Jahr: 2014

Wir machen's kurz: Ein frohes Weihnachtsfest! Foto: Fotolia/ Miriam Model

Ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2015

Liebe Leserinnen und Leser, wir können es kaum glauben: Das Weihnachtsfest und auch der Jahreswechsel stehen schon wieder vor der Tür. Uns kommt es so vor, als habe das Wintersemester gerade erst begonnen. Vielleicht liegt es auch an den vielen spannenden Geschichten, die wir für Sie recherchieren, schreiben und auf Video oder in Bildern festhalten durften – die Zeit ist vergangen wie im Flug. An dieser Stelle möchten wir gern Danke sagen an alle, die uns in unserer täglichen Arbeit unterstützen, uns für Interviews zur Verfügung stehen und uns immer wieder mit Hinweisen auf tolle Geschichten versorgen. Und natürlich möchten wir uns auch bei unseren Leserinnen und Lesern für Ihre Treue bedanken. Jetzt freuen wir uns auf eine kleine winterliche Auszeit. Am 8. Januar starten wir wieder mit der Berichterstattung und hoffen, Sie schauen mal wieder rein. Bis dahin wünschen wir Ihnen ein fröhliches und gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2015. Herzlichst! Giovanna Marasco und das UniBlog-Team

Wir ziehen Bilanz: Das sind die 10 beliebtesten Blogartikel des Jahres 2014. Foto: Fotolia/ Sunny Forest

Rückblick: TOP 10 der beliebtesten Blogartikel

In den Medien ist das so üblich: Am Ende des Jahres blicken Zeitungen, Fernsehen und Co. auf die wichtigsten Ereignisse des Jahres zurück. Auch wir ziehen Bilanz aus 144 Artikel und haben für Sie die beliebtesten Beiträge aus 2014 zusammengestellt. 1. “Mein Name ist Ali. Ich komme aus Afghanistan. Ich lebe in Landau”: Landauer Studis geben Deutschkurse für Asylbewerber Zweimal in der Woche treffen sich Landauer Studierende in den Räumen der Volkshochschule Landau mit Flüchtlingen aus aller Herren Länder, um Deutsch zu lernen. Indem sie die Asylbewerber fit für den deutschen Alltag machen, lernen sie nicht nur für Ihren späteren Lehrberuf, sondern auch fürs Leben. 2. Studierende und ihre Nebenjobs: Als Flugbegleiterin um die ganze Welt In diesem Teil der Serie “Studierende und ihre Nebenjobs” sprechen wir mit Masterstudentin Dietlind Hinsch. Als Flugbegleiterin reist sie durch die Weltgeschichte und lernt die unterschiedlichsten Menschen kennen.  3. Erstsemester-Umfrage: Wie war der Unistart in Koblenz und Landau? Mensa, Klips, SWS, AStA: Nichts ist am Anfang des Studiums verwirrender als das Uni-ABC. Dazu kommen neue Menschen, neue Orte, neues Wissen …

Sarah Fornol ist Doktorandin am Landauer Institut für Bildung im Kindes- und Jugendalter und erforscht bildungssprachliche Fähigkeiten zur Darstellung komplexer Gegenstände bei Grundschülern. Foto: Sarah Fornol

Sarah Fornol erforscht bildungssprachliche Kompetenzen von Grundschülern

Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer neuen Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben Sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren Sie ihr Arbeitspensum? Sarah Fornol ist Doktorandin am Landauer Institut für Bildung im Kindes- und Jugendalter und erforscht bildungssprachliche Fähigkeiten von Grundschülern. Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in drei Sätzen. In meiner Dissertation befasse ich mich mit bildungssprachlichen Kompetenzen von Grundschülern, die als Garant für schulischen Erfolg gelten. Genauer gesagt beschäftige ich mich mit den sprachlichen Fähigkeiten, die Schüler zur Beschreibung von abstrakten Sachverhalten, beispielsweise der Darstellung des Verdauungsprozesses im menschlichen Körper, nutzen. Dafür analysiere ich Vorgangs- und Gegenstandsbeschreibungen von insgesamt 200 Grundschülern der dritten und vierten Jahrgangsstufe, die ich an drei Messzeitpunkten im Fach Sachunterricht angefertigt habe. Ziel meiner Arbeit ist es, bildungssprachliche Indikatoren aufzuzeigen und auf der Basis von qualitativen und quantitativen Analysen eine Ratingskala zu entwickeln, mit der bildungssprachliche Kompetenzen erfasst und dargestellt werden können. Was fasziniert Sie an …

Ronny Richter auf einer Exkursion in Island. Foto: Prof. Dr. Eberhard Fischer

Forschen in Ruandas Regenwäldern

Ronny Richter untersucht für seine Doktorarbeit die Artenvielfalt in den Regenwäldern Ruandas und welchen Einfluss dabei die Größe der Fläche und der Eingriff des Menschen in die Natur spielt. Auf der Suche nach Forschungsgeldern hat er sich bei einer Crowdfunding-Plattform angemeldet. Schon während seines Studiums der Geobotanik in Erlangen konnte Ronny Richter sein Interesse für Naturschutz ausleben. Nun steigt der zurzeit in Potsdam Lebende mit seiner Doktorarbeit in die botanische Grundlagenforschung ein, um den langfristigen Schutz der Regenwälder Ruandas zu sichern. Betreut wird er dabei von Botaniker und Biodiversitätsforscher Prof. Fischer an der Universität Koblenz-Landau. Die räumliche Entfernung von Wohn- und Promotionsort spielt dank E-Mail und Telefon keine Rolle. Außerdem wird Richter in den nächsten Jahren einen Großteil seiner Zeit in den Regenwäldern des über 6000 Kilometern Luftlinie entfernten Ruandas verbringen. So lautet der Plan. Um den allerdings in die Tat umzusetzen, bedarf es finanzieller Unterstützung. Bei seiner Suche nach Sponsoren versuchte Richter es auch mit der Crowdfunding-Plattform Sciencestarter. Denn: Richters Stelle ist nicht finanziert. Bislang bestreitet er die Kosten seiner Forschung aus seinem Privatvermögen. Da …

Die Karriereleiter immer höher: Was unsere Studierenden über das Thema Karriere denken und was sie von ihrem Arbeitgeber erwarten, untersucht die Karrierestudie von Universum. Foto: Fotolia/ alphaspirit

Mitmachen: Weltweite Karriere- und Hochschulstudie

Immer mehr Arbeitgeber möchten wissen, was junge Talente von einem idealen Arbeitgeber erwarten und wo Sie in Ihrer Karriere hinwollen. Die Beratungsfirma Universum Global befragt aktuell Studierende zu den Themen Karriereziele, beliebteste Arbeitgeber und Wahrnehmung der eigenen Hochschule. In diesem Jahr nimmt die Universität Koblenz-Landau zum zweiten Mal an der weltweiten Karrierestudie teil. Die Ergebnisse der Umfrage werden beispielsweise von den auftraggebenden Arbeitgebern dafür genutzt, ihr Angebot auf die Wünsche und Präferenzen von Studierenden zuzuschneiden. Die Universität Koblenz-Landau erhält nach der Befragung aggregierte Ergebnisse über Ihre Karriereerwartungen und die Wahrnehmung der Universität. Die Auswertung der ersten Umfrage zeigt spannende Ergebnisse über die Einstellungen und Erwartungen unserer Studierenden – auf der Basis aller 298 Antworten, die zu der Umfrage eingegangen sind und im Verhältnis zu den Antworten aller Studierender von 209 Hochschulen in Deutschland. Ein Großteil der Studierenden, die sich an der Umfrage beteiligt haben, sind Studierende der Geistes- und Sozialwissenschaften (inklusive Lehramt). Darüber hinaus haben 56 Teilnehmer aus dem Fachbereich Informatik teilgenommen sowie knapp 50 Studierende aus den Naturwissenschaften. 214 der Teilnehmer studieren am Campus Koblenz, 86 …

Das „KuS“-Team: Astrid Krämer, Jun.-Prof. Dr. Markus Scholz, Dr. Anette Damag, Kathrin Haag und die Leiterin Prof. Dr. Annette Kracht (v.l.), Foto: KuS

Kinder fördern und sich für den Lehrerberuf qualifizieren

Prof. Dr. Annette Kracht hat im vergangenen Jahr die Praxisstelle Kommunikation und Sprache (KuS) eröffnet. Hier haben Studierende der Sonderpädagogik aus den Studiengängen des Förderschullehramts und der Erziehungswissenschaft die Möglichkeit, sich auch praxisbezogen zu qualifizieren. Neben der Förderarbeit mit Kindern können sie sich zum Beispiel auch in Bereichen der Eltern- bzw. Lehrerberatung engagieren. „Das Angebot der Praxisstelle schließt eine große Lücke in der Lehrerbildung“, erklärt  Prof. Dr. Kracht, Gründerin und Leiterin der Einrichtung, zum einjährigen Bestehen der Praxisstelle. Da es im Lehramtsstudium nur wenige praktische Studienanteile gebe, stelle KuS eine sinnvolle Ergänzung für Studierende dar, die sich in besonderer Weise auf ihr späteres Berufsleben vorbereiten möchten. Derzeit bietet die Praxisstelle insgesamt 30 Studierenden die Möglichkeit, sich eigenverantwortlich in die Förderarbeit mit Kindern einzubringen. Voraussetzung für eine Mitarbeit ist ein Studium des Lehramtes an Förderschulen oder der Erziehungswissenschaft mit Schwerpunktsetzung in der Sonderpädagogik. Schwerpunkte der praktischen Arbeit von Studierenden bilden die Förderung bei Problemen der mehrsprachigen Entwicklung und Erziehung von Kindern, die Unterstützung von wenig oder nicht-sprechenden Kindern, aber auch die Begleitung bei Problemen des Essens, Trinkens …

Das Liebesbriefarchiv von Prof. Dr. Eva Wyss umfasst heute etliche Korrespondenzen per Brief, E-Mail, SMS oder Messenger. Foto: Adrian Müller

Liebesbriefarchiv in Koblenzer Unibibliothek ist einmalig in Deutschland

Seit 2012 forscht und lehrt die Sprachwissenschaftlerin Prof. Dr. Eva Lia Wyss am Campus in Koblenz. Mit ihr kam auch das Liebesbriefarchiv mit an die Universität. Ihre Sammlung an Briefen, E-Mails, SMS, Zetteln und inzwischen auch einigen What’s App-Nachrichten ist einmalig in Deutschland. Es gibt Aufschluss über Liebeskonzepte, gesellschaftliche Diskurse, Geschlechterrollen und ein sich änderndes Schreibverhalten über die Jahrzehnte hinweg.  Ein Liebesbriefarchiv. Was genau kann man sich darunter vorstellen? Das Archiv gibt es seit 1997, also ich anfing, aus Neugierde Liebesbriefe zu betrachten, weil sie im sprachwissenschaftlichen Kontext nicht erforscht waren. Es gab nur zwei historische Quellen zu diesem Bereich. Ich konnte daraufhin in nur einem halben Jahr über 2000 Briefe sammeln und habe dann darüber an der Universität in Zürich habilitiert. Inzwischen besteht das Archiv aus 8800 Liebesbriefen, die ältesten aus dem 19. Jahrhundert. Hinzu kommen E-Mails, SMS, kleine Zettel und What’s App-Nachrichten. Da ich bis 2012 in Zürich geforscht habe, ist bis jetzt überwiegend Schweizer Material dabei. Was ist das Besondere an diesem Projekt? Es gibt nichts Vergleichbares in Deutschland. Wir haben mit dem …

Auf der Hompage von Koblenz Kompass finden auch Studenten spannende neue Orte in Koblenz.

Koblenz-Kompass: Kultur-Gründerinnen führen virtuell durch Koblenz

Die Studentinnen Amrei Vogel und Katharina Frese haben „Koblenz Kompass“ gegründet: Ein virtueller, nicht-kommerzieller Stadtführer mit dem Charme eines Blogs, der Zugezogene und Einheimische über attraktive Angebote, Lokale und Events in der Stadt an Rhein und Mosel informiert.  Dass das manchmal ein wenig länger dauert, bis man in Koblenz angekommen ist und die schönen Seiten der Stadt kennengelernt hat, haben Amrei Vogel und Katharina Frese selbst erlebt. Nun möchten sie allen, die neu nach Koblenz kommen, das Leben ein Stückchen einfacher machen. Die Kulturwissenschaftsstudentinnen hatten die Idee für Koblenz Kompass, kurz KoKo, einem informativen Stadtführer mit viel Charme. „So persönlich wie ein Blog, so praktisch wie ein Stadtführer“ verspricht der Slogan auf der Homepage, die gerade die jungen Erwachsenen erreichen will. Koblenz Kompass ist „eine Mischung aus Blog und klassischem Stadtführer“, erklärt Vogel. Für die Umsetzung ihrer Vision haben die beiden Hilfe gebraucht: Die Computervisualistik-Studenten Daniel Varela und Guido Schmidt kamen ins Spiel. Schmidt kümmert sich um die Gestaltung der Webseite. Und mittlerweile steckt ein achtköpfiges Studierenden-Team hinter dem Projekt, das Redakteure, Gestalter sowie Fotografen …

Das Leben ist nicht immer einfach: Kinder und Jugendliche wählen bei Problemen die Nummer gegen Kummer. Am anderen Ende sitzen oft auch Psychologie-Studenten der Uni Koblenz-Landau. Foto: Fotolia/ Beeboys

Sorgentelefon: Studierende helfen bei der Nummer gegen Kummer

Auch in Zeiten des Internets ist die „Nummer gegen Kummer“ gefragter denn je. Mehr als 13.000 Anrufe von Kindern und Jugendlichen gingen im vergangenen Jahr in der Beratungsstelle ein. Am anderen Ende der Leitung sitzen oft auch Psychologie-Studenten, die auf ehrenamtlicher Basis am Telefon zuhören und Tipps geben. UniBlog sprach mit der der 32-jährigen Diplom-Psychologin Vanessa Lang, Psychologin an der Uni Koblenz-Landau und Koordinatorin des Projekts beim Deutschen Kinderschutzbund Landau SÜW e.V.  Kinder- und Jugendtelefon hört sich altbacken an. Suchen die jungen Leute tatsächlich noch Rat über ein klassisches Kommunikationsmittel? Wir hatten im letzten Jahr 13.115 Anrufe von Kindern und Jugendlichen am Standort Landau, die sich beraten lassen wollten. Offensichtlich macht es also immer noch Sinn. Natürlich verweisen wir auch mal während des Gesprächs auf Internetseiten, beispielsweise wenn nach Sex-Stellungen gefragt wird. Was ist das Attraktive an der „Nummer gegen Kummer“? Es ist auf jeden Fall kostenlos und anonym. Das senkt die Hemmschwelle, bei uns anzurufen. Manche Kinder und Jugendliche haben einfach niemanden, dem sie vertrauen können oder mit dem sie über ihr Problem sprechen …

Zur Weihnachtszeit gehören selbst gebackene Plätzchen einfach dazu. Foto: Hannah Wagner

Genussvoll durch die Vorweihnachtszeit: Darf’s noch ein Plätzchen sein?

Zur Weihnachtszeit lauern an jeder Ecke süße Verlockungen: Kekse, Weihnachtsmänner aus süßer Schokolade oder Marzipankugeln. Anstatt zu genießen, isst das schlechte Gewissen permanent mit. Falsch, findet Dr. Brigitte Jansen, Ernährungswissenschaftlerin am Campus in Koblenz, und rät zu bewusstem Genuss.   Das Internet und einschlägige Kochzeitschriften sind voll von Rezepten für eine gesunde Weihnachtsbäckerei. Dr. Brigitte Jansen, Ernährungswissenschaftlerin am Institut für Management im Fachgebiet Ernährungs- und Verbraucherbildung in Koblenz, kennt diesen Trend nur zu gut. Und schüttelt den Kopf, wenn man sie nach einem schlanken Keksrezept fragt. “Wir sollten uns nicht dem Druck hingeben und zwanghaft versuchen, gesunde Kekse zu backen. Weihnachten ist ein Fest für den Genuss, da gehören Plätzchen und Gebäck einfach mit dazu.” Das sehen auch die Studierenden des Faches, vertreten im UniBlog-Gespräch durch Manuela Marzi, ähnlich. Die Bearbeitung der Frage, ob “gesundes” Gebäck an Weihnachten sinnvoll sei, brachte im Didaktik-Seminar das gleiche Ergebnis. Mit Freunden und der Familie zusammen zu essen und zu naschen, habe vor allem einen traditionellen, aber auch sozialen und gesellschaftlichen Charakter und sollte als Teil unserer Kultur nicht unterschätzt …