Monate: Oktober 2015

Mike Simonsen hat als gelernter Zerspannungsmechaniker nicht unbedingt den typischen Lebenslauf eines Kindergärtners. Mike Simonsen hat als gelernter Zerspannungsmechaniker nicht unbedingt den typischen Lebenslauf eines Kindergärtners. Foto: Hannah Wagner

Erzieher im Kindergarten

Mike Simonsen arbeitet im Nebenjob als Kindergärtner. Eigentlich ist er gelernter Zerspanungsmechaniker. Als die Firma insolvent geht, sattelte er um: auf Geschichte und Chemie im Lehramt. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Mein Name ist Mike Simonsen, ich bin 27 Jahre alt und studiere im 6. Semester Geschichte und Chemie auf Lehramt. Vorher habe ich bereits eine Ausbildung als Zerspanungsmechaniker gemacht und gut drei Jahre in diesem Beruf gearbeitet. Ich hatte schon während dieser Zeit viel mit der Ausbildung der anderen Azubis zu tun. Als die Firma insolvent ging, habe ich mich für das Lehramtsstudium entschieden. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich arbeite seit einiger Zeit in der evangelischen Kindertagesstätte Bodelschwingh in Koblenz-Lützel als Aushilfserzieher. Die Kita betreut rund 65 Kinder im Alter von eins bis sechs Jahren. …

Heute schreibt Campus-Reporterin Lisa Leyerer. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Unistart: Vom Sprung ins lauwarme Wasser

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Zum Unistart erinnert sich Lisa Leyerer an ihren Start in einen neuen Lebensabschnitt vor drei Jahren. Was ihr besonders gut im Gedächtnis geblieben ist: die Angst vor dem Neuen und das schrille Weckerklingeln. Tschüss Schule, hallo Freiheit! Was für ein tolles Gefühl, nach zwölf langen Jahren den Eastpak-Ranzen auf den Dachboden zu stellen und das Mäppchen inklusive Füller, Lineal und Tintenlöscher in die hinterste Ecke des Schrankes zu verfrachten. Nie mehr langweilige Bücher lesen, nervige Hausaufgaben machen oder tagelang tausende Fakten auswendig lernen. Wäre da nicht diese eine Sache: der neue Lebensabschnitt namens “Studium”. Der frühe Vogel und die ersten Probleme “Trrrrr, trrrrr”, begrüßt mich mein Feind, der Wecker – wie sehr habe ich ihn vermisst. An das Geräusch kann man sich gewöhnen, aber das frühe Aufstehen fällt mir wirklich schwer. Der erste Tag an der Uni steht bevor – mit ihm beginnt schon wieder eine Zeit, in der mein Tag nicht dann beginnt, wenn Körper und Geist dazu bereit …