Alle Artikel mit dem Schlagwort: slideshow

Heute schreibt Campus-Reporterin Emily Nolden. Foto: Unsplash

Studieren mit anderen Augen

7,9 Semester verbringen wir durchschnittlich an unserer Hochschule, bis wir den ersten Berufseinstieg wagen. Das ist eine Menge Zeit auf engstem Raum mit Kommilitonen, Mitbewohnern und Professoren. Aus diesen Jahren kann man jedoch weitaus mehr mitnehmen, als die meisten denken. Mit genervtem Blick und eiligen Schritten eilt der Studierende aus dem Hörsaal. Es ist bereits dunkel, der Magen knurrt und der Professor brauchte eine gefühlte Ewigkeit für seinen letzten trivialen Satz. Nur schnell nach Hause auf die Couch und abschalten. Doch dann: Der Klang eines Klaviers, der Gesang eines Chors, lautes Diskutieren im Gang, ein Pärchen in Trainingsanzug und eine Reporterin, begeistert vom künstlerischen Talent ihres Interviewpartners. Diese und ähnliche Szenen kann jeder beobachten, der am Abend nicht den schnellsten Fluchtweg sucht, sondern mit offenen Augenüber den Campus geht. Doch was zeichnet die angeblich schönste Zeit unseres Lebens, die Studienzeit, aus, und wie kann man sie in vollen Zügen genießen? Wir starten unser erstes Semester und werden gleich mit Angeboten überhäuft. Kneipentour, Unirallye, Ranger aus dem höheren Semester, Winteruni, Hochschulsport und ein riesiges Kursangebot. Welcher …

Foto: Philipp Sittinger

Campusbilder der Woche

Wir präsentieren Ihnen in jeder Woche ein Campusbild aus Koblenz und Landau. Heute: Bunte Kunst und der leuchtende Nachthimmel. Beton muss nicht immer hässlich sein. Mit wenigen Handgriffen und etwas Kreativität können graue Wände zu bunten Hinguckern werden. Jan Reutelsterz hat auf seinem Foto das Kunsterwerk im Treppenhaus des F-Gebäudes am Campus Koblenz mit der Kamera festgehalten. Campus-Reporter Philipp Sittinger beobachtete in Landau den strahlenden Mond am Nachthimmel über der beleuchtetet Reithalle. Wer ganz genau hinschaut, erkennt vielleicht sogar ein Sternbild. Stimmen Sie ab! Einmal im Monat fragen wir Sie nach Ihrer Meinung: Welches Bild hat das Zeug zum Campusbild des Monats? Unter allen Teilnehmern verlosen wir ein kleines Präsent. Das nächste Voting findet am 6. Februar statt.

Andere Länder, andere Sitten: Forscher der Universitäten Koblenz-Landau und Haifa untersuchen das Mediennutzungsverhalten in Deutschland und Israel. Foto: Rawpixel/Unsplash

Israel vs. Deutschland: Wer nutzt Medien wie?

Während die deutschen Medien hierzulande einen seriösen Ruf genießen, bringen Israelis ihren Medien nur wenig Vertrauen entgegen. Warum sich die Einstellung zu Medien und ihre Nutzung in den beiden Ländern so stark unterscheidet, untersucht ein Team aus Wissenschaftlern der Universität Koblenz-Landau, der Universität Haifa und der University of Amsterdam. Bereits seit 2015 besteht eine intensive Kooperation zwischen dem Institut für Kommunikationspsychologie und Medienpädagogik (IKM) in Landau und dem Department of Communication der Universität Haifa. Die Mitarbeitenden der Universitäten interessieren sich für die Frage, wie der Konsum politischer Nachrichten mit dem Vertrauen in Medien und in Politiker zusammenhängt. Innerhalb der Kooperation von Professor Yariv Tsfati auf israelischer sowie Professorin Michaela Maier und Assistant-Professor Lukas Otto auf deutscher Seite, sind bereits mehrere Studien zur Frage entstanden, wie Menschen politische Inhalte auswählen und die Rezeption welcher Medieninhalte politisches Vertrauen beeinflussen können. “Israel und Deutschland bieten sich als Vergleichsländer an. Obwohl die Mediensysteme und das politische System theoretisch ähnlich sind, unterscheiden sie sich in ihren Einstellungen gegenüber Medien und Politik sowie in ihren Medieninhalten und Mediennutzung erheblich”, erklärt Otto, der mittlerweile vom …

Adina Guttermann arbeitete neben ihrem Lehramtsstudium an einer Hotelrezeption. Foto: Philipp Sittinger

Uni am Tag, Hotelrezeption in der Nacht

Adina Guttermann hat an einer Hotelrezeption mit angrenzender Bar gearbeitet. Dabei hat die Lehramtsstudentin besonders von ihren guten Englischkenntnissen profitiert. Das Arbeiten in langen  Nachtschichten war aber auch anstrengend und kräftezehrend. Wer sind Sie? Mein Name ist Adina Guttermann und ich bin 26 Jahre alt. Ich studiere im zweiten Semester im Master of Education Grundschulpädagogik, meine Fächer im Bachelor waren Anglistik und Philosophie. Was für einen Nebenjob haben Sie gemacht? Ich habe zwei Jahre in einem Hotel an der Rezeption und an der Bar gearbeitet. Beide Arbeitsbereiche lagen direkt nebeneinander. Dort habe ich überwiegend die Nachtschichten am Wochenende übernommen. Manchmal bin ich auch spontan eingesprungen, wenn es sich mit der Uni vereinbaren ließ. Für mich war aber von Anfang an klar, dass Seminare und Vorlesungen immer Vorrang haben. Was genau waren Ihre Aufgaben? Und tschüss… ! Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende …

Anja Isele studierte Psychologie und Pädagogik auf Diplom. Jetzt arbeitet sie als Führungskraft im Schweizer Unternehmen Sika. Foto: Anja Isele

Auf den Spuren von… Anja Isele, Head Learning & Development Switzerland bei der Sika Services AG

Anja Isele kommt aus einem kleinen Ort nahe der Schweizer Grenze. Sie lebt und arbeitet nicht nur in zwei Ländern, sondern hat auch zwei Diplome: in Psychologie und Pädagogik. Die 38-Jährige erlangte am Campus Landau ein breit gefächertes Wissen. Ihr Weg war damals ungewöhnlich, doch der Blick von zwei Seiten lohnt sich in ihrem Job als Führungskraft in einem Schweizer Unternehmen bis heute. Sie sind Head Learning & Development Switzerland bei der Sika Services AG. Was ist das für eine Position? Ich leite den Trainings-, oder auch Personalentwicklungsbereich für die 2000 Mitarbeitenden in der Schweiz. Sika ist in über 100 Ländern aktiv, aber die Schweiz ist das Gründungsland. Wie sind Sie an den Job gekommen? Meinen ersten Job nach dem Abschluss 2007 hatte ich für eine kurze Zeit in der Unternehmensberatung. Dann habe ich mich bei Sika auf die Stelle beworben, die damals erst neu geschaffen wurde. Ende 2011 habe ich dann die Leitung des Schweizer Teams im Learning & Development-Bereich übernommen. Mittlerweile bin ich seit zehn Jahren bei Sika. Was sind Ihre Aufgaben? Meine Aufgaben …

Gerhard Reese ist Professor für Umweltpsychologie und Leiter des Studiengangs Mensch und Umwelt. Sein Ziel ist es, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Foto: Philipp Sittinger

Unsere Profs: Gerhard Reese

Ziemlich cool, vielleicht etwas flapsig: Das wäre das Bild, das Gerhard Reese von sich selbst hätte, wäre er sein eigener Student. Als Professor für Umweltpsychologie und Leiter des Studiengangs Mensch und Umwelt möchte er seinen Studierenden keine Antworten vorgeben, sondern zum Fragen anregen. Am liebsten sind ihm dabei solche, die ihn aus der Fassung bringen. Woran forschen Sie zurzeit? Wir erforschen unter anderem die Einstellungs-Verhalten-Lücke. Menschen verhalten sich nicht immer ihren Einstellungen entsprechend. Viele Menschen sagen, Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind wichtig, aber sie handeln nicht danach. Wir untersuchen psychologische Prozesse, die erklären, wie sich so eine Lücke verringern lässt. Dann untersucht eine Doktorandin, inwiefern die Befriedigung und Nichtbefriedigung von Bedürfnissen mit Umweltschutzmotivation und -verhalten einhergeht. Wenn zum Beispiel unser Kompetenzbedürfnis nicht befriedigt ist, sehen wir uns nicht in der Lage, etwas für den Umweltschutz zu tun. Außerdem untersuchen wir, ob es eine Persönlichkeitseigenschaft gibt, die man Suffizienzorientierung nennen kann. Also inwieweit Menschen bereit sind, für ein höheres Gut, wie dem Umweltschutz, auf Etwas zu verzichten. Wollten Sie konkret Umweltpsychologie erforschen oder wäre Sozialpsychologie für Sie auch …

Abed Naseri und sein Team haben eine App entwickelt, die Studierenden aus Koblenz im Alltag helfen soll. Foto: Teresa Schardt

DoBeeDo: Die Helfer-App

Beim zweistündigen Besuch im Möbelhaus entstand die zündende Idee zum Start-Up von Abed Naseri: Der 26-jährige Web Science-Student war so genervt von der Dauer des Einkaufs, dass er die App DoBeeDo entwickelt hat. Die Idee: Hilfe geben und nehmen.  Was ist DoBeeDo?  DoBeeDo ist eine lokal basierte App, die Studierenden aus Koblenz das Leben erleichtern soll, indem sie schnell und effektiv kleine Probleme löst. Jeder User kann über das Forum der App um einen Gefallen bitten oder selbst einen Gefallen anbieten. Vergisst jemand beispielsweise die Tomaten beim Einkauf, postet er eine Nachricht in das Forum. Wenn ein Nutzer zufällig gerade im Supermarkt ist und den Aufruf liest, kann er ihm die Tomaten mitbringen. Zur Belohnung erhält der Helfer Punkte, die er wieder gegen Gefallen einlösen kann. Nach erster Registrierung der App verfügt jeder Nutzer über 50 Punkte, sozusagen ein Startguthaben. Wie kamen Sie auf die Idee der App? Eines Tages benötigte ich zwei Gläser für einen Abend mit Freunden. Mein Ausflug zum Einrichtungshaus dauerte zwei Stunden – für einen kleinen Einkauf. Ich konnte es nicht fassen …

Kristin Haurand studiert im Zwei-Fach-Bachelor Naturschutzbiologie und Geographie. Sie schätzt vor allem die Entscheidungsfreiheit ihrer beiden Fächer. Foto: Philipp Sittinger

Zwei Fächer und viele Wahlmöglichkeiten

Manche Studierende wollen sich für ihr Studium ungern auf ein bestimmtes Fach festlegen. Doch mehr Individualität ist kein Problem, der Zwei-Fach-Bachelor ermöglicht durch seine Kombinationsmöglichkeiten eine einzigartige Erfahrung. Kristin Haurand studiert nicht nur Naturschutzbiologie, sondern auch Geographie. Im Interview erzählt sie, was dieses etwas andere Studienkonzept so besonders macht und welche Möglichkeiten sich daraus ergeben. Woher kommt Ihre Begeisterung für die Fächer Naturschutzbiologie und Geographie? Die Serie Abiturienten stehen viele Möglichkeiten offen. Studieren oder eine Ausbildung beginnen, Uni oder FH? Und welches Fach ist für mich das Richtige? In unserer Serie “Was studieren?” stellen Studierende der Universität Koblenz-Landau ihren Studiengang vor. Bereits erschienene Artikel finden sie hier. Ich war schon immer ein sehr naturverbundener Mensch. Als Kind habe ich mit meinen Eltern viel Natururlaub gemacht, wir waren zelten, wandern und immer an der frischen Luft. Dadurch liegt mir die Natur seit jeher am Herzen. Als ich dann in der 11. Klasse ein halbes Jahr in Kanada lebte, bin ich mit dem dortigen Konsumverhalten konfrontiert worden. Das hohe Maß an Lebensmittelverschwendung hat mich zum Nachdenken gebracht …

Heute schreibt Campus-Reporterin Maria Preuß. Foto: Unsplash

Die Heimat in mir

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute macht sich Maria Preuß auf die Suche nach ihrer Heimat. Ein Studium fernab der Heimat ist häufig die erste Gelegenheit, seine Wurzeln zu verlassen und Unabhängigkeit auszuprobieren. Während des Bachelorstudiums war es für mich noch kein großer Schritt, da ich in meiner Heimatstadt blieb. Aber ich lernte Kommilitonen kennen, die aus anderen Bundesländern kamen und mit 19 Jahren in die große Welt gezogen sind. Ein mutiger Schritt. Jetzt, wo ich für mein Masterstudium von Berlin nach Landau gezogen bin, wird mir das erst richtig bewusst. Trotz einiger Auslandsaufenthalte, bei denen ich das Weit-weg-Sein erprobt habe, bekomme ich häufiger Heimweh als erwartet. Ich vermisse meine Familie und Freunde, sehne mich nach vertrauten Orten und freu mich auf die nächste Heimreise. Wegen der Entfernung ist das nur alle vier Monate möglich. So wird Heimat zu einem entfernten, selten besuchten Ort. Manche Studierende können, wenn sie nach Hause fahren, bei ihren Eltern wohnen. Manchmal schlafen sie sogar in ihren alten Kinderzimmern. …

Inga Wüsthoff wohnt in einer Wohngemeinschaft mitten in der Koblenzer Altstadt. Unser Reporter besuchte die WG kurz vor Weihnachten und kam in den Genuss einer festlich geschmückten Wohnung. Fotos: Teresa Schardt

WG in der Koblenzer Altstadt: Unter einem Dach vereint

Wenn Mitbewohner zu Freunden werden, wird es nie langweilig. Inga Wüsthoff wohnt seit Oktober 2015 im Herzen der Koblenzer Altstadt und schwärmt von  ihrer Wohngemeinschaft. Das Geheimnis der Kulturwissenschaftlerin: Nicht nebeneinander, sondern miteinander leben. Wer wohnt hier? Unsere kleine Wohngemeinschaft besteht aus vier Personen, einer Frau und drei Männern. Ich selbst bin Kulturwissenschaftlerin, während meine Mitbewohner Germanistik und Web Science studieren. Wir kannten uns teilweise bereits im Vorfeld, innerhalb der WG sind wir aber schnell zu Freunden geworden. Ob morgens, mittags oder abends, es findet sich immer etwas Zeit, um zusammenzusitzen und zu reden. Aufgrund der verschiedenen Ausrichtungen unserer Studiengänge wird uns dabei auch nie langweilig. Es gibt immer Themen, die wir aus unterschiedlichen Perspektiven diskutieren können. Die einzelnen Lebenspartner zählen eigentlich auch zur Wohngemeinschaft dazu. Manchmal kommt es vor, dass alle auf einmal da sind. Dann ist die Wohnung zwar ziemlich voll, aber es wird umso lustiger. Treffen sich eine Kulturwissenschaftlerin, ein Germanist und zwei Informatiker in einer Wohnung. Klingt fast wie ein Witz, aber wie funktioniert das Zusammenleben? Es ist ein großer Vorteil, wenn man …