Alle Artikel mit dem Schlagwort: Pädagogik

Juliana Siemes beschäftigt sich in ihrer Bachelorarbeit mit dem Thema Bildung im Kontext des Tabuthemas Tod. Foto: Esther Guretzke

Sterbebegleiter im Hospiz: Vom Tod für das Leben lernen

In ihrer Bachelorarbeit erforscht Juliana Siemes die Bildungsprozesse ehrenamtlicher Sterbebegleiter und beschreibt, welche Auswirkungen die Grenzerfahrungen haben, die Sterbebegleiter im Hospiz machen, während sie Menschen auf der Schwelle zwischen Leben und Tod zur Seite stehen. Die Serie: Alle Scheine sind gemacht und das Studium geht in die heiße Phase, die Abschlussarbeit steht vor der Tür. Doch wie organisiert man diese letzte Phase des Studiums? Wie findet man einen Betreuer und das richtige Thema? Und wie schafft man es, in dieser Zeit nicht durchzudrehen?  Wer sind Sie und was studieren Sie? Ich bin Juliana Siemes und ich habe Pädagogik am Campus Koblenz studiert. Was ist das Thema Ihrer Abschlussarbeit? Meine Bachelorarbeit Bildungsprozesse in der Sterbebegleitung befasst sich damit, inwiefern bei den ehrenamtlichen Sterbebegleitern Bildungsprozesse im Rahmen ihrer Tätigkeit ablaufen und wie sie ablaufen. Ich habe dafür Interviews mit Sterbebegleitern geführt, sie transkribiert und ausgewertet. Es geht in der Arbeit um die Frage, welche Auswirkungen das Ehrenamt als Sterbebegleiter auf den Menschen hat und ob dadurch Bildungsprozesse angestoßen werden. Bildungsprozesse werden durch das Moment der transformatorischen Bildung charakterisiert. …

Jan Magg arbeitet bereits seit fünf Jahren als Zoopädagoge in der Zooschule und übt sich im Lehrer-Dasein. Foto: Lisa Leyerer

Tierische Nachbarn: Zu Besuch in der Landauer Zooschule

Auf dem Weg zum Campus Landau wird man täglich von Vogelgezwitscher und mit einem Blick auf die Geparden des Landauer Zoos begrüßt. Mit auf dem Gelände befindet sich seit fast 25 Jahren die Zooschule, gegründet von Dr. Gudrun Hollstein. Im Interview erläutert die Leiterin der Zooschule die besondere Kooperation zwischen Uni und Zoo. Im Video gibt Zoopädgoge Jan Magg einen Einblick in das einzigartiges Praxisfeld für Studierende. Welches Konzept steht hinter der Zooschule? Es handelt sich um eine Kooperation zwischen der Universität und dem Landauer Zoo. Der Grundgedanke besteht darin, mit der Zooschule ein Praxisfeld vor allem für angehende Lehrer anzubieten. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ein Studium sehr praxisfern sein kann. Ich arbeite als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Bildung im Kindes- und Jugendalter an der Uni und empfand die örtlichen Gegebenheiten mit der unmittelbaren Nähe zwischen Campus und Zoo als eine tolle Möglichkeit, im Zoo ein pädagogisches Veranstaltungsprogramm einzurichten. Da es wichtig ist, sich auszuprobieren und Erfahrungen im Unterrichten von Kindern zu sammeln, wollte ich mit der Gründung der Zooschule 1992 eine Plattform dafür …

Die Erziehungswissenschaftlerinnen Evamaria Schwarz und Nina Mathes bieten im Sommer den Welcome-Treff für internationale Familien an. Foto: Lisa Leyerer

Welcome-Treff: Kinderleichte Integration

Bepackt mit einem Bollerwagen voller Spielsachen und einer großen Picknickdecke verwandeln Evamaria Schwarz und Nina Mathes den Goethepark  in Landau in einen großen Kinderspielplatz. Im Rahmen eines Projekts des Kinderschutzbundes Landau-Südliche Weinstraße organisieren die Studentinnen in den Sommermonaten einen Welcome-Treff für Familien aus aller Welt. Ihr Ziel: Integration durch Spiel und Spaß. Pünktlich um 16 Uhr wird die Flagge im Landauer Goethepark gehisst. Sie ist das Erkennungszeichen des Projekts und markiert den Ort des Zusammenkommens. “Jeder ist eingeladen, vorbei zukommen und gemeinsam zu Spielen, zu Lachen und sich auszutauschen”, erklärt Studentin Nina Mathes. Während ihres Praktikums beim Kinderschutzbund hatte sie gemeinsam mit ihrer Chefin die Idee, ein neues Projekt zu organisieren. Evamaria Schwarz, die ebenfalls ein Praktikum beim Kinderschutzbund absolvierte und zusammen mit Mathes Erziehungswissenschaften studiert, stieg nach der Kontaktaufnahme in das Projekt mit ein. Nach der Genehmigung von Fördergeldern von der Organisation Aktion Mensch konnte die Planung beginnen. Von Beginn an richtet sich der Treff an Familien jeder Herkunft und Ethnie, damit eine Integration möglich ist. Um Flüchtlingsfamilien den Treff zu ermöglichen organisierten die beiden …

Texas von seiner schönsten Seite - Studentin Franzi Sannert unterwegs im atemberaubenden Big Bend Nationalpark im Süden der USA. Fotos: Sannert

Texas: Leben auf einer Ranch

2013 machte sich Franzi Sannert das erste Mal auf, um im US-amerikanischen Texas neue Erfahrungen zu sammeln. Ein Jahr später war die damals 19-Jährige gerade im zweiten Semester ihres Pädagogikstudiums, als sie die Möglichkeit für ein Praktikum bei einer texanischen Familie erhielt. Sannert zögerte nicht lange: Nahe der Hauptstadt Austin lernte die Studentin aus Koblenz nicht nur ihre Gastfamilie kennen und lieben, sondern auch die Kultur, die Landschaft und das Essen. Nachdem ich Anfang 2013 erfolgreich das Abitur bestand, brauchte ich eine Auszeit. Denn wie wohl für die meisten Schüler bedeutet diese Phase vor allem eins: Stress! Um einfach mal aufzuspannen und das Leben auf einer Pferderanch kennenzulernen, entschied ich mich daher für einen Urlaub in der texanischen Provinz. Mit den Besitzern der Ranch verstand ich mich so gut, dass sie mir anboten, im nächsten Jahr für ein Praktikum wiederzukommen. Unter Aufsicht einer Sozialarbeiterin nahm ich diese Möglichkeit gerne wahr und flog im Mai 2014 erneut in die USA. Das Leben auf einer Ranch Texas – das Land der Cowboys, Pferderanchen und atemberaubenden Landschaften. So stellen …

Julie Capric sieht in dem Studiengang B.A. Pädagogik viele Chancen und Möglichkeiten. Foto: Esther Guretzke

Pädagogik: Vielfalt und Herausforderung

Julie Cabric studiert Pädagogik am Campus Koblenz. Schon zur Schulzeit interessierte sie sich für das Fach, das sich mit Fragen im Bereich Erziehung und Bildung befasst. Am Studium schätzt sie vor allem die Bandbreite des Studiengangs und fand dank einem Praxisprojekt und Praktika schnell heraus, in welchem Bereich ihre berufliche Zukunft liegt. Die Serie: Abiturienten stehen viele Möglichkeiten offen. Studieren oder eine Ausbildung beginnen, Uni oder FH? Und welches Fach ist für mich das Richtige? In unserer Serie „Was studieren?“ stellen Studierende der Universität Koblenz-Landau ihren Studiengang vor.  Woher kommt Ihre Begeisterung für das Fach Pädagogik? Schon in der Schule hatte ich Pädagogik als Leistungskurs belegt. Dort konnte ich erste Einblicke bekommen und fand das Feld sehr interessant. Ich wollte mehr erfahren und habe mich deshalb für den Studiengang Pädagogik an der Universität Koblenz-Landau beworben. Warum haben Sie sich für Koblenz entschieden? Das lag vor allem an der räumlichen Nähe zu meiner Familie. Ich bin daheim stark eingebunden und die Option wegzuziehen hat sich für mich nicht ergeben. Koblenz ist aber generell eine gute Wahl. Die Stadt ist …

Maike Sippmann arbeitet neben ihrem Pädagogikstudium in einer betreuten Wohngruppe, in der Kinder und Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen ein neues Zuhause finden. Foto: Bauer

Betreuerin in einer Wohngruppe für Kinder

Maike Sippmann verbringt einige Nächte im Monat in einer Wohngruppe für Kinder und Jugendliche. Die Pädagogik-Studentin begleitet die Heranwachsenden in ihrem Alltag und steht ihnen bei lebenspraktischen Fragen mit Rat und Tat zur Seite. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und BAföG etwas dazu, oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind sie? Mein Name ist Maike Sippmann. Ich bin 25 Jahre jung und studiere den Bachelor of Arts Pädagogik im sechsten Semester. Was für einen Nebenjob machen sie? Ich arbeite als Werkstudentin auf Honorarbasis in einer familienanalogen Wohngruppe für Kinder und Jugendliche. Es sind bis zu sechs Kinder in der Gruppe. Das jüngste Kind ist momentan fünf Monate alt und das älteste 13 Jahre. Der Träger der Wohngruppe ist die P.A.SCH Kinder- und Jugendhilfe. Was sind ihre Aufgaben? Hauptsächlich arbeite ich in der Nachtbereitschaft. Zu meinen Aufgaben …

Als Personalreferentin ist Claudia Detzel in ihrem Job für die Personalangelegenheiten von 500 Mitarbeitern zuständig. Das erfordert Organisationstalent und Einfühlungsvermögen. Grafik: Colourbox.de/Omelchenko

Auf den Spuren von… Personalreferentin Claudia Detzel

Claudia Detzels Karriere beginnt klassisch: Sie studiert Lehramt für Grund- und Hauptschule in Karlsruhe, nach dem Studium entschließt sie sich jedoch gegen den Schuldienst und für ein Betriebspädagogik-Studium am Campus Landau. Heute arbeitet Detzel als Referatsleiterin in der Verwaltung des Landkreises Südliche Weinstraße. Was fällt Ihnen als Erstes ein, wenn Sie an Ihre Alma Mater und an Ihre Studienstadt Landau zurückdenken? Die familiäre Atmosphäre. Man kannte und schätzte sich unter den Studierenden, aber auch unter den Dozenten. Dazu trugen auch die überschaubaren Wege bei. Trotz der vielen Außenstellen, an denen Veranstaltungen stattfanden, war immer alles gut zu erreichen und jeder Standort hatte seinen eigenen Charme. Da der Landauer Campus direkt am Wald liegt, ermöglichte er in den Pausen immer einen Kaffee im Grünen oder einen netten Grillabend mit der Fachschaft U-F-O. Auch die wunderschöne Bibliothek ist mir in Erinnerung geblieben. Dank der guten Sortierung und der ruhigen und freundlichen Arbeitsumgebung lud sie stets zum Verweilen ein. Warum haben Sie sich für ein Studium an der Universität Koblenz-Landau entschieden? Nach dem Abschluss meines Lehramtsstudiums an der Pädagogischen Hochschule in Karlsruhe war …

Dilara Karadag gibt Flüchtlingen Deutschunterricht und ist auch bei Alltagsfragen für sie da. Fotos: Privat

Patin in der Flüchtlingshilfe

Zahlreiche Studierende der Universität Koblenz-Landau arbeiten in ihrer Freizeit ehrenamtlich. Wo man sich überall engagieren kann, welche Herausforderungen ein Ehrenamt mit sich bringt und wie kompatibel Studium und Ehrenamt sind, beleuchtet unsere Serie. In diesem Teil berichtet Dilara Karadag von ihrer ehrenamtlichen Arbeit in der Flüchtlingshilfe. Kommunikation ist alles, heißt es oft. Doch wenn die Kommunikationspartner nicht dieselbe Sprache sprechen und aus unterschiedlichen Kulturkreisen stammen, ist Kreativität gefragt. Das weiß auch Dilara Karadag. Sie arbeitet ehrenamtlich in der Flüchltingshilfe und kennt die Herausforderungen der Sprachbarriere: „Mit Hand und Fuß kann man sich verständigen, aber erklären Sie mal ein offizielles Schreiben bürokratischer Natur auf diese Art.“ Karadag studiert im fünften Fachsemester Pädagogik am Campus Koblenz. Durch ein Praktikum beim Jugendmigrationsdienst in Köln wurde das Interesse der 22-Jährigen an der Arbeit mit Menschen mit Migrationshintergrund geweckt. Besonders die Herzlichkeit einiger Flüchtlinge, die sie während des Praktikums kennenlernte, blieb ihr in Erinnerung. Ehrenamt im Patenprojekt der Caritas Für Karadag stand schnell fest, dass sie nach ihrem Praktikum weiter in der Flüchtlingshilfe tätig sein wollte. Sie meldete sich bei der Caritas …

Bei ihrer Arbeit auf dem Pferdehof vermittelt Sannert Kindern auch, wie schön es in der Natur ist. Foto: Marius Adam

Frühförderung auf dem Pferdehof

In diesem Teil der Serie “Studierende und ihre Nebenjobs” spricht Franziska Sannert über ihre Arbeit auf dem Hof Nepomuck. Dort fördert sie Kinder durch Reitunterricht. Das Grün der Natur ist für Sannert ein schöner Ausgleich zum Uni-Leben.  Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Mein Name ist Franziska Sannert, ich bin 21 Jahre alt und studiere im dritten Semester Pädagogik. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich arbeite auf dem Hof Nepomuck. Das ist ein erlebnispädagogischer Hof, auf dem wir Frühforderung für Kinder und Jugendliche anbieten. Angestellt bin ich auf Honorarbasis. Ich arbeite vier feste Tage die Woche auf dem Hof. Was sind Ihre Aufgaben? Ich gebe Kindern Förderstunden. Unser Konzept ist es, den Kindern die Natur näher zu bringen. Es geht nicht nur um das Reiten, sondern …

Viktoria Schäfer (l.) und Jennifer Retz (r.) konnten schon viele Studierende zum Mithelfen motivieren. Foto: privat.

Koblenz lernt e.V.: Ehrenamtliche Nachhilfe für Schüler

Mehr Bildungschancen und eine bessere Zukunft für alle – das ist das Ziel von „Koblenz lernt“. Von Studierenden ins Leben gerufen, ermöglicht der Verein Schülern mit Lernschwierigkeiten einmal wöchentlich kostenlose Nachhilfe. Die Idee, ehrenamtliche Nachhilfe anzubieten, kam den Vereins-Gründerinnen Jennifer Retz und Viktoria Schäfer bereits im zweiten Studiensemester. Beide absolvierten vor Studienbeginn ein Auslandssemester in den USA: „Dort arbeitete ich ehrenamtlich an einer Schule. Als ich wieder zurück in Koblenz war, musste ich feststellen, dass es diese Möglichkeit hier nicht gab“, berichtet Retz. Während des ersten Schulpraktikums an einer Realschule plus fiel den beiden auf, dass viele Schüler Schwierigkeiten im Unterricht und bei den Hausaufgaben haben. Darum gründeten Retz und Schäfer im März 2013 den Verein „Koblenz lernt“, der Schülern bei Lernproblemen hilft. Das nötige Wissen und die Kompetenz haben sich die beiden Studentinnen neben dem Studium selbst angeeignet. Schäfer kümmert sich hauptsächlich um das Marketing und die Finanzen, Retz um die Kontakte zu den Schulen und Kindern. Mit ihrem Kommilitonen Michael Meixner fanden sie einen engagierten Helfer, der die Personalabteilung des Vereins sowie die Sponsoren …