Alle Artikel mit dem Schlagwort: Universität Koblenz-Landau

Dorina Hauck arbeitet neben ihrem Masterstudium in Gymnasiallehramt als PES-Kraft an einer Schule. Foto: Philipp Sittinger

Als PES-Kraft im Klassenzimmer

Dorina Hauck arbeitet als PES-Kraft an einem Gymnasium und sammelt erste Erfahrungen für den Lehrerberuf. Die Interaktion mit den Schülern und ihr persönlicher Lerneffekt stehen dabei für sie im Vordergrund. Wer sind Sie? Mein Name ist Dorina Hauck. Ich bin 23 Jahre alt und studiere im ersten Mastersemester Gymnasiallehramt mit den Fächern Kunst und Geographie am Campus Landau. Was für einen Nebenjob machen Sie? Die Serie Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Bisher erschienene Artikel finden sie hier. Ich bin als PES-Kraft am Gymnasium Edenkoben angestellt. Das ist eine Bezeichnung für Vertretungslehrkräfte, die von Schulen bei Bedarf angerufen werden können, um für kranke oder anderweitig verhinderte Lehrer einzuspringen. Wie ist das zeitlich geregelt? Ich habe an zwei Tagen in der Woche Bereitschaftsdienst, an denen die Schule mich jederzeit anrufen kann. …

Das Projekt "Den Wandel gestalten – Visionen ermöglichen“ von Michael Klemm und Eckhard Braun hilft freien Kultureinrichtungen bei einer Neuorientierung. Foto: Teresa Schardt

Frischer Wind für rheinland-pfälzische Kultureinrichtungen

Den Satz „Das haben wir schon immer so gemacht“ hört man im beruflichen Kontext häufig. Besonders dann, wenn es darum geht, Veränderungen einzuleiten. Ein Umdenken ist bei festgefahrenen Strukturen eine Herausforderung, denn Arbeitsweisen und strukturelle Mängel verschwinden nicht von Heute auf Morgen. Oft sind Impulse von außen nötig, um angesichts des gesellschaftlichen Wandels nicht den Anschluss zu verlieren. Kultureinrichtungen, die vor diesen Herausforderungen stehen, greifen die Kulturwissenschaftler Professor Michael Klemm und Dr. Eckhard Braun unter die Arme. Sie leiten ein Projekt, mit dem sie der freien Szene in Rheinland-Pfalz helfen, sich zu modernisieren. Das Pilotprojekt, das Ende 2015 an den Start ging, heißt Den Wandel gestalten – Visionen ermöglichen und hat zum Ziel, mit neuen Formen der Kulturförderung einen Transformationsprozess in Kultureinrichtungen einzuleiten. Typische Probleme, die Veränderungsprozesse erforderlich machen, sind strukturelle Mängel in der Organisation, verkrustete Arbeitsabläufe, veraltete Programmangebote oder ein Generationenwechsel. Die jeweilige Einrichtung wird beraten, wie sie sich konzeptionell, strukturell und organisatorisch neu ausrichten, wie sie ihren Mitarbeitenden neue Perspektiven geben und ihren Nutzern zeitgemäße Angebote machen kann. „Um ein neues Konzept zu …

Heute schreibt Campus-Reporter René Lang. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Ein Freund, ein guter Freund

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute singt René Lang ein Loblied auf eine ganz besondere Freundschaft. Wo wären wir ohne unsere engsten Freunde? Was würden wir ohne diejenigen tun, die uns den Rücken freihalten, selbst wenn wir mal im Unrecht sind? Mit wem würden wir unsere Geheimnisse teilen, wer nimmt uns in den Arm, wenn nicht sie? Die Comedian Harmonists singen: Ein Freund bleibt immer Freund und wenn die ganze Welt zusammenfällt. Ich glaube, es ist an der Zeit, sich bei einem meiner ältesten Freunde zu entschuldigen. Erst Disney, dann Rost Unsere Freundschaft hat über die vergangenen Jahre zwar etwas Rost angesetzt, dennoch möchte ich sie nicht missen. Wir kennen uns schon seit 20 Jahren. Auch wenn es weit zurückliegt, erinnere ich mich noch genau an unsere erste Begegnung: Du standest plötzlich in deinem hellblauen Disney-Outfit vor mir und wolltest, dass ich mit dir spiele. Meine Eltern konnten uns kaum voneinander trennen. Von diesem Tag an waren wir beste Freunde. Ein Dream-Team wie Timon und Pumbaa, …

Tobi wohnt in einer 7er-WG in Koblenz. Durch seine sechs Mitbewohner lernt er immer wieder neue Leute kennen. Trotzdem genießt jeder seine Privatsphäre. Fotos: Teresa Schardt

Das Leben in einer 7er-WG

Beim Eintreten in das große Haus duftet es im Flur nach frisch Gebackenem und aus der Küche schallt Gelächter. Die Stimmung in der WG ist fröhlich und man fühlt sich gleich willkommen. Vor drei Jahren zog Tobi in das dreistöckige Haus in der Nähe des Campus Koblenz ein. Heute lebt der 24-Jährige hier mit fünf Freunden und genießt das Leben in einer Gemeinschaft. Sie haben gleich ein ganzes Haus gemietet. Wer wohnt in Ihrer Wohngemeinschaft? Anika: Wir leben in einer gemischten WG. Derzeit wohnen hier jeweils drei Männer und Frauen im Alter zwischen 20 und 28 Jahren. Aktuell ist ein Zimmer frei und wir suchen nach einem siebten Mitbewohner. Tobi: Wir studieren fast alle an der Universität Koblenz-Landau und der Hochschule Koblenz, aber einige sind auch ausgelernte Azubis. Wo spielt sich das meiste Leben in Ihrer WG ab? Anika: Wir leben verteilt auf drei Etagen und nutzen zusätzlich einen Keller und einen großen Garten. Trotz des Platzes ist das Wohnzimmer der zentrale Ort der WG. Hier finden Spieleabende statt und wir gucken gemeinsam Filme. Tobi: …

Rebekka Smuda forscht in ihrer Dissertation zum alltäglichen Umgang mit Körperhaar. Für die Datenerhebung nutzte sie ein Kosmetikstudio. Foto: Jan Reutelsterz

Feldforschung im Kosmetikstudio: Eine haarige Angelegenheit

Glatt rasiert oder Zottelmähne? Rebekka Smuda beschäftigt sich in ihrer Dissertation mit dem alltäglichen Umgang mit Körperhaaren. Ihre Daten sammelte die Geschlechterforscherin im Feld während eines Praktikums in einem Kosmetikstudio. Sie weiß: Wer zu einem so privaten Thema forscht, muss Grenzen respektieren und Vertrauen schaffen. Beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Die Serie Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Forschung vorgestellt” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Meine Dissertation trägt den Titel (un)behaart – Das Haar als Umschlagstelle von Innen und Außen. Da ich mich auf den alltäglichen Umgang mit Körperhaaren als kulturelle Praktik konzentriere, forsche ich ethnografisch. Meine Daten erhebe ich im Feld, also im aktiven Austausch mit meinen Forschungspartnern, um sie anschließend zu analysieren. Das war zunächst schwierig, weil es sich dabei um ein sehr persönliches und individuelles Thema handelt. Gegenseitiges Vertrauen ist der Schlüssel. Einen geeigneten Zugang habe ich in einem Kosmetikstudio gefunden, …

Heute schreibt Campus-Reporterin Rebecca Singer. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Meine verrückte Sehnsucht nach Prüfungen

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute wünscht sich Rebecca Singer eine Prüfung. Ich habe Sehnsucht nach einer schriftlichen Prüfung. Ja, ich bin Studentin und sage so etwas. Und ich wette: Jeder, der einmal eine Abschlussarbeit schreiben musste, hat das zumindest schon mal gedacht. Wenn meine Freunde von Klausuren erzählen, von benoteten Referaten und Sprechstunden zur Vorbereitung, freue ich mich immer ein bisschen. „Wenn ihr sowas erzählt, bin ich froh, dass ich nie wieder eine Prüfung habe“, sage ich dann. Doch dieser Satz ist nur die halbe Wahrheit. Prüfungen sind natürlich anstrengend und kraftraubend, aber nach einigen Wochen Lernen und einigen Tagen Zittern ist es einfach vorbei. Meine Freunde genießen danach ihre Semesterferien und ich sitze tagein, tagaus in der Bibliothek und texte an meiner Abschlussarbeit. Es fühlt sich an, als würde ich an einem riesigen Zahnrad drehen. Ich drehe und drehe, und es hat scheinbar kein Ende. Mein Rad besteht aus einem gigantischen Berg aus Büchern, Zeitschriftenartikeln und Webseiten. Es sind leere Seiten, die …

Melina Drews studiert im Master Förderschullehramt. Für den Uniblog berichtet sie von ihrem Praktikum an der Heinrich-Böll-Schule in Frechen. Foto: Philipp Sittinger

Alltagstrubel im Klassenzimmer: Praktikum an einer Förderschule

Verhaltensauffällige Kinder sind im regulären Schulunterricht oft nicht gut aufgehoben. An Förderschulen finden all die Schüler einen Platz, die im Alltag einer normalen Grundschule nicht zurechtkommen. Wie der Unterricht an einer Förderschule aussieht, hat Lehramtsstudentin Melina Drews in einem Praktikum erlebt. Wer sind Sie? Mein Name ist Melina Drews und ich bin 23 Jahre alt. Ich studiere im ersten Mastersemester Förderschullehramt mit den Schwerpunkten Sozialemotionale und Ganzheitliche Entwicklung.  Wo haben Sie ihr Praktikum absolviert? Ich habe ein freiwilliges Praktikum an der Heinrich-Böll-Schule in Frechen gemacht. Es handelt sich dabei um eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Sozialemotionale Entwicklung. Die Kinder, die hier zur Schule gehen, brauchen besonders viel Aufmerksamkeit und individuelle Förderung in einem Maß, das die Lehrer an normalen Schulen nicht leisten können. Wie an den meisten Förderschulen sind die Klassen an der Heinrich-Böll-Schule sehr klein, sodass alle Kinder genügend Beachtung und Unterstützung bekommen. Was waren ihre Aufgaben? Während der drei Wochen, die ich hospitierte, habe ich die Schüler einer dritten Klasse in allen Unterrichtsfächern begleitet und die Lehrer in der Einzelbetreuung der Kinder unterstützt. Das war …

Anja Isele studierte Psychologie und Pädagogik auf Diplom. Jetzt arbeitet sie als Führungskraft im Schweizer Unternehmen Sika. Foto: Anja Isele

Auf den Spuren von… Anja Isele, Head Learning & Development Switzerland bei der Sika Services AG

Anja Isele kommt aus einem kleinen Ort nahe der Schweizer Grenze. Sie lebt und arbeitet nicht nur in zwei Ländern, sondern hat auch zwei Diplome: in Psychologie und Pädagogik. Die 38-Jährige erlangte am Campus Landau ein breit gefächertes Wissen. Ihr Weg war damals ungewöhnlich, doch der Blick von zwei Seiten lohnt sich in ihrem Job als Führungskraft in einem Schweizer Unternehmen bis heute. Sie sind Head Learning & Development Switzerland bei der Sika Services AG. Was ist das für eine Position? Ich leite den Trainings-, oder auch Personalentwicklungsbereich für die 2000 Mitarbeitenden in der Schweiz. Sika ist in über 100 Ländern aktiv, aber die Schweiz ist das Gründungsland. Wie sind Sie an den Job gekommen? Meinen ersten Job nach dem Abschluss 2007 hatte ich für eine kurze Zeit in der Unternehmensberatung. Dann habe ich mich bei Sika auf die Stelle beworben, die damals erst neu geschaffen wurde. Ende 2011 habe ich dann die Leitung des Schweizer Teams im Learning & Development-Bereich übernommen. Mittlerweile bin ich seit zehn Jahren bei Sika. Was sind Ihre Aufgaben? Meine Aufgaben …

Kristin Haurand studiert im Zwei-Fach-Bachelor Naturschutzbiologie und Geographie. Sie schätzt vor allem die Entscheidungsfreiheit ihrer beiden Fächer. Foto: Philipp Sittinger

Zwei Fächer und viele Wahlmöglichkeiten

Manche Studierende wollen sich für ihr Studium ungern auf ein bestimmtes Fach festlegen. Doch mehr Individualität ist kein Problem, der Zwei-Fach-Bachelor ermöglicht durch seine Kombinationsmöglichkeiten eine einzigartige Erfahrung. Kristin Haurand studiert nicht nur Naturschutzbiologie, sondern auch Geographie. Im Interview erzählt sie, was dieses etwas andere Studienkonzept so besonders macht und welche Möglichkeiten sich daraus ergeben. Woher kommt Ihre Begeisterung für die Fächer Naturschutzbiologie und Geographie? Die Serie Abiturienten stehen viele Möglichkeiten offen. Studieren oder eine Ausbildung beginnen, Uni oder FH? Und welches Fach ist für mich das Richtige? In unserer Serie “Was studieren?” stellen Studierende der Universität Koblenz-Landau ihren Studiengang vor. Bereits erschienene Artikel finden sie hier. Ich war schon immer ein sehr naturverbundener Mensch. Als Kind habe ich mit meinen Eltern viel Natururlaub gemacht, wir waren zelten, wandern und immer an der frischen Luft. Dadurch liegt mir die Natur seit jeher am Herzen. Als ich dann in der 11. Klasse ein halbes Jahr in Kanada lebte, bin ich mit dem dortigen Konsumverhalten konfrontiert worden. Das hohe Maß an Lebensmittelverschwendung hat mich zum Nachdenken gebracht …

Inga Wüsthoff wohnt in einer Wohngemeinschaft mitten in der Koblenzer Altstadt. Unser Reporter besuchte die WG kurz vor Weihnachten und kam in den Genuss einer festlich geschmückten Wohnung. Fotos: Teresa Schardt

WG in der Koblenzer Altstadt: Unter einem Dach vereint

Wenn Mitbewohner zu Freunden werden, wird es nie langweilig. Inga Wüsthoff wohnt seit Oktober 2015 im Herzen der Koblenzer Altstadt und schwärmt von  ihrer Wohngemeinschaft. Das Geheimnis der Kulturwissenschaftlerin: Nicht nebeneinander, sondern miteinander leben. Wer wohnt hier? Unsere kleine Wohngemeinschaft besteht aus vier Personen, einer Frau und drei Männern. Ich selbst bin Kulturwissenschaftlerin, während meine Mitbewohner Germanistik und Web Science studieren. Wir kannten uns teilweise bereits im Vorfeld, innerhalb der WG sind wir aber schnell zu Freunden geworden. Ob morgens, mittags oder abends, es findet sich immer etwas Zeit, um zusammenzusitzen und zu reden. Aufgrund der verschiedenen Ausrichtungen unserer Studiengänge wird uns dabei auch nie langweilig. Es gibt immer Themen, die wir aus unterschiedlichen Perspektiven diskutieren können. Die einzelnen Lebenspartner zählen eigentlich auch zur Wohngemeinschaft dazu. Manchmal kommt es vor, dass alle auf einmal da sind. Dann ist die Wohnung zwar ziemlich voll, aber es wird umso lustiger. Treffen sich eine Kulturwissenschaftlerin, ein Germanist und zwei Informatiker in einer Wohnung. Klingt fast wie ein Witz, aber wie funktioniert das Zusammenleben? Es ist ein großer Vorteil, wenn man …