Alle Artikel mit dem Schlagwort: Campus Koblenz

Heute schreibt Campus-Reporterin Hannah Wagner. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Liebe Universität…

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute erscheint der letzte Text von Hannah Wagner, da sie ihr Studentenleben gegen eine Vollzeitstelle eintauscht. Ein Liebesbrief an die Universität.  Liebe Universität, immer wenn es zu Abschieden kommt, denke ich an das Lied Gute Nacht, Freunde von Reinhard Mey: „Gute Nacht Freunde, es wird Zeit für mich zu gehen. Was ich noch zu sagen hätte, dauert eine Zigarette und ein letztes Glas im Steh’n…“ Was habe ich dir zu sagen? Viel mehr, als es für ein Getränk braucht, denn seit über acht Jahren gehen wir gemeinsame Wege. Dennoch will ich es versuchen in Worte zu fassen: Vieles hast du mir in dieser Zeit gebracht, Positives wie Negatives. Du hast mein Leben bestimmt und mich zu dem Menschen gemacht, der ich ich heute bin. Auf der langen Liste an Erinnerungen und Freuden stehen vor allem beste Freunde und mein Freund, wilde Parties, hitzige Diskussionen, Tage in der Sonne auf deinen Wiesen und etliche Seminare und Vorlesungen, die meine Bildung haben …

Dr. Andreas Linsenmann (rechts) und Student Tobias Fey haben sich im Rahmen eines Seminars auf Spurensuche der 68er Revolution in Koblenz begeben. Foto: Jan Reutelsterz

Region Koblenz hat “1968” nicht verschlafen

Die Protestbewegung Ende der 1960er-Jahre prägte die Welt: In den USA und vielen anderen Ländern gingen junge Menschen für eine gerechtere Gesellschaft auf die Straße. Doch wie sah es zu dieser Zeit im Koblenzer Raum aus? Waren die Menschen auch hier Teil der Revolte? Dr. Andreas Linsenmann hat sich mit Studierenden aus Koblenz und Mainz in einem Projektseminar auf Spurensuche begeben. “Das Jahr 1968 steht für einen der großen historischen Umbrüche”, weiß Dr. Andreas Linsenmann vom Institut für Geschichte. In den Vereinigten Staaten nahm die Jugenrevolte und Protestbewegung ihren Anfang und hinterließ auf der ganzen Welt ihre Spuren, in Westdeutschland vor allem in Großstädten wie Frankfurt und Berlin. Vor etwa einem Jahr stellte sich der Historiker Linsenmann die Frage, was zu jener Zeit in Koblenz passierte. Bei der Recherche stieß er auf etwas Forschungsliteratur zu Rheinland-Pfalz. “Aber zu Koblenz gab es praktisch nichts”, erinnert er sich. Im Rahmen des Projektseminars “Das lange 1968 in der Region” ging Linsenmann der Historie deshalb empirisch auf den Grund. Tobias Fey ist einer der Studierenden, die sich für das Thema …

Wählen Sie das Campusbild des Monats Juni.

Verlosung: Wählen Sie das Campusbild des Monats Juni

Der Juni hat sich in diesem Jahr von seiner schönsten Seite gezeigt und für tolle Campusbilder aus Koblenz und Landau gesorgt. Nun ist es wieder soweit: Sie dürfen über das Campusbild des Monats abstimmen. Posten Sie dazu einen Kommentar unter diesem Beitrag hier im Uniblog mit der Bildnummer Ihres Favoriten. Zu gewinnen gibt es entweder einen Gutschein in Höhe von 10 Euro für die Mensa zur Aufladung auf die Unicard in Koblenz oder Mensagutscheine im Wert von 13 Euro (fünf Mittagessen a 2,60 Euro) in Landau – je nachdem, an welchem Campus Sie studieren oder arbeiten. Mitmachen können Sie bis einschließlich 8. Juli. Die Verlosung erfolgt mit freundlicher Unterstützung des Studierendenwerks Vorderpfalz und des Studierendenwerks Koblenz. Wir wünschen allen Teilnehmenden viel Glück! UPDATE 11. JULI: Die meisten Stimmen hat das Bild Nummer 1 von Jan Reutelsterz, der Campus-Tiger. Von über 70 Teilnehmern darf sich Tobias Pusch über den Gewinn des Mensagutscheins freuen. Herzlichen Glückwunsch und guten Appetit! Nummer 1: Der Campus-Tiger in Koblenz Nummer 2: Warten auf den Sportkurs in Landau Nummer 3: Purpurroter Abendhimmel …

Charlotte Roggenbruck studiert Kulturwissenschaft und hat für sich den perfekten Nebenjob gefunden: Im Welcome Center sammelt sie spannende Berufserfahrungen. Foto: René Lang

Eine Ansprechpartnerin für Internationals

Charlotte Roggenbuck arbeitet in ihrem Job international: Als Mitarbeiterin des Welcome Centers der Universität in Koblenz betreut sie ausländische Studierende, die an den Campus Koblenz kommen und lernt so interessante Menschen aus aller Welt kennen. Offenheit und Toleranz sind ihr dabei besonders wichtig. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Mein Name ist Charlotte Roggenbuck, ich bin 27 Jahre alt und studiere im sechsten Mastersemester Kulturwissenschaft am Campus Koblenz. Zuvor habe ich meinen Bachelor in Skandinavistik und Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin gemacht. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich bin seit September des vergangenen Jahres im Welcome Center am Campus Koblenz als studentische Hilfskraft tätig. Dabei geht es hauptsächlich um die Unterstützung von internationalen und Erasmus Studierenden bei der Einschreibung an der Universität, der …

Jewgenia Weißhaar ermutigt Frauen, einen Schritt weiter auf dem wissenschaftlichen Karriereweg zu gehen. Foto: Jan Reutelsterz

Mentoring auf dem Weg in die Wissenschaft

Der Anteil von Frauen, die Karriere in der Wissenschaft machen, ist in Deutschland noch immer niedrig. “Studentinnen gibt es sehr viele, doch den Schritt in die Promotion wagen weniger“, weiß Jewgenia Weißhaar. Sie koordiniert das Mentoring-Programm ment², das am Interdisziplinären Promotionszentrum (IPZ) angesiedelt ist. Es unterstützt Master-Studentinnen, Doktorandinnen und Postdoktorandinnen auf ihren akademischen Karrierewegen. Die Unterrepräsentanz von weiblichem Nachwuchs in höheren Qualifikationsstufen lässt sich mit der Metapher der leaky pipeline beschreiben: “Wie bei einer undichten Verbindung zwischen den verschiedenen Stücken eines Rohrs, gehen Frauen an den Übergängen zwischen verschiedenen Qualifikationsstufen nach dem Studienabschluss verloren”, erklärt Jewgenia Weißhaar. Ab der Promotion aufwärts besetzen weniger Wissenschaftlerinnen die höheren Positionen. Um die aktuelle Situation zu ändern, haben Bund und Länder das Professorinnen-Programm aufgelegt. Dieses fördert Professuren für Wissenschaftlerinnen und als Begleitmaßnahme einer solchen Professur gibt es das Mentoring ment². Mentoring, Training und Networking “Masterstudentinnen denken in anderen Zeitkontingenten als Doktorandinnen oder Postdoktorandinnen, deshalb gibt es je nach Zielgruppe eine andere Struktur des Programms. Die Basis sind jedoch immer die drei Säulen Mentoring, Training und Networking”, berichtet Weißhaar, die Kulturwissenschaft am Campus …

Heute schreibt Campus-Reporterin Lisa Engemann. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Terminierte Freundschaften: Verschwendete Lebenszeit oder Bereicherung für das Leben?

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute fragt sich Lisa Engemann, was mit Freundschaften passiert, wenn das Leben sich verändert. Als ich ein Teenager war, wollte ich mit jedem, den ich kennengelernt habe, für immer befreundet sein. Mittlerweile lerne ich oft neue Leute kennen, die mir direkt sympathisch sind. Inzwischen ertappe ich mich bei der Frage: Lohnt es sich überhaupt, in diese Freundschaft zu investieren? Nach kurzer Zeit werde ich sowieso wieder umziehen. Sei es wegen des Studiums, des Jobs oder des Partners. Und dann habe ich wieder einen Freund oder eine Freundin, die ich vermisse. Wenn der gemeinsame Kontext fehlt, was bleibt dann von der Freundschaft? Es ist mit viel Aufwand verbunden, seine verschiedenen Freundschaften zu pflegen: Jeder wohnt woanders, arbeitet zu unterschiedlichen Zeiten und hat selbst noch Verpflichtungen in den verschiedensten Kontexten. Ich habe das Gefühl, je älter man wird, desto komplizierter wird das mit den Freundschaften. Jedes Mal, wenn ich zum Beispiel meine beste Freundin aus der Schule sehe, haben wir so …

Foto: Philipp Sittinger

Campusbilder der Woche

Wie jeden Freitag im Semester zeigen wir Ihnen an dieser Stelle wieder die Campusbilder der Woche. Wir präsentieren Ihnen in jeder Woche ein Campusbild aus Koblenz und Landau. Einmal im Monat fragen wir Sie nach Ihrer Meinung: Welche beiden Bilder haben das Zeug zum Campusbild des Monats? In einem kleinen Voting können Sie für Ihren Favoriten abstimmen. Unter allen Teilnehmern verlosen wir ein kleines Präsent. Das schöne Wetter reißt nicht ab und so konnte Fotografin Teresa Schardt in Koblenz diese Woche einen purpur-roten Abendhimmel bestaunen. Sommerzeit am Campus Landau: Philipp Sittinger hat in der Mittagspause das Treiben rund um den Brunnen festgehalten.  

Heute schreibt Natalie Henzgen.

Kulturwissenschaft – Und was macht man damit?

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute geht Natalie Henzgen der Frage auf den Grund, warum Geisteswissenschaftler ins Kreuzverhör genommen werden, wenn es um ihre berufliche Zukunft geht. Wenn man ausgeht und neue Bekanntschaften macht, ist es bloß eine Frage der Zeit, bis die unvermeidliche Frage gestellt wird: „Und was studierst du?“ Für die einen ist das eine höfliche Nachfrage. Für mich ist es häufig der Beginn einer qualvollen Debatte. Wer ein Fach wie Kulturwissenschaft studiert, sieht sich oft mit Nachfragen konfrontiert, besonders im Bezug auf etwaige Berufsziele. Manche machen sich die Mühe, nach den Inhalten meines Studiums zu fragen, bevor sie ein vernichtendes Urteil über meine beruflichen Chancen fällen. Die meisten glauben aber sofort zu wissen, dass meine Lage vollkommen hoffnungslos ist. In den sechs Jahren, in denen ich Kulturwissenschaft studiere, sind mir viele katastrophale Prognosen in Bezug auf mein späteres Berufsleben begegnet. Hier meine Top 3 Kommentare: 1. „Und wann machst du deinen Taxi-Schein?“ 2. „Damit wird es aber schwer werden, eine Stelle …

Uli Hallerbach gibt Schülern Nachhilfe in Deutsch und Englisch und kann dabei auch Wissen aus seinem Lehramtsstudium anwenden. Foto: Teresa Schardt

Freude über den Lernfortschritt: Nebenjob als Nachhilfelehrer

Als Lehramtsstudent weiß Uli Hallerbach, wie er Kindern bei Lernschwierigkeiten helfen kann. Zweimal in der Woche gibt er Nachhilfe im Studienkreis. Im Uniblog erzählt er, warum das für ihn der perfekte Nebenjob ist. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Ich heiße Uli Hallerbach, bin 24 Jahre alt und studiere Ethik und Englisch auf Grundschullehramt im fünften Semester in Koblenz. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich gebe Nachhilfe beim Studienkreis am Friedrich-Ebert-Ring. Dort bin ich als Honorarkraft angestellt, bekomme also regelmäßig Gehalt. Je nachdem, wie mein Stundenplan aussieht, arbeite ich zweimal die Woche. In welchen Fächern geben Sie Nachhilfe? In Englisch und Deutsch. Bevor ich mit Ethik begonnen habe, habe ich Deutsch studiert. Ich mache alles von der dritten bis zur dreizehnten Klasse. Was sind …

Dr. Robert Rockenfeller hat sich viel mit dem Konzept des "Flipped Classroom" beschäftigt und die Lehrmethode für sich entdeckt. Foto: Jan Reutelsterz

Flipped Classrooms: Lernen im umge­kehrten Klassen­raum

Die Vorlesung zuhause ansehen und dann mit dem Dozenten die Übungsaufgaben lösen? Klingt nach verkehrter Welt. Der “Flipped Classroom” stellt das Konzept des Frontalunterrichts tatsächlich auf den Kopf. Dr. Robert Rockenfeller findet: Sowohl Studierende als auch der Dozent profitieren von den Sitzungen, in denen intensiv zusammen gearbeitet wird. Er lehrt am Mathematischen Institut und experimentiert in seiner Vorlesung mit dem Konzept. Was verstehen Sie unter einem Flipped Classroom? Es ist die Umkehrung des klassischen Lehrkonzepts: Weg vom lehrerzentrierten Unterrichten und schülerzentrierten Üben, hin zum schülerzentrierten Lernen und begleitetem Üben. Dies gilt für Schule und Universität, ich könnte also statt Schüler auch Studierende sagen. Was heißt das konkret? Normalerweise bekommen die Studierenden nach der Vorlesung Übungsblätter, die sie dann zu Hause bearbeiten sollen. Beim Flipped Classroom schauen sich die Studierenden vor der Veranstaltung ein Video der Lehrinhalte an. Ich gebe den Rahmen vor, welches Video in welcher Woche geschaut werden soll. Es zeigt die Vorlesung, wie ich sie auch im Hörsaal halten würde. In der eigentlichen Sitzung mache ich dann mit den Studierenen die Übungs­aufgaben. Der Ansatz des …