Jahr: 2015

Der UniBlog verabschiedet sich in die Weihnachtspause. Danke für Ihre Treue und bis zum nächsten Jahr! Foto: Fotolia/elaborah

Fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch

LIEBE LESERINNEN UND LESER, wieder naht das Weihnachtsfest und wir blicken auf ein Jahr voller spannender Geschichten rund um den Uni-Alltag in Koblenz und Landau zurück. An dieser Stelle möchten wir uns bei allen bedanken, die uns 2015 die Treue gehalten haben. Es macht uns große Freude, für unsere Leser Themen auf den Grund zu gehen, zu recherchieren, Interviews zu führen, zu fotografieren und zu filmen. Auch denen, die mit uns zusammengearbeitet haben und den UniBlog damit überhaupt erst möglich machen, gilt unser Dank. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein besinnliches und erholsames Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2016. Auch wir freuen uns nun auf eine kleine Auszeit. Am 11. Januar starten wir wieder mit der Berichterstattung und hoffen, Sie schauen mal wieder rein. Herzlichst! GIOVANNA MARASCO-ALBRY UND DAS UNIBLOG-TEAM

Heute schreibt Campus-Reporterin Sandra Erber. Zeichnung: Carolin Höring.

Driving home for Christmas: Höchststrafe im Metall-Kabuff

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute erzählt Sandra Erber, warum Mitfahrgelegenheiten entweder eine süße Kurzweil oder die Höchststrafe in einem Metall-Kabuff sein können – besonders vor Weihnachten. Sie gehört zu meinen Heimreisetritualen wie der Tankstellen-Kaffee: Die Mitfahrgelegenheit. Für mich ist sie inzwischen zu einer Institution geworden, denn ohne die selbstorganisierten Autofahrten käme ich vor allem wegen eines eher schmalen Studi-Budgets wesentlich seltener in meine Heimat Dresden. Fünf Stunden Fahrt, 30 Euro Cash und nette Mitfahrer, alles schön easy – da kann die Deutsche Bahn in den meisten Fällen leider nicht mithalten. Nun ja. In der Weihnachtszeit birgt aber auch die Mitfahrgelegenheit ihre Tücken, sodass ich in der Vergangenheit schon so manches Mal bereut habe, nicht doch das viel teurere Bahnticket samt komfortabler Sitzplatzreservierung gebucht zu haben. So auch vergangenes Weihnachten, als ich am 23. vollgepackt mit allerlei Geschenkkörbchen und Weihnachtstüten wie ein überladener Weihnachtsbaum das Auto meines Fahrers in Koblenz entern wollte. Leider war dieses mit drei zusätzlichen Mitfahrern schon gut vollgepackt und auch …

Ava Rasper bei der Arbeit im Kundenservice von IKEA. Foto: Privat.

Aushilfe beim Möbelschweden

Zwischen Kötbullar, Billy-Regalen und Smaland-Bällchenbad: Die Koblenzer Studentin Ava Rasper arbeitet als Aushilfe beim schwedischen Möbelriesen Ikea und schätzt neben den spannenden wechselnden Aufgaben die unkomplizierte Arbeitsatmosphäre. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Mein Name ist Ava Rasper, ich bin 20 Jahre alt und studiere Kulturwissenschaft im 3. Semester. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich arbeite neben dem Studium bei Ikea in Koblenz. Zwei Mal in der Woche bin ich dort für jeweils vier Stunden in der Abteilung Kundenservice tätig. Was sind Ihre Aufgaben? Meine Aufgaben sind sehr vielseitig, weshalb meine Arbeit auch nie langweilig, aber durchaus auch mal stressig wird. Je nachdem, in welchem Bereich ich eingeteilt bin, betreue ich die Kinder im Smaland, besetze den Infostand, um Fragen von Kunden zu beantworten, …

Sprachen lernen leicht gemacht - im neuen campusübergreifenden Sprachenzentrum der Uni Koblenz-Landau. Foto: Fotolia/nito

Fit in Fremdsprachen: Das neue Universitäre Sprachenzentrum

Seit diesem Wintersemester hat die Uni Koblenz-Landau ein campusübergreifendes Sprachenzentrum (USZ). Als zentrale Einrichtung bietet es Studierenden Kurse in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch an. In den nächsten Semestern soll das Angebot stetig ausgebaut und erweitert werden. „Vorerst bieten wir einen Grundstock an Sprachkursen an“, berichtet Imke von Helden, Koordinatorien des USZ. Neben je drei Deutsch- und Englischkursen gibt es derzeit noch einen Spanischkurs für Anfänger und einen Französisch-Auffrischungskurs. Vielfältige Kursangebote für Studierende Dieses Angebot besteht sowohl am Campus Landau als auch am Campus Koblenz und richtet sich in erster Linie an Studierende, die ihre Fremdsprachenkenntnisse im Rahmen ihres Studiums auffrischen und verbessern wollen. „Viele Studierende wollen ihre Fremdsprachenkenntnisse aufbesseren, bevor sie ein Auslandssemester antreten“, erklärt von Helden. Für ausländische Studierende, die ihr Studiums teilweise oder komplett an der Uni Koblenz-Landau absolvieren, bieten sich besonders die Deutschkurse an, die begleitend besucht werden können. Sprachzertifikate Neben Sprachkursen bietet das USZ auch eine Beurteilung der Englischkenntnisse an, die man für DAAD-Stipendien benötigt. Besonders für Studierende, die sich für ein Auslandsstipendium bewerben möchten, lohnt sich die …

Tod und Trauer werden im Arbeitsalltag noch oft tabuisiert. Prof. Ursula Engelfried-Rave steht gemeinsam mit den Experten für Trauerbegleitung der Handwerkskammer Koblenz für eine trauerfreundliche Unternehmenskultur ein. Foto: Adrian Müller

Tabuthema Tod: Trauerbegleitung im Berufsalltag

Ob ein verstorbende Kollege oder ein im Sterben liegender Verwandter – Tod und Trauer machen auch vor dem Arbeitsplatz nicht Halt. Viele Arbeitgeber wissen jedoch nicht, wie sie adäquat auf die Trauersituation eines Mitarbeiters reagieren sollen, weiß Dr. Ursula Engelfried-Rave vom Koblenzer Institut für Soziologie. Gemeinsam mit der Handwerkskammer Koblenz erarbeitet sie für die Initiative “Trauer und ihre Begleitung am Arbeitsplatz” Strategien für eine professionelle Integration der Trauerbegleitung im Berufsalltag. Obwohl Belegschaften in einem Trauerfall ihr Beileid bekunden und einem trauernden Kollegen mit symbolischen Gesten Trost spenden, fühlen sich viele Betroffene dennoch oft mit ihren Gefühlen allein gelassen und in ihrer Krisensituation menschlich und sozial ungenügend aufgefangen, berichtet Ursula Engelfried-Rave. “Für andere Mitarbeiter läuft der Alltag meist in normalen Bahnen weiter, während der Trauerprozess für den Betroffenen gerade erst beginnt. Wer nicht in seiner Trauer wahrgenommen wird, kann in einen komplizierten Trauerprozess hineingeraten”, warnt die Soziologin. Auch Arbeitgeber seien oft überfordert, wenn ein Kollegium mit dem Tod eines Mitarbeiters umgehen muss: “Schon das gemeinschaftliche Verfassen einer Traueranzeige kann die Kollegen enorme Überwindung kosten. Auch hier sind neue …

Sogenannte "Heatmap"-Karten zeigen die Aufmerksamkeits-Areale von Bildern und Texten und sind Bestandteil von jeder Eyetracking-Studie. Das Ergebnis dieser Studie: Männer (linkes Bild) schauen mehr auf das Auto als Frauen (rechtes Bild). Foto: Eyevieo

Eyetracking: Ich sehe, was du siehst

Täglich begegnet uns eine Vielzahl an Werbeanzeigen. Doch welche Bilder, Slogans und Texte erregen unsere Aufmerksamkeit wirklich? Das Koblenzer Start-up Eyevido hat eine Software entwickelt, die das herausfinden kann: Crowd-Eyetracking heißt die Technologie, auf die sich das junge Unternehmen spezialisiert hat. Damit werden Augenbewegungen analysiert, um herauszufinden, wie der Blick beim Betrachten einer Werbeanzeige oder einer Internetseite wandert und an welchen Stellen er verweilt. Die Idee zur Gründung der Eyevido GmbH kam Dr. Tina Walber und Christoph Schaefer während der Arbeit am Institut für Web Science und Technologies (WeST) der Universität Koblenz-Landau. Walber promovierte gerade zum Thema Eyetracking, Schaefer war Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut. In Raum 303 gibt es ein stationäres Eyetracking-Labor, das die beiden häufig für ihre Forschungszwecke aufsuchten. Dabei stellten sie einen großen Nachteil des Gerätes fest: Die Studien können nur vor Ort am stationären Rechner erstellt und ausgewertet werden. “Das Gerät mit der Software ist inzwischen in die Jahre gekommen und nötige Updates wären sehr teuer gewesen”, erinnert sich Schaefer. Die Idee für Eyevido war geboren: „Wir steckten uns das Ziel, den …

Heute schreibt Campus-Reporterin Lisa Leyerer. Zeichnung: Carolin Höring.

Besinnliche Vorweihnachtszeit? Eigentlich!

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau unplugged aus ihrem Alltag. Heute nimmt Lisa Leyerer die Vorweihnachtszeit genauer unter die Lupe und plädiert für das, was wirklich wichtig ist: sich Zeit zu nehmen. Eine Kolumne über die Vorweihnachtszeit. Eigentlich könnte ich euch erzählen, wie schön die Vorweihnachtszeit ist und wie sehr ich mich auf diese Zeit freue. Wenn der Duft von frischgebackenen Zimtwaffeln alle Zimmer im Haus durchflutet. Wenn im Radio “Last Christmas” ertönt und ich lauthals mitsinge. Wenn die Übergangsjacke in den Schrank verstaut wird und Schal, Mütze und Handschuhe griffbereit liegen. Diese Zeit, in der man morgens eine Viertelstunde länger einplanen muss, um das Auto von Eis und Schnee zu befreien. Wenn die Kürbisse weggepackt werden und es sich Engel, Schneemänner und Leuchtketten auf den Fensterbänken gemütlich machen. Wenn die erste Kerze angezündet wird und sich das Gefühl breit macht: Bald ist es soweit. Organisation ist alles Eigentlich. Doch dann kehre ich zurück in die Realität und das Bild, das ich sehe, passt überhaupt nicht zu diesem Gefühl …

Unsere Alumni: Referendarin Veronique Jakobs. Foto: Adrian Müller

Auf den Spuren von… Referendarin Veronique Jakobs

Alumna Veronique Jakobs (26) aus Wassenach am Laacher See hat im vergangenen Jahr ihr Studium abgeschlossen. Nun ist sie Referendarin in einem kleinen Gymnasium in Linz und unterrichtet die Fächer Deutsch und Biologie. Was fällt Ihnen als Erstes ein, wenn Sie an Ihre Alma Mater und an Ihre Studienstadt zurückdenken? Da will ich nochmal hin. Warum haben Sie sich für ein Studium an der Universität Koblenz-Landau entschieden? Der Campus ist sehr übersichtlich, ich mag die freundliche Atmosphäre und dass man sich untereinander kennt. Weil ich gerne in der Heimat bleiben wollte, hatte ich die Wahl zwischen Koblenz und Köln, was beides eine halbe Stunde Autofahrt bedeutete. Entschieden habe ich mich für Koblenz. Wussten Sie schon zu Studienbeginn, was Sie später machen wollen? Was war Ihr Traumjob? Mein Traumjob war immer Astronautin. Deshalb habe ich auch erst am Rhein-Ahr-Campus der Hochschule in Remagen angefangen, Lasertechnik zu studieren, weil man damit in die Raumfahrttechnik einsteigen kann. Ich wollte jedoch etwas abwechslungsreiches machen, wo man viel mit Menschen zu tun hat – und da hat man als Lehrer …

Dilara Karadag gibt Flüchtlingen Deutschunterricht und ist auch bei Alltagsfragen für sie da. Fotos: Privat

Patin in der Flüchtlingshilfe

Zahlreiche Studierende der Universität Koblenz-Landau arbeiten in ihrer Freizeit ehrenamtlich. Wo man sich überall engagieren kann, welche Herausforderungen ein Ehrenamt mit sich bringt und wie kompatibel Studium und Ehrenamt sind, beleuchtet unsere Serie. In diesem Teil berichtet Dilara Karadag von ihrer ehrenamtlichen Arbeit in der Flüchtlingshilfe. Kommunikation ist alles, heißt es oft. Doch wenn die Kommunikationspartner nicht dieselbe Sprache sprechen und aus unterschiedlichen Kulturkreisen stammen, ist Kreativität gefragt. Das weiß auch Dilara Karadag. Sie arbeitet ehrenamtlich in der Flüchltingshilfe und kennt die Herausforderungen der Sprachbarriere: „Mit Hand und Fuß kann man sich verständigen, aber erklären Sie mal ein offizielles Schreiben bürokratischer Natur auf diese Art.“ Karadag studiert im fünften Fachsemester Pädagogik am Campus Koblenz. Durch ein Praktikum beim Jugendmigrationsdienst in Köln wurde das Interesse der 22-Jährigen an der Arbeit mit Menschen mit Migrationshintergrund geweckt. Besonders die Herzlichkeit einiger Flüchtlinge, die sie während des Praktikums kennenlernte, blieb ihr in Erinnerung. Ehrenamt im Patenprojekt der Caritas Für Karadag stand schnell fest, dass sie nach ihrem Praktikum weiter in der Flüchtlingshilfe tätig sein wollte. Sie meldete sich bei der Caritas …

Heute schreibt Campus-Reporter Andreas Babiak. Zeichnung: Carolin Höring.

Der erste Glühwein und die Sache mit den Geschenken

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute berichtet Andreas Babiak über den ersten Glühwein des Jahres und über den Stress, den er alljährlich in der Vorweihnachtszeit erlebt. Jetzt geht es langsam wieder los: Der Geruch von gebrannten Mandeln, der erste Glühwein, der erste Schnee. Die Adventszeit beginnt, die Stadt erscheint in einem weihnachtlichen Gewand. Nur blöd, dass ich noch gar nicht in Weihnachtsstimmung bin. Und wenn ich an 2014 zurückdenke, habe ich auch gar nicht so viel Lust auf den ganzen Stress. Schneechaos im Schwarzwald Sitzt man am Heiligen Abend erst unter dem Baum, dann ist alles gut. Aber der Weg dahin ist lang. Der Zug, mit dem ich in den heimatlichen Schwarzwald fahren wollte, kam im vergangenen Jahr mit Verspätung. Und natürlich war er übervoll. Menschen saßen auf ihren Koffern, jeder wollte nach Hause. Aber so muss das an Weihnachten wohl sein. Die geplante Rückfahrt nach dem Fest konnte ich erst gar nicht antreten. Sie fiel aus, weil die Strecke aufgrund starken Schneefalls und …