Alle Artikel mit dem Schlagwort: Koblenz

Alumna Linda Matuschek hat Kulturwissenschaften studiert und übt ihren Beruf als Bestatterin mit viel Einfühlungsvermögen und Humor aus. Foto: Natalie Henzgen

Auf den Spuren von… Bestatterin Linda Matuschek

Der Beruf des Bestatters steht bei jungen Leuten auf der Berufs-Wunschliste nicht gerade ganz oben. Auch das öffentliche Sprechen über den Tod ist ein schwieriges Unterfangen. Alumna Linda Matuschek ist Bestatterin und der Tod ihr Geschäft.   Viel Einfühlungsvermögen muss ein Bestatter für seinen Beruf mitbringen, aber auch einen leichten Hang zum Morbiden, viel Humor und einen Hauch Selbstironie. Mit ihrem Interesse für das Morbide hat Linda Matuschek früher gehadert – so etwas sei nicht normal, dachte sie damals. Sie war schon immer neugierig und hatte Mut zur Veränderung: Nach dem Abitur am Bischöflichen Cusanus-Gymnasium Koblenz, einer Ausbildung zur Reiseverkehrs- und Tourismuskauffrau und einem langen Aufenthalt in Japan begann sie ihr Studium der Kulturwissenschaft an der Universität Koblenz-Landau. Das Fach, das sich mit der Analyse kultureller Prozesse und Phänomene aus den verschiedensten Blickwinkeln beschäftigt, bestärkte sie darin, die Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen und Vielfalt zu genießen. Während eines Praktikums im Bestattungsinstitut Jung in Braubach wurde ihr schnell klar: Im Reisebüro würde sie wohl nach dem Studium nicht anzutreffen sein. Traumjob Bestatterin Ihre Familie musste sich an den Gedanken, dass …

Adrian Staffen (24) ist ehrenamtlich aktiv und setzt sich für Greenpeace und ARIWA ein. Foto: Esther Guretzke

Ehrenamtlicher bei Greenpeace und ARIWA

Der Koblenzer Student Adrian Staffen setzt sich aktiv für Tierrechte und Umweltschutz ein. Beide Themen hängen eng miteinander zusammen, denn der enorme Konsum von tierischen Produkten in unserer Gesellschaft belastet die Umwelt. Seit 2016 ist Staffen deshalb Ehrenamtlicher bei Greenpeace und regelmäßig in der Fußgängerzone unterwegs, um Aufklärung zu betreiben. Eigentlich könnte er sich seinem Studium widmen und seine Freizeit mit Freunden verbringen, aber für Adrian Staffen ist das nicht genug. Der Student aus Koblenz setzt sich aktiv für Umweltschutz und Tierrechte ein: Er ist Mitglied bei Greenpeace Koblenz und bei ARIWA Koblenz (Animal Rights Watch). “Ich konnte einfach nicht mehr länger nur zusehen”, erklärt Staffen seine Motivation. “Ich wollte aktiv etwas für die Rechte von Tieren tun und über die Auswirkungen des menschlichen Handelns auf die Umwelt informieren.” Greenpeace: Für Mensch und Umwelt Er begann sein ehrenamtliches Engagement Anfang 2016, als er über eine Kommilitonin auf die örtliche Greenpeace-Gruppe aufmerksam wurde. Inzwischen ist Staffen dort Finanzkoordinator und Ansprechpartner für die Webseite, was gut passt, denn er studiert im zweiten Master-Semester Web-Science. Während der regelmäßigen Treffen der Ortsgruppe organisieren die Ehrenamtlichen unter anderem sogenannte GATs, kurz …

Prof. Dr. Petra Kindhäuser geht voll und ganz in ihrem Fach auf: Sie lehrt Musikwissenschaft am Campus in Koblenz. Foto: Greta Rettler

Unsere Profs: Petra Kindhäuser

Prof. Dr. Petra Kindhäuser ist eine auffallende Persönlichkeit: Die Musikwissenschaftlerin am Campus Koblenz ist selbstbewusst, wenn es um die Einbindung von praktischen Elementen in die Wissenschaft geht und tanzt auch mal spontan einen Walzer durch den Seminarraum. Warum ihre eigene Studienzeit für sie so prägend war, verrät sie im Interview mit Uniblog. Die Serie: Sie prägen unsere Erinnerungen an das Studium, inspirieren uns für das Berufsleben und sorgen für so manche Anekdote unter Studierenden: unsere Profs. Im Uniblog stellen sich die Professoren der Universität Koblenz-Landau den Fragen der Campus-Reporter, geben Einblick in ihren Forschungs- und Lehralltag und verraten, wie sie selbst als Student waren. Der Professorenberuf ist mit einigen Klischees behaftet: Lange über Büchern brüten, Zerstreutheit, Einsiedlertum, chaotische Tafelbilder… Trifft davon etwas auf Sie zu? Auf jedem Fall. Zerstreutheit trifft es sehr gut, ich muss immer zweimal schauen, ob ich meine Schlüssel dabei habe. Wie waren Sie als Studentin? Studieren war für mich meine persönliche Befreiung und Selbstfindung. Während des Studiums habe ich sehr viel über mich selbst gelernt und identifiziere mich heute zu einem nicht geringen Teil über mein Fach. …

Die neue Gleichstellungsbeauftragte Prof. Dr. Helga Arend engagiert sich voller Überzeugung für ein gutes Miteinander an der Universität Koblenz-Landau. Foto: Esther Guretzke

Bessere Chancen für alle

Chancengleichheit für alle, egal welches Alter, welche Herkunft oder welches Geschlecht man hat: Das ist das Ziel der zentralen Gleichstellungsbeauftragten an der Universität Koblenz-Landau. Seit April 2017 hat apl. Professorin Dr. Helga Arend das Amt inne. Für drei Jahre wird sie es begleiten und verrät im Uniblog, was ihre Aufgaben und Visionen sind. “Freiheit ist nichts, das man besitzt, sondern etwas, das man tut.” Dieses Zitat der Journalistin und Publizistin Carolin Emcke hat sich das Gleichstellungsteam der Universität Koblenz-Landau auf die Fahne geschrieben. “Ich wünsche mir die Universität als Raum, in dem Jede und Jeder seine Fähigkeiten frei entfalten kann”, eröffnet die Leiterin des Teams und Gleichstellungsbeauftragte der Universität, Helga Arend. Dafür möchte sich die Germanistikprofessorin einsetzen und nimmt in Kauf, zwischen Landau, Mainz und Koblenz viel zu reisen und die Lehre erst einmal ruhen zu lassen. Der Reiz, die Universitätslandschaft in Sachen Familienfreundlichkeit und Chancengleichheit mitgestalten und verändern zu können, führte zu der Entscheidung für das Amt. Als zentrale Gleichstellungsbeauftragte ist Arend in jedem Gremium der Universität Mitglied und bei allen Stellenbesetzungsverfahren, die nicht an die …

Die 19-jährige Annika Böhmer studiert BioGeowissenschaften. Für ein Praktikum war sie in Oldenburg und berichtet für Uniblog von ihren Erfahrungen. Foto: Greta Rettler

Ein Büro im Wald: Praktikum in einem Planungsbüro

Wo möchte ich nach dem Studium arbeiten? Ein guter Weg, eine Antwort auf diese Frage zu finden, sind Praktika. Sie geben nicht nur Einblick in mögliche Berufsfelder und zeigen, wo es nach dem Studium hingehen soll, sondern können auch als Sprungbrett dienen. Annika Böhmer durfte während eines sechswöchigen Praktikums in einem Planungsbüro für regionale Struktur- und Umweltforschung das machen, was sie am meisten interessiert: Tiere beobachten. Ich war schon immer gerne in der Natur unterwegs, habe Pflanzen gesucht und Tiere beobachtet. Da lag es für mich nahe, BioGeowissenschaften zu studieren und diese Leidenschaft zu meinem späteren Beruf zu machen. Der Studiengang in Koblenz bietet eine gute Mischung aus Umweltwissenschaft, Natur- und Landschaftsschutz und ist sehr praktisch ausgerichtet. So ist auch ein Praktikum vorgesehen, das ich in den letzten Semesterferien absolviert habe. Sechs Wochen habe ich in Oldenburg bei der ARSU – Arbeitsgruppe für regionale Struktur- und Umweltforschung in die Arbeit eines Planungsbüros reingeschnuppert. Das Unternehmen hat 21 Mitarbeiter und ist auf Gutachten zur Umweltverträglichkeit von Bauprojekten spezialisiert. Außerdem bieten es ökologische Baubegleitung und Regionalmanagement für Kommunen und private …

Kailex Johnstons Arbeitsplatz ist am Computer, denn er programmiert und pflegt Daten für Apps. Foto: Greta Rettler

Als Programmierer für die Zukunft arbeiten

Apps programmieren und zwischendurch in die Vorlesung: Kailex Johnston arbeitet als Werksstudent in einer Koblenzer App-Agentur. Hier verdient er nicht nur das Geld für sein Studium, sondern sammelt auch praktische Berufserfahrung und verrät, warum er damit an der Zukunft arbeitet.   Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Ich bin Kailex Johnston, 22 Jahre alt und Student am Campus in Koblenz. Eigentlich komme ich aus Seattle in Washington, bin aber für mein Studium nach Deutschland gekommen, dem Heimatland meiner Mutter. Es ist also kein Problem für mich, auf Deutsch zu studieren, weil es eine meiner Muttersprachen ist. Seit Oktober 2015 wohne ich in Koblenz und studiere Informatik, derzeit im ersten Semester. Vorher war ich ein Jahr lang als Gasthörer eingeschrieben. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich arbeite in …

Jan-Nicklas Stollberg hat eine abgeschlossene Schreinerausbildung. Seit Oktober 2016 studiert er am Campus Koblenz und möchte Berufsschullehrer werden. Foto: Greta Rettler

Ohne Abitur in den Hörsaal

Studieren ohne Abitur ? Seit 2014 geht das in allen deutschen Bundesländern, auch an der Universität Koblenz-Landau. Das Projekt Ressourcen² des KSB unterstützt und fördert alternative Wege zum Hochschulstudium, etwa über eine berufliche Qualifizierung als Meister oder einen Fachschulabschluss. Einer dieser Studierenden ist der 24-jährige Jan-Nicklas Stollberg, der seit letztem Wintersemester am Campus Koblenz Berufsschullehramt studiert. Im Gespräch mit Uniblog berichtet der Schreinermeister wie es ist, von der Werkstatt in den Hörsaal zu wechseln. Sie sind von der Werkstatt in den Hörsaal gewechselt. Was war Ihre Motivation? Angefangen hat alles nach dem Realschulabschluss mit meiner Ausbildung als Schreiner. Da ich mich gerne weiterbilden wollte, habe ich nach zwei Jahren als Geselle meine Fortbildung zum Meister gemacht. Anschließend wurde ich Werkstattleiter und habe während dieser Zeit Auszubildende betreut und angeleitet. Das Weitergeben und Vermitteln von Wissen hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich habe mich nach Alternativen in diesem Bereich umgeschaut. Nach einem Praktikum an der Schule war mir klar: Ich werde Berufsschullehrer. Warum haben Sie sich für die Uni Koblenz-Landau entschieden? Ich habe verschiedene Angebote von Universitäten abgewogen, aber Koblenz war für …

Imke von Helden ist seit 2015 die Koordinatorin des campusübergreifenden Sprachenzentrums in Koblenz und Landau. Foto: Greta Rettler

Imke von Helden: Eine Skandinavistin am Sprachenzentrum

Imke von Helden ist Skandinavistin, Sprachenliebhaberin, Fan nordischer Metal-Musik und Mutter. Diese Interessen, Facetten und Aufgaben vereint die 36-Jährige – erfolgreich. An der Universität Koblenz-Landau koordiniert sie seit 2015 die Arbeit des Sprachenzentrums, das unter anderem kostenfreie Sprachkurse für alle Studierenden anbietet. Ein freundliches Lächeln ist stets in ihrem Gesicht zu finden und man sieht, dass ihre Arbeit sie begeistert: Imke von Helden ist die Koordinatorin des campusübergreifenden Universitären Sprachenzentrums (USZ), das unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof Dr. Constanze Juchem-Grundmann steht. Gebürtig kommt die 36-Jährige aus dem Schwarzwald, wo sie an der Universität Freiburg Skandinavistik und Anglistik studierte. Als Fernstudiengang kam Deutsch als Fremdsprache hinzu: “Sprachen haben mich schon immer fasziniert. In der Schule, im Studium und noch heute. Es ist sozusagen mein Ding”, erklärt von Helden. Nach dem Studium arbeitete sie in verschiedenen Sprachschulen, unterrichtete in Basel und Freiburg. Die interessantesten Stunden waren für die Sprachwissenschaftlerin die, in denen Menschen aus unterschiedlichsten Kultur- und Sprachräumen aufeinander trafen: “Trotz dem Fehlen einer gemeinsamen sprachlichen Grundlage schafft man es, sich zu verständigen und langsam eine Basis gesprochener Kommunikation aufzubauen. Das fasziniert mich bis heute.” Ein außergewöhnliches Thema Das …

Nina Richter bringt eine große Begeisterung für das Fach Mathematik mit und möchte in ihrem späteren Beruf als Grundschullehrerin Kindern die Welt der Zahlen vermitteln. Foto: Greta Rettler

Grundschullehramt: Auf dem Lösungsweg

Nina Richter konnte schon immer besser mit Zahlen als mit Wörtern. Als Lehramtsstudentin der Fächer Mathe und Wirtschaft schätzt sie nicht nur, dass es in ihrem Studium immer ein Richtig oder ein Falsch gibt, sondern auch die guten Einstiegschancen in den Beruf.  Die Serie: Abiturienten stehen viele Möglichkeiten offen. Studieren oder eine Ausbildung beginnen, Uni oder FH? Und welches Fach ist für mich das Richtige? In unserer Serie “Was studieren?” stellen Studierende der Universität Koblenz-Landau ihren Studiengang vor. Woher kommt Ihre Begeisterung für den Studiengang Wirtschaft und Mathe auf Grundschullehramt? In den Fächern Mathe und Wirtschaft mit Schwerpunkt Ernährung kann ich meine Interessen und Fähigkeiten kombinieren, denn die Themen interessieren mich auch privat. Vor allem finde ich es wichtig, dass Kindern schon früh eine gute Grundlage in diesen Bereichen vermittelt wird. Mathe hat mich schon in der Schule begeistert. Zahlen liegen mir einfach besser als Wörter. Ich denke, Zahlen sind anschaulicher zu vermitteln als Sprache: Es gibt immer ein Richtig oder Falsch. Außerdem wählen nur wenige Lehramtsstudentinnen Fächer im MINT-Bereich, sodass sich mir hier später gute Einstiegschancen …

Heute schreibt Campus-Reporterin Esther Bauer. Zeichnung: Carolin Höring.

Couchsurfing: Willkommen Fremde

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Esther Guretzke berichtet von ihren Bedenken, die Plattform Couchsurfing auszuprobieren und warum es eine gute Idee war, diese über Bord zu werden. Mein Mann und ich lieben das Reisen. Weil das leider ein teures Hobby ist, meldete ich mich vor einigen Wochen auf der Plattform Couchsurfing an. Jahre zuvor hatte ich davon gehört, mich aber nicht getraut, es auszuprobieren: Man kann doch keine wildfremden Menschen auf seinem Sofa übernachten lassen, oder? Über den eigenen Schatten springen Doch, kann man. Man muss sich nur trauen. Ich füllte mein Profil aus und bekam schon bald Anfragen. Koblenz scheint ein beliebtes Ziel für Weltenbummler in Deutschland zu sein. Unsere erste Erfahrung war dann jedoch alles andere als geplant. Eines Abends erreichte mich um 23 Uhr eine Mail: “Hallo Esther, mein Kumpel und ich reisen per Anhalter durch Deutschland und sind sehr spontan und spät nach Koblenz gekommen. Daher stecken wir in einer etwas schwierigen Situation und suchen für heute Abend eine Bleibe.” …