Jahr: 2017

Winter is coming - Game of Thrones-Fans wie unsere Campus-Reporterin Constanze Schreiner wissen, was das bedeutet. Foto: unsplash/Pablo Garcia Saldana

Achtung Spoiler

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute geht Constanze Schreiner ihrer neu entdeckten Serienliebe auf den Grund und berichtet davon, wie sehr Game of Thrones verbinden kann.  Hallo, hier schreibt ein Late Adopter. Was Trends betrifft, bin ich ein klassischer Nachzügler. Das war schon damals so, als Schlaghosen modern waren. Bis ich mich damit einigermaßen eingedeckt hatte, trugen alle anderen schon wieder Skinny Jeans. Meine verlangsamte Adaptionsfähigkeit für Trends betrifft allerdings nicht nur Modewellen, sondern auch Serien. Mit nur sechs Jahren Verspätung habe nun auch ich vor zwei Wochen angefangen, Game of Thrones zu gucken und was soll ich sagen, es hat mich voll gepackt. Mittlerweile bin ich mit Staffel drei durch. Meinen ‘Fortschritt’ finde ich für zwei Wochen ganz passabel, allerdings haben ich das vor allem zwei elfstündigen Interkontinentalflügen zu verdanken. Mord, Todschlag und Nackedeis Tatsächlich wundere ich mich selbst noch ein wenig, dass mich die Serie derart fesselt. Zu Beginn haben mich nämlich einige Dinge gestört: Viel – nein, sehr viel Blut und Gewalt, …

Christian Jeub ist gebürtiger Solinger mit Wurzeln in Koblenz. Neben der beruflichen Herausforderung hat ihn auch die Stadt selbst vom Ankommen und Bleiben überzeugt. Foto: Junghänel

Ein Mann im Aufbruch

Christian Jeub ist seit dem Sommersemester 2016 Leiter der Universitätsmusik. Nach neun Jahren am Theater in Gelsenkirchen suchte er den Genre-Wechsel und kam an den Campus Koblenz. Es ist nicht sein erster Neuanfang. „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ – dieses Zitat von Hermann Hesse gilt nicht nur für die diesjährige Unimus, die sich mit Ein- und Aufbrüchen beschäftigt, sondern auch für den Leiter der Universitätsmusik Christian Jeub, denn er kennt sich mit Neuanfängen aus. Der gebürtige Solinger studierte Kirchen- und Schulmusik an der Musikhochschule in Köln und absolvierte anschließend ein Aufbaustudium in Chor- und Orchesterleitung an der Folkwang-Hochschule in Essen. Jeub besuchte Meisterkurse bei Frieder Bernius, Eric Ericsson und Simon Carrington, war für den WDR tätig und sogar in Amerika. Für die Yale Summer School erhielt er 2014 ein Stipendium. Nach fast einem Jahrzehnt am Theater wagte er erneut die Veränderung und zog von Gelsenkirchen nach Koblenz: “Es war einfach Zeit für den nächsten Schritt, für etwas Neues”, erklärt er. Wurzeln in Koblenz Doch Koblenz ist keine komplett fremde Stadt für ihn: „Mein Vater …

Dr. Kathrin Ruhl ist Geschäftsführerin des IPZ und des KSB der Universität Koblenz-Landau und unterstützt Nachwuchswissenschaftler. Fotos: Esther Guretzke

Keine Angst vor der Promotion

Studium, Beruf, Rente: Nicht immer ist das der einzige Weg, sein berufliches Glück zu finden. Wer sich für eine Karriere in der Wissenschaft interessiert, kann an der Universität Koblenz-Landau viele Angebote wahrnehmen und sich beraten lassen, wie der individuelle Weg in die Wissenschaft gestaltet werden kann. Job oder Doktorarbeit? Für Kristina Wagner keine leichte Entscheidung, als ihr direkt nach dem Studium eine Promotionsstelle angeboten wurde. Da war sie 26 Jahre alt und hatte gerade ihr Lehramtsstudium mit den Fächern Mathematik und Englisch an der Universität Koblenz-Landau beendet. „Ich war mir nicht darüber im Klaren, was es eigentlich bedeutet, an einer Universität zu arbeiten“, erinnert sich Wagner. Als sie schließlich eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin in Elternzeitvertretung angeboten bekam, warf sie die Bedenken über Bord und trat an. Die Karriereleiter im universitären Bereich zu erklimmen, kann ein langer und steiniger Weg sein. Insbesondere Frauen in der Wissenschaft sind stark unterrepräsentiert, sagt Dr. Kathrin Ruhl. Sie ist Geschäftsführerin des Interdisziplinären Promotionszentrums (IPZ) und des Kompetenzzentrums Studium und Beruf (KSB), wo sie den Bereich Beruf und wissenschaftlicher Nachwuchs …

Die Welcome Dinner-Runde (von links nach rechts): Linda Koch, Jana Adams, Khaled Kalshika und Amir Yahia Aldabbas. Foto: Anna Maria Junghänel

Welcome Dinner: Ein Abendessen mit Geflüchteten

Gemütlich zusammen essen, sich unterhalten und dabei kennenlernen – das ist das Ziel des Koblenzer Projekts Welcome Dinner, bei dem Geflüchtete zusammen mit Einheimischen an einem Tisch sitzen. Die Studentinnen Linda Koch und Jana Adams, Studierende der Kulturwissenschaft am Campus Koblenz, gehören zum Team und möchten Geflüchtete und Interessierte zusammenführen und ihnen die Möglichkeit geben, sich bei einem gemeinsamen Essen auszutauschen. Die zwei jungen Frauen stehen in der kleinen WG-Küche von Jana Adams, vor ihnen stehen zwei Pfannen und ein Topf auf der Herdplatte. Sie rühren und schneiden nebenbei den Salat im Spülbecken. Heute stehen Spätzle –mit und ohne Käse-, Linsengemüse und frischer Salat auf der Speisekarte. Linda Koch lächelt: „Ich komme aus dem Schwabenland und wollte den Gästen ein typisch schwäbisches Gericht zeigen, von dem wir auch vermuten, dass sie es noch nicht kennen, zumindest keine selbstgemachten Spätzle.“ Es klingelt. Adams und Koch waschen sich die Hände, dann öffnen sie die Tür. Ein gedeckter Tisch, dampfendes Essen und zwei fröhliche Gastgeberinnen, die in der Tür stehen und ihre Gäste herzlich begrüßen. Zwei junge Männer betreten die …

Manchmal geht es im Leben so turbulent zu wie auf dem Rummel. Campus-Reporterin Anna Maria Junghänel schafft trotz vollem Terminkalender Platz für Spontanität und Spaß. Foto: unsplash/Daniel Roe

Terminchaos und Spontanitätsprobleme

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute geht Anna Maria Junghänel der Frage nach, wie man trotz vollem Terminkalender spontan bleibt. Terminkalender, Notizzettel, Erinnerungsapps und Pinnwände – vor mir ist kein Hilfsmittel sicher, Hauptsache es erinnert mich an Termine und koordiniert sie. Ich möchte am liebsten alles gleichzeitig machen: Freunde, Familie, Uni und Nebenjob unter einen Hut bekommen und vielleicht auch ab und zu mal nichts tun. Aber will man eigentlich noch so verplant und unflexibel sein? Plädieren nicht alle für Spontanität und Flexibilität? Morgen, 18 Uhr: Spaß und Spontanität? Ich gebe zu, die ungeplanten Abende sind rückblickend betrachtet meist die besten. Schöne Erinnerungen entstehen eben nicht nach Plan. Man kann sich so oft man will in seinen Terminplaner eintragen, dass man Spaß hat, doch damit das wirklich passiert, bedarf es natürlich etwas mehr, als einen freien Platz in der Wochenübersicht. Und selbst wenn man Lücken im Terminplaner lässt: Wer sagt denn, dass auch alle anderen im Umfeld spontan sind? In meinem Freundeskreis werden mittlerweile …

Bereits in der Schule wusste Prof. Dr. Werner Sesselmeier was ihn am meisten interessiert: die Wirtschaftswissenschaften. Foto: Lisa Leyerer

Unsere Profs: Werner Sesselmeier

Prof. Dr. Werner Sesselmeier ist vor allem eins: engagiert. Neben seiner Professorenstelle setzt er sich als Prodekan für seinen Fachbereich ein und ist Herausgeber der Zeitschrift Sozialer Fortschritt. Im Interview erzählt der gebürtige Niederbayer, weshalb er sich in Landau pudelwohl fühlt und warum er als Wissenschaftler nicht in einem Elfenbeinturm sitzen möchte. Die Serie: Sie prägen unsere Erinnerungen an das Studium, inspirieren uns für das Berufsleben und sorgen für so manche Anekdote unter Studierenden: unsere Profs. Im Uniblog stellen sich die Professoren der Universität Koblenz-Landau den Fragen der Campus-Reporter, geben Einblick in ihren Forschungs- und Lehralltag und verraten, wie sie selbst als Student waren. Der Professorenberuf ist mit einigen Klischees behaftet: Lange über Büchern brüten, Zerstreutheit, Einsiedlertum, chaotische Tafelbilder… Trifft davon etwas auf Sie zu? Meine Frau würde Ihnen bestätigen, dass meine Zerstreutheit tatsächlich mit den Jahren zugenommen hat. Lange über Büchern zu brüten gehört natürlich zu meinem Job. Ich möchte mein Wissen den Studierenden und der Öffentlichkeit weitergeben. Lesen gehört deswegen zu meinem Berufsalltag, wobei es sich dabei nicht um brüten, sondern eher um …

Alumna Linda Matuschek hat Kulturwissenschaften studiert und übt ihren Beruf als Bestatterin mit viel Einfühlungsvermögen und Humor aus. Foto: Natalie Henzgen

Auf den Spuren von… Bestatterin Linda Matuschek

Der Beruf des Bestatters steht bei jungen Leuten auf der Berufs-Wunschliste nicht gerade ganz oben. Auch das öffentliche Sprechen über den Tod ist ein schwieriges Unterfangen. Alumna Linda Matuschek ist Bestatterin und der Tod ihr Geschäft.   Viel Einfühlungsvermögen muss ein Bestatter für seinen Beruf mitbringen, aber auch einen leichten Hang zum Morbiden, viel Humor und einen Hauch Selbstironie. Mit ihrem Interesse für das Morbide hat Linda Matuschek früher gehadert – so etwas sei nicht normal, dachte sie damals. Sie war schon immer neugierig und hatte Mut zur Veränderung: Nach dem Abitur am Bischöflichen Cusanus-Gymnasium Koblenz, einer Ausbildung zur Reiseverkehrs- und Tourismuskauffrau und einem langen Aufenthalt in Japan begann sie ihr Studium der Kulturwissenschaft an der Universität Koblenz-Landau. Das Fach, das sich mit der Analyse kultureller Prozesse und Phänomene aus den verschiedensten Blickwinkeln beschäftigt, bestärkte sie darin, die Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen und Vielfalt zu genießen. Während eines Praktikums im Bestattungsinstitut Jung in Braubach wurde ihr schnell klar: Im Reisebüro würde sie wohl nach dem Studium nicht anzutreffen sein. Traumjob Bestatterin Ihre Familie musste sich an den Gedanken, dass …

Alte Festungen für Kinder lebendig machen

Als kulturpädagogische Hilfkraft betreut Inga Wüsthoff Veranstaltungen und Workshops auf der Festung Ehrenbreitstein. Der Tatendrang der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen färbt dabei regelrecht auf sie ab. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Mein Name ist Inga Wüsthoff, ich bin 22 Jahre alt und studiere im vierten Fachsemester Kulturwissenschaft am Campus Koblenz. Ursprünglich komme ich aus dem Westerwald, wohne aber seit Oktober 2015 im Herzen der Koblenzer Altstadt. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich bin als studentische Aushilfskraft in der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) tätig, um genau zu sein in der Abteilung Burgen, Schlösser und Altertümer. Ich begleite unsere Veranstaltungen auf der Festung Ehrenbreitstein und vielen weiteren Burgen in der Region. Was genau sind Ihre Aufgaben? Am ehesten ließe sich mein Nebenjob als Kulturpädagogin beschreiben. Die …

Digital Detox ist in aller Munde. Doch ist die temporäre Internet-Abstinenz wirklich sinnvoll, wenn man danach wieder weiter macht wie zuvor? Foto: Unsplash/Nick West

Offline

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute geht Nina Seel der Frage nach, wie sehr das Online-Sein unser Leben bestimmt und was am Offline-Trend so wohltuend sein soll. Gleich vorweg: Ich mag diesen Ausdruck nicht. Aber Digital Detox – die digitale Entgiftungskur – ist in aller Munde. Was man heute nicht alles fasten kann: Süßigkeiten, Alkohol, Zigaretten und sogar Online-Zeit. Von allem, was Sucht-Potenzial hat, kann man sich über einige Wochen der Entbehrung hinweg lossagen. Weg von den Alltags-“Drogen”, clean werden und den Körper von innen reinigen. Bis man das persönliche Suchtmittel nach der selbst auferlegten Auszeit zum ersten Mal wieder konsumiert und sich die Spirale aufs Neue beginnt zu drehen. Natürlich strukturiert das Online-Sein unseren Alltag und unser Denken. Morgens die Bahn-App zum Check der Abfahrtszeiten, in der Mittagspause der Blick in die Online-Speisekarte vom Lieblingsrestaurant und abends im Bett das Dauer-Scrollen durch sämtliche Social-Media-Kanäle. Kaum fehlt das WLAN oder neigt sich das Datenvolumen dem Ende zu, sind wir auf kaltem Entzug. Weil wir es …

Studentin Lisa Leyerer ist Uniblog-Reporterin am Campus Landau. Foto: Lisa Leyerer

Rasende Reporterin am Uni-Campus

Interviews führen, Fotos schießen, Videos drehen und Themen planen – das sind die Aufgaben von Uniblog-Reporterin Lisa Leyerer. Im Interview gibt sie einen Blick hinter die Kulissen des Uniblogs und erzählt, warum sie ihren Nebenjob jedem ans Herz legen würde. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Mein Name ist Lisa Leyerer und ich studiere im vierten Mastersemester Sozial- und Kommunikationswissenschaften am Campus Landau. Zur Zeit schreibe ich meine Masterarbeit im Bereich der Unternehmenskommunikation. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich bin seit Oktober 2013 als freie Mitarbeiterin beim Uniblog tätig, der vom Referat Öffentlichkeitsarbeit an der Universität Koblenz-Landau betreut wird. Was sind Ihre Aufgaben? In erste Linie ist meine Aufgabe, Beiträge für den Uniblog zu erstellen. Am Anfang des Semesters werden gemeinsam mit unserer Blogleitung die …