Alle Artikel mit dem Schlagwort: uni koblenz-landau

Miteinander statt Gegeneinander: Franziska Ehrke entwirft anwendungsorientierte Trainings für soziale Vielfalt im Bildungs- oder Berufskontext Foto: Fotolia/Stillfx

Soziale Vielfalt: Franziska Ehrke entwickelt Trainings zum Abbau von Vorurteilen

Diskriminierung und Ausgrenzung sind in der Schule oder am Arbeitsplatz keine Seltenheit. Diplom-Psychologin Franziska Ehrke, Doktorandin in der Abteilung für Wirtschafts- und Sozialpsychologie in Landau, erprobt und evaluiert für ihre Dissertation Diversity-Trainings: Übungen, die den Abbau von Vorurteilen und die Anerkennung sozialer Vielfalt im Bildungs- und Berufskontext unterstützen sollen.  Die Serie: Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Für meine Doktorarbeit entwickle und evaluiere ich Maßnahmen und Übungen für Diversity-Trainings – also Anti-Vorurteilsintervention, die sich mit der Wahrnehmung von sozialer Vielfalt beschäftigt. Das heißt, ich leite aus sozialpsychologischen Theorien Strategien ab und überprüfe sie auf ihre Wirksamkeit. Damit ist meine Forschung sehr anwendungsorientiert. Diversity-Trainings werden sehr häufig im Bildungs- oder Berufskontext eingesetzt, um beispielsweise Sexismus und Diskriminierung aufgrund religiöser Zugehörigkeit, ethnischer Herkunft oder sexueller Orientierung vorzubeugen und zu reduzieren. Bisher gibt es …

Tod und Trauer werden im Arbeitsalltag noch oft tabuisiert. Prof. Ursula Engelfried-Rave steht gemeinsam mit den Experten für Trauerbegleitung der Handwerkskammer Koblenz für eine trauerfreundliche Unternehmenskultur ein. Foto: Adrian Müller

Tabuthema Tod: Trauerbegleitung im Berufsalltag

Ob ein verstorbende Kollege oder ein im Sterben liegender Verwandter – Tod und Trauer machen auch vor dem Arbeitsplatz nicht Halt. Viele Arbeitgeber wissen jedoch nicht, wie sie adäquat auf die Trauersituation eines Mitarbeiters reagieren sollen, weiß Dr. Ursula Engelfried-Rave vom Koblenzer Institut für Soziologie. Gemeinsam mit der Handwerkskammer Koblenz erarbeitet sie für die Initiative “Trauer und ihre Begleitung am Arbeitsplatz” Strategien für eine professionelle Integration der Trauerbegleitung im Berufsalltag. Obwohl Belegschaften in einem Trauerfall ihr Beileid bekunden und einem trauernden Kollegen mit symbolischen Gesten Trost spenden, fühlen sich viele Betroffene dennoch oft mit ihren Gefühlen allein gelassen und in ihrer Krisensituation menschlich und sozial ungenügend aufgefangen, berichtet Ursula Engelfried-Rave. “Für andere Mitarbeiter läuft der Alltag meist in normalen Bahnen weiter, während der Trauerprozess für den Betroffenen gerade erst beginnt. Wer nicht in seiner Trauer wahrgenommen wird, kann in einen komplizierten Trauerprozess hineingeraten”, warnt die Soziologin. Auch Arbeitgeber seien oft überfordert, wenn ein Kollegium mit dem Tod eines Mitarbeiters umgehen muss: “Schon das gemeinschaftliche Verfassen einer Traueranzeige kann die Kollegen enorme Überwindung kosten. Auch hier sind neue …

Dilara Karadag gibt Flüchtlingen Deutschunterricht und ist auch bei Alltagsfragen für sie da. Fotos: Privat

Patin in der Flüchtlingshilfe

Zahlreiche Studierende der Universität Koblenz-Landau arbeiten in ihrer Freizeit ehrenamtlich. Wo man sich überall engagieren kann, welche Herausforderungen ein Ehrenamt mit sich bringt und wie kompatibel Studium und Ehrenamt sind, beleuchtet unsere Serie. In diesem Teil berichtet Dilara Karadag von ihrer ehrenamtlichen Arbeit in der Flüchtlingshilfe. Kommunikation ist alles, heißt es oft. Doch wenn die Kommunikationspartner nicht dieselbe Sprache sprechen und aus unterschiedlichen Kulturkreisen stammen, ist Kreativität gefragt. Das weiß auch Dilara Karadag. Sie arbeitet ehrenamtlich in der Flüchltingshilfe und kennt die Herausforderungen der Sprachbarriere: „Mit Hand und Fuß kann man sich verständigen, aber erklären Sie mal ein offizielles Schreiben bürokratischer Natur auf diese Art.“ Karadag studiert im fünften Fachsemester Pädagogik am Campus Koblenz. Durch ein Praktikum beim Jugendmigrationsdienst in Köln wurde das Interesse der 22-Jährigen an der Arbeit mit Menschen mit Migrationshintergrund geweckt. Besonders die Herzlichkeit einiger Flüchtlinge, die sie während des Praktikums kennenlernte, blieb ihr in Erinnerung. Ehrenamt im Patenprojekt der Caritas Für Karadag stand schnell fest, dass sie nach ihrem Praktikum weiter in der Flüchtlingshilfe tätig sein wollte. Sie meldete sich bei der Caritas …

Hat gern ein offenes Ohr für die Studierenden: Mensa-Mitarbeiterin Gerda Brand. Foto: Angela Gräsel

Who is Who: Sechs Fragen an Mensamitarbeiterin Gerda Brand

Wer ist eigentlich die freundlich lächelnde Kassiererin an der Salatbar? Wie verbringt der Hausmeister wohl seine Mittagspause?  In der Serie “Who ist Who?” stellt UniBlog die Menschen vor, die dafür sorgen, dass der Studienalltag gelingt: Unsere Uni-Mitarbeiter. Heute treffen wir Gerda Brand. Sie ist seit 2005 Mitarbeiterin der Mensa am Campus Landau. An was arbeiten Sie gerade? „Ich bin gerade dabei, die Salatbar abzuräumen. Damit beginne ich meistens ab 14 Uhr.“ Was hat sich aus Ihrer Sicht in den vergangenen Jahren am Campus am meisten geändert? „Es gibt in der Mensa viel mehr Auswahl, wie zum Beispiel die Salatbar oder Wraps in der Cafeteria, die vorbereitet werden müssen. Natürlich sind auch viel mehr Studierende dazu gekommen, das bedeutet mehr Arbeit.“ Was war Ihr schönstes Erlebnis am Campus? „Am schönstes waren für mich immer die Tage, an denen ich früher in der Cafeteria gearbeitet habe. Dort ist die Atmosphäre persönlicher als in der Mensa und es gab dort viele schöne Momente, in denen man ein offenes Ohr für die Studierenden haben konnte.“ Wie sieht denn Ihr typischer …

Tamara Kunt promoviert am Campus in Landau und erarbeitet inklusive Spiralcurricula zum Themenkomplex Umweltprozesse. Foto: Lisa Leyerer

Themenbegleiter von der Grundschule bis zur Oberstufe

Tamara Kunt (37) promoviert  am Campus in Landau und entwirft Spiralcurricula für Umweltprozesse. Ein Spirralcurriculum ist ein Schulstoff zu einem speziellen Themenfeld, der von der Grundschule bis zur Oberstufe immer wieder aufgegriffen wird. Zurzeit ist die vierfache Mutter mit ihrer Arbeitsgruppe auf der Landesgartenschau vertreten. Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Ich bin Teil einer Projektgruppe, die Spiralcurricula zum Oberthema Umweltprozesse entwirft. Ein Spirralcurriculum ist ein Schulstoff zu einem speziellen Themenfeld, der von der Grundschule bis zur Oberstufe immer wieder aufgegriffen wird, aber mit einem immer komplexeren Anforderungsniveau. Besonders ist daran weiterhin, dass diese für inklusive Schulen bestimmt sind. Aktuell testen wir vier Themenfelder auf der Landesgartenschau in Landau: Kraftwerke der Natur, Nachhaltiger Weinbau, Sonne(n) mit Verstand und Ökosystem Boden. Was fasziniert Sie an diesem Thema? Mich faszinieren vor allem die Themenfelder, die …

Timo Reuter ist Doktorand am Campus in Landau und forscht im Rahmen des Graduiertenkollegs "Unterrichtsprozesse - UpGrade", das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird. Foto: Angela Gräsel

Wie Grundschüler Textaufgaben leichter lösen

Der 34-jährige Timo Reuter erforscht am Campus in Landau, wie Schulkindern Textaufgaben verständlicher gemacht und die Lösung erleichtert werden kann. Sein Projekt baut eine Brücke zwischen Theorie und Praxis in der Grundschule. Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Ich forsche zum Thema depiktiver und deskriptiver Repräsentation beim Lösen von Textaufgaben in der Grundschule. Vereinfacht gesagt beschäftige ich mich damit, was Grundschulkindern hilft bzw. welche Hilfsmittel bereitgestellt werden müssen, um die Aufgabe zu verstehen und den Lösungsweg zu vereinfachen. Hintergrund ist, dass Textaufgaben Kindern in der Grundschule häufig Probleme bereiten. Ich schaue, ob Tabellen oder Zeichnungen die kognitiven Prozesse vereinfachen und verbessern. Was fasziniert Sie an diesem Thema? Einerseits ist es ein sehr komplexer, theoretischer und abstrakter Themenbereich, in den man sich tief hineindenken muss. Zum anderen hat man aber auch den klaren Anwendungsbezug in der …