Alle Artikel mit dem Schlagwort: uni koblenz-landau

Kailex Johnstons Arbeitsplatz ist am Computer, denn er programmiert und pflegt Daten für Apps. Foto: Greta Rettler

Als Programmierer für die Zukunft arbeiten

Apps programmieren und zwischendurch in die Vorlesung: Kailex Johnston arbeitet als Werksstudent in einer Koblenzer App-Agentur. Hier verdient er nicht nur das Geld für sein Studium, sondern sammelt auch praktische Berufserfahrung und verrät, warum er damit an der Zukunft arbeitet.   Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Ich bin Kailex Johnston, 22 Jahre alt und Student am Campus in Koblenz. Eigentlich komme ich aus Seattle in Washington, bin aber für mein Studium nach Deutschland gekommen, dem Heimatland meiner Mutter. Es ist also kein Problem für mich, auf Deutsch zu studieren, weil es eine meiner Muttersprachen ist. Seit Oktober 2015 wohne ich in Koblenz und studiere Informatik, derzeit im ersten Semester. Vorher war ich ein Jahr lang als Gasthörer eingeschrieben. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich arbeite in …

Sarra Inoubli, Gül Akin, Ali Kaya und Sanaa Radani (von links) bilden den Vorstand der Islamischen Hochschulgruppe (ISK) am Campus in Koblenz. Foto: Greta Rettler

Islamische Studierende Koblenz: Mit Aufklärung und Offenheit gegen Vorurteile

Aufklären, diskutieren und offen sein: Das sind die Grundsätze der Islamischen Studierenden Koblenz. Die Hochschulgruppe organisiert verschiedene Veranstaltungen am Campus Koblenz und verfolgt dabei das Ziel, ein authentisches Bild des Islam zu zeichnen und zu einem gleichberechtigten, interreligiösen Dialog beizutragen. Der Islam ist oftmals mit negativen Vorurteilen behaftet. Viele Menschen wissen nur wenig über diese Religion und deren vielfältige Kultur. Dabei zeigt er sich durchaus offen und bereit für Diskussionen, Aufklärung und Verständnis. Gerade junge Muslime sehen es als ihre gesellschaftliche Aufgabe, Vorurteile abzubauen und zu vermitteln. So auch die Mitglieder der Hochschulgruppe Islamische Studierende Koblenz (ISK). Sprachrohr für muslimische Studierende Der 21-jährige Ali Kaya studiert Informationsmanagement am Campus in Koblenz und ist im Vorstand der ISK aktiv: „Die Förderung des interreligiösen Dialogs steht am Anfang eines jeden Verständnisses und eines gemeinsamen Lebens in der Gesellschaft“, weiß er. Der Student glaubt, dass durch den Mangel an Wissen über die jeweils anderen Religionen und damit verbundene Ängste eine Spaltung in der Gesellschaft entstehen kann. Um dem vorzubeugen, engagieren sich Studierende seit 2012 ehrenamtlich in der ISK. Im vergangenen Jahr wurde eine Satzung beschlossen und …

Griechenland ist mehr als nur eine Auslandserfahrung, es ist zu einem zu Hause für unsere Reporterin geworden. Foto: Hannah Wagner

Baden im November und Schnee auf der Akropolis

Griechenland ist die Wiege der Demokratie, das Land von Olivenöl und Sonnenschein. Viele weitere Facetten des Landes lernt unsere Reporterin Hannah Wagner kennen, denn sie studiert zwei Semester in der griechischen Landeshauptstadt Athen. Für Uniblog berichtet sie von ihren Erfahrungen und rät jedem Studierenden einen Teil des Studiums im Ausland zu verbringen. Ich liebe Griechenland! Seitdem ich 2010 das erste Mal auf Kreta arbeitete, bin ich fasziniert von dem Land im Süden Europas, seiner Kultur, den Menschen und der Landschaft. Aber auch wenn ich schon immer gerne durch die Weltgeschichte gereist bin und mich ferne Kulturen und Länder ganz besonders faszinieren, über einen sehr langen Auslandsaufenthalt hatte ich nie ernsthaft nachgedacht. Zu viele Aufgaben und Verpflichtungen in der Heimat gab es zu erledigen. Letztes Jahr dann war Schluss damit: Vereins- und AStA-Vorsitz aufgegeben, Job gekündigt, eine Abschiedsparty geschmissen und von allen verabschiedet. Auf ging es nach Griechenland: Nach einer Sommersaison als Jugendbetreuerin auf Kreta bin ich im vergangenen September nach Athen gezogen, um hier zwei Semester meines Masterstudiums zu verbringen. Aufregung pur. Erster und zweiter Eindruck  Wenige Worte reichen aus, um meinen ersten …

Campus-Reporterin Sandra Erber berichtet heute von einer Sucht, die vor allem unter Studierenden verbreitet ist: Serien schauen im Akkord. Zeichnung: Carolin Höring.

Suchtende Serienjunkies

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Nach Hannah Wagners plötzlich entfachter Sucht für Fabelwesen hat es auch Sandra Erber erwischt. Als neuer Serien-Junkie kommt sie nur noch selten aus dem Haus, arrangiert sich mit ihrer Kellerbräune und begrüßt den Pizzalieferanten als neues Familienmitglied. Seit einiger Zeit werde ich in meinem Freundeskreis ab und an mit dem Satz konfrontiert: „Und, was suchtest du gerade?“ Damit wird mir freilich nicht der Missbrauch von Koks, Crack, bunter Pillen oder sonstiger illegaler Substanzen unterstellt. Nein, die Droge, auf die hier abgezielt wird, ist völlig legal, preiswert zu beschaffen, birgt allerdings nicht weniger Abhängigkeitspotenzial: Fernsehserien. Oder sollte ich besser Internetserien sagen? Seit einigen Jahren ist es ja möglich, ganze Staffeln auf Seiten diverser Produktions- und Filmverleihfirmen dank Video-on-Demand-Angebote in einem Zug zu konsumieren. Und das teilweise noch vor der Erstausstrahlung im deutschen Fernsehen. Kein lästiges Warten und wildes Spekulieren mehr, was nach einem spannenden Cliffhanger wohl in der nächsten Folge von Breaking Bad, Fargo oder den Sopranos passieren wird. Die Krux der Serie In …

Heute schreibt Kati Greb. Zeichnung: Carolin Höring

Wir hätten in die Überschrift auch “Brüste” schreiben können

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute freut sich Katharina Greb über den Vorschlag von Bundesjustizminister Heiko Maas, sexistische Werbung zu verbieten. Sie hat keine Lust mehr, sich Rollenbilder vorschreiben zu lassen. Juhuuu, Heiko Maas will sexistische Werbung verbieten. Ich finde das toll. Viele andere, darunter FDP-Chef Christian Lindner, finden das einfach nur „spießig“. Das Gezeter ist groß: Das sei doch Zensur, eine „Geste der kulturellen Unterwerfung“ (Welt Online), wo bleibt die Meinungsfreiheit? So ein bisschen Erotik und Nacktheit – was schadet das schon? Als Psychologie-Studierende denke ich: Eine Versachlichung von Frauen schadet sehr, denn sie ist in der Werbung omnipräsent. Die Massenmedien bestimmen unser Frauenbild und damit, wie Frauen ihren eigenen Körper wahrnehmen und wo sie in unserer Gesellschaft stehen. Der Platz von Frauen in der Werbung ist leider häufig ein Platz in knappen Höschen neben Produkten wie Tiernahrung, Kontaktlinsen oder Eiscreme. Ob das Produkt irgendetwas mit Nacktheit zu tun hat, ist egal. Eine attraktive, junge Frau im Bikini scheint ein magisches Patentrezept für …

Matthias Deisen aus Koblenz studiert seit Januar im verschneiten Finnland und ist begeistert. Foto: Privat.

Finnland: Im Land der 1000 Seen

Seit Januar ist Matthias Deisen als Austauschstudent im Rahmen des europäischen Erasmus-Plus-Programms in Joensuu, an der University of Eastern Finland. Bis Juni bleibt der 22-jährige Koblenzer Informatik-Student noch im östlichsten der skandinavischen Länder. Er ist begeistert von der Landschaft, den internationalen Kontakten und dem finnischen Bildungssystem. Warum Finnland – und dann auch noch im Winter? Das ist eine Frage, die man sich durchaus stellen kann und die ich auch schon Freunden und Bekannten beantwortet habe: Ich wollte schon immer die Nordlichter sehen und einen richtig schönen Winter mit viel Schnee verbringen. Da das finnische Bildungssystem als eines der Besten in Europa gilt, fiel mir meine Entscheidung nicht schwer: Finnland, das Land der 1000 Seen sollte es werden. Vor einem Jahr entschloss ich mich also kurzerhand für die Bewerbung auf einen Studienplatz in Finnland und wurde im Rahmen des Erasmus-Plus-Programms ausgewählt. Atemberaubende Landschaften Erwartungen hat man im Vorfeld natürlich immer eine Menge. Aber es ist nicht alles so, wie man es sich vorstellt: Die Nordlichter habe ich zwar mittlerweile gesehen und sie sind wirklich eindrucksvoll und ein atemberaubendes Naturspiel, aber der …

Miteinander statt Gegeneinander: Franziska Ehrke entwirft anwendungsorientierte Trainings für soziale Vielfalt im Bildungs- oder Berufskontext Foto: Fotolia/Stillfx

Soziale Vielfalt: Franziska Ehrke entwickelt Trainings zum Abbau von Vorurteilen

Diskriminierung und Ausgrenzung sind in der Schule oder am Arbeitsplatz keine Seltenheit. Diplom-Psychologin Franziska Ehrke, Doktorandin in der Abteilung für Wirtschafts- und Sozialpsychologie in Landau, erprobt und evaluiert für ihre Dissertation Diversity-Trainings: Übungen, die den Abbau von Vorurteilen und die Anerkennung sozialer Vielfalt im Bildungs- und Berufskontext unterstützen sollen.  Die Serie: Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Für meine Doktorarbeit entwickle und evaluiere ich Maßnahmen und Übungen für Diversity-Trainings – also Anti-Vorurteilsintervention, die sich mit der Wahrnehmung von sozialer Vielfalt beschäftigt. Das heißt, ich leite aus sozialpsychologischen Theorien Strategien ab und überprüfe sie auf ihre Wirksamkeit. Damit ist meine Forschung sehr anwendungsorientiert. Diversity-Trainings werden sehr häufig im Bildungs- oder Berufskontext eingesetzt, um beispielsweise Sexismus und Diskriminierung aufgrund religiöser Zugehörigkeit, ethnischer Herkunft oder sexueller Orientierung vorzubeugen und zu reduzieren. Bisher gibt es …

Tod und Trauer werden im Arbeitsalltag noch oft tabuisiert. Prof. Ursula Engelfried-Rave steht gemeinsam mit den Experten für Trauerbegleitung der Handwerkskammer Koblenz für eine trauerfreundliche Unternehmenskultur ein. Foto: Adrian Müller

Tabuthema Tod: Trauerbegleitung im Berufsalltag

Ob ein verstorbende Kollege oder ein im Sterben liegender Verwandter – Tod und Trauer machen auch vor dem Arbeitsplatz nicht Halt. Viele Arbeitgeber wissen jedoch nicht, wie sie adäquat auf die Trauersituation eines Mitarbeiters reagieren sollen, weiß Dr. Ursula Engelfried-Rave vom Koblenzer Institut für Soziologie. Gemeinsam mit der Handwerkskammer Koblenz erarbeitet sie für die Initiative “Trauer und ihre Begleitung am Arbeitsplatz” Strategien für eine professionelle Integration der Trauerbegleitung im Berufsalltag. Obwohl Belegschaften in einem Trauerfall ihr Beileid bekunden und einem trauernden Kollegen mit symbolischen Gesten Trost spenden, fühlen sich viele Betroffene dennoch oft mit ihren Gefühlen allein gelassen und in ihrer Krisensituation menschlich und sozial ungenügend aufgefangen, berichtet Ursula Engelfried-Rave. “Für andere Mitarbeiter läuft der Alltag meist in normalen Bahnen weiter, während der Trauerprozess für den Betroffenen gerade erst beginnt. Wer nicht in seiner Trauer wahrgenommen wird, kann in einen komplizierten Trauerprozess hineingeraten”, warnt die Soziologin. Auch Arbeitgeber seien oft überfordert, wenn ein Kollegium mit dem Tod eines Mitarbeiters umgehen muss: “Schon das gemeinschaftliche Verfassen einer Traueranzeige kann die Kollegen enorme Überwindung kosten. Auch hier sind neue …

Dilara Karadag gibt Flüchtlingen Deutschunterricht und ist auch bei Alltagsfragen für sie da. Fotos: Privat

Patin in der Flüchtlingshilfe

Zahlreiche Studierende der Universität Koblenz-Landau arbeiten in ihrer Freizeit ehrenamtlich. Wo man sich überall engagieren kann, welche Herausforderungen ein Ehrenamt mit sich bringt und wie kompatibel Studium und Ehrenamt sind, beleuchtet unsere Serie. In diesem Teil berichtet Dilara Karadag von ihrer ehrenamtlichen Arbeit in der Flüchtlingshilfe. Kommunikation ist alles, heißt es oft. Doch wenn die Kommunikationspartner nicht dieselbe Sprache sprechen und aus unterschiedlichen Kulturkreisen stammen, ist Kreativität gefragt. Das weiß auch Dilara Karadag. Sie arbeitet ehrenamtlich in der Flüchltingshilfe und kennt die Herausforderungen der Sprachbarriere: „Mit Hand und Fuß kann man sich verständigen, aber erklären Sie mal ein offizielles Schreiben bürokratischer Natur auf diese Art.“ Karadag studiert im fünften Fachsemester Pädagogik am Campus Koblenz. Durch ein Praktikum beim Jugendmigrationsdienst in Köln wurde das Interesse der 22-Jährigen an der Arbeit mit Menschen mit Migrationshintergrund geweckt. Besonders die Herzlichkeit einiger Flüchtlinge, die sie während des Praktikums kennenlernte, blieb ihr in Erinnerung. Ehrenamt im Patenprojekt der Caritas Für Karadag stand schnell fest, dass sie nach ihrem Praktikum weiter in der Flüchtlingshilfe tätig sein wollte. Sie meldete sich bei der Caritas …

Hat gern ein offenes Ohr für die Studierenden: Mensa-Mitarbeiterin Gerda Brand. Foto: Angela Gräsel

Who is Who: Sechs Fragen an Mensamitarbeiterin Gerda Brand

Wer ist eigentlich die freundlich lächelnde Kassiererin an der Salatbar? Wie verbringt der Hausmeister wohl seine Mittagspause?  In der Serie “Who ist Who?” stellt UniBlog die Menschen vor, die dafür sorgen, dass der Studienalltag gelingt: Unsere Uni-Mitarbeiter. Heute treffen wir Gerda Brand. Sie ist seit 2005 Mitarbeiterin der Mensa am Campus Landau. An was arbeiten Sie gerade? „Ich bin gerade dabei, die Salatbar abzuräumen. Damit beginne ich meistens ab 14 Uhr.“ Was hat sich aus Ihrer Sicht in den vergangenen Jahren am Campus am meisten geändert? „Es gibt in der Mensa viel mehr Auswahl, wie zum Beispiel die Salatbar oder Wraps in der Cafeteria, die vorbereitet werden müssen. Natürlich sind auch viel mehr Studierende dazu gekommen, das bedeutet mehr Arbeit.“ Was war Ihr schönstes Erlebnis am Campus? „Am schönstes waren für mich immer die Tage, an denen ich früher in der Cafeteria gearbeitet habe. Dort ist die Atmosphäre persönlicher als in der Mensa und es gab dort viele schöne Momente, in denen man ein offenes Ohr für die Studierenden haben konnte.“ Wie sieht denn Ihr typischer …