Jahr: 2018

Julia Cutler und Ricarda Natus sind nicht nur Mitbewohnerinnen, sondern auch enge Freundinnen. Fotos: Philipp Sittinger

Harmonie in vier Räumen

Julia Cutler und Rica Natus kennen sich schon vom Bachelorstudium in Heidelberg, studieren jetzt beide im Masterstudiengang Psychologie am Campus Landau und wohnen zusammen. Im Interview wird klar, warum ihr WG-Leben so gut funktioniert: Die beiden passen einfach perfekt zusammen. Seit wann wohnen Sie hier? Cutler: Seit Oktober 2017. Wie lange haben Sie suchen müssen, um diese tolle Wohnung zu finden? Cutler: Wir hatten riesengroßes Glück, wir haben nur zwei Wohnungen angeschaut und diese sofort bekommen. Haben Sie vorher schon zusammen gewohnt? Natus: Nein, aber wir kannten uns schon sehr gut. Wir haben in Heidelberg zusammen studiert und sogar unsere Bachelorarbeit zusammen geschrieben. Wie entstand der Plan, zusammenzuziehen? Natus: Wir hatten eigentlich nie so konkret darüber gesprochen, es war uns beiden unausgesprochen klar, dass wir auch zusammen wohnen, wenn wir schon gemeinsam nach Landau gehen. Cutler: Man kann sich ja auch nicht mit jeder Freundin vorstellen, zusammenzuwohnen. Aber Rica ist eine der unkompliziertesten Personen, die ich kenne. Gab es etwas, dass Sie jetzt erst nach dem Zusammenziehen aneinander kennen gelernt haben? Cutler: Rica ist super …

Campusbilder der Woche

Wir präsentieren Ihnen in jeder Woche ein Campusbild aus Koblenz und Landau. Heute: Sommeruni und Unibib. Einmal im Monat fragen wir Sie nach Ihrer Meinung: Welche beiden Bilder haben das Zeug zum Campusbild des Monats? In einem kleinen Voting können Sie für Ihren Favoriten abstimmen. Unter allen Teilnehmern verlosen wir ein kleines Präsent. In Koblenz ist Jan Reutelsterz eine Momentaufnahme der Sommeruni gelungen. Bis zum 20. Juni können Sie das bunte Programm noch erleben. Die Bibliothek am Campus Landau fotografierte Philipp Sittinger aus zwei verschiedenen Blickwinkeln: In der Dämmerung mit beleuchteten Buchregalen und aus der Vogelperspektive.

Heute schreibt Campus-Reporterin Lisa Engemann. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Terminierte Freundschaften: Verschwendete Lebenszeit oder Bereicherung für das Leben?

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute fragt sich Lisa Engemann, was mit Freundschaften passiert, wenn das Leben sich verändert. Als ich ein Teenager war, wollte ich mit jedem, den ich kennengelernt habe, für immer befreundet sein. Mittlerweile lerne ich oft neue Leute kennen, die mir direkt sympathisch sind. Inzwischen ertappe ich mich bei der Frage: Lohnt es sich überhaupt, in diese Freundschaft zu investieren? Nach kurzer Zeit werde ich sowieso wieder umziehen. Sei es wegen des Studiums, des Jobs oder des Partners. Und dann habe ich wieder einen Freund oder eine Freundin, die ich vermisse. Wenn der gemeinsame Kontext fehlt, was bleibt dann von der Freundschaft? Es ist mit viel Aufwand verbunden, seine verschiedenen Freundschaften zu pflegen: Jeder wohnt woanders, arbeitet zu unterschiedlichen Zeiten und hat selbst noch Verpflichtungen in den verschiedensten Kontexten. Ich habe das Gefühl, je älter man wird, desto komplizierter wird das mit den Freundschaften. Jedes Mal, wenn ich zum Beispiel meine beste Freundin aus der Schule sehe, haben wir so …

Wissenschaftliche Hilfskraft an einer Hochschule

Nadja Grundinger studiert am Campus Landau Psychologie im Master und arbeitet als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der SRH Hochschule Heidelberg. Obwohl sie dafür zwischen der Arbeitsstelle in Heidelberg, dem Campus in Landau und ihrem Wohnort Mannheim hin und her pendeln muss, schätzt sie ihren Job sehr. Das liegt vor allem an ihrem netten Team und den vielseitigen Aufgaben. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich arbeite am Institut für Angewandte Forschung an der SRH Hochschule in Heidelberg. Dort werden psychologische Testverfahren entwickelt und ausgewertet sowie Interventionsprogramme evaluiert, die an Schulen mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt werden. Welche Aufgaben übernehmen Sie konkret? Einerseits führe ich die Tests, wie zum Beispiel Intelligenz- oder Aufmerksamkeitstests, mit Kindern und Jugendlichen durch. Insgesamt haben wir umd die 350 Kinder …

Die Welt kennenlernen - mit Erasmus + ist das für Studis, Doktoranden und Mitarbeitende der Uni möglich. Foto: Unsplash/Slava Bowman

Erasmus: Wie organisiere ich mein Auslandssemester?

Neue Wege gehen, die Welt entdecken und Vielfalt erleben: Mit einem Auslandsaufenthalt können Studierende nicht nur ihre Fremdsprachenkenntnisse ausbauen, sondern auch andere Kulturen kennenlernen. Seit mehr als 30 Jahren bieten Universitäten über das Erasmus- Programm den Austausch zwischen Partneruniversitäten in Europa. Welche Möglichkeiten es an der Uni Koblenz-Landau für einen Auslandsaufenthalt gibt und wie man sich bewirbt, verrät Dr. Iryna Shalaginova, Leiterin des Referats für internationale Zusammenarbeit, im Interview. Was ist Erasmus und wer kann davon profitieren? Erasmus ist ein Programm der Europäischen Union zur Förderung von fachlichen, sprachlichen und kulturellen Kompetenzen, das für Studierende aber auch für Mitarbeiter der Universität, Dozenten und Professoren zu Lehr- oder Weiterbildungszwecken attraktive Auslandserfahrungen ermöglicht. Seit 2014 werden die EU-Bildungsprogramme und die Programme für Lebenslanges Lernen unter dem Oberbegriff Erasmus+ (Erasmus Plus) gebündelt. Hierzu gehören auch Programme der schulischen und beruflichen Bildung. Welche Möglichkeiten bietet Erasmus für Studierende? Mit dem Erasmus-Programm können Studierende sowohl an einer Partneruniversität im Ausland studieren als auch bei einem Auslandspraktikum wertvolle Einblicke ins Berufsleben sammeln. Pro Studienzyklus (Bachelor, Master, Doktor) ist eine Förderung von bis …

Anja Ohmer promovierte in Germanistik und Komparatistik an der Universität Tübingen und kam als Lehrbeauftragte an die Universität Koblenz-Landau. Foto: Katrin Hiller

Kultur in allen Facetten

Das Zentrum für Kultur- und Wissensdialog möchte Kultur erfahrbar machen. Apl. Professorin Dr. Anja Ohmer ist Leiterin des ZKW und des Studiengangs Darstellendes Spiel. Warum das Theaterspielen besonders für angehende Lehrer eine Bereicherung sein kann und welche kulturellen Angebote das ZKW allen Studierenden der Uni Koblenz-Landau bietet, erzählt sie im Interview. Was ist das Zentrum für Kultur- und Wissensdialog? Das Zentrum für Kultur- und Wissensdialog ist eine fachbereichsübergeordnete Einrichtung, die im Jahr 2010 gegründet wurde. Als Fenster zur Stadtöffentlichkeit hat sich das ZKW zum Ziel gesetzt, Kultur für Studierende und Bürger erlebbar zu machen. Seit 2014 gibt es am ZKW den Zertifikatsstudiengang Darstellendes Spiel, der Lehramtsstudierenden neue Perspektiven im Beruf eröffnet. Wie sieht das kulturelle Angebot des ZKW aus? Das ZKW betreut verschiedene Veranstaltungsreihen und arbeitet mit außeruniversitären Kooperationspartnern zusammen, wie zum Beispiel mit Theatern, Schulen und dem Sender SWR. Zu den wichtigsten Reihen gehören der Martha-Saalfeld-Literaturpreis, die Poetry Slam Landesmeisterschaft und die Poetik-Dozentur. Darüber hinaus liefert die Veranstaltungsreihe Große Begegnungen inspirierende Gedankenanstöße zur persönlichen Entwicklung. Das ZKW ist zwar am Campus in Landau angesiedelt, agiert …

Campusbilder der Woche

Wie jeden Freitag im Semester zeigen wir Ihnen an dieser Stelle wieder die Campusbilder der Woche. Wir präsentieren Ihnen in jeder Woche ein Campusbild aus Koblenz und Landau. Einmal im Monat fragen wir Sie nach Ihrer Meinung: Welche beiden Bilder haben das Zeug zum Campusbild des Monats? In einem kleinen Voting können Sie für Ihren Favoriten abstimmen. Unter allen Teilnehmern verlosen wir ein kleines Präsent. Das schöne Wetter reißt nicht ab und so konnte Fotografin Teresa Schardt in Koblenz diese Woche einen purpur-roten Abendhimmel bestaunen. Sommerzeit am Campus Landau: Philipp Sittinger hat in der Mittagspause das Treiben rund um den Brunnen festgehalten.  

Heute schreibt Natalie Henzgen.

Kulturwissenschaft – Und was macht man damit?

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute geht Natalie Henzgen der Frage auf den Grund, warum Geisteswissenschaftler ins Kreuzverhör genommen werden, wenn es um ihre berufliche Zukunft geht. Wenn man ausgeht und neue Bekanntschaften macht, ist es bloß eine Frage der Zeit, bis die unvermeidliche Frage gestellt wird: „Und was studierst du?“ Für die einen ist das eine höfliche Nachfrage. Für mich ist es häufig der Beginn einer qualvollen Debatte. Wer ein Fach wie Kulturwissenschaft studiert, sieht sich oft mit Nachfragen konfrontiert, besonders im Bezug auf etwaige Berufsziele. Manche machen sich die Mühe, nach den Inhalten meines Studiums zu fragen, bevor sie ein vernichtendes Urteil über meine beruflichen Chancen fällen. Die meisten glauben aber sofort zu wissen, dass meine Lage vollkommen hoffnungslos ist. In den sechs Jahren, in denen ich Kulturwissenschaft studiere, sind mir viele katastrophale Prognosen in Bezug auf mein späteres Berufsleben begegnet. Hier meine Top 3 Kommentare: 1. „Und wann machst du deinen Taxi-Schein?“ 2. „Damit wird es aber schwer werden, eine Stelle …

Uli Hallerbach gibt Schülern Nachhilfe in Deutsch und Englisch und kann dabei auch Wissen aus seinem Lehramtsstudium anwenden. Foto: Teresa Schardt

Freude über den Lernfortschritt: Nebenjob als Nachhilfelehrer

Als Lehramtsstudent weiß Uli Hallerbach, wie er Kindern bei Lernschwierigkeiten helfen kann. Zweimal in der Woche gibt er Nachhilfe im Studienkreis. Im Uniblog erzählt er, warum das für ihn der perfekte Nebenjob ist. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Ich heiße Uli Hallerbach, bin 24 Jahre alt und studiere Ethik und Englisch auf Grundschullehramt im fünften Semester in Koblenz. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich gebe Nachhilfe beim Studienkreis am Friedrich-Ebert-Ring. Dort bin ich als Honorarkraft angestellt, bekomme also regelmäßig Gehalt. Je nachdem, wie mein Stundenplan aussieht, arbeite ich zweimal die Woche. In welchen Fächern geben Sie Nachhilfe? In Englisch und Deutsch. Bevor ich mit Ethik begonnen habe, habe ich Deutsch studiert. Ich mache alles von der dritten bis zur dreizehnten Klasse. Was sind …

Die erste Studentin in der Familie

Wenn Abiturienten kurz vor ihrem Abschluss stehen und sich auf das Studium vorbereiten, können sie oft auf die Erfahrungen ihrer Eltern zurückgreifen. Die Studentin Jennifer Siegert engagiert sich in der Organisation ArbeiterKind, um Schülern beim Studieneinstieg zu helfen, deren Familien keinen akademischen Hintergrund haben. Das hat auch persönliche Gründe: Siegert ist die erste Studentin in ihrer Familie. Für Jennifer Siegert war es nicht immer klar, dass sie eines Tages studieren wird. Selbst als sie nach der Grundschule auf das Gymnasium kam, war der Weg an die Uni keine selbstverständliche Perspektive. Während die Eltern ihrer Mitschüler bei Vorträgen und Hausaufgaben helfen konnten, war Siegert auf sich allein gestellt. Als sich Siegerts Noten verschlechterten, bekam sie von der Mutter eines Freundes den Tipp, auf ein berufliches Gymnasium zu wechseln. An diesem Punkt wendete sich das Blatt: Siegert musste keine ungeliebten Fremdsprachen lernen, sondern hatte Unterrichtsfächer wie Psychologie und Pädagogik. Ihr Interesse war geweckt, ihre Noten verbesserten sich und die Idee, eines Tages Psychologie zu studieren, war geboren. Unterstützung von außen Ohne ihre Bekannte, die sie dazu ermuntert …