Alle Artikel mit dem Schlagwort: Campus Landau

Campusbilder der Woche

Wir präsentieren Ihnen in jeder Woche ein Campusbild aus Koblenz und Landau. Heute: Studierende in ihrer wohlverdienten Pause. Die Tage werden kürzer, die Sonne lässt sich nicht mehr so häufig blicken – für unsere beiden Campus-Reporter machte sie noch einmal eine Ausnahme. Am Campus Landau fotografierte Philipp Sittinger Studierende beim Einfangen der letzten herbstlichen Sonnenstrahlen. In Koblenz lichtete Teresa Schardt die Studierenden beim Mittagessen unter gold-orangener Blätterpracht ab. Stimmen Sie ab! Einmal im Monat fragen wir Sie nach Ihrer Meinung: Welches Bild hat das Zeug zum Campusbild des Monats? Unter allen Teilnehmern verlosen wir ein kleines Präsent. Das nächste Voting findet am 30. November statt.

Carolin Scheifele forscht in ihrer Promotion zum Thema Elternzeit für Männer. Foto: Philipp Sittinger

Elternzeit: Neuland für Männer?

Welche Rolle soll ein Mann nach der Geburt seines Kindes übernehmen? Geldverdienen oder Kinderbetreuung und Hausarbeit? Carolin Scheifele ist 27 Jahre alt, studierte Psychologin und beschäftigt sich in ihrer Promotion mit Faktoren, die beeinflussen, ob Männer Elternzeit nehmen oder nicht. Dass sie dabei ein gesellschaftlich relevantes Thema verfolgt, spornt sie umso mehr an. Die Serie: Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Forschung vorgestellt” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Meine Dissertation trägt den Arbeitstitel Paternal leave: An examination of the internal route to men’s participation in communal roles. Ich fokussiere mich darin auf die Elternzeit bei Männern. Momentan können wir erleben, wie sich die gesellschaftlichen Geschlechterrollen verschieben. Immer mehr Frauen streben zum Beispiel Führungspositionen an. Bei Männern ist dieser Wandel im gleichen Ausmaß nicht festzustellen. Das betrifft die Pflege, den Haushalt oder die Elternzeit. Gründe hierfür können …

In den gemütlichen Gassen von Landau fühlt sich Professor Thomas Müller-Schneider wohl. Er ist mit Leib und Seele Soziologe und forscht zum Thema Liebe und Beziehungen. Foto: Philipp Sittinger

Unsere Profs: Thomas Müller-Schneider

Professor Dr. Thomas Müller-Schneider ist Soziologe durch und durch. Mit großer Leidenschaft analysiert er gesellschaftliche Gefüge. Er weiß, warum Paare glücklicher sind als Singles und arbeitet daran, die Zukunft der Menschheitsgeschichte zu erforschen. Mit seinem Studium in Bamberg stellte der gebürtige Würzburger die Weichen für seine akademische Laufbahn und wurde nach Promotion und Habilitation Anfang 2003 nach Landau berufen. Hier hat der 57-Jährige seinen Platz gefunden. Der Professorenberuf ist mit einigen Klischees behaftet: Lange über Büchern brüten, Zerstreutheit, Einsiedlertum, chaotische Tafelbilder… Trifft davon etwas auf Sie zu? Wenn eines dieser Klischees zutreffen sollte, dann die Tatsache, dass man als Professor gerne in seiner Bude hockt und liest. Ich verbringe gerne Zeit in der Bibliothek oder zuhause im Lesezimmer und breite Bücher vor mir aus, beschäftige mich mit Texten und gehe in mich. Trotzdem bin ich kein Einsiedler und mag den wissenschaftlichen Austausch außerhalb meiner eigenen vier Wände. Wie waren Sie als Student? Ich war von Anfang an relativ ehrgeizig und habe mein Studium innerhalb kürzester Zeit abgeschlossen. Es war mir schon immer wichtig, gute Leistungen …

Mehrmals die Woche veranstaltet Marco Gindorf Tupper-Partys. Je mehr Produkte er verkauft, desto mehr verdient er. Foto: Philipp Sittinger.

Mit Tupperpartys durchs Lehramtsstudium

Marco Gindorf arbeitet als Partymanager bei Tupperware. Dafür plant und organisiert er Tupperpartys neben seinem Lehramtsstudium. Hier kocht und backt er für seine Kunden und führt die Produkte vom Dampfgarer bis zum Reiskocher vor.  Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Mein Name ist Marco Gindorf. Ich bin 30 Jahre alt und studiere im 6. Bachelorsemester auf Grundschullehramt mit den Fächern Deutsch und Sozialkunde am Campus Landau. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich verkaufe Tupperware und organisiere dafür selbständig Partys. Was genau sind Ihre Aufgaben? Zuerst suche ich mir eine Gastgeberin und vereinbare mit ihr einen Termin für eine Tupperparty. Danach überlege ich mir, was ich dafür kochen oder backen könnte und erledige den Einkauf. Im Vorfeld mache ich mir auch Gedanken, welche Produkte ich …

Rebecca Bundschuh arbeitet für eine Society aus Politikern, Wissenschaftlern und Wirtschaftsvertretern, die regelmäßig Umweltthemen diskutieren. Foto: Privat

Auf den Spuren von… Rebecca Bundschuh, Education Project Manager bei SETAC in Brüssel

Rebecca Bundschuh studierte Umweltwissenschaften auf Diplom am Campus Landau und ist jetzt Education Project Manager bei SETAC in Brüssel. Dort kann sie nicht nur ihr Interesse für Ökotoxikologie und die Liebe zum Organisieren ausleben, sie arbeitet auch in einem internationalen Umfeld. Was genau machen Sie als Education Project Manager bei SETAC? SETAC ist eine weltweite Society, die aus Vertretern der Politik, Akademie und Wirtschaft besteht. Sie trifft sich regelmäßig, um über Umwelt- beziehungsweise Ökotoxikologie-Themen zu diskutieren. Ich koordiniere eine große Tagung in Europa, die einmal im Jahr stattfindet. Außerdem bin ich für das Zertifizierungsprogramm zuständig. Darin zertifizieren wir Einzelpersonen, die Risikobewertungen von Chemikalien durchführen und bieten Weiterbildungskurse an. Außerdem unterstütze ich unsere Studentenabteilung bei deren Aktivitäten, organisiere unser Preisprogramm und erstelle Programmbücher für die Konferenzen und Seminare. Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus? Der klassische Arbeitstag ist Büroarbeit. Relativ viel läuft über E-Mails. Da wir weltweite Kontakte haben, finden am Nachmittag häufig Telefonkonferenzen statt. Wenn eine Veranstaltung ansteht, ist der Arbeitstag komplett anders. Das sind dann sehr stressige und intensive Tage. Meine Kollegen und ich versuchen …

Wählen Sie das Campusbild des Monats Juni.

Verlosung: Wählen Sie das Campusbild des Monats Juni

Der Juni hat sich in diesem Jahr von seiner schönsten Seite gezeigt und für tolle Campusbilder aus Koblenz und Landau gesorgt. Nun ist es wieder soweit: Sie dürfen über das Campusbild des Monats abstimmen. Posten Sie dazu einen Kommentar unter diesem Beitrag hier im Uniblog mit der Bildnummer Ihres Favoriten. Zu gewinnen gibt es entweder einen Gutschein in Höhe von 10 Euro für die Mensa zur Aufladung auf die Unicard in Koblenz oder Mensagutscheine im Wert von 13 Euro (fünf Mittagessen a 2,60 Euro) in Landau – je nachdem, an welchem Campus Sie studieren oder arbeiten. Mitmachen können Sie bis einschließlich 8. Juli. Die Verlosung erfolgt mit freundlicher Unterstützung des Studierendenwerks Vorderpfalz und des Studierendenwerks Koblenz. Wir wünschen allen Teilnehmenden viel Glück! UPDATE 11. JULI: Die meisten Stimmen hat das Bild Nummer 1 von Jan Reutelsterz, der Campus-Tiger. Von über 70 Teilnehmern darf sich Tobias Pusch über den Gewinn des Mensagutscheins freuen. Herzlichen Glückwunsch und guten Appetit! Nummer 1: Der Campus-Tiger in Koblenz Nummer 2: Warten auf den Sportkurs in Landau Nummer 3: Purpurroter Abendhimmel …

Jewgenia Weißhaar ermutigt Frauen, einen Schritt weiter auf dem wissenschaftlichen Karriereweg zu gehen. Foto: Jan Reutelsterz

Mentoring auf dem Weg in die Wissenschaft

Der Anteil von Frauen, die Karriere in der Wissenschaft machen, ist in Deutschland noch immer niedrig. “Studentinnen gibt es sehr viele, doch den Schritt in die Promotion wagen weniger“, weiß Jewgenia Weißhaar. Sie koordiniert das Mentoring-Programm ment², das am Interdisziplinären Promotionszentrum (IPZ) angesiedelt ist. Es unterstützt Master-Studentinnen, Doktorandinnen und Postdoktorandinnen auf ihren akademischen Karrierewegen. Die Unterrepräsentanz von weiblichem Nachwuchs in höheren Qualifikationsstufen lässt sich mit der Metapher der leaky pipeline beschreiben: “Wie bei einer undichten Verbindung zwischen den verschiedenen Stücken eines Rohrs, gehen Frauen an den Übergängen zwischen verschiedenen Qualifikationsstufen nach dem Studienabschluss verloren”, erklärt Jewgenia Weißhaar. Ab der Promotion aufwärts besetzen weniger Wissenschaftlerinnen die höheren Positionen. Um die aktuelle Situation zu ändern, haben Bund und Länder das Professorinnen-Programm aufgelegt. Dieses fördert Professuren für Wissenschaftlerinnen und als Begleitmaßnahme einer solchen Professur gibt es das Mentoring ment². Mentoring, Training und Networking “Masterstudentinnen denken in anderen Zeitkontingenten als Doktorandinnen oder Postdoktorandinnen, deshalb gibt es je nach Zielgruppe eine andere Struktur des Programms. Die Basis sind jedoch immer die drei Säulen Mentoring, Training und Networking”, berichtet Weißhaar, die Kulturwissenschaft am Campus …

Dr. Björn Hayer ist seit zehn Jahren Vegetarier und ernährt sich seit zwei Jahren vegan. Seine Kollegin Klarissa Schröder und er sind inzwischen als Veggie-Büro bekannt. Foto: Philipp Sittinger

Forschung zur Tierethik: Veganismus für eine bessere Welt?

Welche Rolle spielen Tiere in unserer Gesellschaft und welchen Wert haben sie? Ist ein veganes Leben die Lösung aller Probleme? Dr. Björn Hayer ist Literatur- und Kulturwissenschaftler und forscht zu Tierethik. Einmal sah er eine Doku über die Schlachtung von Schweinen, in der sie bei lebendigem Leib zerteilt wurden. Er sagt: “Ich kann es nicht fassen, dass das Menschen so kalt lässt.” Sein erklärtes Ziel: Neue Impulse für den Mensch-Tier-Diskurs in der Gesellschaft verankern – für eine Gleichheit des Lebens. Wie definieren Sie Tierethik? Die Tierethik ist eine philosophische Strömung mit langer Tradition. Von der Antike bis in die Moderne vereint sie eine breite Palette an Diskursen und Theoretikern. Im Mittelpunkt steht die philosophisch-ethische Frage, wie das Verhältnis zwischen Mensch und Tier aussehen soll. Woher kommt die Idee, das Tier ins Zentrum der Wissenschaften zu rücken? Es findet in sämtlichen kulturwissenschaftlichen Bereichen ein fundamentaler Perspektivwechsel statt. Der Animal Turn bewirkt, dass neben dem Menschen nun auch das Tier in den Mittelpunkt unserer Betrachtungen gerät. Diese Abkehr von einem über Jahrhunderte dominanten Weltbild des radikalen Anthropozentrismus hat natürlich dann auch …

Heute schreibt Campus-Reporterin Nina Seel. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Die Liebe zum Schreiben

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute verabschiedet sich Nina Seel mit ihrer 19. Kolumne aus dem Uniblog-Team und blickt zurück auf ihre Reise als Campus-Reporterin. Wenn Worte meine Sprache wären… singt Tim Bendzko. Ihm fehlen die Worte, um zu sagen, was er fühlt. Bei mir ist es genau anders herum. Worte sind mein Werkzeug, ob geschrieben oder gesprochen. Kommunikation ist meine Leidenschaft. Ich liebe, was man damit ausdrücken kann. Worte sind meine Sprache. Manchmal sprudeln sie nur so aus mir heraus, fließen zusammen zu Absätzen und formieren sich zu ganzen Texten. Sprachliche Ästhetik ist mir wichtig. Nicht nur die Grammatik muss stimmen, besonders der Ausdruck ist mein Faible. Ich verliere mich gerne in sprachlichen Bildern und feile an einzelnen Passagen, bis sie sich für mich stimmig anfühlen. Ob für kreative Glückwünsche auf Geburtstagskarten oder E-Mails an Vermieter und Vorgesetzte, die Korrektur von Bewerbungen oder Abschlussarbeiten, für alle Formen von Texten finde ich gern kleine Besonderheiten, die den Ton des Geschriebenen unterstreichen und dem Text …

Michelle Zurawski kommt aus einer fußballverrückten Familie und liebt die Arbeit auf dem Platz. Die Grundschullehramtsstudentin klärt auf: Im Fußball dürfen weibliche Schiris auch Männerspiele pfeifen und umgekehrt. Die bekannteste Schiedsrichterin ist Bibiane Steinhaus, die in der ersten Bundesliga pfeift. Foto: Philipp Sittinger

Traumjob auf dem Fußballplatz

Michelle Zurawski ist Schiedsrichterin. Jeden Sonntag pfeift sie als Unparteiische die Spiele der Herren in der Kreisliga. Die 22-Jährige kickt selbst seit vielen Jahren und liebt die Herausforderung, jede Woche für Fair Play auf dem Sportplatz zu sorgen Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Mein Name ist Michelle Zurawski, ich bin 22 Jahre alt und studiere Englisch und Geografie für Grundschullehramt im sechsten Semester. Ich komme ursprünglich aus Karlsruhe und wohne seit 2015 in Landau. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich bin seit drei Jahren Schiedsrichterin. Dafür stehe ich fast jeden Sonntag auf dem Fußballplatz und pfeife die Spiele der Herren in der A-Klasse. Eingesetzt werde ich für meinen Verband im Raum Karlsruhe. Ab und an kommt ein Scout, der beobachtet, wie ich meinen …