Monate: Mai 2019

Dr. Kai Lawonn ist Juniorprofessor am Institut für Computervisualistik. In seinem Büro empfängt er Studierende oder liest wissenschaftliche Artikel in seiner Hängematte. Foto: Teresa Schardt

Unsere Profs: Prof. Lawonn

Juniorprofessor Dr. Kai Lawonn vereint Zielstrebigkeit und Lässigkeit in einer Person. Innerhalb weniger Jahre schließt der 33-Jährige sein Studium, die Promotion sowie Habilitation ab, ohne in Stress zu verfallen. Der Spaß an seiner Arbeit motiviert ihn zur Höchstleistung. Wissenschaftliche Paper liest er am liebsten in seiner Hängematte im Büro am Institut für Computervisualistik. …

Bei ihrem Praktikum für das Magazin "Emotion" konnte Maria Preuß nicht nur Redaktionsluft schnuppern, sondern auch aktiv an Artikeln mitarbeiten. Foto: Philipp Sittinger

Schwarz auf Weiß: Praktikum in einer Zeitschriftenredaktion

Print-Medien sind eigentlich vom Aussterben bedroht. Psychologiestudentin Maria Preuß hat trotzdem ein Faible für Zeitschriften. Bei einem redaktionellen Praktikum hat sie nicht nur erlebt, wie das Magazin Emotion entsteht. Sie konnte am Ende sogar ihren Namen in der gedruckten Zeitschrift lesen. Für sie war das Praktikum ein lang gehegter Traum, der wahr wurde. Als Teenager habe ich Frauenzeitschriften verschlungen. Ich sammelte sie und verglich die verschiedenen Ausgaben miteinander: An welcher Stelle steht das Editorial, wo das Impressum, wo die Interna? Welche Themen werden behandelt, wie sind diese aufgemacht, in welchen Farben sind die Artikel präsentiert? Ich war fasziniert von Optik und Haptik dieses Mediums, das unterhält und informiert. Mein Traum war es schon immer, selbst bei der Entstehung einer Zeitschrift mitzuwirken. Die Serie Die Arbeitswelt kennenlernen und Perspektiven ausleuchten – wer hier schon im Studium aktiv wird, dem fällt der Berufseinstieg oft leichter. Unsere Serie „Karriere“ informiert zu Möglichkeiten, sich auf den Lebensweg nach der Uni vorzubereiten. 15 Jahre später habe ich mir diesen Traum mit einem Praktikum bei der Zeitschrift Emotion verwirklicht. Ich musste …

Heute schreibt Campus-Reporter René Lang. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Drachenflug und Freiheitskämpfer

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute berichtet René Lang, wie er es geschafft hat, dem schwarzen Loch zu entfliehen. Wohin ich auch blicke, überall springt mir etwas ins Auge. Litfaßsäulen, Werbetafeln und Plakatwände – alle wollen etwas von mir. Am Campus buhlen die Folien der Dozierenden, ein Haufen Bücher oder soziale Netzwerke um meine Aufmerksamkeit. Zugegeben, meistens gewinnen die Letzteren. Zuhause in meinem Wohnzimmer lockt mich mein Fernseher, in dem ich mich wie in einem schwarzen Loch verlieren kann. Ich muss feststellen, dass ich meine Sinne nicht annähernd gleichberechtigt nutze. Fast alles, was ich erfasse, nehme ich über meine Sehkraft wahr. Wer kennt es nicht? Dieses Gefühl, nichts auf die Beine zu stellen – nicht einmal sich selbst. Wenn man wieder den ganzen Tag auf der Couch verbracht hat, um mehrere Staffeln der Lieblings-Serie am Stück durchzuschauen. Nach solchen Tagen steigt in mir die Erkenntnis auf, dass ich meine Zeit sinnvoller gestalten sollte. Manchmal stelle ich mir vor, dass man mir an meinem Lebensende …

Richard Diery arbeitet als Aushilfe im Schlaflabor. Bei seinen Nachtschichten behält der Lehramtsstudent die Patienten im Auge. Foto: Philipp Sittinger

Nachtschicht im Schlaflabor

Um sein Studium zu finanzieren, arbeitet Richard Diery vor allem nachts. Im Schlaflabor geht es meistens ruhig zu, Diery verkabelt Patienten und beobachtet Messwerte. Doch manchmal gibt es Komplikationen und der Lehramtsstudent hat es plötzlich mit kaputten Betten oder verzweifelten Patienten zu tun. Es ist 3 Uhr morgens, rund um das Vinzentius-Krankenhaus in Landau ist es ruhig. In einem Nebengebäude des Krankenhauses sitzt Richard Diery im vierten Stock und blickt auf vier Bildschirme. Bunte Linien tanzen über die Monitore, ab und zu blinkt etwas rot auf. Dann überprüft er alle Werte – manchmal ist es nur ein Wackelkontakt, manchmal muss er schauen, ob bei den Patienten alles in Ordnung ist. Richard Diery arbeitet neben dem Studium im Schlaflabor in Landau. Die bunten Linien auf den Bildschirmen zeigen verschiedene medizinische Messwerte der Patienten. Sie schlafen unbehelligt vom Treiben in Dierys Büro in vier benachbarten Räumen, die wie minimalistisch eingerichtete Hotelzimmer aussehen. Die meisten Patienten, die hier untersucht werden, leiden unter Schlafapnoe. Das äußert sich in Atemstörungen, also kurzen Atemstillständen während des Schlafes. Patienten kommen normalerweise für …

Aaron Görgen studiert nicht nur Informationsmanagement, sondern engagiert sich auch im AStA-Fachbereichsrat als Vertreter für die Themen Queer und Gleichstellung. Foto: Emily Nolden

Anders als die Anderen, die ganz anderes sind

Informationsmanagement-Student Aaron Görgen engagiert sich seit seinem 16. Lebensjahr für soziale Gerechtigkeit und ist Referent im AStA-Referat Queer und Gleichstellung. Schicksale von queeren Menschen motivieren Görgen, sich für andere einzusetzen und auch zu seiner eigenen Homosexualität zu stehen. „Das Gefühl, anderen zu helfen, erfüllt mich”, sagt er. “Es ist toll, Menschen in ihrer Entwicklung zu unterstützen.“

Das AStA-Referat Queer und Gleichstellung ist die Anlaufstelle für Homosexuelle, Bisexuelle, Asexuelle, Transsexuelle und Intersexuelle der Universität Koblenz-Landau. Das oberste Ziel ist die Gleichstellung aller Menschen – keine Gruppe darf diskriminiert werden. Dem AStA-Referat zugehörig ist der Queer-Arbeitskreis. Dieser entstand im Wintersemester 18/19 und zählt momentan zehn Personen. Die engagierte Gruppe trifft sich ein- bis zweimal monatlich, teilweise an wechselnden Orten oder dem Hauptsitz im N-Gebäude.

Miriam Bahrdt und ihre Kommilitonen reisten im Rahmen eines Seminars nach Zentralafrika. In Ruanda trafen sie auf eine vielfältige Landschaft und Kultur. Fotos: Privat

Im Land der 1000 Hügel: Exkursion nach Ruanda

Miriam Bahrdt und einige ihrer Kommilitonen der Fächer Anglistik und Romanistik reisten im Rahmen des Seminars „Multilingualismus in Afrika“ nach Zentralafrika. Hier lernten sie nicht nur die sprachliche, sondern auch die kulturelle und landschaftliche Vielfalt Ruandas kennen.

Um 5:30 Uhr an einem Montagmorgen machten wir uns mit schweren Koffern auf den Weg zum Schalter am Frankfurter Flughafen. Begleitet wurden wir von Professor Dr. Martin Pütz, Neele Mundt (beide Anglistik) und Kathrin Franz (Romanistik), sowie von Siegmar Seidel, dem geschäftsführenden Leiter des Ruanda-Zentrums und Büro für Afrika-Kooperationen der Universität. …