Alle Artikel mit dem Schlagwort: Campus Landau

Seit 18 Jahren lehrt Dr. Iris Brandenburger am Campus Landau. Mit der Eröffnung des neuen Gebäudes verlagerte sie ihre Kurse in Ernährungs- und Verbraucherbildung vom Haus der Familie in Landau in die neue Lehrküche. Foto: Philipp Sittinger

Zu Besuch in der Landauer Lehrküche

Betritt man am Campus Landau das K-Gebäude rechts der Haupttreppe, schwebt einem manchmal der Duft von frisch gekochtem Essen entgegen. Wer ihm folgt, gelangt in die Lehrküche von Dr. Iris Brandenburger, in der sie unter anderem Studierenden aus dem Förderschullehramt zeigt, wie man Schüler für das Thema Ernährung begeistert. In der Lehrküche am Campus Landau steht neben der Nahrungszubereitung vor allem die Didaktik im Vordergrund. Hier lernen die Studierenden im Rahmen des Fachs Ernährungs- und Verbraucherbildung, wie sie ihre Schüler im Unterricht anleiten und welches Handwerkszeug sie ihnen mitgeben können. Geleitet werden die Stunden in der Lehrküche von Dr. Iris Brandenburger: „Die Studierenden lernen in diesem Wahlpflichtmodul ihrer Lehramtsausbildung nicht primär das Kochen. In unserer Lehrveranstaltung geht es darum, sich zu überlegen, wie man Inhalte aus dem Ernährungs- und Verbraucherbereich für die Schüler aufbereiten und umsetzen kann.“ Ihre Erfahrungen aus der Lehrküche nehmen die Studierenden während ihres Praktikums mit in die Realschule Plus oder Förderschule und geben sie im Fach Hauswirtschaft und Soziales an die Schüler weiter: „Es kommt vor, dass ein Kind noch nie eine Kiwi …

Adrian Food aus Malaysia, Seher Ghani und Keerthi Sudarsan aus Indien und Samuel Israelyan aus Armenien studieren Environmental Science am Campus Landau und freuen sich auf Ihre Teilnahme am STAIR-Programm. Foto: Nina Seel

STAIR: Integration für Internationals

Andere Länder, andere Sitten: Wer als “International” zum Studium nach Deutschland kommt, dem können Sprachbarrieren und kulturelle Unterschiede anfangs Schwierigkeiten bereiten. Das Projekt STAIR unterstützt internationale Studierende der Universität Koblenz-Landau unter dem Motto „Studieren, Arbeiten und Integration am Rhein“ beim Berufseinstieg in den regionalen Arbeitsmarkt. Vier Studierende stehen vor einer mit Lebensläufen bestückten Pinnwand, schauen sich die ausgestellten Profile ihrer Kommilitonen an und warten gespannt darauf, was sie bei der Veranstaltung „Hochschule und Wirtschaft – gemeinsam für die Region“ über das Projekt „STAIR – Studieren, Arbeiten und Integration am Rhein“ erfahren. Das Verbundprojekt der drei Hochschulen Ludwigshafen, Worms und Koblenz-Landau unterstützt unter anderem Adrian Food aus Malaysia, Samuel Israelyan aus Armenien und Keerthi Sudarsan und Seher Ghani aus Indien bei der Absolvierung ihres Studiums und dem anschließenden Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt. Alle vier studieren im Master Environmental Science (Umweltwissenschaften) am Campus Landau. Israelyan berichtet, warum er nach Deutschland gekommen ist: „Während meines Bachelors in Armenien habe ich erfahren, dass Deutschland gerade in unserem Fach der Umweltwissenschaften eine Vorreiterrolle einnimmt. Es gibt hier viel mehr …

Dr. Björn Hayer lehrt am Institut für Germanistik in Landau Literaturgeschichte und Gegenwartsliteratur. Er hat sich in Deutschland auch einen Namen als Literaturkritiker gemacht und schreibt zudem an seiner Habilitation. Foto: Philipp Sittinger

Aus Liebe zur Literatur

Dr. Björn Hayer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Germanistik am Campus Landau, lehrt Literaturgeschichte und Gegenwartsliteratur und schreibt als Literaturkritiker Rezensionen für namhafte Medien wie Die Zeit, Spiegel Online, NZZ, Cicero und den Rolling Stone. Im Interview spricht er über seine Leidenschaft zur Literatur und über das Dasein eines Kulturjournalisten im Zeitalter der Digitalisierung. Was war zuerst da: Die Leidenschaft für Literatur oder der Wunsch, Dozent zu werden? Ich wollte eigentlich Jura studieren und Richter oder Staatsanwalt werden. Für diesen Lebensplan habe ich Praktika bei Anwaltskanzleien gemacht und mir nachmittags im Gericht Verhandlungen angesehen. Dann hatte ich aber einen wirklich beeindruckenden Deutschlehrer in der Oberstufe, der mir den Wert der Literatur vor Augen geführt und meine Faszination geweckt hat. So kam ich zum Germanistik-Studium und wusste zu dem Zeitpunkt auch schon genau, dass ich entweder Literaturkritiker oder Dozent an der Uni werden will. Letztlich ist es glücklicherweise beides geworden und ich denke, dass sich das im Hinblick auf meine Forschungsschwerpunkte auch ganz gut ergänzt. Wo liegen Ihre Forschungsschwerpunkte? Ich beschäftige mich sehr viel mit …

Lorena Mayer zeigt bei ihrem Nebenjob im Großkonzern viel Engagement und kann sich nun über ein anschließendes Volontariat freuen. Foto: Philipp Sittinger

Werkstudentin bei Roche: Kommunikation und Medizin vereint

Was tun, wenn man ein Faible fürs Schreiben hat und sich gleichzeitig für Medizin interessiert? Lorena Mayer kennt die Lösung: Sie arbeitet als Werkstudentin beim Gesundheitsunternehmen Roche in Mannheim und unterstützt dort die Abteilung Unternehmenskommunikation. So verbindet sie ihr Interesse an Gesundheitsthemen mit ihrem Know-How aus dem Studium der Sozial- und Kommunikationswissenschaften. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Mein Name ist Lorena Mayer, ich bin 25 Jahre alt und schließe bald meinen Master in Sozial- und Kommunikationswissenschaften am Campus Landau ab. Aktuell schreibe ich an meiner Abschlussarbeit und möchte sie noch in diesem Jahr abgeben. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich bin seit etwa einem Jahr Werkstudentin in der Kommunikationsabteilung von Roche Diagnostics in Mannheim. Roche ist ein Unternehmen aus dem Gesundheitsbereich mit Hauptsitz …

Stephan Jaroschek ist Werkstudent in einer Marketing-Abteilung. Foto: Jan Lücking

Marketing in einem IT-Unternehmen

Pressemitteilungen verfassen, Firmenpräsentationen gestalten, Social-Media-Accounts und die Firmenwebsite betreuen– das sind die Aufgaben von Werkstudent Stephan Jaroschek in der Marketing-Abteilung des IT- Unternehmens ETECTURE in Karlsruhe. Wie er an seinen Nebenjob kam und was für ihn einen guten Arbeitgeber ausmacht, erzählt er im Interview. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Mein Name ist Stephan Jaroschek, ich bin 25 Jahre alt und studiere derzeit im dritten Mastersemester Sozial- und Kommunikationswissenschaften mit dem Schwerpunkt Strategische und Politische Kommunikation. Meinen Bachelor habe ich 2016 an der Universität Erfurt in Kommunikations- und Medienwissenschaften absolviert. Was für einen Nebenjob machen Sie? Seit Anfang 2017 arbeite ich als Werkstudent bei der ETECTURE GmbH in Karlsruhe. ETECTURE ist ein IT-Unternehmen mit Hauptsitz in Frankfurt am Main und weiteren Standorten in Deutschland und …

Alisa Melnikova möchte mit ihrer Forschung die Etablierung erneuerbarer Energien in Krasnodar, Russland unterstützen. Foto: Lisa Leyerer

Erneuerbare Energien auf den Weg bringen

Erneuerbare Energien bieten nachhaltige Perspektiven für die Zukunft. Um einer Region in ihrer Heimat Russland bei der Modernisierung des bestehenden Energienetzes zu helfen, erforscht Alisa Melnikova in ihrer Dissertation am Institute for Environmental Sciences in Landau, wie sich erneuerbare Energien integrieren lassen. Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Ich beschäftige mich in meiner Dissertation mit der Implementierung erneuerbarer Energien in der Region Krasnodar, Russland. Nahe am Schwarzen Meer gelegen, ist dieses Gebiet vor allem für die Landwirtschaft und den Tourismus zentral. Ich möchte mit meiner Forschung herausfinden, inwieweit das Interesse für erneuerbare Energien vorhanden ist und welche technischen, ökonomischen sowie ökologischen Bedingungen vorherrschen. Momentan wird die Region durch Öl und Gas mit Energie versorgt. Mit der Adaption deutscher Methoden soll sich das künftig ändern. Zusätzlich sammle ich geografische Informationen …

Unsere Gesellschaft wird durch Zuwanderung bunter und vielfältiger - das spiegelt sich auch in Schulklassen wider. Das Projekt SpraKult möchte angehende Lehrer für die sprachlich-kulturelle Heterogenität von Kindern und Jugendlichen sensibilisieren und ausbilden. Foto: Unsplash/rawpixel

SpraKult: Sprachlich-kulturelle Vielfalt meistern

In Zeiten zunehmender Heterogenität in Schulklassen sind angehende Lehrer auf Zusatzqualifikationen angewiesen, um optimal auf ihr späteres Berufsleben vorbereitet zu sein. Hier setzt das Projekt SpraKult an, das ein kostenloses Zertifikatsstudium im Fachbereich Bildungswissenschaften ermöglicht. Seit 2016 gibt es am Campus Landau ein Projekt, das sich gezielt an die Bildungswissenschaften richtet: SpraKult. Es bietet ein Zertifikatsstudium an, das zusätzliche Qualifikationen im Umgang mit sprachlich-kultureller Heterogenität im schulischen Kontext vermittelt und so eine Brücke zwischen Theorie und Praxis schlägt: „Nach wie vor ist es bei den Lehramtsstudiengängen in Deutschland oft so, dass sie ohne eine intensive Auseinandersetzung mit sprachlicher und vor allem kultureller Heterogenität abgeschlossen werden können und sich die Studierenden der Notwendigkeit dieser Thematik auch oft nicht bewusst sind“, erklärt die Projektverantwortliche Marlene Schick-Witte. Sie ist die Ansprechpartnerin für die Studierenden: Schick-Witte berät und gibt eine Übersicht über die Workshops, Seminare und Projekte. Reflexion uns Analyse Das Zertifikatsstudium ist kostenlos: „Es kostet die teilnehmenden Studierenden lediglich den eigenen Zeitaufwand, um zusätzliche Workshops und Projekte zu besuchen.“ Im Rahmen von SpraKult bietet Schick-Witte selbst zwei Seminare …

Irgendwie bin ich der Einzige, der in der Bibliothek sitzt und lernt, oder? - Das Leben der Anderen sieht in den sozialen Netzwerken immer fantastisch aus. Fotos: Unsplash/Jacob Owens/Toa Heftiba

Mein Urlaub, meine Party, mein neuer Dress: Sozialer Neid bei Facebook

Wenn man auf Facebook tolle Bilder von seinen Freunden sieht, kann einen das schnell mal neidisch machen. Johannes Knauer hat sich in seiner Bachelorarbeit mit dem Phänomen des Sich-Miteinander-Vergleichens in sozialen Netzwerken beschäftigt. Die Serie: Alle Scheine sind gemacht und das Studium geht in die heiße Phase, die Abschlussarbeit steht vor der Tür. Doch wie organisiert man diese letzte Phase des Studiums? Wie findet man einen Betreuer und das richtige Thema? Und wie schafft man es, in dieser Zeit nicht durchzudrehen? Wer sind Sie und was studieren Sie? Mein Name ist Johannes Knauer und ich studiere Psychologie im 8. Bachelorsemester. Was ist das Thema Ihrer Abschlussarbeit? In meiner Bachelorarbeit habe ich mich mit sozialen Vergleichen auf sozialen Netzwerkseiten beschäftigt. Dabei hat mich interessiert, wie sich diese Vergleiche mit anderen auf das Wohlbefinden der Nutzer sozialer Medien auswirken. Es gibt dazu bereits einige korrelativen Studien, das heißt, es wurden Zusammenhänge zwischen der Nutzung sozialer Netzwerke und Wohlbefinden gefunden. Allerdings darf man auf Grundlage dieser Studien keine Kausalschlüsse ziehen. Man kann beispielsweise nicht sagen, dass soziale Vergleiche …

Beate Kerber studiert Sonderpädagogik am Campus Landau. Am Studium gefällt ihr vor allem, dass es keine pauschalen Lösungswege gibt, sondern die Herausforderung darin besteht, für jedes Kind eine individuelle, ganzheitliche Lösung zu finden. Foto: Constanze Schreiner

Sonderpädagogik: Eine Patentlösung gibt es nicht

Beate Kerber ist ein Mensch, der Herausforderungen mag. Sie engagiert sich seit Jahren in der Jugendarbeit und studiert Sonderpädagogik in Landau. Für ihr späteres Berufsleben hat sie sich zum Ziel gesetzt, sich für jedes Kind bestmöglich einzusetzen. Die Serie: Abiturienten stehen viele Möglichkeiten offen. Studieren oder eine Ausbildung beginnen, Uni oder FH? Und welches Fach ist für mich das Richtige? In unserer Serie “Was studieren?” stellen Studierende der Universität Koblenz-Landau ihren Studiengang vor.  Woher kommt Ihre Begeisterung für das Fach Sonderpädagogik? Ich arbeite schon lange im Bereich der Jugendarbeit. Später kamen auch Erfahrungen mit Menschen mit Behinderung dazu. Es macht mir sehr viel Spaß, weil es eine so komplexe Herausforderung ist. Es gibt keine Patentlösung, man muss viel ausprobieren und trotzdem – oder gerade deswegen – viel Theoriewissen haben. Es ist einfach ein schönes, interdisziplinäres Arbeiten. Warum haben Sie sich für den Studienort Landau entschieden? In Rheinland-Pfalz und im Saarland ist die Uni Koblenz-Landau die einzige Universität, die Sonderpädagogik anbietet. Eigentlich wollte ich nach dem Abi gerne ins Ausland, das hat dann nicht geklappt. Mehr durch …

Heidemarie Komor hat sich mit ihrem Schrebergarten einen Traum erfüllt. Fotos: Lisa Leyerer

Das Summen im Schrebergarten

Sommer, Sonne, Schrebergarten – für Heidemarie Komor ist das die schönste Zeit im Jahr. Die Alumni-Referentin der Universität Koblenz-Landau hat sich am Rande der Stadt ihr kleines Paradies eingerichtet. Neben Obst und Gemüse bewirtschaftet sie im Garten und im benachbarten Naturschutzgebiet Am Ebenberg auch mehrere Bienenvölker. Uniblog-Reporterin Lisa Leyerer hat die Hobbygärtnerin in ihrem Schrebergarten besucht und mit ihr über das Imkern und die Liebe zur Natur gesprochen. Blauer Himmel und strahlender Sonnenschein: In Nummer 21 der Kleingärten am Ebenberg wird fleißig gewerkelt. Mit einem großen Rechen lockert Heidemarie Komor die Erde auf und bereitet eine neue Bepflanzung vor. Zwischen bunten Blumen und Sträuchern wachsen Tomaten, Schnittlauch und Kürbisse. Im Rahmen der Landesgartenschau wurde der Kleingartenverein Am Ebenberg 2013 gegründet. Komor überlegte nicht lange und mietete eine von 33 Parzellen: “Ich wollte schon immer einen Garten haben. Normalerweise muss man einen Schrebergarten von jemand anderem übernehmen, aber hier bekam ich nackte Erde und Platz für meine eigenen Ideen. So trägt alles meine Handschrift.” Jeden Tag fährt Komor mit ihrem Fahrrad zum Garten und genießt dort …