Allgemein, Studis & ihre Nebenjobs
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Erzieher im Kindergarten

Mike Simonsen hat als gelernter Zerspannungsmechaniker nicht unbedingt den typischen Lebenslauf eines Kindergärtners. Mike Simonsen hat als gelernter Zerspannungsmechaniker nicht unbedingt den typischen Lebenslauf eines Kindergärtners. Foto: Hannah Wagner Mike Simonsen hat als gelernter Zerspannungsmechaniker nicht unbedingt den typischen Lebenslauf eines Kindergärtners. Mike Simonsen hat als gelernter Zerspannungsmechaniker nicht unbedingt den typischen Lebenslauf eines Kindergärtners. Foto: Hannah Wagner

Mike Simonsen arbeitet im Nebenjob als Kindergärtner. Eigentlich ist er gelernter Zerspanungsmechaniker. Als die Firma insolvent geht, sattelte er um: auf Geschichte und Chemie im Lehramt.

Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei.

Wer sind Sie?

Mein Name ist Mike Simonsen, ich bin 27 Jahre alt und studiere im 6. Semester Geschichte und Chemie auf Lehramt. Vorher habe ich bereits eine Ausbildung als Zerspanungsmechaniker gemacht und gut drei Jahre in diesem Beruf gearbeitet. Ich hatte schon während dieser Zeit viel mit der Ausbildung der anderen Azubis zu tun. Als die Firma insolvent ging, habe ich mich für das Lehramtsstudium entschieden.

Was für einen Nebenjob machen Sie?

Ich arbeite seit einiger Zeit in der evangelischen Kindertagesstätte Bodelschwingh in Koblenz-Lützel als Aushilfserzieher. Die Kita betreut rund 65 Kinder im Alter von eins bis sechs Jahren. Ich arbeite als Werksstudent bis zu 20 Stunden in der Woche, mal mehr, mal weniger – immer so, wie ich gebraucht werde. Ich springe ein, wenn die anderen Angestellten krank oder verhindert sind. So kann es theoretisch auch sein, dass ich mal zwei Monate nicht gebraucht werde.

Was sind Ihre Aufgaben?

Hauptsächlich ist es die Betreuung der Kinder, für die ich angestellt wurde. Ich spiele mit ihnen, schaue, dass in den Gruppen alles mit rechten Dingen zugeht und helfe den Erziehern.

Was bereitet Ihnen am meisten Freude bei dieser Arbeit?

Der Umgang mit den Kindern natürlich. Es macht einfach riesigen Spaß, Zeit mit den Kleinen zu verbringen.

Wie kamen Sie an Ihren Nebenjob?

Über Bekannte, die mir von der freien Stelle berichtet haben. Dann habe ich mich beworben und wurde genommen. Wahrscheinlich hatte ich den Männer-Bonus in dieser Berufssparte. Ich bin zwar nicht der Einzige, aber es sind prinzipiell schon mehr Frauen in diesem Berufszweig tätig.

Was verdienen Sie bei diesem Nebenjob?

So genau möchte ich das nicht sagen, aber auf jedem Fall reicht es, dass ich momentan davon leben kann.

Kann man diesen Job weiter empfehlen? Braucht man bestimmte Voraussetzungen dafür?

Man braucht vor allem starke Nerven und muss mit Kindern umgehen können. Das ist das A und O. Man sollte nicht schnell nervös oder gereizt werden und belastbar sein. Außerdem sollte man flexibel sein, weil man manchmal spontan einspringen muss. Zu erwähnen ist auf jedem Fall noch, dass man es als Mann nicht leicht hat, wenn ich von meinem Job berichte. Erst einmal lachen die Leute amüsiert, weil sie denken, ich mache Scherze. Aber wenn sie begreifen, dass ich tatsächlich als Kindergärtner arbeite, finden sie es sehr interessant.

Wie „studienkompatibel“ ist Ihre Arbeit? Bitte vergeben Sie Sterne von 1 bis 5 (5 Sterne = super kompatibel).

Ich würde bis jetzt 5 Sterne vergeben, da ich angegeben habe, wie meine Seminare liegen und dementsprechend eingeteilt werde. Aber da ich noch nicht so ewig in dem Job arbeite, wird sich das Ganze noch zeigen. Ich bin gespannt.

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