Monate: November 2013

Hoheit auf dem Campus: Die Landauer Weinprinzessin

Auf dem Weingut ihres Vaters aufgewachsen, war schon früh klar: Anna wird Weinprinzessin. Ihre Eltern bekamen bereits zur Geburt der Tochter eine Karte mit den Worten „Herzlichen Glückwunsch zur Geburt der Weinprinzessin 2010!“ überreicht. Mit dem Jahr hat es nicht ganz geklappt, aber dafür mit dem Titel. UniBlog hat sich mit der Weinprinzessin Anna Katharina Fath zu einer kleinen Verkostung der Universitätsweine am Campus getroffen. Schon als kleines Mädchen half Anna Fath im Weingut ihres Vaters mit. Auch heute noch hilft die aufgeweckte 20-Jährige ihrem Vater, sei es im Ausschank auf Weinfesten oder im Verkauf auf dem Gut. Während der erste Universitätswein eingeschenkt wird, ein trockener Spätburgunder, berichtet Anna von ihrem Leben als Winzertochter. „Ich liebe Herbsten! Des macht sehr viel Spaß. Und Flaschen sortieren. Das hab ich damals mit meinem Opa immer gemacht. Denn es gibt bauchigere Flaschen und länglichere Flaschen. Früher wurden die noch sortiert und gewaschen.“ Fath schaut sich die Farbe des Spätburgunders an, schwenkt das Glas ein wenig und urteilt: Ein klares Rot. Sie riecht am Spätburgunder und nippt am Glas. „Einen …

Vortragsreihe: Demokratischer Dialog auf dem Hambacher Schloss

Das Hambacher Schloss thront über der Südpfalz. Seit über 180 Jahren gilt es als Wiege der Demokratie, als Symbol für den demokratischen Dialog in Deutschland. Die „Hambacher Gespräche“ führen diesen Weg fort. Am Mittwoch, 4. Dezember, um 19 Uhr mit der Streitfrage der Generationen: „Ist Deutschland ein Staat der Alten?“ Geschichtsträchtiger könnte ein Ort nicht sein. Das Hambacher Schloss, nur wenige Kilometer von Neustadt an der Weinstraße entfernt, kann auf eine beeindruckende Geschichte zurückblicken. Im Jahre 1832 ereignete sich dort das berühmte Hambacher Fest, das rückblickend als zentrales Ereignis für die deutsche Demokratiebewegung anzusehen ist. Aus einer Idee heraus, das Hambacher Schloss wieder zu einem Ort des bürgerlichen Dialogs zu machen, entschied sich der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Ulrich Sarcinelli 2009 im Rahmen seiner Tätigkeit als Vorsitzender des Fank-Loeb-Instituts der Universität Koblenz-Landau. Ein Ort, an dem der „einfache Bürger mit Politikern und Wissenschaftlern auf einer Ebene über wichtige politische Themen diskutieren kann. Am Mittwoch, 4. Dezember, um 19 Uhr, endet die diesjährige Reihe, die unter dem Motto „Ist mit dem Staat noch Staat zu machen?“ steht, …

Von Körpern und Ritualen: Interdisziplinäre Tagung in Koblenz

In einigen Kulturen sind Beschneidungen ein Initiationsritus. Für andere Kulturen ist diese Praxis befremdlich und führt immer wieder zu Kontroversen. Wie kann man solche Körperrituale begründen? Oder, anders gefragt: Warum findet man sich überhaupt in der Pflicht, diese begründen zu müssen? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich eine dreitägige Tagung zum Thema „Dem Körper eingeschrieben: Verkörperung und Ritual“, die vom 4. bis zum 6. Dezember am Campus Koblenz stattfindet. Drei Fachrichtungen, mehrere Blickwinkel: Veranstaltet wird die Tagung von Prof. Dr. Matthias Jung vom Seminar Philosophie, Prof. Dr. Andreas Ackermann vom Seminar Ethnologie und von Prof. Dr. Michaela Bauks vom Institut für Evangelische Theologie. Wissenschaftler aus verschiedenen Fachrichtungen beleuchten das Verhältnis von Körper und Ritual aus verschiedenen Perspektiven. Neben Professoren der Universität Koblenz-Landau werden auch Gäste anderer deutscher Universitäten und Gäste aus Großbritannien, USA und Frankreich erwartet. “Ein Thema aus interdisziplinärer Perspektive zu betrachten, ist beste kulturwissenschaftliche Tradition”, erklärt Ackermann. Am Beispiel von Themen wie Askese, Beschneidung, Scarifizierung, Selbstlazeration oder auch Körpergesten und -reaktionen wird untersucht, welche Rolle dem physiologischen Körper beim Zusammenspiel von Individuum und …

Die Zusammenarbeit von Stupa und AStA am Campus Landau ist eng. Foto: Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de

Vorgestellt: AStA und Stupa in Landau

Studierendenparlament (Stupa) und Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA) sind die beiden wichtigsten Organe der studentischen Selbstverwaltung, die Zusammenarbeit ist eng. Aber was sind eigentlich deren Aufgaben? UniBlog-Reporterin Sarah Ochs sprach mit Stupa-Präsident Daniel Emmerich und AstA-Vorsitzenden Yann Schosser. Seit Mai 2013 ist Daniel Emmerich Präsident des Studierendenparlaments. Zuvor saß er eine Legislaturperiode als Protokollant im Stupa. Emmerich trägt gern Schwarz, hat lange Haare und singt – auch vor Publikum. Zusammen mit einer Theatergruppe hat er sogar in seinem saarländischen Heimatort eine Metal-Oper inszeniert. „Zu Beginn war es als neuer Präsident etwas schwierig“, erinnert er sich. Er sei zu sehr Chaot für dieses Amt, hieß es. „Kann schon sein, dass ich etwas chaotisch bin“, räumt er ein. Aber bisher klappe alles gut, sagt der 25-Jährige, der sich neben seinen Aufgaben als Stupa-Präsident um das Uni-Kino kümmert. Vizepräsidentin ist Vivien Räbiger. „Das ist aber nur eine Formalität“, erklärt Emmerich. „Wir teilen uns die Aufgaben gleichberechtigt und machen den Job gemeinsam.“ In der Öffentlichkeit wird er zwar als Ansprechpartner wahrgenommen. „Es kommt aber nur so rüber, als ob ich der …

StadttUni e.V. bringt studentische Kultur in die Stadt

Vor gut eineinhalb Jahren gründete eine Gruppe von Kulturwissenschaftsstudierenden am Campus in Koblenz einen Verein zur Förderung studentischer Kultur, den StadttUni e.V. Heute hat sich aus der Vereinigung eine aktive und gut strukturierte Gruppe entwickelt, die sich kulturellen Veranstaltungen verschrieben haben. Im Jahr 2012 fing alles an: Einer Gruppe Studierender der Kulturwissenschaft genügte das bisherige Kulturangebot von und für Studierende in Koblenz nicht. Es entstand die Idee, ein selbst gestaltetes Festival in der Stadt zu organisieren. “Schnell wurde klar, dass aufgrund der Größe ein offizieller Rahmen nötig sein würde, um bürokratische Hürden zu verringern”, berichtet Amrei Vogel von der Vereinsgründung. Vogel selbst war nicht von Anfang an mit dabei, heute ist sie jedoch die Öffentlichkeitsbeauftragte der Gruppe – neben dem Vorsitzenden Marcel von der Weiden und seiner Vertreterin Elena Heth. “Unsere Idee ist es, Studenten und deren Kultur in der Bevölkerung und der Stadt präsenter zu machen und zusammen zu bringen und ein breites Angebot zu schaffen”, erklärt Vogel die Grundidee des Vereins. Es sollen jedoch nicht nur Projekte gefördert, sondern auch von den Mitgliedern …

Typisch Mann, typisch Frau? 1. Gender- und Diversity-Forschungstag in Landau

Welchen Einfluss haben Geschlechterunterschiede im Unterricht? Warum spielen Geschlechterstereotype eine Rolle bei berufsbezogenen Entscheidungen? Und was ist dran an „Typisch Frau, typisch Mann“? Beim ersten Gender- und Diversity-Forschungstag am Donnerstag, 5. Dezember, in Landau können Studierende und Lehrende einen Einblick in den Forschungsschwerpunkt Gender und Diversität bekommen. Ein kontroverses, aber auch spannendes Thema – für Mann, Frau und Forscher. Sei es der Streit um eine Frauenquote oder neue Rechte für Transgender: Die Themen „Gender“ und „Diversity“ bekommen immer mehr Bedeutung – in der Politik, in den Medien, aber auch in der Wissenschaft. Dabei gilt es nicht nur Effekte des traditionellen Rollenbildes auf verschieden Ebenen zu untersuchen, sondern ebenfalls (neuere) Phänomene zu beleuchten, die in einer modernen Gesellschaft weiter in den Fokus rücken. Aus diesem Grund veranstaltet die Universität Koblenz-Landau den 1. „Gender- und Diversity-Forschungstag“ unter Federführung der Gleichstellungsbeauftragten Privat-Dozentin Dr. Francesca Vidal. Am Donnerstag, 5. Dezember, werden von 10 bis 18 Uhr im Konferenzraum C I am Campus Landau Studierende wie Lehrende der Universität Koblenz-Landau ihre Forschung zur Thematik „Gender und Diversity“ vorstellen. Divers sind …

Wird vom Laptop zu Hause in die Vorlesung einloggen bald Realität? Foto: Barbara Eckholdt/pixelio.de

Studieren am Bildschirm: WeST startet ersten Massive Open Online Course

Das Institut für Web Science and Technologies (WeST) der Universität Koblenz-Landau hat im Wintersemester 2013/14 seinen ersten Massive Open Online Course (MOOC) gestartet. Das Thema der Online-Vorlesung lautet: Introduction to Web Science. „Wenn wir das Web erklären wollen, bietet sich ein MOOC an“, sagt René Pickhardt, der den Kurs zusammen mit Steffen Staab leitet. Massive Open Online Courses (MOOCs) sind spezielle Onlinekurse, an denen theoretisch eine unbegrenzte Anzahl an Personen teilnehmen kann. Sie kombinieren verschiedenste Formen der Wissensvermittlung. Durch Videos und Texte werden beispielsweise Inhalte und Problemstellungen thematisiert, über die sich Lehrende und Lernende in Foren austauschen können. Es entsteht eine große, vernetzte Wissensgemeinschaft. Die Web Science-Einführung ist sowohl der erste MOOC der Universität Koblenz-Landau als auch der erste Onlinekurs auf der Plattform Wikiversity, die zur Wikimedia Foundation (Wikipedia u.a.) gehört. Es gibt keine Zugangsbeschränkungen. Die Kursmaterialien sind für jeden Teilnehmer, egal ob angemeldet oder anonym, kostenlos und frei zugänglich. Etwa 100 Teilnehmer aus aller Welt nutzen das Angebot derzeit aktiv. Darunter befinden sich auch 20 Master-Studierende der Fachrichtung Web Science, die ebenso wie eine …

Landauer Doktorandin für Poster ausgezeichnet

Unverhofft kommt oft: Kirsten Seutter-Guthöhrlein ist im Rahmen der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) in Braunschweig für ihr Werk mit dem Posterpreis des Waxmann Verlages ausgezeichnet worden. Gerechnet hat sie damit nicht. Als sich die Doktorandin gemeinsam mit ihrer Doktormutter JProf. Dr. Désirée Laubenstein auf den Weg nach Niedersachsen machte, dachte Seutter-Guthöhrlein nicht daran, dass sie wenige Tage später mitsamt Urkunde und 100 Euro Preisgeld zurückkehren würde. Vielmehr war sie darauf vorbereitet, auf dem Jahrestag der DGfE-Kommission Grundschulforschung und Didaktik und der DGfE-Sektion Sonderpädagogik ihr Promotionsprojekt „Kinder-Sichten“ anhand eines selbst entworfenen Posters vorzustellen. „Es war das erste Mal, dass ich mit einem meiner Poster an einer Preisverleihung teilnahm, zumal ich überhaupt nicht wusste, dass eine Prämierung stattfindet“, berichtet eine sichtlich erfreute Seutter-Guthöhrlein. Als die Juroren vor ihrem Poster Halt machten und um eine Vorstellung des Aushangs baten, erkannte die Billigheimerin diese überhaupt nicht als solche. „Vielleicht war das auch ganz gut so“, mutmaßt sie lächelnd, dadurch sei die Präsentation leichter gefallen. Entstanden ist das prämierte Stück im Rahmen des Projektes „Kinder-Sichten“. Dabei sollen …

Foto-Reportage: HIT lockt viele Studieninteressierte

Während des Hochschulinformationstags (HIT) werden Studieninteressierte in informativen Vorträgen und persönlichen Gesprächen an fachspezifischen Ständen ausführlich über das Angebot der Universität Koblenz-Landau informiert. UniBlog-Reporter Adrian Müller war mit der Kamera unterwegs. Prof. Dr. Peter Ullrich begrüßte die zahlreichen Gäste am Campus Koblenz. “Welches Bild vom Lehrer haben Sie?” war nicht die einzige spannende Frage, die Prof. Dr. Ulrike Stadler-Altmann in ihrem Vortag stellte. Die Universität Koblenz-Landau hat viele Partneruniversitäten im Ausland. JProf. Dr. Constanze Juchem-Grundmann erklärt, welche Vorteile ein Auslandsaufenthalt bringt. Englisch-Student Pascal Müller berichtet von seinen Studienerfahrungen aus Kanada. In der Mensa präsentieren sich die verschiedenen Studiengänge und -fächer. Zum Beispiel künstlerisch wie die Katholische Theologie… …oder multimedial wie die Kulturwissenschaft. Technisch, … …spielerisch, … …oder mit einem freundichen Farbmotto. Forian, Lisa und Denise (von links nach rechts) hat der Hochschulinformationstag gut gefallen. Sie konnten sich viel Inspiration für ihre spätere Studienwahl mitnehmen.

Welle 101: Einfach selbst Internetradio machen

Radioactive Europe ist eine europaweit organisierte Internetradio-Plattform. Das Ziel ist, den Teilnehmern digitale Kompetenzen und weitere für den Arbeitsmarkt nützliche Fähigkeiten zu vermitteln. Neben dem „Deichstadtradio – Bürgerradio von Neuwied“ gibt es seit Anfang Oktober auch ein Team in Koblenz, das „Radio KO’n RAD“. Die Namen wurden von den Gruppen selbst gewählt und auch die Themen der Sendungen  werden gemeinsam geplant. Jeder Interessierte kann mitmachen.  Mikrofon ans Laptop angeschlossen, Programm gestartet, Verbindung zum Server hergestellt und schon kann die Sendung beginnen. So einfach ist zumindest die technische Seite des Radiomachens im Internet. Doch bevor eine Sendung weltweit ausgestrahlt werden kann, muss erst einmal der Inhalt geplant werden. Hierbei sind der Freiheit und Kreativität keine Grenzen gesetzt. Schnell kristallisieren sich in der Gruppe Radio Ko’n Rad Interessen und Themen heraus. Es beginnt die Recherche und Vorbereitung: Interviews werden geführt, Einspieler produziert, Texte geschrieben und Musik ausgewählt. Jeder ist involviert und kann seine Ideen einbringen. Thema der vergangenen Sendung war etwa “Bürgerliches Engagement in Neuwied“. Diese und ältere Sendungen werden können über ein Podcast-Archiv abgerufen werden. Europaweites …