Monate: Juli 2016

Rückblick: Das sind die beliebtesten Blogartikel des Sommersemesters. Foto: Colourbox.de

Sommer-Top-10: Die beliebtesten Beiträge des Semesters

Liebe Leserinnen und Leser, mit dem Semesterende ist es so wie mit dem Weihnachtsfest: Plötzlich steht es vor der Tür. Das Uniblog-Team verabschiedet sich in die Sommerpause und wirft zuvor einen Blick auf die beliebtesten Artikel des Sommersemester 2016. Wir wünschen viel Spaß bei unserem kleinen Rückblick, eine angenehme Ferienzeit und viele Sonnenstunden. Wir hoffen, uns an dieser Stelle zum Wintersemester wieder zu lesen. Herzliche Grüße Giovanna Marasco-Albry & Team TOP 1 Campus-Pärchen verraten ihre Lieblingsplätze TOP 2 Romantische Plätze in Landau TOP 3 Allround-Talent: Hausmeister und Gitarrenlehrer TOP 4 Refugees: Grüße in der Box TOP 5 Deutschlandstipendium: Unterstützung für engagierte Studierende TOP 6 Ein großes Ziel vor Augen TOP 7 Als Sanitäter Leben retten TOP 8 Wie Geschichten unsere Selbstwahrnehmung beeinflussen TOP 9 BioGeowissenschaften: Die Natur studieren TOP 10 Auf den Spuren von… Jungunternehmer Tobias Hastenteufel

Pokémon Go: Auch an der Universität tummeln sich die frechen Monster. Fotos: Adrian Müller

Pokémon Go: Catch me if you can

Sie sind klein, süß und wollen gefangen werden: Das Augmented-Reality-Spiel Pokémon Go hat ein globales Jagdfieber ausgelöst. Warum das Spiel die ganze Welt begeistert, was die Herausforderungen beim Programmieren einer solchen App sind, wie sicher die Nutzerdaten sind und wie es weitergeht mit dem Hype, darüber hat Uniblog mit Bastian Krayer im Interview gesprochen. Krayer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der AG Computergrafik am Campus Koblenz, die sich mit der 3D-Bildsynthese in interaktiven, immersiven und augmentierten Umgebungen sowie mit Anwendungen in den Bereichen der virtuellen Realität beschäftigt. Wie viele Pokémon haben Sie heute schon gefangen? Ungefähr 10 Stück. Virtuelle Monster, die mit Bonbons gefüttert werden, die man sammeln und tauschen kann und die in Arenen gegeneinander antreten: Wie funktioniert das Spiel eigentlich? In Pokémon Go ist man als Pokémon-Trainer unterwegs. Als solcher hat man die Aufgabe, möglichst viele verschiedene Pokémon, tierartige Wesen, zu fangen. Diese findet man an vielen Orten in der Welt verteilt. Dank mobiler Internetverbindungen und GPS können Spieler mit ihrem Smartphone in der wirklichen Welt herumwandern und diese Orte finden. Dabei werden auf dem Smartphone eine Karte der Umgebung, …

Für den einen ist Fliegen der Start in eine entspannte Urlaubszeit, für andere der blanke Horror. Campus-Reporterin Nina Seel schreibt in der aktuellen Kolumne über ihre Flugangst. Foto: Colourbox.de

Kolumne: Sommer, Sonne, Angst vorm Fliegen

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Kurz vor den Semesterferien berichtet Nina Seel über ihre Hassliebe zu Flugzeugen und ihr ganz persönliches Flug-Erleben. Die EM ist gespielt, alle Referate sind gehalten. Nur ein paar letzte Prüfungen trennen uns noch von den wohlverdienten Semesterferien. So heißt es auch für mich bald “Ab in den Urlaub”. Nach einigen Jahren Pause steige ich in ein paar Wochen zum ersten Mal wieder in einen Flieger Richtung Meer. Flugzeuge üben schon immer eine unglaubliche Faszination auf mich aus. Dass diese großen, schweren Vögel sich so leicht durch die Lüfte bewegen und Millionen Menschen auf der Welt miteinander verbinden, betrachte ich als eine der großartigsten Erfindungen unserer Zeit. Trotzdem fühle ich mich während eines Fluges Technik, Natur und Menschenverstand ausgeliefert. Ich stelle mich einer Situation, in der ich völlig die Kontrolle abgebe. Die Angst mag unbegründet und irrational sein, dennoch ergibt sich aus Platzangst, Höhenangst und Angst vor einem Absturz eine ganz wilde Mischung. Natürlich weiß ich, dass das Flugzeug laut …

„Ich selbst fliege auch nicht besonders gerne, habe aber die Erfahrung gemacht, dass vor allem Langstrecken für mich schwierig sind. Eine ehemalige Kommilitonin von mir ist Flugbegleiterin und hat mich mal in ein Cockpit mitgenommen. Wenn man sieht, wie routiniert die Abläufe dort sind, gewinnt man schnell Vertrauen und stellt fest, dass es sich um einen ganz normalen Job handelt. Wissen hilft also", erklärt Dr. Jens Haider. Fotos: Lisa Leyerer

Die Angst fliegt mit: Psychotherapeut Jens Heider im Interview

Etwa 15 Prozent der Deutschen leiden unter Flugangst. Von leichtem Unwohlsein an Bord eines Flugzeugs bis hin zu Panikattacken aus Angst vor einem Absturz gibt es vielerlei Gründe, die Menschen davon abhalten, in einen Flieger zu steigen. Die Angst, die in der Fachsprache Aviophobie heißt, kann therapiert werden. Dr. Jens Heider, psychologischer Psychotherapeut und Leiter der Psychotherapeutischen Universitätsambulanz am Standort Landau, erklärt, wie Flugangst entsteht und gibt Tipps, wie man mit ihr umgehen kann. Erst einmal ganz grundlegend gefragt: Warum haben Menschen Angst? Angst ist ein ganz allgemeines Phänomen. Wir brauchen dieses Gefühl zur Regulation unseres menschlichen Lebens. Sie dient der Vermeidung unangenehmer und gefährlicher Situtationen. Ohne Angst wären wir vermutlich morgen tot, weil wir einfach ohne zu gucken über die Straße laufen würden. Ängste können biologisch, psychisch oder sozial bedingt sein, sind also entweder genetisch verankert oder basieren auf einer traumatischen Erfahrung. Wenn Angst zur ernsthaften psychischen Erkrankung wird, dann spricht man von einer Phobie. Was ist der Unterschied zwischen Angst und Phobie? Für eine Phobie braucht man ein konkretes Objekt, auf das man …

Um die kulturelle Selbstverständigung geht es im campusübergreifenden Forschungsschwerpunkt Kultur-Norm. Foto: Fotolia/ agsandrew

Alles normal?

Was ist normal? Was heißt Tradition? Woran orientieren wir uns? Was ist für uns verbindlich? Wie drückt sich die Normativität unserer Lebensform im Handeln aus? Das Themenfeld des Forschungsschwerpunktes Kulturelle Orientierung und normative Bindung, kurz Kultur-Norm, ist breit gespannt: In insgesamt neun Projekten identifizieren Wissenschaftler standortübergreifend Fragestellungen der kulturellen Selbstverständigung hinsichtlich ihrer normativen Facetten. Kultur-Norm ist neben KoMePol und AufLand einer von drei Forschungsschwerpunkten der Universität, die im Rahmen der Forschungsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz gefördert werden. Der Schwerpunkt wird von den Kultur- und Geisteswissenschaften getragen und teilt sich in drei Cluster, in denen wiederum in Einzelprojekten geforscht wird. Vertreter der Soziologie, Philosophie, Pädagogik, Ethnologie, Theologie, Romanistik und Germanistik nähern sich mit jeweils eigenem Blickwinkel den gemeinsamen Fragestellungen zur kulturellen Selbstverständigung. “Interdisziplinär zu arbeiten ist ein Prozess. In einem Verbundprojekt muss man einander zuhören und verstehen. Besonders spannend ist es dann, wenn man gemeinsame Methodenfragen oder thematische Anschlussstellen entdeckt”, berichtet Dr. Marion Steinicke. Zusammen mit Anna Magdalena Schaupp koordiniert sie das Projekt. Die produktiven Reibungspunkte bestimmen die Arbeit der Wissenschaftler. Tagungen,  Konferenzen und Workshops werden organisiert und häufig in Zusammenarbeit mit Nachwuchswissenschaftlern …

Mattes Albrecht ist 22 Jahre alt und studiert Psychologie. Er ist fasziniert von der Natur des Menschen und möchte später in der Personalentwicklung arbeiten. Foto: Höffner.

Psychologie: Den Menschen verstehen

Warum sind wir so, wie wir sind? Warum handeln wir so, wie wir es tun? Die Psychologie untersucht menschliches Verhalten und Denken und liefert Antworten auf viele spannende Fragen. Mattes Albrecht, Psychologiestudent am Campus Landau, gibt einen Einblick in eines der beliebtesten Studienfächer Deutschlands. Die Serie: Abiturienten stehen viele Möglichkeiten offen. Studieren oder eine Ausbildung beginnen, Uni oder FH? Und welches Fach ist für mich das Richtige? In unserer Serie “Was studieren?” stellen Studierende der Universität Koblenz-Landau ihren Studiengang vor. Woher kommt Ihre Begeisterung für das Fach Psychologie? Ich interessiere mich stark für den Menschen an sich, für seine Gedanken, Handlungen und vor allem seine Beweggründe. In allen Bereichen des Lebens hat man mit Menschen zu tun. Die Kenntnisse, die man im Fach Psychologie gewinnt, sind also universell anwendbar. Warum haben Sie sich für den Studienort Landau entschieden? Wie die meisten der Psychologiestudenten am Campus Landau hatte ich noch nie zuvor von dem kleinen Städtchen gehört, bis ich mich hier bewarb und eine Zusage erhielt. Der Großteil der anderen Universitäten hat einen deutlich höheren NC, so dass es sehr …

Frei zugängliches und kostenloses WLAN für alle, das ist die Idee von Freifunk. Die Hochschulgruppe hat sich im vergangenen Jahr gegründet. Fotos: Adrian Müller

Freifunk: Freies WLAN für alle

Uneingeschränkter Internetzugang ist eine Voraussetzung für die Teilhabe an unserer Gesellschaft, findet Elias Zervudakis. Deshalb hat der Koblenzer Student die Hochschulgruppe Freifunk gegründet. Ihr Ziel ist die Verbreitung eines flächendeckenden WLAN in Koblenz und Umgebung, das von jedem kostenlos genutzt werden kann. Die Initiative engagiert sich auch in der Flüchtlingshilfe und hat in Koblenzer Unterkünften Freifunk-Router installiert. Das Internet ist in unserem Alltag omnipräsent. Es begegnet uns auf der Arbeit, in der Universität und im Privaten und gibt uns die Möglichkeit, stets darüber informiert zu sein, was in der Welt passiert und mit anderen in Kontakt zu bleiben. „Nach unserer Auffassung sollte heute jeder die Möglichkeit haben, immer und überall kostenlos online zu gehen, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen“, sagt Elias Zervudakis, Gründer der Hochschulgruppe Freifunk. Die Idee entstand auf der Hacknight am Campus in Koblenz, ein durch die Fachschaft Informatik/Computervisualistik organisiertes Treffen zum Austausch über aktuelle Technikfragen. „Wir möchten ein freies, von Bürgern und Studierenden verwaltetes Netzwerk aufbauen und etablieren. Die Bereitstellung von Routern durch Privatpersonen ermöglicht anderen den freien Zugang zum Internet.“ Konkret …

Adrian Willems untersuchte in seiner Masterarbeit Breaking Bad-Protagonist Walter White und seine Betrachtungen im Spiegel. Foto: Adrian Müller

Walter White im Spiegel

In Serien spielt nicht nur die Handlung eine Rolle. Durch filmisch-künstlerische Elemente werden dem Zuschauer verdeckte Botschaften übermittelt. Eines dieser Stilmittel untersuchte Adrian Willems in seiner Abschlussarbeit. Sein Thema: Breaking Bad-Protagonist Walter White und seine Spiegelreflexionen.  Die Serie: Alle Scheine sind gemacht und das Studium geht in die heiße Phase, die Abschlussarbeit steht vor der Tür. Doch wie organisiert man diese letzte Phase des Studiums? Wie findet man einen Betreuer und das richtige Thema? Und wie schafft man es, in dieser Zeit nicht durchzudrehen?  Wer sind Sie und was haben Sie studiert? Ich heißt Adrian Willems, habe Englisch und Chemie auf Lehramt studiert. Momentan befinde ich mich im Referendariat an einer Berufsschule und studiere Informatik als Drittfach. Was war das Thema Ihrer Abschlussarbeit? Das Thema meiner Masterarbeit bezog sich auf Reflexionen in der Serie Breaking Bad. In Filmen oder Serien werden neben der eigentlichen Handlung und den Dialogen durch Kameraeinstellung und Schnitt noch weitere Dinge kommuniziert. Speziell habe ich mich mit der Bildkomposition beschäftigt, wobei der Fokus auf den Spiegelbildern und Reflexionen der Hauptfigur lag. Wie kamen Sie auf dieses Thema? Was …

Geschichten erlauben dem Leser, in fremde Welten einzutauchen und neue Erfahrungen zu sammeln. Foto: Colourbox.de

Mit Geschichten die Welt verbessern

Wir lesen Romane oder schauen Filme, um uns zu unterhalten. Geschichten können jedoch nicht nur ein wunderbarer Zeitvertreib sein, sondern auch unser Verhalten und unsere Einstellung verändern. Diesen Effekt nennt man narrative Persuasion. Constanze Schreiner ist Doktorandin am Institut für Kommunikationspsychologie und Medienpädagogik in Landau und untersucht das Phänomen für ihre Promotion.  Vielleicht erinnern Sie sich noch an die Geschichte von Karius und Baktus, zwei kleine Zahntrolle, die im Mund von Max, einem kleinen Jungen, zuhause sind? Dort haben sie es sich in einem Backenzahn häuslich eingerichtet und sind fleißig dabei, ihr Terrain mit Hilfe von Pickel und Presslufthammer auf den Eckzahn auszuweiten. Max, der gerne Süßes isst und sehr ungerne seine Zähne putzt, bekommt von den Bauaktionen der beiden Zahntrolle schlimme Zahnschmerzen. Im Laufe der Geschichte lernt er, dass gründliches Zähneputzen und regelmäßige Zahnarztbesuche helfen, Zahntrolle zu verjagen. So erging es nicht nur Max – Generationen von Kindern haben durch Karius und Baktus erfahren, welche unangenehmen Konsequenzen Süßigkeiten haben können und wie wichtig Zähneputzen ist. Experimente helfen, Gefühle zu lesen In meiner Doktorarbeit interessiere …

Die Zeiten ändern sich. Das hat auch Auswirkungen auf unsere Sprache. Foto: Fotolia / photogl

Von der Technik zur Technisierung: Historische Begriffe im Wandel

Begriffe beschreiben nicht nur unsere Lebenwirklichkeit, sondern wandeln ihre Bedeutung im Lauf der Geschichte und geben Auskunft über unser kulturelles Selbstverständnis. Prof. Dr. Christian Geulen vom Institut für Geschichte am Campus Koblenz befasst sich in dem Forschungsprojekt “Semantische Transformationen im 20. Jahrhundert” mit dem Wandel historisch-politischer Leitideen zwischen 1900 und 1989. Wenn sich neue Begriffe bilden, ist das sowohl Ausdruck eines kulturellen und politischen Bedeutungswandels als auch ein Indikator für eine geschichtlich prägende und innovative Situation, weiß Professor Christian Geulen. Seit einigen Jahren forscht er zur Geschichte historischer Begriffe wie dem Konzept der Rasse und des Rassismus. Gemeinsam mit vier Doktoranden untersucht der Leiter des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Forschungsprojektes, wie sich in den Diskursfeldern Rationalisierung, Ästhetisierung, Medialisierung und Technisierung ein Bedeutungswandel in der politisch-sozialen Sprache vollzog. Diese vier Schlüsselbegriffe sind von besonderer Bedeutung, da sie sich im 20. Jahrhundert in je verschiedenen Phasen zu echten Leitideen entwickelt hätten, berichtet Geulen. “Ästhetisierung etwa wurde zu einer Leitidee, da sich vor allem in der Zwischenkriegszeit die Vorstellung herausbildete, Politik könne nur durch ihre ästhetisch-künstlerische …