Alle Artikel mit dem Schlagwort: Lehramt

Seit 18 Jahren lehrt Dr. Iris Brandenburger am Campus Landau. Mit der Eröffnung des neuen Gebäudes verlagerte sie ihre Kurse in Ernährungs- und Verbraucherbildung vom Haus der Familie in Landau in die neue Lehrküche. Foto: Philipp Sittinger

Zu Besuch in der Landauer Lehrküche

Betritt man am Campus Landau das K-Gebäude rechts der Haupttreppe, schwebt einem manchmal der Duft von frisch gekochtem Essen entgegen. Wer ihm folgt, gelangt in die Lehrküche von Dr. Iris Brandenburger, in der sie unter anderem Studierenden aus dem Förderschullehramt zeigt, wie man Schüler für das Thema Ernährung begeistert. In der Lehrküche am Campus Landau steht neben der Nahrungszubereitung vor allem die Didaktik im Vordergrund. Hier lernen die Studierenden im Rahmen des Fachs Ernährungs- und Verbraucherbildung, wie sie ihre Schüler im Unterricht anleiten und welches Handwerkszeug sie ihnen mitgeben können. Geleitet werden die Stunden in der Lehrküche von Dr. Iris Brandenburger: „Die Studierenden lernen in diesem Wahlpflichtmodul ihrer Lehramtsausbildung nicht primär das Kochen. In unserer Lehrveranstaltung geht es darum, sich zu überlegen, wie man Inhalte aus dem Ernährungs- und Verbraucherbereich für die Schüler aufbereiten und umsetzen kann.“ Ihre Erfahrungen aus der Lehrküche nehmen die Studierenden während ihres Praktikums mit in die Realschule Plus oder Förderschule und geben sie im Fach Hauswirtschaft und Soziales an die Schüler weiter: „Es kommt vor, dass ein Kind noch nie eine Kiwi …

Gleiche Bildungschancen für jeden Schüler dank digitaler Lernhilfen: Die Lehr- und Lernmaterialien von Learning Level Up sind dynamisch und interaktiv. Sie können wie Bausteine zusammengesetzt und so dem individuellen Lernprozess jedes Schülers angepasst werden. Grafik: Learning Level Up

Learning Level Up: Einsatz für digitale Bildung

Das Gleiche lernt jeder anders – vor dieser Herausforderung stehen viele Lehrer bei der Vorbereitung ihrer Unterrichtsmaterialien. Wie kann man Schülern ein Thema am besten vermitteln? Nicht nur auf eine Weise, würde Stefan Pietrusky sagen. Der ehemalige Lehramtsstudent will der Über- und Unterforderung in Schulklassen entgegenwirken. Sein Mittel: Digitale Bildung. Er gründete das E-Learning-Portal Learning Level Up. Es bietet digitale Unterrichtsmaterialien, die individuell angepasst werden können. Stefan Pietrusky hat Biologie und Chemie auf Lehramt studiert. Dabei wurde ihm die Problematik um die Wissensvermittlung in den Schulen bewusst und er begann, sich mit den Chancen digitaler Bildung auseinanderzusetzen. Zurzeit ist er Doktorand am Institut für naturwissenschaftliche Bildung am Campus Landau. Er forscht zum Thema “Förderung des selbstregulierten Lernens durch das Lernen mit digitalen Medien”. Vor zwei Jahren gründete Pietrusky Learning Level Up. Als alleiniger Gründer war es schwierig für ihn, eine Förderung zu erhalten, da für viele Förderungsmaßnahmen mehrere Gründer Voraussetzung sind. Finanzielle Unterstützung erhielt er schließlich von der Frank-Lyden-Stiftung. So konnte er eine Pilotstudie für das Portal an einer Schule finanzieren. Von Lehrern und Schülern …

Beate Kerber studiert Sonderpädagogik am Campus Landau. Am Studium gefällt ihr vor allem, dass es keine pauschalen Lösungswege gibt, sondern die Herausforderung darin besteht, für jedes Kind eine individuelle, ganzheitliche Lösung zu finden. Foto: Constanze Schreiner

Sonderpädagogik: Eine Patentlösung gibt es nicht

Beate Kerber ist ein Mensch, der Herausforderungen mag. Sie engagiert sich seit Jahren in der Jugendarbeit und studiert Sonderpädagogik in Landau. Für ihr späteres Berufsleben hat sie sich zum Ziel gesetzt, sich für jedes Kind bestmöglich einzusetzen. Die Serie: Abiturienten stehen viele Möglichkeiten offen. Studieren oder eine Ausbildung beginnen, Uni oder FH? Und welches Fach ist für mich das Richtige? In unserer Serie “Was studieren?” stellen Studierende der Universität Koblenz-Landau ihren Studiengang vor.  Woher kommt Ihre Begeisterung für das Fach Sonderpädagogik? Ich arbeite schon lange im Bereich der Jugendarbeit. Später kamen auch Erfahrungen mit Menschen mit Behinderung dazu. Es macht mir sehr viel Spaß, weil es eine so komplexe Herausforderung ist. Es gibt keine Patentlösung, man muss viel ausprobieren und trotzdem – oder gerade deswegen – viel Theoriewissen haben. Es ist einfach ein schönes, interdisziplinäres Arbeiten. Warum haben Sie sich für den Studienort Landau entschieden? In Rheinland-Pfalz und im Saarland ist die Uni Koblenz-Landau die einzige Universität, die Sonderpädagogik anbietet. Eigentlich wollte ich nach dem Abi gerne ins Ausland, das hat dann nicht geklappt. Mehr durch …

Jan-Nicklas Stollberg hat eine abgeschlossene Schreinerausbildung. Seit Oktober 2016 studiert er am Campus Koblenz und möchte Berufsschullehrer werden. Foto: Greta Rettler

Ohne Abitur in den Hörsaal

Studieren ohne Abitur ? Seit 2014 geht das in allen deutschen Bundesländern, auch an der Universität Koblenz-Landau. Das Projekt Ressourcen² des KSB unterstützt und fördert alternative Wege zum Hochschulstudium, etwa über eine berufliche Qualifizierung als Meister oder einen Fachschulabschluss. Einer dieser Studierenden ist der 24-jährige Jan-Nicklas Stollberg, der seit letztem Wintersemester am Campus Koblenz Berufsschullehramt studiert. Im Gespräch mit Uniblog berichtet der Schreinermeister wie es ist, von der Werkstatt in den Hörsaal zu wechseln. Sie sind von der Werkstatt in den Hörsaal gewechselt. Was war Ihre Motivation? Angefangen hat alles nach dem Realschulabschluss mit meiner Ausbildung als Schreiner. Da ich mich gerne weiterbilden wollte, habe ich nach zwei Jahren als Geselle meine Fortbildung zum Meister gemacht. Anschließend wurde ich Werkstattleiter und habe während dieser Zeit Auszubildende betreut und angeleitet. Das Weitergeben und Vermitteln von Wissen hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich habe mich nach Alternativen in diesem Bereich umgeschaut. Nach einem Praktikum an der Schule war mir klar: Ich werde Berufsschullehrer. Warum haben Sie sich für die Uni Koblenz-Landau entschieden? Ich habe verschiedene Angebote von Universitäten abgewogen, aber Koblenz war für …

Nina Richter bringt eine große Begeisterung für das Fach Mathematik mit und möchte in ihrem späteren Beruf als Grundschullehrerin Kindern die Welt der Zahlen vermitteln. Foto: Greta Rettler

Grundschullehramt: Auf dem Lösungsweg

Nina Richter konnte schon immer besser mit Zahlen als mit Wörtern. Als Lehramtsstudentin der Fächer Mathe und Wirtschaft schätzt sie nicht nur, dass es in ihrem Studium immer ein Richtig oder ein Falsch gibt, sondern auch die guten Einstiegschancen in den Beruf.  Die Serie: Abiturienten stehen viele Möglichkeiten offen. Studieren oder eine Ausbildung beginnen, Uni oder FH? Und welches Fach ist für mich das Richtige? In unserer Serie “Was studieren?” stellen Studierende der Universität Koblenz-Landau ihren Studiengang vor. Woher kommt Ihre Begeisterung für den Studiengang Wirtschaft und Mathe auf Grundschullehramt? In den Fächern Mathe und Wirtschaft mit Schwerpunkt Ernährung kann ich meine Interessen und Fähigkeiten kombinieren, denn die Themen interessieren mich auch privat. Vor allem finde ich es wichtig, dass Kindern schon früh eine gute Grundlage in diesen Bereichen vermittelt wird. Mathe hat mich schon in der Schule begeistert. Zahlen liegen mir einfach besser als Wörter. Ich denke, Zahlen sind anschaulicher zu vermitteln als Sprache: Es gibt immer ein Richtig oder Falsch. Außerdem wählen nur wenige Lehramtsstudentinnen Fächer im MINT-Bereich, sodass sich mir hier später gute Einstiegschancen …

Jan Magg arbeitet bereits seit fünf Jahren als Zoopädagoge in der Zooschule und übt sich im Lehrer-Dasein. Foto: Lisa Leyerer

Tierische Nachbarn: Zu Besuch in der Landauer Zooschule

Auf dem Weg zum Campus Landau wird man täglich von Vogelgezwitscher und mit einem Blick auf die Geparden des Landauer Zoos begrüßt. Mit auf dem Gelände befindet sich seit fast 25 Jahren die Zooschule, gegründet von Dr. Gudrun Hollstein. Im Interview erläutert die Leiterin der Zooschule die besondere Kooperation zwischen Uni und Zoo. Im Video gibt Zoopädgoge Jan Magg einen Einblick in das einzigartiges Praxisfeld für Studierende. Welches Konzept steht hinter der Zooschule? Es handelt sich um eine Kooperation zwischen der Universität und dem Landauer Zoo. Der Grundgedanke besteht darin, mit der Zooschule ein Praxisfeld vor allem für angehende Lehrer anzubieten. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ein Studium sehr praxisfern sein kann. Ich arbeite als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Bildung im Kindes- und Jugendalter an der Uni und empfand die örtlichen Gegebenheiten mit der unmittelbaren Nähe zwischen Campus und Zoo als eine tolle Möglichkeit, im Zoo ein pädagogisches Veranstaltungsprogramm einzurichten. Da es wichtig ist, sich auszuprobieren und Erfahrungen im Unterrichten von Kindern zu sammeln, wollte ich mit der Gründung der Zooschule 1992 eine Plattform dafür …

Lehramtsstudent Alexander Gear verbringt vier bis fünf Nächte im Monat im Schlaflabor und überwacht Patienten mit Schlafproblemen. Foto: Schreiner

Assistent im Schlaflabor

Alexander Gear arbeitet neben seinem Studium im Schlaflabor Landau. Dabei hat er nicht nur viel über den menschlichen Schlaf gelernt, sondern schätzt vor allem den Umgang mit den Patienten. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Mein Name ist Alexander Gaer, ich bin 25 Jahre alt und studiere in Landau die Fächer Bildende Kunst und Philosophie für das Lehramt Gymnasium. Momentan bin ich doppelt eingeschrieben und schreibe an meiner Bachelorarbeit in Philosophie. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich arbeite vier bis fünf Mal pro Monat im Schlaflabor Landau. Das Schlaflabor wird von Dr. med. Marcus Michel und Dr. med. Jochen Meyer betrieben und ist räumlich an das Vinzentius Krankenhaus angegliedert. Der Schwerpunkt liegt auf der Diagnose und Therapie von Schlafstörungen. Da es ein Schlaflabor ist, …

Florian Witzler befasst sich in seiner Abschlussarbeit mit Menschen mit Behinderung in der professionellen Tanzbranche. Foto: Esther Guretzke

Tanzen ohne Grenzen

Mit Menschen mit Behinderung setzen sich Sportstudierende meistens aus therapeutischer Perspektive auseinander. Florian Witzler interessiert sich hingegen für deren berufliche Perspektiven im Bereich Sport. Für seine Masterarbeit beschäftigte sich der Lehramtsstudent mit dem professionellen Tanz bei Menschen mit Behinderung. Die Serie: Alle Scheine sind gemacht und das Studium geht in die heiße Phase, die Abschlussarbeit steht vor der Tür. Doch wie organisiert man diese letzte Phase des Studiums? Wie findet man einen Betreuer und das richtige Thema? Und wie schafft man es, in dieser Zeit nicht durchzudrehen?  Wer sind Sie und was studieren Sie? Mein Name ist Florian Witzler, ich bin 25 Jahre alt und habe Englisch und Sport auf Lehramt für die Realschule Plus studiert. Was ist das Thema Ihrer Abschlussarbeit? Es geht um den professionellen Tanz bei Menschen mit Behinderung, bei dem weder Freizeit noch ein therapeutischer Charakter im Vordergrund stehen. Der Fokus liegt auf dem sportlich-künstlerischen Aspekt. Ich diskutiere Begriffe wie Ästhetik und Tanz und biete neue Auslegungen an. Die Arbeit zeigt aber auch, wie dünn der aktuelle Forschungsstand ist. Ein Signal für den Stellenwert des Thema und das Bild …

Heute schreibt Marius Adam über die Vor- und Nachteile der Freiheiten im Studium. Zeichnung: Carolin Höring.

Ein neues Teil für den Biografie-Baukasten?

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute berichtet Marius Adam vom Umgang mit großen Entscheidungen. Der Bachelor steht mehr oder weniger vor der Tür. Mehr, weil ich nur noch wenige Seminare zu belegen habe und weniger, weil doch noch einige Hausarbeiten und Prüfungen bis zur Bachelorarbeit zu absolvieren sind. Ein bisschen fühle ich mich wie kurz vor dem Abi, als ich viel zu spät und total unkoordiniert anfing zu lernen. Und über allem schwebt wie damals die Frage: Ist das eigentlich das Richtige für mich? Und was mache ich danach? Führe ich mein Lehramtsstudium wie vorgesehen mit dem Master fort oder fange ich mit einem neuen Bachelor nochmal ganz von vorn an? Oder verschaffe ich mir mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr Zeit und verschiebe die Entscheidung? Warum fällt es mir so schwer, mich festzulegen? Studienzeit ist Entscheidungszeit Vielleicht liegt es an der geringen Übung, da die wirkliche Entscheidungsvielfalt erst mit dem Studium beginnt. Während der Schulzeit sind viele Dinge vorgegeben und die eigenen Entscheidungen begrenzen …

Nebenjob mit viel Verantwortung: Student Jan Koster arbeitet neben der Uni als Rettungssanitäter. Foto: Marius Adam

Als Sanitäter Leben retten

Jan Koster finanziert sein Studium durch seine Nebentätigkeit als Rettungssanitäter bei der Johanniter-Unfall-Hilfe. Langeweile ist bei seiner Arbeit ausgeschlossen: Kurzfristige Rettungseinsätze und Krankentransportfahrten gehören zum Berufsalltag. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Ich bin Jan Koster, 23 Jahre alt und studiere in Koblenz Lehramt für Realschule Plus mit der Fächerkombination Wirtschaft und Arbeit und Sport. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich arbeite als Rettungssanitäter bei der Johanniter-Unfall-Hilfe. Mein Arbeitsplatz umfasst sowohl die Arbeit auf der Rettungswache als auch im Kranken- und Notfallkrankenwagen, mit denen ich zu den jeweiligen Einsätzen fahre. Pro Woche übernehme ich in der Regel zwei Schichten. Was sind Ihre Aufgaben? Meine Arbeit lässt sich grundsätzlich in zwei große Bereiche aufteilen: Den Krankentransport und den Rettungsdienst. Dabei bin ich entweder als Fahrer des …