Monate: Mai 2016

Umweltökonom Prof. Dr. Frör untersucht das Problem der Gewässerversalzung und möchte dem Thema mehr Aufmerksamkeit in Forschung und Gesellschaft verschaffen. Foto: Leyerer

Salz in unserem Wasser: Gefahr für Mensch und Umwelt

Die zunehmende Versalzung von Gewässern ist ein ökologisches Problem. In einer kürzlich veröffentlichten Studie warnen Wissenschaftler um Oliver Frör, Professor für Umweltökonomie in Landau, vor den Konsequenzen für Mensch und Umwelt.  In Ihrem kürzlich erschienenen Artikel in der Fachzeitschrift “Science” haben Sie sich mit 23 weiteren Autoren dem Thema Gewässerversalzung gewidmet. Zu welchen Erkenntnissen sind Sie gelangt? Wir wissen, dass es zahlreiche Ursachen für die zunehmende Versalzung unserer Gewässer gibt, die früher oder später nicht nur die Umwelt, sondern auch uns Menschen stark belasten werden. Ein wesentliches Problem liegt in den Abwässern, die beim Abbau von Salzen im Bergbau entstehen, in Trockengebieten spielt auch die Landwirtschaft eine wichtige Rolle. Der Salzgehalt in Flüssen, Seen und im Grundwasser steigt, die Wasserqualität nimmt ab. So werden beispielsweise Abwasserreinigung und Trinkwasseraufbereitung immer teurer. Wir haben mit Wissenschaftlern aus aller Welt in einer Art Metaanalyse unsere Erkenntnisse aus den verschiedenen Fachgebieten der Natur-, Umwelt- und Sozialwissenschaften zusammengetragen, um den Status Quo der Gewässerversalzung, einem bislang viel zu wenig beachteten Thema, darzustellen und Lösungen aufzuzeigen. Sämtliche Erkenntnisse aus eigenen empirischen Studien …

Alumnus Tobias Hastenteufel leitet die Produktentwicklung des 2015 gegründeten Start-Ups „Qurasoft“. Die Idee zu dem Unternehmen entstand während seines Studiums an der Universität Koblenz-Landau im Rahmen einer Projektarbeit. Fotos: Qurasoft GmbH

Auf den Spuren von… Jungunternehmer Tobias Hastenteufel

Tobias Hastenteufel (29) studierte Informatik und Wirtschaftsinformatik am Campus Koblenz und machte gemeinsam mit seinem Team aus einem Uni-Projekt ein innovatives Start-up: Mit ehemaligen Kommilitonen gründete er nach seinem Abschluss die Firma Qurasoft, die IT-Lösungen für den medizinischen Bereich entwickelt. Was fällt Ihnen als Erstes ein, wenn Sie an Ihre Alma Mater und an Ihre Studienstadt zurückdenken? Da denke ich zunächst an den engen Kontakt zwischen Studierenden und Professoren. Ohne den guten Draht und die Unterstützung der Lehrenden wäre unser Gründungsprozess wesentlich schwieriger verlaufen. Warum haben Sie sich für ein Studium an der Universität Koblenz-Landau entschieden? Ich komme aus Kobern-Gondorf, wollte nach Möglichkeit in meiner Heimatregion studieren und einen Studiengang im technischen Bereich beginnen. Das Informatikstudium ist hier so breit aufgestellt, dass es viele meiner Interessen abgedeckt hat. Wussten Sie schon zu Studienbeginn, was Sie später machen wollen? Was war Ihr Traumjob? Ich war schon zu Schulzeiten technikbegeistert, nach dem Abitur habe ich dann eine Ausbildung zum Informatik-Kaufmann bei einer Versicherung in Koblenz absolviert. Eine grundsätzliche Affinität zur Technik hat mich also immer begleitet, die …

Heute schreibt Marius Adam über die Vor- und Nachteile der Freiheiten im Studium. Zeichnung: Carolin Höring.

Ein neues Teil für den Biografie-Baukasten?

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute berichtet Marius Adam vom Umgang mit großen Entscheidungen. Der Bachelor steht mehr oder weniger vor der Tür. Mehr, weil ich nur noch wenige Seminare zu belegen habe und weniger, weil doch noch einige Hausarbeiten und Prüfungen bis zur Bachelorarbeit zu absolvieren sind. Ein bisschen fühle ich mich wie kurz vor dem Abi, als ich viel zu spät und total unkoordiniert anfing zu lernen. Und über allem schwebt wie damals die Frage: Ist das eigentlich das Richtige für mich? Und was mache ich danach? Führe ich mein Lehramtsstudium wie vorgesehen mit dem Master fort oder fange ich mit einem neuen Bachelor nochmal ganz von vorn an? Oder verschaffe ich mir mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr Zeit und verschiebe die Entscheidung? Warum fällt es mir so schwer, mich festzulegen? Studienzeit ist Entscheidungszeit Vielleicht liegt es an der geringen Übung, da die wirkliche Entscheidungsvielfalt erst mit dem Studium beginnt. Während der Schulzeit sind viele Dinge vorgegeben und die eigenen Entscheidungen begrenzen …

Liebt Filme und hat deshalb Einiges auf sich genommen, um seinen Nebenjob zu ergattern: Student Jan Wambsganß. Foto: Privat.

Servicekraft im Kino

Aktuelle Kinofilme, der Duft von frischem Popcorn, nette Gespräche mit den Kinobesuchern: Jan Wambsganß arbeitet in seinem Nebenjob im Universum Kinocenter in Landau. Dort verkauft er Eintrittskarten und Süßwaren. Fast hätte es nicht geklappt mit dem Job in der schillernden Kinowelt. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind sie? Mein Name ist Jan Wambsganß, ich bin 23 Jahre alt und studiere in Landau Deutsch, Sozialkunde und Darstellendes Spiel auf Gymnasiallehramt. Was für einen Nebenjob machen sie? Ich arbeite im Universum Kinocenter in Landau, einem kleinen aber sehr feinen Kino mitten in der Stadt. Pro Woche übernehme ich zwei bis drei Schichten. Arbeitsbeginn ist jede Woche zu einer anderen Uhrzeit, immer eine Dreiviertelstunde vor dem ersten Film. Meist ist das so zwischen 16.30 und 17.30 Uhr. Es gibt aber …

Chemiker und Doktorand Kevin Jewell vergleicht mittels Massenspektrometrie Proben von Klärschlamm. Foto: Adrian Müller

Kevin Jewell erforscht Spurenstoffe im Abwasser

Kevin Jewell promoviert an der Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz* und untersucht in seiner Doktorarbeit das Verhalten von “Spurenstoffen” bei der Abwasserreinigung. Warum die Jobsuche auch als Naturwissenschaftler nicht immer leicht ist und wie er auf seine Doktorandenstelle gestoßen ist, verrät er im Uniblog. Die Serie: Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. In meiner Dissertation befasse ich mich mit sogenannten “Spurenstoffen” im Abwasser, das sind kleinste, gelöste Mikroverunreinigungen wie beispielsweise Arzneimittelrückstände, die bei der Filtration in der Kläranlage oft gar nicht oder nur teilweise entfernt werden. Bis heute weiß man allerdings nicht genau, warum sich diese Stoffe so schlecht filtern lassen. Um diesen Prozess besser zu verstehen, habe ich verschiedene Arzneimittel untersucht, unter anderem Diclofenac, der im Abwasser als Spurenstoff zu finden ist und sich auch toxisch auf die Umwelt auswirken …

Heute schreibt Campus-Reporter Adrian Müller. Zeichnung: Carolin Höring.

Genetische Nachtmenschen

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute berichtet Adrian Müller von seinem täglichen Kampf, das frühe Aufstehen zu lernen. 6 Uhr morgens in Koblenz. Durch mein Schlafzimmerfenster erreichen die ersten Sonnenstrahlen mein Gesicht. Ich öffne langsam die Augen. Ein Blick auf die Uhr. Noch so früh? Gerade noch rechtzeitig, bevor ich mich umdrehe und die Augen wieder schließe, meldet sich mein Gehirn: “Hausarbeit schreiben. Seminar an der Uni. Interview-Termin für den Uniblog. Fitnessstudio. Einkaufen. Geburtstagsparty eines Freundes.” Ich sollte wirklich aufstehen… Inzwischen ist es sowieso zu hell im Zimmer und ich höre die ersten Autos und Leute auf der Straße. Zum Glück – denn schon in der Schulzeit war ich lieber abends und nachts aktiv, was ich natürlich morgens zu spüren bekam. Ich kann mich noch gut an die halbstündigen Busfahrten erinnern, während denen ich noch ein wenig vor mich hindösen konnte, bevor der Unterricht begann. Ich bin generell kein Frühaufsteher und verabscheue zudem den nervigen Klingelton von Weckern. Für den Winter habe ich mir sogar extra …

Job und Studium kriegt Carolin Eichhorn gut unter einen Hut. Die Arbeit hat sich gelohnt: Ab Juni übernimmt sie die Leitung des Bürgerbüros von Alexander Schweitzer. Foto: Leyerer

Pressearbeit in der politischen Kommunikation

Carolin Eichhorn begeistert sich nicht nur im Studium für Politische Kommunikation. In ihrem Nebenjob übernimmt sie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für den rheinland-pfälzischen Landtagsabgeordneten Alexander Schweitzer und kennt sich mit dem Verfassen von Pressemitteilungen und den regionalen politischen Belangen der SPD inzwischen bestens aus. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Ich bin Carolin Eichhorn, 23 Jahre alt und studiere in Landau im Master Sozial- und Kommunikationswissenschaften. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich arbeite für den Landtagsabgeordneten Alexander Schweitzer. Er ist SPD-Fraktionsvorsitzender im rheinland-pfälzischen Landtag und ich bin in seinem Wahlkreis-Büro in Landau für die Abwicklung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Was sind Ihre Aufgaben? Da ein Landtagsabgeordneter oft viel unterwegs ist, gibt es einige Dinge im Hintergrund zu erledigen. Von der Pressekorrespondenz bis hin …

Als Personalreferentin ist Claudia Detzel in ihrem Job für die Personalangelegenheiten von 500 Mitarbeitern zuständig. Das erfordert Organisationstalent und Einfühlungsvermögen. Grafik: Colourbox.de/Omelchenko

Auf den Spuren von… Personalreferentin Claudia Detzel

Claudia Detzels Karriere beginnt klassisch: Sie studiert Lehramt für Grund- und Hauptschule in Karlsruhe, nach dem Studium entschließt sie sich jedoch gegen den Schuldienst und für ein Betriebspädagogik-Studium am Campus Landau. Heute arbeitet Detzel als Referatsleiterin in der Verwaltung des Landkreises Südliche Weinstraße. Was fällt Ihnen als Erstes ein, wenn Sie an Ihre Alma Mater und an Ihre Studienstadt Landau zurückdenken? Die familiäre Atmosphäre. Man kannte und schätzte sich unter den Studierenden, aber auch unter den Dozenten. Dazu trugen auch die überschaubaren Wege bei. Trotz der vielen Außenstellen, an denen Veranstaltungen stattfanden, war immer alles gut zu erreichen und jeder Standort hatte seinen eigenen Charme. Da der Landauer Campus direkt am Wald liegt, ermöglichte er in den Pausen immer einen Kaffee im Grünen oder einen netten Grillabend mit der Fachschaft U-F-O. Auch die wunderschöne Bibliothek ist mir in Erinnerung geblieben. Dank der guten Sortierung und der ruhigen und freundlichen Arbeitsumgebung lud sie stets zum Verweilen ein. Warum haben Sie sich für ein Studium an der Universität Koblenz-Landau entschieden? Nach dem Abschluss meines Lehramtsstudiums an der Pädagogischen Hochschule in Karlsruhe war …

Anna-Lisa Siebigteroth, 25, hat an der Uni Siegen Soziale Arbeit studiert und vertieft nun ihr Wissen in Erziehungswissenschaften am Campus Landau. Foto: Seel.

Erziehungswissenschaft: Mehr als nur Kindererziehung

Anna-Lisa Siebigteroth hat bereits einen Bachelor in Sozialer Arbeit in der Tasche und macht nun ihren Master in Erziehungswissenschaft am Campus Landau. Besonders die Möglichkeit der Spezialisierung auf die Pädagogik der frühen Kindheit hat sie von Köln in die Pfalz gelockt. Die Serie: Abiturienten stehen viele Möglichkeiten offen. Studieren oder eine Ausbildung beginnen, Uni oder FH? Und welches Fach ist für mich das Richtige? In unserer Serie „Was studieren“ stellen Studierende der Universität Koblenz-Landau ihren Studiengang vor. Woher kommt Ihre Begeisterung für das Fach Erziehungswissenschaft? Als staatlich anerkannte Sozialarbeiterin wollte ich im Anschluss an den Bachelor meinen Master in einem fachverwandten Bereich machen. Ich arbeite gerne mit Kindern und beschäftige mich durch verschiedene Nebenjobs und Praktika schon lange mit dem Thema Bildung in der frühen Kindheit. Das Fach beinhaltet aber auch andere pädagogische Bereiche, die mich interessieren, wie zum Beispiel die Erwachsenenbildung. Es war mir wichtig, mich neben meiner praktischen Arbeit auch in der Theorie mit verschiedenen Modellen der Pädagogik zu beschäftigen. Warum haben Sie sich für Landau entschieden? Die Universität Koblenz-Landau bietet am Standort Landau …

Heute schreibt Kati Greb. Zeichnung: Carolin Höring

Wir hätten in die Überschrift auch “Brüste” schreiben können

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute freut sich Katharina Greb über den Vorschlag von Bundesjustizminister Heiko Maas, sexistische Werbung zu verbieten. Sie hat keine Lust mehr, sich Rollenbilder vorschreiben zu lassen. Juhuuu, Heiko Maas will sexistische Werbung verbieten. Ich finde das toll. Viele andere, darunter FDP-Chef Christian Lindner, finden das einfach nur „spießig“. Das Gezeter ist groß: Das sei doch Zensur, eine „Geste der kulturellen Unterwerfung“ (Welt Online), wo bleibt die Meinungsfreiheit? So ein bisschen Erotik und Nacktheit – was schadet das schon? Als Psychologie-Studierende denke ich: Eine Versachlichung von Frauen schadet sehr, denn sie ist in der Werbung omnipräsent. Die Massenmedien bestimmen unser Frauenbild und damit, wie Frauen ihren eigenen Körper wahrnehmen und wo sie in unserer Gesellschaft stehen. Der Platz von Frauen in der Werbung ist leider häufig ein Platz in knappen Höschen neben Produkten wie Tiernahrung, Kontaktlinsen oder Eiscreme. Ob das Produkt irgendetwas mit Nacktheit zu tun hat, ist egal. Eine attraktive, junge Frau im Bikini scheint ein magisches Patentrezept für …