Monate: Januar 2019

Tobi wohnt in einer 7er-WG in Koblenz. Durch seine sechs Mitbewohner lernt er immer wieder neue Leute kennen. Trotzdem genießt jeder seine Privatsphäre. Fotos: Teresa Schardt

Das Leben in einer 7er-WG

Beim Eintreten in das große Haus duftet es im Flur nach frisch Gebackenem und aus der Küche schallt Gelächter. Die Stimmung in der WG ist fröhlich und man fühlt sich gleich willkommen. Vor drei Jahren zog Tobi in das dreistöckige Haus in der Nähe des Campus Koblenz ein. Heute lebt der 24-Jährige hier mit fünf Freunden und genießt das Leben in einer Gemeinschaft. …

Rebekka Smuda forscht in ihrer Dissertation zum alltäglichen Umgang mit Körperhaar. Für die Datenerhebung nutzte sie ein Kosmetikstudio. Foto: Jan Reutelsterz

Feldforschung im Kosmetikstudio: Eine haarige Angelegenheit

Glatt rasiert oder Zottelmähne? Rebekka Smuda beschäftigt sich in ihrer Dissertation mit dem alltäglichen Umgang mit Körperhaaren. Ihre Daten sammelte die Geschlechterforscherin im Feld während eines Praktikums in einem Kosmetikstudio. Sie weiß: Wer zu einem so privaten Thema forscht, muss Grenzen respektieren und Vertrauen schaffen. …

Hanna Riedel arbeitet neben ihrem Studium der Sonderpädagogik als Integrationshilfe an einer Förderschule der Caritas in Landau. Foto: Philipp Sittinger

Helfen als Nebenjob

Die 21-jährige Sonderpädagogik-Studentin Hanna Riedel ist zwar noch keine Lehrerin, verbringt aber trotzdem viel Zeit im Klassenzimmer. Neben ihrem Studium arbeitet sie als Integrationshilfe an der Förderschule des Caritas-Förderzentrums St. Laurentius und Paulus in Landau. Mit fünf anderen Kindern sitzt die zehnjährige Franka Hormuth in einem bunten Klassenzimmer. Die Kinder arbeiten an Texten und schreiben konzentriert in ihre Hefte. Hanna Riedel sitzt neben Franka und unterhält sich mit ihr im Flüsterton. „Wo ist der Südpol, Franka?“, fragt sie. Vor Franka steht ein Bildschirm, auf dem sie schreiben kann, indem sie einzelne Buchstaben lange anschaut. Sie schreibt „Süden“ und Hanna korrigiert „südlichster Punkt der Erde“. Franka sitzt im Rollstuhl, sie ist motorisch stark eingeschränkt. An Hannas Hand kann sie ein bisschen gehen, ihre Hände und Arme kann sie zwar bewegen, allerdings reicht es nicht, um einen Stift zu halten oder damit zu schreiben. Auch Sprechen ist schwierig, daher braucht sie den sogenannten Talker – ein Bildschirm, der durch Blicke gesteuert wird. Hanna Riedel ist Integrationshilfe an der Förderschule des Caritas Förderzentrums St. Laurentius und Paulus, einer …

Jana Willenbacher schaffte über ein Praktikum den Einstieg in ihren heutigen Beruf als Personalsachbearbeiterin beim Frauenhofer ITWM. Foto: Jana Willenbacher

Auf den Spuren von… Jana Willenbacher, Personalsachbearbeiterin und -entwicklerin beim Fraunhofer ITWM

Jana Willenbacher hat geschafft, wovon viele träumen: Über ein Praktikum beim Fraunhofer Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ist die 27-Jährige in die Berufswelt gestartet. Ihr Studium absolvierte Sie im Zwei-Fach-Bachelor in der Anglistik und Betriebspädagogik am Campus Landau. Heute fördert Sie das Personal Ihres Unternehmens und spricht allen Studierenden Mut zu, die Ihren Weg noch nicht gefunden haben. …

Heute schreibt Campus-Reporterin Rebecca Singer. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Meine verrückte Sehnsucht nach Prüfungen

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute wünscht sich Rebecca Singer eine Prüfung. Ich habe Sehnsucht nach einer schriftlichen Prüfung. Ja, ich bin Studentin und sage so etwas. Und ich wette: Jeder, der einmal eine Abschlussarbeit schreiben musste, hat das zumindest schon mal gedacht. Wenn meine Freunde von Klausuren erzählen, von benoteten Referaten und Sprechstunden zur Vorbereitung, freue ich mich immer ein bisschen. „Wenn ihr sowas erzählt, bin ich froh, dass ich nie wieder eine Prüfung habe“, sage ich dann. Doch dieser Satz ist nur die halbe Wahrheit. Prüfungen sind natürlich anstrengend und kraftraubend, aber nach einigen Wochen Lernen und einigen Tagen Zittern ist es einfach vorbei. Meine Freunde genießen danach ihre Semesterferien und ich sitze tagein, tagaus in der Bibliothek und texte an meiner Abschlussarbeit. Es fühlt sich an, als würde ich an einem riesigen Zahnrad drehen. Ich drehe und drehe, und es hat scheinbar kein Ende. Mein Rad besteht aus einem gigantischen Berg aus Büchern, Zeitschriftenartikeln und Webseiten. Es sind leere Seiten, die …

Foto: Teresa Schardt

Campusbilder der Woche

Wir präsentieren Ihnen in jeder Woche ein Campusbild aus Koblenz und Landau. Heute: Restschnee und bunte Vögel. Dass zeitweise auch am Campus in Koblenz winterliche Stimmung aufgekommen ist, davon zeugt das Bild von Teresa Schardt. Sie hat auf ihren Foto die letzten Spuren Schnee festgehalten, bevor diese endgültig der strahlenden Sonne zum Opfer gefallen sind. Campus-Reporter Philipp Sittinger war in Landau als Ornithologe unterwegs und beobachtete die Vogelkunst zwischen den Gebäuden I und K.   Stimmen Sie ab! Einmal im Monat fragen wir Sie nach Ihrer Meinung: Welches Bild hat das Zeug zum Campusbild des Monats? Unter allen Teilnehmern verlosen wir ein kleines Präsent. Das nächste Voting findet am 6. Februar statt.

Moritz Ranalder studiert Sozial- und Kommunikationswissenschaften. In seinem Nebenjob als Zimmerer verschlägt es ihn jedoch in luftige Höhen. Foto: Philipp Sittingerebenjob_Dachdecker_1_Philipp

Über den Dächern der Stadt

Arbeiten in schwindelerregender Höhe ist nicht für jeden etwas. Moritz Ranalder hat damit kein Problem: Der Sozial- und Kommunikationswissenschaftler jobbt bei einer Zimmerei und repariert regelmäßig kaputte Dachstühle. Er schätzt die handwerkliche Arbeit als Ausgleich zu seinem Uni-Alltag. Wer sind Sie? Mein Name ist Moritz Ranalder, ich bin 22 Jahre alt und studiere im ersten Semester im Bachelor Sozial- und Kommunikationswissenschaften. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich arbeite bei einer Zimmerei in Landau. Da bin ich als 450 Euro-Kraft angestellt und kann meine Arbeitszeit flexibel einteilen. Ich arbeite hauptsächlich Donnerstag und Freitag. Das passt super zu meinem Stundenplan. Die Serie Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Bisher erschienene Artikel finden sie hier. Was sind Ihre Aufgaben? Ich habe schon während meines Abiturs bei Zimmereien Ferienjobs gehabt, daher kannte ich meine Aufgaben …

Felix Herkens ist Schiedsrichter beim Blindenfußball. Auch wenn er auf viele Dinge achten muss, so schätzt er vor allem die familiäre Atmosphäre. Foto: Philipp Sittinger

Mit den Ohren Tore schießen

Felix Herkens liebt Fußball. Als Schiedsrichter ist er nicht nur dabei, sondern mittendrin. Die besondere Herausforderung für den Landauer Studenten: Er pfeift beim Blindenfußball. Dabei sind besonders Präzision und Einfühlungsvermögen gefragt. Während die Spieler beim Blindenfußball genau hinhören, muss Felix Herkens besonders aufmerksam hinschauen: Als Schiedsrichter muss er beim Blindenfußball nicht nur die Regeln kennen, sondern auch Menschenkenntnis haben. Berührungen, die beim Fußball als Foul gelten, müssen beim Blindenfußball im Gesamtkontext bewertet werden. “Man muss sich in die Lage hineinversetzen”, sagt Herkens. “Wenn ein Spieler einen anderen am Arm packt, dann will er sich vielleicht nur festhalten, um nicht hinzufallen.” Solche Unterschiede zu erkennen, lerne man mit der Erfahrung, berichtet Herkens. Er ist mittlerweile seit fünf Jahren Schiedsrichter bei der Deutschen Blindenfußball Bundesliga (DBFL). Besondere Regeln für besondere Spieler Die Serie Sich für andere einsetzen und selbst dazulernen – ein Ehrenamt kann das Studium inhaltlich bereichern und den Horizont erweitern. In unserer Rubrik “Ehrenamt: Studis engagiert” zeigen Studierende, welche ehrenamtlichen Beschäftigungen sich anbieten und wie man die Balance hält zwischen Stundenplan und Initiative. Herkens spielt …