Alle Artikel mit dem Schlagwort: Lehramt

Welche Rolle spielt die Motivation für das Lernverhalten? Und wie können Lehrende ihre Schüler nachhaltig motivieren? Diesen und weiteren Fragen widmet sich Lehramtsstudentin Linda Schürmann in ihrer Dissertation. Foto: René Lang

Motivation in der Lehrerbildung

Linda Schürmann ist das, was man ein Motivationstalent nennt. Die 28-Jährige studierte neben ihrem Lehramtsstudium in den Fächern Biologie, Englisch und Bildungswissenschaften zeitgleich an der FernUniversität Hagen Psychologie. Aktuell promoviert Sie im Rahmen des Projekts MoSAiK am Institut für Psychologie zum Thema Motivation. Bitte erklären Sie das Thema Ihrer Dissertation in wenigen Sätzen. Meine Dissertation trägt den Arbeitstitel Motivation und motivationale Kompetenz an außerschulischen Lernorten. Darin gehe ich davon aus, dass Motivation entscheidend für das menschliche Lernverhalten ist. Die Fähigkeit, zu motivieren, gilt als wichtige Kompetenz im Lehramt. Aber wie können Lehrende ihre Schüler nachhaltig motivieren? Welche Methoden können sie anwenden? Was empfinden Schüler überhaupt als motivierend? Hinzu kommt der Aspekt der außerschulischen Lernorte. In der Schule verhalten sich Lernende anders als in ihrer Freizeit. Wo können Schüler motiviert arbeiten? Was macht solche Orte aus? Welche Unterschiede liegen zur schulischen Umgebung vor? Diesen Fragen gehe ich in meiner Promotion nach, die ich im Rahmen des Projekts MoSAiK (Modulare Schulpraxiseinbindung als Ausgangspunkt zur individuellen Kompetenzentwicklung) anstrebe. Hier beschäftigen wir uns vor allem mit der Verbesserung der …

Richard Diery arbeitet als Aushilfe im Schlaflabor. Bei seinen Nachtschichten behält der Lehramtsstudent die Patienten im Auge. Foto: Philipp Sittinger

Nachtschicht im Schlaflabor

Um sein Studium zu finanzieren, arbeitet Richard Diery vor allem nachts. Im Schlaflabor geht es meistens ruhig zu, Diery verkabelt Patienten und beobachtet Messwerte. Doch manchmal gibt es Komplikationen und der Lehramtsstudent hat es plötzlich mit kaputten Betten oder verzweifelten Patienten zu tun. Es ist 3 Uhr morgens, rund um das Vinzentius-Krankenhaus in Landau ist es ruhig. In einem Nebengebäude des Krankenhauses sitzt Richard Diery im vierten Stock und blickt auf vier Bildschirme. Bunte Linien tanzen über die Monitore, ab und zu blinkt etwas rot auf. Dann überprüft er alle Werte – manchmal ist es nur ein Wackelkontakt, manchmal muss er schauen, ob bei den Patienten alles in Ordnung ist. Richard Diery arbeitet neben dem Studium im Schlaflabor in Landau. Die bunten Linien auf den Bildschirmen zeigen verschiedene medizinische Messwerte der Patienten. Sie schlafen unbehelligt vom Treiben in Dierys Büro in vier benachbarten Räumen, die wie minimalistisch eingerichtete Hotelzimmer aussehen. Die meisten Patienten, die hier untersucht werden, leiden unter Schlafapnoe. Das äußert sich in Atemstörungen, also kurzen Atemstillständen während des Schlafes. Patienten kommen normalerweise für …

Karola Attinger hat sich in ihrer Bachelorarbeit mit den Auswirkungen von Plastikverpackungen auf die Umwelt auseinandergesetzt. Foto: Philipp Sittinger

Plastik: Ein Problem, das alle angeht

Der Strohhalm in der Cola, die Tüte beim Obsteinkauf oder das Shampoo in der Flasche: Plastik ist allgegenwärtig und meist ist uns gar nicht bewusst, wo es überall drin steckt. Dabei schadet der Kunststoff der Natur, den Tieren und uns Menschen. Karola Attinger studiert im zweiten Mastersemester Sonderpädagogik und hat sich in ihrer Bachelorarbeit mit den Auswirkungen von Plastik als Verpackungsmaterial auf die Umwelt befasst. Wie sind Sie auf das Thema gekommen? Ich hatte mich schon vor längerer Zeit dazu entschieden, meine Bachelorarbeit im Fach Wirtschaft und Arbeit im Bereich Ernährungs- und Verbraucherbildung zu schreiben. Als ich auf der Suche nach einem geeigneten Thema für meine Arbeit war, beschäftigte ich mich gerade privat mit dem Thema Plastikmüll und Nachhaltigkeit. Da Plastik in den Medien derzeit sehr präsent ist und ich mich gerne intensiver damit befassen wollte, entschied ich mich dafür, meine Bachelorarbeit über die Plastik-Problematik zu schreiben. Was sind Ihre zentralen Ergebnisse? Die Serie Alle Scheine sind gemacht und das Studium geht in die heiße Phase, die Abschlussarbeit steht vor der Tür. Doch wie organisiert man …

Hannah Arato studiert nicht nur Kunst und Biologie auf Lehramt, sondern betreut auch ehrenamtlich Hunde in einem Landauer Tierheim. Fotos: Philipp Sittinger

Die Liebe zu Hunden ist ihr Hobby

Hannah Arato liebt Hunde über alles. Am Campus Landau studiert sie Kunst und Biologie auf Lehramt im sechsten Semester. Wegen ihres Studiums hat sie im Moment keinen eigenen Hund, also arbeitet sie ehrenamtlich im Tierheim Maria Höffner in Landau. Ben ist traumatisiert. Als Welpe wohnte der Schäferhundmischling auf einem Hof und wurde viel alleine gelassen. Vor lauter Langeweile hat er sich angewöhnt, alles Mögliche zu jagen: Autos, Fahrräder oder auch Kinder, die am Zaun vorbeilaufen. Nach einem Unfall kam er dann in das Landauer Tierheim Maria Höffner. Zu Bens Glück gibt es Menschen wie Hannah Arato. Sie ist ehrenamtliche Gassigeherin und liebt Hunde von ganzem Herzen. Ben wird im Tierheim als Problemhund eingestuft. Da Arato schon seit zweieinhalb Jahren sehr regelmäßig in das Tierheim kommt, werden ihr auch solche Hunde anvertraut. Sie ist momentan die einzige Gassigeherin, die mit Ben spazieren geht. „Dadurch ist es viel einfacher eine starke Bindung mit ihm aufzubauen“, erklärt sie. Jeden Tag geht sie mindestens eine Stunde mit Ben spazieren. „Wenn ich danach noch Zeit habe, laufe ich auch mit anderen …

Marvin Erlenwein arbeitet neben seinem Lehramtsstudium als freier Mitarbeiter bei der Tageszeitung "Die Rheinpfalz". Sein Studium ist dabei nur Plan B. Foto: Philipp Sittinger

Dem Tagesgeschehen auf der Spur

Marvin Erlenwein weiß genau, was in Landau und Umgebung los ist. Er ist freier Mitarbeiter in der Lokalredaktion der Tageszeitung Rheinpfalz und schreibt dort über aktuelle Themen aus der Region. Dabei kommt er viel rum – eine willkommene Abwechslung zu seinem Studium der Sozialkunde und Biologie auf Lehramt. Wie sind Sie an den Job bei der Rheinpfalz gekommen? Durch meinen ehemaligen Englischlehrer. Ich habe ihm erzählt, dass ich mich für den Journalismus interessiere. Da er wusste, dass ein alter Schüler von ihm inzwischen Redakteur bei der Rheinpfalz ist, hat er mir dessen Kontakt gegeben. Ich habe meinen ganzen Mut zusammengenommen und seinen Kontakt geschrieben. Im Sommer 2018 habe ich erst zwei Wochen lang ein Praktikum gemacht und bin jetzt freier Mitarbeiter. Was reizt Sie am Journalismus? Die Serie Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios …

Im Zuge eines Auslandssemesters verbrachten die Kunststudentinnen Anne Krächan und Juliana Steca ein Semester in Fuzhou an der Ostküste Chinas. Fotos: Anne Krächan

Perspektivwechsel, gutes Essen und Konfuzius

Konfuzius ist in China ziemlich präsent. Diese Erfahrung haben Anne Krächan und Juliana Steca gemacht, als sie ein Semester ihres Studiums in Fuzhou studierten. Die Universität befindet sich in der Provinz Fujian, gut 9000 Kilometer Luftlinie von Landau entfernt. Anne Krächan erzählt von kalten Winternächten, Kakerlaken, Vorurteilen, Hilfsbereitschaft und einer Silvesternacht, die noch vor Mitternacht enden musste. Und tschüss… ! Sie möchten während Ihres Studiums gern ins Ausland gehen? Dann informieren Sie sich über die Möglichkeiten an unserer Universität und lassen Sie sich von Erfahrungsberichten unserer Studierenden inspirieren. Ich war erst im zweiten Semester meines Lehramtsstudiums in Landau, als meine Freundin Juliana und ich entschieden haben, zusammen ein Semester im Ausland zu studieren. Relativ schnell hatten wir die Idee, nach China zu gehen. Nach einem Dreivierteljahr intensiver Vorbereitung startete unser Abenteuer ins Reich der Mitte. Wir waren erst die zweite Gruppe Kunststudierende des Campus Landau, die ein Auslandssemester in Fuzhou verbrachten. Daher gestaltete sich die Planung teilweise etwas schwierig. Auf einige Dokumente haben wir sehr lange gewartet. Und um ein Visum zu bekommen, muss man …

Dorina Hauck arbeitet neben ihrem Masterstudium in Gymnasiallehramt als PES-Kraft an einer Schule. Foto: Philipp Sittinger

Als PES-Kraft im Klassenzimmer

Dorina Hauck arbeitet als PES-Kraft an einem Gymnasium und sammelt erste Erfahrungen für den Lehrerberuf. Die Interaktion mit den Schülern und ihr persönlicher Lerneffekt stehen dabei für sie im Vordergrund. Wer sind Sie? Mein Name ist Dorina Hauck. Ich bin 23 Jahre alt und studiere im ersten Mastersemester Gymnasiallehramt mit den Fächern Kunst und Geographie am Campus Landau. Was für einen Nebenjob machen Sie? Die Serie Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Bisher erschienene Artikel finden sie hier. Ich bin als PES-Kraft am Gymnasium Edenkoben angestellt. Das ist eine Bezeichnung für Vertretungslehrkräfte, die von Schulen bei Bedarf angerufen werden können, um für kranke oder anderweitig verhinderte Lehrer einzuspringen. Wie ist das zeitlich geregelt? Ich habe an zwei Tagen in der Woche Bereitschaftsdienst, an denen die Schule mich jederzeit anrufen kann. …

Melina Drews studiert im Master Förderschullehramt. Für den Uniblog berichtet sie von ihrem Praktikum an der Heinrich-Böll-Schule in Frechen. Foto: Philipp Sittinger

Alltagstrubel im Klassenzimmer: Praktikum an einer Förderschule

Verhaltensauffällige Kinder sind im regulären Schulunterricht oft nicht gut aufgehoben. An Förderschulen finden all die Schüler einen Platz, die im Alltag einer normalen Grundschule nicht zurechtkommen. Wie der Unterricht an einer Förderschule aussieht, hat Lehramtsstudentin Melina Drews in einem Praktikum erlebt. Wer sind Sie? Mein Name ist Melina Drews und ich bin 23 Jahre alt. Ich studiere im ersten Mastersemester Förderschullehramt mit den Schwerpunkten Sozialemotionale und Ganzheitliche Entwicklung.  Wo haben Sie ihr Praktikum absolviert? Ich habe ein freiwilliges Praktikum an der Heinrich-Böll-Schule in Frechen gemacht. Es handelt sich dabei um eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Sozialemotionale Entwicklung. Die Kinder, die hier zur Schule gehen, brauchen besonders viel Aufmerksamkeit und individuelle Förderung in einem Maß, das die Lehrer an normalen Schulen nicht leisten können. Wie an den meisten Förderschulen sind die Klassen an der Heinrich-Böll-Schule sehr klein, sodass alle Kinder genügend Beachtung und Unterstützung bekommen. Was waren ihre Aufgaben? Während der drei Wochen, die ich hospitierte, habe ich die Schüler einer dritten Klasse in allen Unterrichtsfächern begleitet und die Lehrer in der Einzelbetreuung der Kinder unterstützt. Das war …

Adina Guttermann arbeitete neben ihrem Lehramtsstudium an einer Hotelrezeption. Foto: Philipp Sittinger

Uni am Tag, Hotelrezeption in der Nacht

Adina Guttermann hat an einer Hotelrezeption mit angrenzender Bar gearbeitet. Dabei hat die Lehramtsstudentin besonders von ihren guten Englischkenntnissen profitiert. Das Arbeiten in langen  Nachtschichten war aber auch anstrengend und kräftezehrend. Wer sind Sie? Mein Name ist Adina Guttermann und ich bin 26 Jahre alt. Ich studiere im zweiten Semester im Master of Education Grundschulpädagogik, meine Fächer im Bachelor waren Anglistik und Philosophie. Was für einen Nebenjob haben Sie gemacht? Ich habe zwei Jahre in einem Hotel an der Rezeption und an der Bar gearbeitet. Beide Arbeitsbereiche lagen direkt nebeneinander. Dort habe ich überwiegend die Nachtschichten am Wochenende übernommen. Manchmal bin ich auch spontan eingesprungen, wenn es sich mit der Uni vereinbaren ließ. Für mich war aber von Anfang an klar, dass Seminare und Vorlesungen immer Vorrang haben. Was genau waren Ihre Aufgaben? Die Serie Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und …

Ohne ihre Arbeit als Tanztrainerin wäre Melissa Morbach wohl nie auf die Idee gekommen, Grundschullehramt zu studieren. Foto: Philipp Sittinger

Der Tanz ins Studium

Melissa Morbach arbeitet ehrenamtlich als Tanztrainerin in einem Turnverein. Ihr Engagement hat sie darin bestärkt, ein Grundschullehramtsstudium am Campus in Landau aufzunehmen. Ohne ihr Ehrenamt wäre ihre Berufslaufbahn anders verlaufen, da ist sich die Studentin heute sicher. Melissa Morbach, die selbst seit ihrem sechsten Lebensjahr tanzt, ist zwei bis drei Mal in der Woche als Trainerin für ihren Verein im Einsatz. Seit 2011 leitet sie die Jugendabteilung und arbeitet vor allem mit Kindern und Jugendlichen. „Durch die Arbeit im Turnverein kam ich erst darauf, Grundschullehramt zu studieren. Nach der Schule dachte ich, die Arbeit als Lehrerin würde mir die Lust nehmen, auch noch in meiner Freizeit mit Kindern zu arbeiten“, erklärt sie. Nach einem Jahr als Au-Pair in Australien schrieb sich Morbach für das Grundschullehramt mit den Fächern Englisch und Mathematik an der Universität Koblenz-Landau ein. “Ohne meine frühen Einblicke in die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wäre meine Berufslaufbahn bestimmt anders verlaufen“, schlussfolgert die Tanztrainerin. Ein Thema vertanzen Es gehe beim Training im Wesentlichen um den tänzerischen Ausdruck und darum, ein Thema zu vertanzen. „Ich …