Alle Artikel mit dem Schlagwort: Alumni

Marold Wosnitza begann seine akademische Laufbahn als Student am Campus Landau. Jetzt ist er Bürgermeister in seiner Heimatstadt Zweibrücken. Foto: Philipp Sittinger

Auf den Spuren von… Marold Wosnitza, Oberbürgermeister von Zweibrücken

Von der Hochschule ins Rathaus: Marold Wosnitza war Professor für Erziehungswissenschaften bis er 2018 als Oberbürgermeister von Zweibrücken kandidierte – und gewählt wurde. Vor seiner politischen Karriere begann er seine akademische Laufbahn als Student am Campus Landau. Von dort ging es als Dozent nach Heidelberg, Aachen und Australien. Trotzdem wusste er immer: Wenn Politik, dann nur in seiner Heimatstadt. Als Sie in Ihrer ersten Vorlesung saßen, haben Sie sich damals vorgestellt, eines Tages im Rathaus zu sitzen? Nein, beim besten Willen nicht. Ich habe mich nicht gezielt auf dieses Amt vorbereitet. Das Interesse an Kommunalpolitik kam sehr viel später. Was hat Ihr Interesse geweckt? Das Erste mal kam mir die Idee, mich in einer Kommune zu engagieren, als ich in Landau am Zentrum für Empirische Pädagogische Forschung (Zepf) gearbeitet habe. Dort haben wir an Projekten gearbeitet, die mit der Kommunalpolitik zu tun hatten. Ich kam in Kontakt mit den Gremien, fing an mich mit der Thematik zu beschäftigen und merkte, was man kommunal alles erreichen kann. Danach habe ich in Australien und in Aachen gearbeitet. …

Alumni-Porträts: Bastian Zimmermann studierte Informatik an der Uni Koblenz-Landau. Jetzt leitet er die Abteilung, in der er als Werksstudent begann. Foto: Privat

Auf den Spuren von… Bastian Zimmermann, Abteilungsleiter für Industrielle Bildverarbeitung bei PSI Technics

Hoch hinaus wollte er schon immer: Bastian Zimmermann absolvierte vor seinem Studium an der Universität Koblenz-Landau eine Lehre als Dachdecker. Seinen zukünftigen Arbeitgeber fand der 39-jährige Diplom-Informatiker bereits während seiner Studienzeit. Als Werksstudent hat er dort angefangen, heute ist er Leiter seiner eigenen Abteilung. Sie arbeiten bei PSI Technics. Worum handelt es sich denn bei diesem Unternehmen? Das Kerngeschäft unseres Unternehmens liegt in der Automatisierungstechnik. Wir analysieren und optimieren die Effizienz automatischer Lager- und Produktionsprozesse. Zusätzlich beschäftigen wir uns seit einigen Jahren mit der industriellen Bildverarbeitung. In unserer Abteilung überprüfen wir, ob die Qualität von Waren den Anforderungen der Kunden gerecht wird. Unser bisher größtes Projekt läuft in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn. Wir überprüfen den Zustand der Dachaufbauten von einfahrenden Zügen auf mögliche Schäden, die über Kameras in einer Wartungshalle identifiziert werden können. Sie selbst sind Abteilungsleiter der industriellen Bildverarbeitung: Wie sind Sie an den Job gekommen? Ich habe bereits während meines Studiums der Informatik bei PSI Technics gearbeitet. Das Unternehmen war damals noch im Gebäude des Technologie Zentrums Koblenz untergebracht. Es war also …

Anja Isele studierte Psychologie und Pädagogik auf Diplom. Jetzt arbeitet sie als Führungskraft im Schweizer Unternehmen Sika. Foto: Anja Isele

Auf den Spuren von… Anja Isele, Head Learning & Development Switzerland bei der Sika Services AG

Anja Isele kommt aus einem kleinen Ort nahe der Schweizer Grenze. Sie lebt und arbeitet nicht nur in zwei Ländern, sondern hat auch zwei Diplome: in Psychologie und Pädagogik. Die 38-Jährige erlangte am Campus Landau ein breit gefächertes Wissen. Ihr Weg war damals ungewöhnlich, doch der Blick von zwei Seiten lohnt sich in ihrem Job als Führungskraft in einem Schweizer Unternehmen bis heute. Sie sind Head Learning & Development Switzerland bei der Sika Services AG. Was ist das für eine Position? Ich leite den Trainings-, oder auch Personalentwicklungsbereich für die 2000 Mitarbeitenden in der Schweiz. Sika ist in über 100 Ländern aktiv, aber die Schweiz ist das Gründungsland. Wie sind Sie an den Job gekommen? Meinen ersten Job nach dem Abschluss 2007 hatte ich für eine kurze Zeit in der Unternehmensberatung. Dann habe ich mich bei Sika auf die Stelle beworben, die damals erst neu geschaffen wurde. Ende 2011 habe ich dann die Leitung des Schweizer Teams im Learning & Development-Bereich übernommen. Mittlerweile bin ich seit zehn Jahren bei Sika. Was sind Ihre Aufgaben? Meine Aufgaben …

Heute schreibt Natalie Henzgen.

Kulturwissenschaft – Und was macht man damit?

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute geht Natalie Henzgen der Frage auf den Grund, warum Geisteswissenschaftler ins Kreuzverhör genommen werden, wenn es um ihre berufliche Zukunft geht. Wenn man ausgeht und neue Bekanntschaften macht, ist es bloß eine Frage der Zeit, bis die unvermeidliche Frage gestellt wird: „Und was studierst du?“ Für die einen ist das eine höfliche Nachfrage. Für mich ist es häufig der Beginn einer qualvollen Debatte. Wer ein Fach wie Kulturwissenschaft studiert, sieht sich oft mit Nachfragen konfrontiert, besonders im Bezug auf etwaige Berufsziele. Manche machen sich die Mühe, nach den Inhalten meines Studiums zu fragen, bevor sie ein vernichtendes Urteil über meine beruflichen Chancen fällen. Die meisten glauben aber sofort zu wissen, dass meine Lage vollkommen hoffnungslos ist. In den sechs Jahren, in denen ich Kulturwissenschaft studiere, sind mir viele katastrophale Prognosen in Bezug auf mein späteres Berufsleben begegnet. Hier meine Top 3 Kommentare: 1. „Und wann machst du deinen Taxi-Schein?“ 2. „Damit wird es aber schwer werden, eine Stelle …

Christian Dietze hat Informatik in Koblenz studiert und arbeitet heute für ein Tochterunternehmen der Telekom in Abu Dhabi. Im Interview erzählt er von seinem Weg in die Unternehmensberatung. Foto: Privat

Auf den Spuren von… Christian Dietze, Partner bei Detecon in Abu Dhabi

Arbeiten, wo andere Urlaub machen: Christian Dietze stieg nach seinem Abschluss als Diplom-Informatiker am Campus Koblenz zunächst als Trainee bei der Deutschen Telekom ein. 16 Jahre später sitzt der 41-Jährige in seinem Büro in Abu Dhabi und koordiniert Telekommunikationsprojekte für die Telekom-Tochterfirma Detecon International.  Sie sind Partner bei der Detecon International GmbH: Wie sind Sie an den Job gekommen? Bei der Deutschen Telekom fing alles an. Nach meinem Abschluss in Informatik habe ich dort für 15 Monate an einem internationalen Führungs-Nachwuchsprogramm teilgenommen. In dieser Zeit habe ich viele verschiedene Unternehmensbereiche in Deutschland und im Ausland kennengelernt. Ich war in Bonn angestellt, hatte aber zum Beispiel eine dreimonatige Station bei T-Mobile in London. Im Anschluss an das Traineeprogramm konnte ich im Konzern bleiben und hatte in meinen Arbeitsbereichen immer einen starken Bezug zu den Themen Prozessmanagement und IT. Vor zehn Jahren habe ich dann bei der Firma Detecon angefangen – das steht für Deutsche Telekom Consulting. Als Unternehmensberatung der Telekom beraten wir sowohl unseren Mutterkonzern als auch Automobilunternehmen wie BMW, Porsche und Audi, aber auch Banken, …

Katharina Schoof liebt an ihrem Job besonders die Internationalität. Nach ihrem Studienabschluss in Erziehungswissenschaft und Bertiebspädagogik ging sie jeweils drei Monate nach London und Argentinien, um ihr Englisch und Spanisch aufzubessern - davon profitiert sie heute noch. Foto: Privat

Auf den Spuren von…Katharina Schoof, Director Leadership Campus an der Bertelsmann University

Katharina Schoofs beruflicher Werdegang ist das, was man eine erfolgreiche Karriere nennt: Von der Personalreferentin in Neustadt zum Director Führungskräfteentwicklung bei Bertelsmann. Dazwischen liegen rund zwanzig Jahre Erfahrung, stets begleitet von dem Wunsch, Erwachsene bei ihrer beruflichen Entwicklung zu unterstützen und selbst nie mit dem Lernen aufzuhören. Im Interview erinnert sich die 45-Jährige an ihr Studium der Erziehungswissenschaften und der Betriebspädagogik am Campus Landau und verrät, wie sie ihren roten Faden im Berufsleben gefunden hat. Sie sind Director Leadership Campus bei der Bertelsmann University: Wie sind Sie an den Job gekommen? Mein Weg zu Bertelsmann beinhaltet einige Stationen. Nach meinem Abschluss 1996 bin ich in Neustadt in die Personalberatung eingestiegen, wollte zwei Jahre später aber in die große weite Welt und ging als Personalreferentin nach Berlin zu Pixelpark, einem Unternehmen, das damals zu Bertelsmann gehörte. Aus privaten Gründen verschlug es mich für ein Jahr nach Frankreich, wo ich die Gelegenheit hatte, an einer Business School in der Nähe von Paris im Career Management zu arbeiten. Nach einer weiteren Station bei ProSiebenSat.1 habe ich meine Bertelsmann-Kontakte …

Christina Runkel-Horre hat Germanistik und Kunstwissenschaft am Campus in Koblenz studiert und dort auch promoviert. Heute leitet sie die Stadtgalerie in Neuwied. Foto: Hannah Wagner

Auf den Spuren von… Kuratorin Christina Runkel-Horre

In der Neuwieder Stadtgalerie stapeln sich Kisten und Kartons mit Werken, die auf die neueste Ausstellung warten. Dazwischen steht die 29-jährige Christina Runkel-Horre mit dem guten Gefühl, hier ihren Traumjob gefunden zu haben. Die promovierte Kunstwissenschaftlerin ist seit vergangenem Jahr Kuratorin der Stadtgalerie und spricht im Uniblog von ihren Zielen, Durchhaltevermögen im Studium und dem Berufsalltag, den es bei ihr eigentlich gar nicht gibt. Sie sind seit Juni 2017 Kuratorin der Stadtgalerie Neuwied: Wie sind Sie an den Job gekommen? Das war tatsächlich ein längerer Weg: Schon während meines Studiums der Kunstwissenschaft und Germanistik am Campus in Koblenz habe ich die Theorie in die Praxis umgesetzt und im Mittelrhein-Museum gearbeitet. Leider ist es aber so, dass es im kulturellen Bereich oft wenig finanzielle Mittel gibt und die Stellen begrenzt sind. Deshalb musste ich nach meiner Promotion 2016 erst einen Umweg über einen Verwaltungsjob nehmen. Als ich dann die Ausschreibung für die Kuratorenstelle in der Stadtgalerie Neuwied sah, wusste ich direkt: Das bin ich. Tatsächlich wurde ich zum Gespräch eingeladen und hatte drei Tage später die Zusage. Ich war …

Alumna Sarah Ochs sammelte schon während des Studiums viel praktische Erfahrung und hatte dadurch keine Probleme beim Berufseinstieg. Foto: Lisa Leyerer

Auf den Spuren von… Pressereferentin Sarah Ochs

Um sich als Unternehmen zu verkaufen braucht es vor allem eins: gute Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Sarah Ochs arbeitet als Presserefentin bei einer Firma für Banken-IT. Die ehemalige Uniblog-Reporterin hat früh damit begonnen, praktische Erfahrungen zu sammeln. Warum genau das für Ihren Job so wichtig ist, erzählt sie im Interview. Sie sind Pressereferentin bei der Fiducia & GAD IT AG: Wie sind Sie an den Job gekommen? Im Laufe meines Studiums hatte ich mich schon zwei Mal bei der Fiducia & GAD beworben. Mein Bruder hat dort seine Ausbildung zum Fachinformatiker gemacht, das Unternehmen hat in Karlsuhe einen sehr guten Ruf und ist einer der größten Arbeitgeber. Während meiner Masterarbeit in einem anderen Unternehmen habe ich mich bereits vier Monate vor Abgabetermin und Vertragslaufende auf die Suche nach möglichen Arbeitgebern gemacht. Bei der Fiducia & GAD war eine damals Stelle in der Unternehmenskommunikation ausgeschrieben. Zwar war die Stelle befristet auf ein Jahr, aber natürlich habe ich mich trotzdem beworben. Im dritten Anlauf hat es dann endlich geklappt, sodass ich am nächsten Werktag nach Abgabe meiner Thesis …

Conrad Szudra studierte Kulturwissenschaft in Koblenz. Heute ist der 28-jährige Projektmanager und Teilhaber einer Marketing-Agentur. Foto: Privat

Auf den Spuren von… Marketing-Projektmanager Conrad Szudra

Mit gerade einmal 28 Jahren ist Conrad Szudra bereits Teilhaber einer Agentur für Marketing und visuelle Kommunikation. Nach seinem Master in Kulturwissenschaft am Campus in Koblenz zog es den gebürtigen Berliner nach Leipzig, wo er heute als Projektmanager bei annodare arbeitet. Zu den Kunden der Agentur zählen unter anderem Die Zeit und die Koblenzer Universitätsmusik.  Was fällt Ihnen als Erstes ein, wenn Sie an Ihre Alma mater und an Ihre Studienstadt zurückdenken? Für mich war Koblenz immer eine tolle Stadt. Ich habe unglaublich schnell viele Leute kennengelernt und einen neuen Freundeskreis aufgebaut. Dazu beigetragen haben vor allem die Überschaubarkeit am Campus, kurze Wege und der persönliche Kontakt zu den Lehrenden. Warum haben Sie sich für ein Studium an der Universität Koblenz-Landau entschieden? Nach meinem Abitur wollte ich etwas studieren, was in dieser Form nicht allzu verbreitet auf dem Studienmarkt ist. Mein Bruder lebte damals in Koblenz und machte mich auf die Kulturwissenschaft aufmerksam. Die Inhalte sagten mir sofort zu und es passte einfach perfekt zu meiner Idee: Der Bachelor war damals noch ganz neu an der Universität, ich war also quasi …

Thomas Baschab in Aktion: Seit fast 30 Jahren zeigt er Menschen, wie sie ihre Potential optimal ausschöpfen können. Bis zu 30.000 Seminarteilnehmer hören ihm jedes Jahr zu. Fotos: Baschab

Auf den Spuren von… Mentalcoach Thomas Baschab

Thomas Baschab ist einer der erfolgreichsten Redner und Mentalcoaches in Deutschland. Er trainiert Spitzensportler wie Andi Birnbacher und Topmanager großer Unternehmen darin, die eigene Leistung durch mentale Stärke zu verbessern. Vor 25 Jahren studierte Baschab an der Universität Koblenz-Landau berufsbegleitend Betriebspädagogik. Der Abschluss des Studiums war für ihn der Startschuss seiner Karriere als selbstständiger Coach. Warum haben Sie sich für ein Studium an der Universität Koblenz-Landau entschieden? Ich war Schulungsreferent in einem schweizerischen Versicherungsunternehmen. Mein damaliger Chef hat den Studiengang Betriebspädagogik in Landau besucht. Der Studiengang lief berufsbegleitend an den Wochenenden unter Leitung von Professor Hülshoff. Mein Chef war begeistert und bot mir an, ebenfalls teilzunehmen. Wussten Sie schon früh, was Sie beruflich machen möchten? Das Thema Training und Schulung hat mich schon immer fasziniert. Ich bin eigentlich gelernter Versicherungskaufmann. Diese Ausbildung habe ich gemacht, um eine gewisse Fachkompetenz zu erlangen und diese später als Trainer nutzen zu können. Alle anderen Kompetenzen hat mir dann das Leben mitgegeben. Wie meinen Sie das? Ich bin im Leben keinen geraden Weg gegangen, sondern habe viele Dinge ausprobiert …