Jahr: 2013

Wir verabschieden uns in die vorlesungsfreie Zeit - und freuen uns, wenn Sie ab dem 6. Januar wieder vorbeischauen. Foto : Espressolia/ pixelio.de / Bearbeitung: Giovanna Marasco

Ein fröhliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch!

Liebe Leserinnen und Leser, wie im Flug sind die ersten Wochen des Wintersemesters verflogen, und schon stehen Weihnachten und der Jahreswechsel vor der Tür. Täglich hat das UniBlog-Team Sie mit interessanten News aus dem Uni-Kosmos gesorgt. Wir freuen uns auf eine kleine Winterpause und starten am 6. Januar mit vielen spannenden neuen Geschichten ins Jahr 2014. Bis dahin wünschen wir Ihnen ein fröhliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch. Giovanna Marasco und das UniBlog-Team

Chemie im Zirkuswagen: Mit dem Freilandmobil Natur erkunden

Artisten an der Uni? Seit Dezember campiert vor Gebäude G auf dem Campus Landau ein restaurierter Zirkuswagen. Anstatt „Manege frei“ heißt es ab jetzt aber „Forschen frei“ – auch wenn von außen dem hölzernen Gefährt nicht anzusehen ist, dass sich im Innern die Ausstattung für ein kleines Chemielabor befindet. Björn Risch, Professor für Chemiedidaktik am Campus Landau, verliebte sich in Leipzig in das alte Fahrzeug und holte es nach Landau, um daraus ein Schülerlabor für Umweltthemen zu machen. Vier Tage vor Heiligabend wurde der barrierefreie Zirkuswagen in die Pfalz geliefert und mit Material befüllt. Ausgestattet mit einer kleinen Küche, Herdplatte, Kühlschrank und angeschlossenem Büro, können ab Januar Schülergruppen und Studierende in dem Freilandmobil Forschen und Lehren. Chemiedidaktiker Björn Risch träumt schon lange davon, mit Naturmaterialien in der Natur umweltbezogene Phänomene nach dem Motto ‘Die Natur ist mein Labor’ zu erklären: „Ich habe mich gefragt, warum Chemieunterricht immer in Chemieräumen stattfindet. Als Schüler bin ich mit dem Bio-Leistungskurs immer rausgegangen, das fand ich toll. Dabei sagt man ja,  alles bestünde aus Chemie.“ Der künftige Standort des …

Tim Feiden ist der erste Bufdi am Campus Koblenz

Seit dem 1. September hat die Universität Koblenz-Landau einen “Bufdi”. Tim Feiden absolviert den Bundesfreiwilligendienst am Campus Koblenz und ist damit der erste seiner Art an der Universität. Angestellt ist er für die Kinder-Technik-Ferien-Camps. Bundesfreiwilligendienstler ist er eigentlich, doch die Abkürzung Bufdi gefällt Tim Feiden besser. Wenn man ihn so nennt, muss er schmunzeln. Seit vier Monaten leistet der 20-Jährige auf freiwilliger Basis seinen Dienst am Campus in Koblenz. Sein Entschluss zu diesem Jahr im Bundesfreiwilligendienst (BFD) hat vorrangig pragmatische Gründe, denn er verließ die Schule nach der 12. Klasse. Erst nach dem BFD hat Feiden das Fachabitur. Aus anfänglicher Skepsis ist inzwischen Begeisterung geworden: “Es macht sehr viel mehr Spaß, als ich zu Anfang dachte, ich habe viele nette Menschen kennengelernt, wir sind zusammengewachsen und unternehmen auch außerhalb der Arbeit etwas zusammen”, erzählt Feiden. Der Weg zur ersten Bufdi-Stelle Feiden ist damit der erste Bufdi am Campus in Koblenz. Die Initiative, einen solchen zu beschäftigen, ging von Dr. Martin Fislake aus. Der wissenschaftliche Mitarbeiter im Institut für Management betreut die Kinder-Technik-Ferien-Camps, ein Bildungs- und …

Und welche Traditionen pflegen Sie? Foto: Tim Reckmann/ pixelio.de

Schuppen im Portemonnaie oder Viergangmenü: Weihnachtstraditionen an der Universität

Vom Gottesdienst über das Viergangmenü, mit der Familie oder den besten Freunden, ganz besinnlich zu Hause oder in der Kneipe: Weihnachten kann man auf verschiedene Arten feiern. Und welche Weihnachtstradition pflegen Sie? Wir haben bei Uni-Angehörigen nachgefragt. Die Schuppe im Portemonnaie Meine Familie kommt aus Polen, daher verbringen wir Heiligabend traditionell mit polnischen Bräuchen. Wir feiern mit einer befreundeten Familie und vor dem Essen teilen wir gesegnete Oblaten. Jeder bricht sich ein Stück von der Oblate des anderen ab und übermittelt persönliche Glückwünsche. Vor dem Essen wird am Tisch gebetet und für das Essen gedankt. An Weihnachten essen wir kein Fleisch, sondern es gibt verschiedene Fischarten, meist Karpfen. Von dem Karpfen bekommt jedes Familienmitglied eine Schuppe. Die bewahren wir im Portemonnaie auf, damit es im neuen Jahr nie ganz leer ist. Außerdem haben wir zwölf kleine Gerichte auf dem Tisch, die für die zwölf Apostel stehen. Meine Mutter stellt an Heiligabend immer ein Gedeck mehr hin als wir Gäste haben. Das ist ein Symbol dafür, dass wir noch eine bedürftige Person aufnehmen könnten, falls sie …

Es gibt Geschenke, an die erinnert man sich ein Leben lang. Foto: Rike/ pixelio.de

Nachthemd und Adelstitel: Weihnachtsgeschenke der besonderen Art

Laut Prognosen werden die Deutschen auch in diesem Jahr wieder rund 288 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Bei den Präsenten, die unter dem Tannenbaum landen, sind manchmal auch Dinge dabei, die ein Leben lang in Erinnerung bleiben werden. UniBlog hat bei Uni-Angehörigen nachgefragt: Welches Geschenk werden Sie niemals vergessen? Lady Lisa-Marie Selbmann of Camster Von meinem Freund habe ich vor vier Jahren ein Stück Land geschenkt bekommen, genauer gesagt einen Quadratfuß, also rund 30 mal 30 Zentimeter, im schottischen Camster. Ist man dort Landbesitzerin, wird einem automatisch der Adelstitel “Lady” verliehen, den ich nun trage, was auf einer Karte bezeugt wird. Bisher habe ich von meinem Titel noch keinen Gebrauch gemacht, aber auf jedem Fall war es ein sehr witziges und auch besonderes Weihnachtsgeschenk. Ich kann es nur weiterempfehlen.    Leerer Adventskalender Geschenke vergessen? Das fragte sich Julia Brack: “Ich bin nicht sehr kreativ und dachte, nur ich verschenke absurde Geschenke. Aber dann habe ich an Weihnachten einmal einen Adventskalender zum Selbstbefüllen bekommen – der leer war!”   Nachtgarderobe Es war an einem Weihnachtsabend, als das …

Lebendige Chemie für Groß und Klein beim Experimentier(s)pass

Ein feuchter weißer Wurm windet sich zwischen meinen Händen. Er fließt erst in die eine, dann in die andere Richtung. Er neigt und schlängelt sich, als hätte er ein Eigenleben.Mit meinem Handteller forme ich eine kleine Kuhle, der Wurm kringelt sich hinein und ist plötzlich nur noch eine starre, weiße Flüssigkeit. Mit Daumen und Zeigefinger erwische ich die fremde Masse, forme eine Kugel – und sie wird fest. Ich traue meinen Augen nicht…Naturwissenschaft hautnah: UniBlog-Reporterin Katharina Greb im Selbstversuch. In der NaWi-Werkstatt am Campus Landau können ab sofort alle Interessierten zu Forschern werden und spannende Phänomene entdecken. Die Arbeitsgruppe Chemiedidaktik unter der Leitung von Professor Björn Risch lädt Kinder und Erwachsene, aber auch fachfremde Studierende ein, durch kleine Experimente die Welt besser verstehen zu lernen. Das kostenlose Angebot erklärt vor allem Phänomene, die uns im Winter begegnen: „Licht in der kühlen Jahreszeit“, „Eisberge beobachten“ oder „Badekugeln selbst herstellen“ heißen die Experimente, die sich in Plastikboxen im Labor stapeln. Immer mittwochs und freitags von 13 bis 16 Uhr können Teilnehmer eigenständig mit Bechergläsern, Thermometern und verschiedenen …

Fest der Nächstenliebe: Warum wir an Weihnachten gern spenden

Zum Fest der Liebe rufen verschiedene Tierschutz- und Menschenrechtsorganisationen zu Spenden auf. Nicht ohne Grund – in der Adventszeit sammeln gemeinnützige Institutionen das meiste Geld. Warum öffnen viele Menschen traditionell zu Weihnachten ihren Geldbeutel für den guten Zweck? UniBlog hat bei der evangelischen Theologin Dr. Judith Hartenstein nach Antworten gesucht. Für viele Menschen ist die Adventszeit die schönste Zeit des Jahres: Süßes Gebäck, der Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt, Zeit für Familie und Freunde. Es ist aber auch die Zeit, in der wir besonders empfänglich sind für die Nöte anderer Menschen. Laut einer repräsentativen Meinungsumfrage des Marktforschungsinstituts ARIS werden in diesem Jahr zwei Drittel (66 Prozent) aller Bundesbürger zu Weihnachten Geld für wohltätige Zwecke spenden. Woher kommt diese enorme Spendenbereitschaft zur Adventszeit? „Eine theologische Erklärung ist, dass wir alle an Weihnachten von Gott mit der Geburt Jesu beschenkt wurden und das auch weitergeben“, erklärt Dr. Judith Hartenstein, Professorin für Evangelische Theologie am Campus Landau. Hinzu kommt, dass Geschenke zu Weihnachten und besonders an Kinder und arme Menschen eine lange Tradition haben. Hartenstein: „Es fängt mit den …

Landauer Master-Studentin mit DAAD-Preis ausgezeichnet

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) vergibt bereits seit mehr als zehn Jahren den DAAD-Preis für hervorragende Leistungen an ausländische Studierende an deutschen Hochschulen. In diesem Jahr ging der Preis an Sie Yung Law, die seit 2010 an der Universität in Landau den englischsprachigen Masterstudiengang Ecotoxicology belegt. Sie Yung Law ist angekommen in der neuen Welt namens Südpfalz. Nachdem sie in ihrem Heimatland Malaysia ihren Bachelor-Abschluss in Chemie ablegte, machte sich die junge Frau auf die Reise nach Landau, um dort den Master in Ecotoxicology zu studieren. Als sie 2010 ankam, sah sie sich mit Problemen konfrontiert, die vielen ausländischen Studierenden an deutschen Hochschulen wohl bekannt sind. „Es war am Anfang nicht einfach, aber mit der Zeit kommt man zurecht. Alles ist eine Herausforderung“, erklärt Law. Um die zahlreichen Herausforderungen zu meistern, bedarf es der Hilfe von Menschen, die sich auskennen in der neuen Welt, denn zunächst ist alles fremd, die Sprache, die Kultur, selbst das Wetter mache einem zu schaffen, erklärt Law mit einem breiten Grinsen auf den Lippen. Weil sie weiß, wie es sich …

Die Kisten-Helfer: Studentische Initiative unterstützt Pfandsammler

Ein paar Cent Pfand gibt es für Trinkflaschen – Flaschensammlern sichern die Cent-Beträge das tägliche Überleben. Auch in Landau gibt es viele davon. Täglich durchsuchen sie in der Stadt die Containern, Papiereimer und Gebüsche. Das ist unwürdig und birgt Verletzungsgefahr, findet Joshua Meyer. Der 22-jährige Student am Campus Landau hat darum eine Aktion ins Leben gerufen, um Pfandsammlern zu helfen: Mit Freunden installierte er sechs Pfandkisten als Sammelstelle am Landauer Campus und auf öffentlichen Plätzen der Stadt. Das Prinzip ist einfach: Wer seinen Pfand nicht braucht, kann Flaschen und Dosen in den markierten Kisten platzieren, damit Bedürftige sie mitnehmen und in Bares umtauschen können. „Das erste Mal habe ich die Pfandkisten in Saarbrücken gesehen. Die Idee stammt aber meines Wissens aus Hamburg“, erzählt Joshua Meyer. Weil es deutschlandweit und auch in Landau immer mehr Pfandsammler gibt, wollte er die Aktion auch in seine Stadt holen. Den Einfall dazu hatte Meyer schon im Sommer vergangenen Jahres. Doch erst vor drei Wochen setzte er sie mit 15 Helfern in die Tat um. Mitinitiator Benedict Geng bekräftigt: „Die …

Tierische Bildsprache und Maschinenästhetik: Landauer Studenten erobern die Kunstszene

Dominik Schmitt und Benjamin Burkard verbindet mehr als ihre Leidenschaft für Kunst: Die zwei Lehramtsstudenten belegen die Fächer Kunst und Biologie am Campus Landau, sie arbeiten nur wenige Meter voneinander entfernt im Atelier der Universität Koblenz-Landau und wohnen sogar in derselben WG. Beide gewannen den deutschlandweiten Förderpreis der Villa Böhm für junge Kunst in Neustadt und erhielten das Heinrich-von-Zügel-Stipendium der Stadt Wörth. Ein Doppelporträt. Ihre Bilder berühren, ihr Talent ist bereits über die Grenzen der Pfalz bekannt: Die Schüler von Kunst-Dozent Günther Berlejung haben seit Beginn des Studiums ihren ganz eigenen Stil entwickelt. Nicht zuletzt durch die Förderung des Landauer Dozenten: „Von ihm wurde ich von Anfang an gepusht. Er lässt jedem Studenten beim Malen seine Freiheiten und versucht, das zu intensivieren, was schon da ist. Seine Meinung ist mir unheimlich wichtig“, erzählt Benjamin Burkard. Auf den Bildern des gebürtigen Kandelers dreht sich alles um Mensch und Maschine. Seine Gedanken rund um das Thema Maschinenästhetik spiegeln sich nicht nur auf der Leinwand wider, Burkard bearbeitete es sogar in seiner Examensarbeit: „Das Thema Maschine ist besonders …