Monate: Dezember 2018

Durch den Gründergeist von Lars Anken hat Landau nun ein Weiterbildungsinstitut. Am ISKKO können sich Teilnehmer zum systemischen Berater weiterbilden. Foto: Philipp Sittinger

Lars Anken: Landaus systemischer Ausbilder

Nicht nur denken, sondern machen. Nach seiner Promotion beschloss Lars Anken, Landau mit einem Weiterbildungsinstitut zu bereichern. Menschen aus psychosozialen Berufsfeldern können sich am Institut für systemisch-konstruktivistische Kommunikation (ISKKO) zum systemischen Berater ausbilden lassen. Durch die Fensterfront scheint die Mittagssonne, an der Wand ist ein Buffet mit Obst und Snacks aufgebaut und in der Mitte des großen Raumes steht eine Vase mit Sonnenblumen. Drum herum sitzen Menschen in einem Stuhlreis. Sie sind Teilnehmende eines Weiterbildungsjahrganges. Lehrer, Sozialarbeiter und Angestellte des Jugendamtes, die sich im Ausbildungsinstitut ISKKO zum systemischen Berater weiterbilden. Das Besondere: Der Ausbildunsgang ist nach der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF) zertifiziert. Die Teilnehmenden sitzen zusammen und reflektieren die Selbsterfahrung, die heute auf dem Tagesplan steht. Moderiert und angeleitet wird die Gruppe von Lars Anken. Er gründete das Institut vor sechs Jahren. “Nach meiner Promotion in Erziehungswissenschaften wollte ich die Theorie praktisch anwenden”, erzählt Anken in der Mittagspause. Er entschied sich zu einer Weiterbildung zum systemischen Berater nach DGSF-Richtlinien. Der systemische Ansatz wird oft in der Psychotherapie, aber auch in …

Der 26-jährige Pädagogikstudent Lukas Macher ist neben dem Studium selbstständiger Kursleiter für Selbstverteidigung und Gewaltprävention. Foto: Jan Reutelsterz

Kursleiter für Selbstverteidigungs- und Gewaltprävention

Lucas Macher lernt seit seiner Kindheit die Kunst der Selbstverteidigung und hat mittlerweile vier schwarze Gürtel. Zusammen mit seinem Vater hat er sein Hobby zum Nebenberuf gemacht: Der 26-jährige Pädagogikstudent ist selbstständiger Kursleiter für Selbstverteidigungs- und Gewaltpräventionstrainings. Das erfolgreiche Familien-Gespann zeigt in seinen Kursen, wie man Gefahren erkennt, vermeidet und sich im Ernstfall wehrt. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich arbeite als selbstständiger Kursleiter für Selbstverteidigungs- und Gewaltpräventionstraining. Unsere Trainings werden von Firmen, Institutionen und Gruppen gebucht, zum Beispiel dem Roten Kreuz, Banken, größere Firmen, verschiedene FSJ-Gruppen und Schulen. Sogar Kindergärten kontaktieren uns. Die Kurse gebe ich unter der Woche oder am Wochenende. Was sind Ihre Aufgaben? Die Serie Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will …

Peter Rödler ist Professor des Instituts für Pädagogik. An seinem Schreibtisch saßen vermutlich schon Adorno und die Gebrüder Grimm. Fotos: Teresa Schardt

Leben im strukturierten Chaos: So wohnt Peter Rödler

Peter Rödler hat sich in seiner Heimatstadt Frankfurt eingenistet. Im Wohnzimmer hängt das Porträt eines Gorillas, überall liegen Bücher und Dokumente verteilt, zahlreiche Figürchen schmücken die Regale. Im Uniblog zeigt der Professor des Instituts für Pädagogik seine Wohnung, die er selbst als “lebendiges Durcheinander” beschreibt. Wow, hier gibt es aber viel zu sehen. Ist Ihre Wohnung typisch für das Zuhause eines Professors? Für einige ja, für andere nicht. Auf den ersten Blick könnte man den Zustand der Wohnung auch als strukturiertes Chaos bezeichnen. Alles hier hat einen Hintergrund. Ich brauche meinen Freiraum, um individuelles Denken zu ermöglichen. Ich will mich nicht von Formalia fesseln lassen und lebe eher mit Kategorien, die meine Vielfalt ordnen. Das kann man beispielsweise an meiner Büchersammlung feststellen. Da steht alles von der Physik über die Pädagogik bis hin zur Philosophie und Geschichte. Mit den Jahren habe ich mir einen fächerübergreifenden Atlas an Schriftwerken aufgebaut. Innerhalb dieses Chaos besteht Struktur, auch wenn es zuerst nicht so erscheint. Was haben Sie verändert, bevor wir angekommen sind? Ein wenig geputzt habe ich schon, das …

Die Zwillingsbrüder Mathias und Wolfgang König sind wissenschaftliche Mitarbeiter und betreuen das Projekt "Zeitung Lesen macht Azubis fit". Foto: Philipp Sittinger

Zeile für Zeile zu mehr Medienkompetenz

Die Zwillingsbrüder Mathias und Wolfgang König sind Landauer Urgesteine. Die beiden Doktoren arbeiten in der Abteilung Politische Kommunikation und betreuen das Forschungsprojekt ZeiLe: Zeitung Lesen macht Azubis fit. Das Projekt wird vom Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz und vom Verband der Zeitungsverleger in Rheinland-Pfalz und Saarland finanziell gefördert. Was sind Ihre Aufgaben an der Universität? Wolfgang König: In unserer Abteilung  arbeiten wir für Professor Dr. Maier und dort hauptsächlich für das Projekt Zeitung lesen macht Azubis fit. Die Langzeitstudie untersucht seit 2008, wie Auszubildende mit dem Medium Zeitung umgehen. Sie bekommen dadurch einen Überblick über das politische Geschehen und können besser partizipieren. Mathias König: In der Lehre kommen wir vor allem mit Lehramts-Studierenden in Kontakt. Da versuchen wir, demokratische Werte zu vermitteln, und geben uns sehr viel Mühe bei der didaktischen Aufbereitung unserer Lehrveranstaltungen. Diese finden unregelmäßig statt und beschäftigen sich meistens mit dem Themengebiet der politischen Sozialisation und Erziehung. Man könnte sagen, dass wir Staatsbürgerkunde für Studierende des Lehramts machen. Sie sind Zwillinge und arbeiten beide am gleichen Projekt. Wie kam das? Mathias König: Das Projekt  ist ein …

Ohne ihre Arbeit als Tanztrainerin wäre Melissa Morbach wohl nie auf die Idee gekommen, Grundschullehramt zu studieren. Foto: Philipp Sittinger

Der Tanz ins Studium

Melissa Morbach arbeitet ehrenamtlich als Tanztrainerin in einem Turnverein. Ihr Engagement hat sie darin bestärkt, ein Grundschullehramtsstudium am Campus in Landau aufzunehmen. Ohne ihr Ehrenamt wäre ihre Berufslaufbahn anders verlaufen, da ist sich die Studentin heute sicher. Melissa Morbach, die selbst seit ihrem sechsten Lebensjahr tanzt, ist zwei bis drei Mal in der Woche als Trainerin für ihren Verein im Einsatz. Seit 2011 leitet sie die Jugendabteilung und arbeitet vor allem mit Kindern und Jugendlichen. „Durch die Arbeit im Turnverein kam ich erst darauf, Grundschullehramt zu studieren. Nach der Schule dachte ich, die Arbeit als Lehrerin würde mir die Lust nehmen, auch noch in meiner Freizeit mit Kindern zu arbeiten“, erklärt sie. Nach einem Jahr als Au-Pair in Australien schrieb sich Morbach für das Grundschullehramt mit den Fächern Englisch und Mathematik an der Universität Koblenz-Landau ein. “Ohne meine frühen Einblicke in die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wäre meine Berufslaufbahn bestimmt anders verlaufen“, schlussfolgert die Tanztrainerin. Ein Thema vertanzen Es gehe beim Training im Wesentlichen um den tänzerischen Ausdruck und darum, ein Thema zu vertanzen. „Ich …

Julian Vollbracht leitet Seminare zum Thema „Möglichkeiten der Förderung“. Dort sollen Studierenden sich mit den Bestandteilen systemischer Beratung auseinandersetzen. Foto: Philipp Sittinger

Auf den Spuren von… Julian Vollbracht, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sonderpädagogik

Julian Vollbracht hat nach seinem Abschluss nicht den üblichen Weg über das Referendariat in den Lehrerberuf eingeschlagen. Stattdessen verfolgte er seine Interessen und arbeitet heute als wissenschaftlicher Mitarbeiter am sonderpädagogischen Institut am Campus Landau. Im Interview erzählt er von seinen Aufgaben, sowie den Vorzügen und Herausforderungen seiner Arbeitsstelle. Sie sind wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sonderpädagogik am Campus Landau: Wie sind Sie an den Job gekommen? Während des Studiums habe ich gemerkt, dass es für mich noch ungeklärte Fragen gibt. Fragen, die über das hinausgehen, was gelehrt wird und mit denen ich mich weiter beschäftigen wollte. Als ich dann Anfang des Jahres meinen Abschluss in der Tasche hatte, war gerade eine neue Stelle am Institut für Sonderpädagogik geschaffen worden, auf die ich mich bewarb. Was sind Ihre Aufgaben? Ich leite zwei Seminare zum Thema Möglichkeiten der Förderung. Dort sollen die Studierenden eine selbst durchgeführte systemische Beratung mit Schülern reflektieren und sich mit den Bestandteilen systemischer Beratung auseinandersetzen. Außerdem betreue ich Haus- und Bachelorarbeiten und bin als Zweitprüfer tätig. Hinzu kommen interne Arbeiten am Institut, wie …

"Jederzeit gibt es die Möglichkeit, alle Menschen, die man kennt, teilhaben zu lassen und mitzunehmen". Foto: Unsplash

Verschwinden – egal wohin

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute erinnert sich Maria Preuß an Zeiten, in denen man nicht ständig erreichbar und vernetzt war. Wann sind Sie das letzte Mal verschwunden? Wann haben Sie sich mal verloren, Zeit und Raum vergessen und niemanden Bescheid gesagt, wo Sie sind und wann Sie wieder kommen? Das ist vermutlich schon eine Weile her. Entweder informiert man die Familie, den Mitbewohner oder Freunde. Außerdem erfahren noch die eigenen Online-Bekanntschaften, dass man jetzt die Sonne in Barcelona genießt, eine Ausstellung besucht oder an der Semestereröffnungsparty teilgenommen hat. Jederzeit gibt es die Möglichkeit, alle Menschen, die man kennt, teilhaben zu lassen und mitzunehmen. Das ist eigentlich sehr schön und ich nutze Facebook oder Instagram auch. Vor allem, um Menschen nicht aus den Augen zu verlieren, die sehr weit weg wohnen. Wenn man an verschiedenen Orten lebt, könnte man wegen der Entfernung überhaupt nicht mehr mitverfolgen, was im Leben liebgewonnener Menschen passiert. Wenn ich dann ein Bild einer Bekannten sehe, die gerade ihren Abschluss …

Foto: Philipp Sittinger

Campusbilder der Woche

Wir präsentieren Ihnen in jeder Woche ein Campusbild aus Koblenz und Landau. Heute: Unsere beiden sonst so farbenfrohen Standorte in schwarz-weiß. Studierende laufen in ihrer Zeit an der Universität zahllose Treppen. Eigentlich nichts Besonderes, doch unsere Campus-Reporter zeigen heute, wie unterschiedlich dieser alltägliche Gang aussehen kann. Während Teresa Schardt in Koblenz einen Studierenden fotografisch festhält, wie er die Treppe hinaufrennt… lichtete Uniblog-Fotograf Philipp Sittinger in Landau den urigen Treppenaufgang des Frank-Loebschen-Haus ab.   Stimmen Sie ab! Einmal im Monat fragen wir Sie nach Ihrer Meinung: Welches Bild hat das Zeug zum Campusbild des Monats? Unter allen Teilnehmern verlosen wir ein kleines Präsent. Das nächste Voting findet am 6. Februar statt.

Rebecca Singer unternahm während ihres Erasmus-Semester in Prag einige Ausflüge. So zum Beispiel in die ungarische Hauptstadt Budapest. Fotos: Rebecca Singer

Prag: Politik, Freiheit und Karl der Große

Neben neuen Erkenntnissen im Studium lernte Rebecca Singer während ihres Auslandssemesters fremde Länder, Menschen und Kulturen kennen. Sie verbrachte im Zuge ihres Masterstudiums der Sozial- und Kommunikationswissenschaften ein Semester an der Karlsuniversität in Prag. Anfang 2017 bewarb ich mich für ein ERASMUS-Auslandssemester an der Karlsuniversität – benannt nach Karl dem Großen, der in Tschechien als Held verehrt wird. Ich entschied mich für diesen Standort, da durch die Kooperation mit der Universität Koblenz-Landau schon vieles vorab organisiert werden konnte. Es gibt in Prag passende Kurse zu meinem Studium und ich musste mir wegen des ERASMUS-Stipendiums weniger Sorgen um Geld machen. Außerdem war ich auf ein aufstrebendes, europäisches Land gespannt, das früher der Sowjetunion angehörte und von seiner Geschichte hinter dem Eisernen Vorhang noch immer gezeichnet ist. Mit der Tram durch Prag Die Vorbereitungen waren zwar aufwendig, doch auch von der Vorfreude auf die Reise begleitet. Aus einer Laune heraus bewarb ich mich für einen dreiwöchigen Intensiv-Tschechischkurs an der Universität Prag. Das erleichterte mir den Beginn ungemein. Mit Englisch kommt man im touristischen Teil der Stadt und …

Fotos: Jan Reutelsterz, Theresa Schardt, Philipp Sittinger

Verlosung: Wählen Sie das Campusbild des Monats November

Die Campusbilder des Monats November standen ganz im Zeichen des Herbstes. Egal ob fallendes, goldbraunes Laub, Regen oder die letzten Sonnenstrahlen, der Herbst sorgte sowohl in Koblenz als auch in Landau für tolle Momentaufnahmen. Nun ist es wieder soweit: Sie dürfen über das Campusbild des Monats abstimmen. Posten Sie dazu einen Kommentar unter diesem Beitrag hier im Uniblog mit der Bildnummer Ihres Favoriten. Zu gewinnen gibt es einen Gutschein in Höhe von 20 Euro für den Unishop in Landau oder einen Gutschein für einen Kurs bis 35 Euro beim AHS Koblenz – je nachdem, an welchem Campus Sie studieren oder arbeiten. Mitmachen können Sie bis einschließlich 9. Dezember. Die Verlosung erfolgt mit freundlicher Unterstützung des Unishops und des AHS. Wir wünschen allen Teilnehmenden viel Glück! UPDATE 10. Dezember: Die meisten Stimmen hat das Bild Nummer 4 von Teresa Schardt, Herbstliches Mittagessen in Koblenz, bekommen. Von den Teilnehmern darf sich Michael Homann über den Gewinn des AHS-Gutscheins freuen. Herzlichen Glückwunsch! Nummer 1: Der Farbklecks an einem grauen Regentag in Landau Nummer 2: Das fallende Laub in …