Jahr: 2022

Wolf Biermann mit Gitarre beim Festakt-Konzert am Campus Koblenz.

Wolf Biermann aus der Perspektive des jungen Publikums

Bereits im Jahr 2020 verlieh der Fachbereich Philologie/Kulturwissenschaften der Universität Koblenz-Landau die Ehrendoktorwürde an den Liedermacher Wolf Biermann. Als 16-Jähriger siedelte er als überzeugter Kommunist in die DDR über. Doch 1976 wurde er als Dissident ausgebürgert. In den Folgejahren war Biermann im Westen als Musiker, Lyriker und in der Friedensbewegung aktiv und wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet. Am 18. Mai 2022 fand auf dem Campus Koblenz das Konzert zum Festakt der Verleihung der Ehrendoktorwürde statt. Um einen Eindruck seiner Bühnenpräsenz zu gewinnen, haben sich zwei Reporter:innen des Uniblogs unter das Publikum gemischt.

Dr. Lina Pilypaityte arbeitet beim Zentrum für Lehrerbildung auf dem Campus Koblenz. Die Einrichtung unterstützt Lehramtsstudierende im Studium. Foto: Sarah-Maria Scheid

Unterstützung für Lehramtsstudierende: Das Zentrum für Lehrerbildung

Ob Digitalisierung, Homeschooling oder Inklusion: Lehramtsstudierende müssen sich immer neuen Herausforderungen stellen. Das Zentrum für Lehrerbildung (ZfL) unterstützt sie dabei und vernetzt die Fach- und Bildungswissenschaften. Dr. Lina Pilypaityte koordiniert als geschäftsführende Beauftragte die Arbeit der Geschäftsstelle und in den Projekten des ZfL.

Professor Thomas Wagner liebt seinen Garten. Genau desshalb gibt er uns Tipps, wie man einen Insektenfreundlichen Garten anlegt. Foto: Sarah-Maria Scheid

Nektar statt Steinwüste: Insektenfreundlich gärtnern

Dass die Unsitte der künstlichen Steinwüsten vor dem Haus für die Umwelt fatal ist, hat sich inzwischen herumgesprochen. Der Biologe Professor Dr. Thomas Wagner erklärt, warum Schottergärten ein Problem sind und macht deutlich, wie leicht es ist, insektenfreundlich zu gärtnern. Schon mit ein paar blühenden Pflanzen auf dem Balkon lässt sich Großes bewirken.

Unikorns Koblenz: Großer Sport der kleinen Pfeile

Christoph Manthei liebt es, kleine Pfeile auf eine Scheibe zu werfen. Was viele mit lockeren Kneipenabenden verbinden, ist für die Hochschulgruppe Unikorns Koblenz längst zur Leidenschaft geworden. Christoph hat gemeinsam mit zwei dartsbegeisterten Freund:innen, Nikolaus Speckhardt und Nina Schätz, den AHS-Kurs für Steeldarts am Campus Koblenz ins Leben gerufen. Seit 2018 vertritt das Team die Universität bei sportlichen Wettkämpfen. Nachdem wir Christoph 2019 schon einmal vorgestellt habe, haben wir jetzt im Interview gefragt, wem er den Sport empfehlen würde und wie die Hochschulgruppe durch die Pandemie gekommen ist.

Nadine Ahrlé an ihrem Arbeitsplatz, dem Zoo Neuwied. Die Faultiere bewegen sich frei in der „Prinz Maximilian zu Wied Halle“, doch gefüttert werden dürfen sie natürlich nicht. Fotos: Bettina Böhmer

Kindergeburtstage mit Gepard, Schlange und Schatztruhe

Nadine Ahrlé studiert im dritten Mastersemester Lehramt Biologie und Deutsch für die Gymnasialstufe. 2018 hat sie nicht nur mit dem Bachelorstudium an der Universität in Koblenz angefangen, sondern auch mit ihrem Nebenjob als pädagogische Mitarbeiterin der Zooschule im Zoo Neuwied . Der Zusammenhang kommt nicht von ungefähr: Ihre Fachschaft organisierte damals einen Ausflug in den „größten Zoo Rheinland-Pfalz“, bei dem die jetzt 23-Jährige von dieser Stelle erfuhr.

Prellball ist eine relativ unbekannte Sportart. Selbst ihre Entstehungsgeschichte ist unklar. Man weiß, dass sie in den 1930ern in Turnstunden gespielt wurde. Fotos: Privat

Prellball: Rar, aber rempelfrei

Wenn Leo Hettrich von Prellball erzählt, muss er den Namen der Sportart zweimal erklären: “Volleyball?” “Nein, Prellball!” Der Koblenzer Lehramtsstudent ist es gewohnt, dass viele mit dem Begriff nichts anfangen können. Umso wichtiger ist es ihm als Spieler und Trainer, Prellball als Ballsportart zu etablieren und bekannt zu machen. Im Interview gibt er einen Einblick in die Welt des “umgekehrten Volleyballs”.

Der Austausch mit den Besuchern und die interaktiven Workshops machen Gianna Villa besonders Freude bei ihrem Nebenjob als Besucherbetreuerin im Mosellum. Fotos: Bettina Böhmer

Zwischen Fischtreppe und Mikroplastik

Mit Nebenjobs in der Unterwasserwelt kennt sich Gianna Villa aus. Die 22-jährige Studentin der Kulturwissenschaft am Campus Koblenz arbeitet seit Oktober 2021 als Besucherbetreuerin im Mosellum, einem Museum, das sich mit Wanderfischarten befasst. Vorher war sie in einem Sea Life Centre beschäftigt, wo sie ihre jetzige Chefin kennenlernte. Ihr Vorwissen über die Tiere im Wasser und Erfahrungen mit Führungen sind ein dickes Plus bei ihrem jetzigen Job im Mosellum.

Professor Bernhard Köppen forscht zu Spätaussiedler:innen. Zu dieser Gruppe gehören sowohl die finnischen Paluumuuttaja als auch die Schlagersängerin Helene Fischer. Foto: Sarah-Maria Scheid

Was Helene Fischer mit Paluumuuttaja verbindet

Was sind Spätaussiedler:innen? Wie kommen sie und spätere Generationen in ihrem “ursprünglichen” Heimatland zurecht? Dr. Bernhard Köppen ist Professor für Humangeographie, die sich mit menschlichem Handeln und Räumen beschäftigt. Seit 2020 erforscht er gemeinsam mit Kolleg:innen der University of Eastern Finland die Kultur und Hintergründe von deutschen und finnischen Rückwander:innen.

Dr. Tanja Gnosa kümmert sich an der Universität Koblenz-Landau um Themen, die Gleichstellung der Geschlechter betreffen. Als zentrale Gleichstellungsbeauftragte ist sie sowohl für den Campus Koblenz als auch den Verwaltungsstandort Mainz zuständig. Foto: Privat

Gerechtigkeit und Alltag: Gleichstellungsarbeit an der Universität

Dr. Tanja Gnosa ist 2021 vom Senatsausschuss Koblenz zur zentralen Gleichstellungsbeauftragten der Universität Koblenz-Landau für den Campus Koblenz und den Verwaltungsstandort Mainz bestellt worden. Sie tritt ein Amt an, das steigende Aufmerksamkeit erfährt und wichtiger denn je ist. Über die täglichen Herausforderungen ihrer Arbeit, die Relevanz von Gleichstellungsarbeit sowie eigene Erfahrungen mit Ungerechtigkeiten berichtet  Tanja Gnosa im Interview.