Alle Artikel mit dem Schlagwort: Campus Landau

Ursula Reither ist verantwortlich für die Raumplanung an der Universität. Das ist besonders vor neuen Semestern eine große Herausforderung. Foto: Philipp Sittinger

Die Herrin der Räume

Ursula Reither begleitet die Raumplanung der Universität seit 18 Jahren. Egal, was in der Lehre oder der Forschung passiert: Wird dafür ein Raum benötigt, geht die Anfrage über ihren Schreibtisch.  Was ist ihre Aufgabe in der Raumplanung? In der Raumplanung sorge ich dafür, dass die Räume sinnvoll mit Veranstaltungen belegt werden. Ich vermeide Doppelbelegungen und wähle je nach Seminargröße die richtigen Räume für die jeweiligen Veranstaltungen aus. Zu meinen Aufgaben gehört aber auch das Erstellen von Nutzungsvereinbarungen. Die werden von Studierenden oder externen Akteuren benötigt, um an der Universität Räumlichkeiten nutzen zu können. So betreue ich nicht nur die Studierenden und Dozierenden bei ihren Raumanfragen, sondern auch die Stadt oder andere Institutionen bis hin zu Firmen, die Veranstaltungen an der Universität durchführen. Wann ist die stressigste Zeit in Ihrem Job? Das ist die Planungsphase für das folgende Semester. So wird es um den Wechsel von Januar zu Februar öfter mal sehr stressig. Ein ähnliches Aktivitätslevel fahren wir zwischen Mitte Juni und Anfang Juli. Die Raumbelegungen für das kommende Semester müssen meistens schon in der letzten …

Christian Buchmann promovierte über die Wirkung von sogenannten Hydrogelen in Böden. In einem Folgeprojekt erforscht er diese nun genauer. Foto: Philipp Sittinger

Hydrogele im Boden erforschen

Im vergangenen Jahr absolvierte Dr. Christian Buchmann seine Promotion an der Universität Koblenz-Landau zum Einfluss von Hydrogelen auf Struktur- und Wasserbindung im Boden. Was sperrig klingt, ist ziemlich spannend: Hydrogele begegnen uns auch im Alltag häufig. Bitte erklären Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Die Serie Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In dieser Serie berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? In meiner Forschung beschäftigte ich mich mit Hydrogelen, einer speziellen Gruppe organischer Stoffe, die im Boden quellen. Ich habe untersucht, wie diese Wasser binden und die Struktur des Bodens beeinflussen. Diese Substanzen bilden sich auf natürliche Weise im Boden, etwa durch Pflanzen oder Mikroorganismen. Wenn sie in Kontakt mit Wasser kommen, entsteht eine klebrige Masse, vergleichbar mit Marmelade oder Haargel. Dabei schaffen Hydrogele optimale Wachstumsbedingungen und sichern das Überleben von Organismen. Außerdem halten sie das aufgenommene Wasser und stabilisieren den Boden. Für meine Dissertation habe ich …

Richard Diery arbeitet als Aushilfe im Schlaflabor. Bei seinen Nachtschichten behält der Lehramtsstudent die Patienten im Auge. Foto: Philipp Sittinger

Nachtschicht im Schlaflabor

Um sein Studium zu finanzieren, arbeitet Richard Diery vor allem nachts. Im Schlaflabor geht es meistens ruhig zu, Diery verkabelt Patienten und beobachtet Messwerte. Doch manchmal gibt es Komplikationen und der Lehramtsstudent hat es plötzlich mit kaputten Betten oder verzweifelten Patienten zu tun. Es ist 3 Uhr morgens, rund um das Vinzentius-Krankenhaus in Landau ist es ruhig. In einem Nebengebäude des Krankenhauses sitzt Richard Diery im vierten Stock und blickt auf vier Bildschirme. Bunte Linien tanzen über die Monitore, ab und zu blinkt etwas rot auf. Dann überprüft er alle Werte – manchmal ist es nur ein Wackelkontakt, manchmal muss er schauen, ob bei den Patienten alles in Ordnung ist. Richard Diery arbeitet neben dem Studium im Schlaflabor in Landau. Die bunten Linien auf den Bildschirmen zeigen verschiedene medizinische Messwerte der Patienten. Sie schlafen unbehelligt vom Treiben in Dierys Büro in vier benachbarten Räumen, die wie minimalistisch eingerichtete Hotelzimmer aussehen. Die meisten Patienten, die hier untersucht werden, leiden unter Schlafapnoe. Das äußert sich in Atemstörungen, also kurzen Atemstillständen während des Schlafes. Patienten kommen normalerweise für …

Miriam Bahrdt und ihre Kommilitonen reisten im Rahmen eines Seminars nach Zentralafrika. In Ruanda trafen sie auf eine vielfältige Landschaft und Kultur. Fotos: Privat

Im Land der 1000 Hügel: Exkursion nach Ruanda

Miriam Bahrdt und einige ihrer Kommilitonen der Fächer Anglistik und Romanistik reisten im Rahmen des Seminars „Multilingualismus in Afrika“ nach Zentralafrika. Hier lernten sie nicht nur die sprachliche, sondern auch die kulturelle und landschaftliche Vielfalt Ruandas kennen. Um 5:30 Uhr an einem Montagmorgen machten wir uns mit schweren Koffern auf den Weg zum Schalter am Frankfurter Flughafen. Begleitet wurden wir von Professor Dr. Martin Pütz, Neele Mundt (beide Anglistik) und Kathrin Franz (Romanistik), sowie von Siegmar Seidel, dem geschäftsführenden Leiter des Ruanda-Zentrums und Büro für Afrika-Kooperationen der Universität. Und tschüss… ! Sie möchten während Ihres Studiums gern ins Ausland gehen? Dann informieren Sie sich über die Möglichkeiten an unserer Universität und lassen Sie sich von Erfahrungsberichten unserer Studierenden inspirieren. Anders als gedacht… Es ist bereits dunkel, als wir am Flughafen der Hauptstadt Kigali ankommen. Das Land grenzt an die Nachbarstaaten Burundi, die Demokratische Republik Kongo, Uganda und Tansania und wird wegen seiner einzigartigen Landschaft auch Land der 1000 Hügel genannt. Der Anblick der Straßen Kigalis bildet einen direkten Gegensatz zu unseren Erwartungen. Nach Dreck sucht …

Karola Attinger hat sich in ihrer Bachelorarbeit mit den Auswirkungen von Plastikverpackungen auf die Umwelt auseinandergesetzt. Foto: Philipp Sittinger

Plastik: Ein Problem, das alle angeht

Der Strohhalm in der Cola, die Tüte beim Obsteinkauf oder das Shampoo in der Flasche: Plastik ist allgegenwärtig und meist ist uns gar nicht bewusst, wo es überall drin steckt. Dabei schadet der Kunststoff der Natur, den Tieren und uns Menschen. Karola Attinger studiert im zweiten Mastersemester Sonderpädagogik und hat sich in ihrer Bachelorarbeit mit den Auswirkungen von Plastik als Verpackungsmaterial auf die Umwelt befasst. Wie sind Sie auf das Thema gekommen? Ich hatte mich schon vor längerer Zeit dazu entschieden, meine Bachelorarbeit im Fach Wirtschaft und Arbeit im Bereich Ernährungs- und Verbraucherbildung zu schreiben. Als ich auf der Suche nach einem geeigneten Thema für meine Arbeit war, beschäftigte ich mich gerade privat mit dem Thema Plastikmüll und Nachhaltigkeit. Da Plastik in den Medien derzeit sehr präsent ist und ich mich gerne intensiver damit befassen wollte, entschied ich mich dafür, meine Bachelorarbeit über die Plastik-Problematik zu schreiben. Was sind Ihre zentralen Ergebnisse? Die Serie Alle Scheine sind gemacht und das Studium geht in die heiße Phase, die Abschlussarbeit steht vor der Tür. Doch wie organisiert man …

Heute schreibt Campus-Reporterin Rebecca Singer. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Klein und Groß

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute vergleicht Rebecca Singer kleine Universitäten mit großen und gesteht, warum sie eine Weile lieber nicht über den Landauer Campus laufen wollte. Viele Studierende, große Hörsäle, dafür aber viele Freizeitmöglichkeiten und weniger Langeweile? Oder lieber eine überschaubare Universität und ein kleines gemütliches Städtchen? Diese Fragen stellen sich Abiturienten, die auf der Suche nach der passenden Hochschule oder Universität sind. Ich habe beides erlebt: Mein Bachelorstudium verbrachte ich an der kleinen Universität Hohenheim mit etwa 10.000 Studierenden. Danach kam ich für mein Masterstudium an den Campus Landau, etwas kleiner mit etwa 8.000 Studierenden. Im Auslandssemester lernte ich dann eine eher große Universität kennen: Die Karlsuniversität in der 1,3-Millionen-Einwohner-Stadt Prag – mit über 50.000 Studis. Einschlafen in kleinen Vorlesungen Was mir besser gefällt? Ich mag beides. Wenn ich ehrlich bin, bin ich aber froh, den Großteil meines Studentenlebens an kleinen Universitäten studiert zu haben. In kleinen Seminaren mit wenigen Studis musste ich mich eher beteiligen und lernte dadurch mehr. Engere Kontakte …

Hannah Arato studiert nicht nur Kunst und Biologie auf Lehramt, sondern betreut auch ehrenamtlich Hunde in einem Landauer Tierheim. Fotos: Philipp Sittinger

Die Liebe zu Hunden ist ihr Hobby

Hannah Arato liebt Hunde über alles. Am Campus Landau studiert sie Kunst und Biologie auf Lehramt im sechsten Semester. Wegen ihres Studiums hat sie im Moment keinen eigenen Hund, also arbeitet sie ehrenamtlich im Tierheim Maria Höffner in Landau. Ben ist traumatisiert. Als Welpe wohnte der Schäferhundmischling auf einem Hof und wurde viel alleine gelassen. Vor lauter Langeweile hat er sich angewöhnt, alles Mögliche zu jagen: Autos, Fahrräder oder auch Kinder, die am Zaun vorbeilaufen. Nach einem Unfall kam er dann in das Landauer Tierheim Maria Höffner. Zu Bens Glück gibt es Menschen wie Hannah Arato. Sie ist ehrenamtliche Gassigeherin und liebt Hunde von ganzem Herzen. Ben wird im Tierheim als Problemhund eingestuft. Da Arato schon seit zweieinhalb Jahren sehr regelmäßig in das Tierheim kommt, werden ihr auch solche Hunde anvertraut. Sie ist momentan die einzige Gassigeherin, die mit Ben spazieren geht. „Dadurch ist es viel einfacher eine starke Bindung mit ihm aufzubauen“, erklärt sie. Jeden Tag geht sie mindestens eine Stunde mit Ben spazieren. „Wenn ich danach noch Zeit habe, laufe ich auch mit anderen …

Marvin Erlenwein arbeitet neben seinem Lehramtsstudium als freier Mitarbeiter bei der Tageszeitung "Die Rheinpfalz". Sein Studium ist dabei nur Plan B. Foto: Philipp Sittinger

Dem Tagesgeschehen auf der Spur

Marvin Erlenwein weiß genau, was in Landau und Umgebung los ist. Er ist freier Mitarbeiter in der Lokalredaktion der Tageszeitung Rheinpfalz und schreibt dort über aktuelle Themen aus der Region. Dabei kommt er viel rum – eine willkommene Abwechslung zu seinem Studium der Sozialkunde und Biologie auf Lehramt. Wie sind Sie an den Job bei der Rheinpfalz gekommen? Durch meinen ehemaligen Englischlehrer. Ich habe ihm erzählt, dass ich mich für den Journalismus interessiere. Da er wusste, dass ein alter Schüler von ihm inzwischen Redakteur bei der Rheinpfalz ist, hat er mir dessen Kontakt gegeben. Ich habe meinen ganzen Mut zusammengenommen und seinen Kontakt geschrieben. Im Sommer 2018 habe ich erst zwei Wochen lang ein Praktikum gemacht und bin jetzt freier Mitarbeiter. Was reizt Sie am Journalismus? Die Serie Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios …

Im Zuge eines Auslandssemesters verbrachten die Kunststudentinnen Anne Krächan und Juliana Steca ein Semester in Fuzhou an der Ostküste Chinas. Fotos: Anne Krächan

Perspektivwechsel, gutes Essen und Konfuzius

Konfuzius ist in China ziemlich präsent. Diese Erfahrung haben Anne Krächan und Juliana Steca gemacht, als sie ein Semester ihres Studiums in Fuzhou studierten. Die Universität befindet sich in der Provinz Fujian, gut 9000 Kilometer Luftlinie von Landau entfernt. Anne Krächan erzählt von kalten Winternächten, Kakerlaken, Vorurteilen, Hilfsbereitschaft und einer Silvesternacht, die noch vor Mitternacht enden musste. Und tschüss… ! Sie möchten während Ihres Studiums gern ins Ausland gehen? Dann informieren Sie sich über die Möglichkeiten an unserer Universität und lassen Sie sich von Erfahrungsberichten unserer Studierenden inspirieren. Ich war erst im zweiten Semester meines Lehramtsstudiums in Landau, als meine Freundin Juliana und ich entschieden haben, zusammen ein Semester im Ausland zu studieren. Relativ schnell hatten wir die Idee, nach China zu gehen. Nach einem Dreivierteljahr intensiver Vorbereitung startete unser Abenteuer ins Reich der Mitte. Wir waren erst die zweite Gruppe Kunststudierende des Campus Landau, die ein Auslandssemester in Fuzhou verbrachten. Daher gestaltete sich die Planung teilweise etwas schwierig. Auf einige Dokumente haben wir sehr lange gewartet. Und um ein Visum zu bekommen, muss man …

Professor Dr. Stefan Wehner ist neuer Vizepräsident der Universität Koblenz-Landau. In dieser Funktion begleitet er die Uni bei der Neustrukturierung. Foto: Jan Reutelsterz

Es kommt immer anders, als man denkt: Interview mit Stefan Wehner

Professor Stefan Wehner ist der neue Vizepräsident am Campus Koblenz. Der Physiker, der zuvor viele Jahre Dekan des Fachbereichs Mathematik/Naturwissenschaften war, steht vor einer herausfordernden Aufgabe: Die Universität auf dem Weg der Neustrukturierung zu begleiten, an deren Ende eine eigenständige Universität Koblenz entstehen und der Campus Landau mit der TU Kaiserslautern fusionieren soll. Ein Interview über die Bucket List des Neugewählten. Was war Ihre erste Amtshandlung als neuer Vizepräsident am Campus Koblenz? Das ist gar nicht so leicht zu beantworten (lacht). Am 20. Februar, dem Tag nach der Wahl, war ich im Büro, um erst einmal zu besprechen, was es alles zu tun gibt. Am Tag darauf war die erste Sitzung, das war wahrscheinlich die erste formale Handlung. Sie sind jetzt gut 50 Tage im Amt. Wie ist Ihre bisherige Bilanz? Durch die Strukturentscheidung des rheinland-pfälzischen Ministerrates, die unmittelbar vor meiner Wahl gefallen ist, haben sich meine Aufgaben deutlich verschoben. Neben der Forschung nun auch hin zur Strukturierung, was bedeutet, Landau gut mit Kaiserslautern zusammenzubringen und Koblenz in die Selbstständigkeit zu führen. Wir gehen nun Schritt für …