Alle Artikel mit dem Schlagwort: Pädagogik

Anja Isele studierte Psychologie und Pädagogik auf Diplom. Jetzt arbeitet sie als Führungskraft im Schweizer Unternehmen Sika. Foto: Anja Isele

Auf den Spuren von… Anja Isele, Head Learning & Development Switzerland bei der Sika Services AG

Anja Isele kommt aus einem kleinen Ort nahe der Schweizer Grenze. Sie lebt und arbeitet nicht nur in zwei Ländern, sondern hat auch zwei Diplome: in Psychologie und Pädagogik. Die 38-Jährige erlangte am Campus Landau ein breit gefächertes Wissen. Ihr Weg war damals ungewöhnlich, doch der Blick von zwei Seiten lohnt sich in ihrem Job als Führungskraft in einem Schweizer Unternehmen bis heute. Sie sind Head Learning & Development Switzerland bei der Sika Services AG. Was ist das für eine Position? Ich leite den Trainings-, oder auch Personalentwicklungsbereich für die 2000 Mitarbeitenden in der Schweiz. Sika ist in über 100 Ländern aktiv, aber die Schweiz ist das Gründungsland. Wie sind Sie an den Job gekommen? Meinen ersten Job nach dem Abschluss 2007 hatte ich für eine kurze Zeit in der Unternehmensberatung. Dann habe ich mich bei Sika auf die Stelle beworben, die damals erst neu geschaffen wurde. Ende 2011 habe ich dann die Leitung des Schweizer Teams im Learning & Development-Bereich übernommen. Mittlerweile bin ich seit zehn Jahren bei Sika. Was sind Ihre Aufgaben? Meine Aufgaben …

Der 26-jährige Pädagogikstudent Lukas Macher ist neben dem Studium selbstständiger Kursleiter für Selbstverteidigung und Gewaltprävention. Foto: Jan Reutelsterz

Kursleiter für Selbstverteidigungs- und Gewaltprävention

Lucas Macher lernt seit seiner Kindheit die Kunst der Selbstverteidigung und hat mittlerweile vier schwarze Gürtel. Zusammen mit seinem Vater hat er sein Hobby zum Nebenberuf gemacht: Der 26-jährige Pädagogikstudent ist selbstständiger Kursleiter für Selbstverteidigungs- und Gewaltpräventionstrainings. Das erfolgreiche Familien-Gespann zeigt in seinen Kursen, wie man Gefahren erkennt, vermeidet und sich im Ernstfall wehrt. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich arbeite als selbstständiger Kursleiter für Selbstverteidigungs- und Gewaltpräventionstraining. Unsere Trainings werden von Firmen, Institutionen und Gruppen gebucht, zum Beispiel dem Roten Kreuz, Banken, größere Firmen, verschiedene FSJ-Gruppen und Schulen. Sogar Kindergärten kontaktieren uns. Die Kurse gebe ich unter der Woche oder am Wochenende. Was sind Ihre Aufgaben? Die Serie Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Bisher erschienene Artikel finden sie hier. Man stelle sich vor, ein alter Mann zieht …

Peter Rödler ist Professor des Instituts für Pädagogik. An seinem Schreibtisch saßen vermutlich schon Adorno und die Gebrüder Grimm. Fotos: Teresa Schardt

Leben im strukturierten Chaos: So wohnt Peter Rödler

Peter Rödler hat sich in seiner Heimatstadt Frankfurt eingenistet. Im Wohnzimmer hängt das Porträt eines Gorillas, überall liegen Bücher und Dokumente verteilt, zahlreiche Figürchen schmücken die Regale. Im Uniblog zeigt der Professor des Instituts für Pädagogik seine Wohnung, die er selbst als “lebendiges Durcheinander” beschreibt. Wow, hier gibt es aber viel zu sehen. Ist Ihre Wohnung typisch für das Zuhause eines Professors? Für einige ja, für andere nicht. Auf den ersten Blick könnte man den Zustand der Wohnung auch als strukturiertes Chaos bezeichnen. Alles hier hat einen Hintergrund. Ich brauche meinen Freiraum, um individuelles Denken zu ermöglichen. Ich will mich nicht von Formalia fesseln lassen und lebe eher mit Kategorien, die meine Vielfalt ordnen. Das kann man beispielsweise an meiner Büchersammlung feststellen. Da steht alles von der Physik über die Pädagogik bis hin zur Philosophie und Geschichte. Mit den Jahren habe ich mir einen fächerübergreifenden Atlas an Schriftwerken aufgebaut. Innerhalb dieses Chaos besteht Struktur, auch wenn es zuerst nicht so erscheint. Was haben Sie verändert, bevor wir angekommen sind? Ein wenig geputzt habe ich schon, das …

Achim Ditscher studiert nicht nur Lehramt in Landau, sondern ist auch Leiter einer Pfadfindergruppe. Foto: Philipp Sittinger

Ehrenamtlicher Betreuer bei den Pfadfindern

Feuer machen, Zelte aufbauen, Knoten binden: Der Landauer Lehramtsstudent Achim Ditscher ist Leiter einer Pfadfindergruppe und zeigt Kindern ehrenamtlich, wie man in der freien Natur überleben kann und in der Gemeinschaft gut miteinander auskommt. „Ich bin, mit Unterbrechungen, seit meiner Kindheit bei den Pfadfindern. Seit drei Jahren bin ich Leiter einer Gruppe, die zur Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) gehört. Wir sind eine katholische Organisation und mein Stamm fällt in den Zuständigkeitsbereich der Diözese Speyer“, sagt Achim Ditscher. Der Begriff Stamm bezeichnet dabei den Zusammenschluss der Pfadfindergruppen aller Altersstufen eines Ortes. Ditscher, der Grundschullehramt im Master in Landau studiert, leitet mit zwei bis drei weiteren Pfadfindern die jüngste Gruppe in seinem Heimatort Maxdorf. „Wir betreuen die jüngsten Mitglieder unseres Stammes. Sie werden Wölflinge genannt und sind sieben bis zehn Jahre alt“, erläutert er. Während der Schulzeit trifft sich die Gruppe wöchentlich. Teamgeist und Gruppendynamik, darum geht es bei den Pfadfindern in der Hauptsache. Die 15 bis 20 Kinder, die Ditscher in seinem Stamm betreut, lernen, die Natur zu respektieren und in ihr zurecht zu kommen. …

Sarah Sauer hat ein Praktikum einer heilpädagogischen Kindertagesstätte absolviert. Die Arbeit stellte sie vor besondere Herausforderungen. Foto: Teresa Schardt

Frühförderung: Praktikantin an einem Ort für besondere Kinder

Trisomie 21, Verhaltensauffälligkeiten oder Entwicklungsbeeinträchtigungen sind Hürden, die teilweise bereits im Kleinkindalter bewältigt werden müssen. Doch wer kümmert sich um die Kinder, wenn die Eltern einem Beruf nachgehen müssen? Sarah Sauer, Studentin der Pädagogik, berichtet von ihrem Praktikum in einer heilpädagogischen Kindertagesstätte in Koblenz. Wie kamen Sie auf die Idee, Ihr Praktikum in einem heilpädagogischen Kindergarten zu absolvieren? Ich war auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. Schon zu Schulzeiten habe ich an einem Projekt mit Jugendlichen an einer Förderschule teilgenommen. Sehr schnell wurde mir bewusst, dass der Umgang mit beeinträchtigten Menschen eine schwierige, aber sehr interessante Aufgabe ist. Um herauszufinden, welche neuen Hürden die Arbeit mit behinderten Kindern mit sich bringt, entschied ich mich für ein Praktikum in einer heilpädagogischen Kindertagesstätte. Was ist eine heilpädagogische Kindertagesstätte? Und was unterscheidet sie von einer normalen Kita? Eine heilpädagogischer Einrichtung ist auf die Frühförderung behinderter oder von Behinderung bedrohter Kinder ausgerichtet. In meiner Einrichtung gab es beispielsweise geistig und seelisch behinderte Kinder und Kinder, die in ihrer Entwicklung stark beeinträchtigt sind. Sie müssen aufgrund ihres Verhaltens in …

Dr. Robert Rockenfeller hat sich viel mit dem Konzept des "Flipped Classroom" beschäftigt und die Lehrmethode für sich entdeckt. Foto: Jan Reutelsterz

Flipped Classrooms: Lernen im umge­kehrten Klassen­raum

Die Vorlesung zuhause ansehen und dann mit dem Dozenten die Übungsaufgaben lösen? Klingt nach verkehrter Welt. Der “Flipped Classroom” stellt das Konzept des Frontalunterrichts tatsächlich auf den Kopf. Dr. Robert Rockenfeller findet: Sowohl Studierende als auch der Dozent profitieren von den Sitzungen, in denen intensiv zusammen gearbeitet wird. Er lehrt am Mathematischen Institut und experimentiert in seiner Vorlesung mit dem Konzept. Was verstehen Sie unter einem Flipped Classroom? Es ist die Umkehrung des klassischen Lehrkonzepts: Weg vom lehrerzentrierten Unterrichten und schülerzentrierten Üben, hin zum schülerzentrierten Lernen und begleitetem Üben. Dies gilt für Schule und Universität, ich könnte also statt Schüler auch Studierende sagen. Was heißt das konkret? Normalerweise bekommen die Studierenden nach der Vorlesung Übungsblätter, die sie dann zu Hause bearbeiten sollen. Beim Flipped Classroom schauen sich die Studierenden vor der Veranstaltung ein Video der Lehrinhalte an. Ich gebe den Rahmen vor, welches Video in welcher Woche geschaut werden soll. Es zeigt die Vorlesung, wie ich sie auch im Hörsaal halten würde. In der eigentlichen Sitzung mache ich dann mit den Studierenen die Übungs­aufgaben. Der Ansatz des …

Joline Krauß muss als Co-Gruppenleiterin für FSJ-Teilnehmer Vertrauensperson und Autorität zugleich sein. Foto: Teresa Schardt

Begleiterin einer FSJ-Gruppe

Viele Jugendliche und junge Erwachsene absolvieren ein FSJ, ein Freiwilliges Soziales Jahr. Auf Seminarfahrten werden sie pädagogisch begleitet und können Probleme ansprechen. Die Pädagogikstudentin Joline Krauß ist Ansprechpartnerin für die FSJ-ler und sammelt bei den herausfordernden Seminaren wertvolle Berufs- und Lebenserfahrung. Wer sind Sie? Ich heiße Joline Krauß, bin 23 Jahre alt und studiere Pädagogik im vierten Semester in Koblenz. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich bin beim Paritätischen Wohlfahrtsverband angestellt. Dieser gehört keiner politischen oder kirchlichen Richtung an. Im Moment habe ich einen Jahresvertrag, der später verlängert werden kann. Ich fahre alle zwei Monate von montags bis freitags auf Seminare in Rheinland-Pfalz oder im Saarland und bin Co-Gruppenleiterin. Das heißt, ich betreue jedes Mal gemeinsam mit einem hauptamtlichen Gruppenleiter eine Gruppe von FSJ-Teilnehmern. Man hat auch die Möglichkeit, eine eigene Einheit mit der Gruppe zu machen. Das habe ich aber noch nicht gemacht, weil das eine große Herausforderung ist. Die Serie Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der …

Pädagogik-Studentin Marielle Mangold interessiert sich für die Online-Wege der Liebe. Foto: Esther Guretzke

Partnersuche 2.0: Fluch oder Segen?

Tinder, Parship und Co.: Für ihre Bachelorarbeit erforscht die Pädagogik-Studentin Marielle Mangold, wie erfolgreich das Dating über Onlineportale ist und welche Tücken es birgt. Die Serie: Alle Scheine sind gemacht und das Studium geht in die heiße Phase, die Abschlussarbeit steht vor der Tür. Doch wie organisiert man diese letzte Phase des Studiums? Wie findet man einen Betreuer und das richtige Thema? Und wie schafft man es, in dieser Zeit nicht durchzudrehen?  Wer sind Sie und was studieren Sie? Mein Name ist Marielle Mangold. Ich studierte den Bachelor Pädagogik am Campus Koblenz. Was ist das Thema Ihrer Abschlussarbeit? Die Serie Alle Scheine sind gemacht und das Studium geht in die heiße Phase, die Abschlussarbeit steht vor der Tür. Doch wie organisiert man diese letzte Phase des Studiums? Wie findet man einen Betreuer und das richtige Thema? Und wie schafft man es, in dieser Zeit nicht durchzudrehen? Bereits erschienene Artikel Jeder Mensch sucht nach der großen Liebe, dem einen Partner, der für immer bleibt. Weil zum Beispiel Arbeitgeber immer häufiger verlangen, dass man flexibel ist, was den …

Juliana Siemes beschäftigt sich in ihrer Bachelorarbeit mit dem Thema Bildung im Kontext des Tabuthemas Tod. Foto: Esther Guretzke

Sterbebegleiter im Hospiz: Vom Tod für das Leben lernen

In ihrer Bachelorarbeit erforscht Juliana Siemes die Bildungsprozesse ehrenamtlicher Sterbebegleiter und beschreibt, welche Auswirkungen die Grenzerfahrungen haben, die Sterbebegleiter im Hospiz machen, während sie Menschen auf der Schwelle zwischen Leben und Tod zur Seite stehen. Die Serie: Alle Scheine sind gemacht und das Studium geht in die heiße Phase, die Abschlussarbeit steht vor der Tür. Doch wie organisiert man diese letzte Phase des Studiums? Wie findet man einen Betreuer und das richtige Thema? Und wie schafft man es, in dieser Zeit nicht durchzudrehen?  Wer sind Sie und was studieren Sie? Ich bin Juliana Siemes und ich habe Pädagogik am Campus Koblenz studiert. Was ist das Thema Ihrer Abschlussarbeit? Die Serie Alle Scheine sind gemacht und das Studium geht in die heiße Phase, die Abschlussarbeit steht vor der Tür. Doch wie organisiert man diese letzte Phase des Studiums? Wie findet man einen Betreuer und das richtige Thema? Und wie schafft man es, in dieser Zeit nicht durchzudrehen? Bereits erschienene Artikel Meine Bachelorarbeit Bildungsprozesse in der Sterbebegleitung befasst sich damit, inwiefern bei den ehrenamtlichen Sterbebegleitern Bildungsprozesse im Rahmen …

Jan Magg arbeitet bereits seit fünf Jahren als Zoopädagoge in der Zooschule und übt sich im Lehrer-Dasein. Foto: Lisa Leyerer

Tierische Nachbarn: Zu Besuch in der Landauer Zooschule

Auf dem Weg zum Campus Landau wird man täglich von Vogelgezwitscher und mit einem Blick auf die Geparden des Landauer Zoos begrüßt. Mit auf dem Gelände befindet sich seit fast 25 Jahren die Zooschule, gegründet von Dr. Gudrun Hollstein. Im Interview erläutert die Leiterin der Zooschule die besondere Kooperation zwischen Uni und Zoo. Im Video gibt Zoopädgoge Jan Magg einen Einblick in das einzigartiges Praxisfeld für Studierende. Welches Konzept steht hinter der Zooschule? Es handelt sich um eine Kooperation zwischen der Universität und dem Landauer Zoo. Der Grundgedanke besteht darin, mit der Zooschule ein Praxisfeld vor allem für angehende Lehrer anzubieten. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ein Studium sehr praxisfern sein kann. Ich arbeite als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Bildung im Kindes- und Jugendalter an der Uni und empfand die örtlichen Gegebenheiten mit der unmittelbaren Nähe zwischen Campus und Zoo als eine tolle Möglichkeit, im Zoo ein pädagogisches Veranstaltungsprogramm einzurichten. Da es wichtig ist, sich auszuprobieren und Erfahrungen im Unterrichten von Kindern zu sammeln, wollte ich mit der Gründung der Zooschule 1992 eine Plattform dafür …