wollen wir für einen reibungslosen Ablauf der Arbeit sorgen. Was sind Ihre Aufgaben als Sachbearbeiter für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz? Ich bin als einer von drei Mitarbeitern der Stabsstelle Hochschulbauentwicklung, Finanzen, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz zuständig für den Standort Koblenz. Neben mir sind Britta Mann für den Standort Landau und Andreas Tepel für die Stabsstellenleitung in Mainz verantwortlich. Ich bin der zentrale Ansprechpartner in allen Fragen rund um das Thema Arbeitsschutz. Dabei übernehme ich sowohl beratende, informierende als auch  koordinierende Aufgaben. Wird beispielsweise ein Defizit gemeldet, leite ich die nötigen Schritte ein, um …