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Nachthemd und Adelstitel: Weihnachtsgeschenke der besonderen Art

Es gibt Geschenke, an die erinnert man sich ein Leben lang. Foto: Rike/ pixelio.de Es gibt Geschenke, an die erinnert man sich ein Leben lang. Foto: Rike/ pixelio.de

Laut Prognosen werden die Deutschen auch in diesem Jahr wieder rund 288 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Bei den Präsenten, die unter dem Tannenbaum landen, sind manchmal auch Dinge dabei, die ein Leben lang in Erinnerung bleiben werden. UniBlog hat bei Uni-Angehörigen nachgefragt: Welches Geschenk werden Sie niemals vergessen?

Lisa-Marie Selbmann (22), 5. Semester Lehramt Biologie und Chemie. Foto: Hannah Wagner

Lisa-Marie Selbmann (22), 5. Semester Lehramt Biologie und Chemie. Foto: Hannah Wagner

Lady Lisa-Marie Selbmann of Camster

Von meinem Freund habe ich vor vier Jahren ein Stück Land geschenkt bekommen, genauer gesagt einen Quadratfuß, also rund 30 mal 30 Zentimeter, im schottischen Camster. Ist man dort Landbesitzerin, wird einem automatisch der Adelstitel “Lady” verliehen, den ich nun trage, was auf einer Karte bezeugt wird. Bisher habe ich von meinem Titel noch keinen Gebrauch gemacht, aber auf jedem Fall war es ein sehr witziges und auch besonderes Weihnachtsgeschenk. Ich kann es nur weiterempfehlen. 

 


Leerer Adventskalender

Geschenke vergessen? Das fragte sich Julia Brack: “Ich bin nicht sehr kreativ und dachte, nur ich verschenke absurde Geschenke. Aber dann habe ich an Weihnachten einmal einen Adventskalender zum Selbstbefüllen bekommen – der leer war!”

Geschenke vergessen? Das fragte sich Julia Brack, als sie zu Weihnachten einen leeren Adventskalender bekam. Foto: Sólveig Zophoníasdóttir/flickr.com

Julia Brack (Umweltwissenschaften). Foto: Sólveig Zophoníasdóttir/flickr.com


Dr. Burkhard Lehmann, Geschäftsführer Zentrum für Fernstudien und Universitäre Weiterbildung (ZFUW). Foto: Privat

Dr. Burkhard Lehmann, Geschäftsführer Zentrum für Fernstudien und Universitäre Weiterbildung (ZFUW). Foto: Privat

 

Nachtgarderobe

Es war an einem Weihnachtsabend, als das Wünschen noch geholfen hat. Auf dem Tisch mit den mir zugedachten Geschenken lag ein feinsäuberlich in Weihnachtpapier verpacktes Päckchen, das auf den ersten Blick wie ein neues Hemd aussah. Die Freude über diese Gabe hielt sich sichtlich in Grenzen. Denn das stand fest: Hemden aller Art hatte ich genug und brauchte sicher keines mehr. Nachdem das Papier kurzerhand in Stücke zerrissen war, war die Überraschung dann doch reichlich groß. Aus dem Papier gepellt, entpuppte sich das vermeintliche Hemd als Nachthemd. Daran hatte ich nun wirklich nicht gedacht. Vor allem frage ich mich, was soll ich mit diesem Stück Garderobe?

Die auf Drängen der anderen vorgenommene Anprobe offenbarte zudem noch dies: Das gute Kleidungsstück hätte an mir gut und gerne als Minirock durchgehen können. Nur wer war auf diese kuriose Idee gekommen und hatte mich mit einem Nachthemd  beschenkt? Aus dem zerknüllten Weihnachtspapier kam schnell der Absender zum Vorschein. Es war eine entfernte Tante, die etwas Gutes tun wollte. Allerdings nicht mir. Zugedacht war das Stück ihrem um viele Jahre älteren Gatten, nur hatte das Päckchen den falschen Weg gemacht und war, anstatt auf seinem, auf meinem Gabentisch gelandet. Getragen habe ich diese Art von Nachtgarderobe nie.


Gut gemeint

Meine Oma hat mir einmal einen Schlafanzug geschenkt mit der Begründung: Den brauchst du, falls du einmal ins Krankenhaus musst, weil du ja nur Boxershorts zum Schlafen hast. Die kannst du dort nicht anziehen. 

Patrick Schäfer (25), 4. Semester Master Wirtschaftsinformatik. Foto: Adrian Müller

Patrick Schäfer (25), 4. Semester Master Wirtschaftsinformatik. Foto: Adrian Müller


Der Freund von Janine Fischer, 7. Semester Psychologie, nahm das Versprechen, sich nur etwas "kleines" zu schenken, ernst. Foto: Hannah Wagner

Janine Fischer, 7. Semester Psychologie, bekam etwas “Kleines” zum Fest der Liebe. Foto: Hannah Wagner

Klein aber fein?

Manchmal wünscht man sich, der Partner würde nicht alles wörtlich nehmen… Janine Fischer erinnert sich: “Unter der Prämisse, dass wir uns in dem Jahr nur etwas “Kleines” schenken wollten, habe ich von meinem damaligen Freund einen Eiskratzer fürs Auto bekommen.”

 


Flugticket nach Bali

Nach dem Abitur war ich für zwei Jahre in Australien und bin dort rund drei Monate mit einem Bekannten durch das Land getourt. Wir wollten zusammen nach Bali reisen, ich hatte jedoch nicht das nötige Kleingeld, um mir den Flug zu leisten. Also hat er mir zu Weihnachten die Reise nach Bali geschenkt. Das hat mich wirklich richtig gefreut. Bali ist ein wunderschöner Ort, weiße Sandstrände und 35 Grad.

Alexa Menzel (22), 3. Semester 2-Fach-BA Soziologie und Psychologie. Foto: Privat

Alexa Menzel (22), 3. Semester Zwei-Fach-Bachelor Soziologie und Psychologie. Foto: Privat


Simon Wittner (27), Sozialpädagogik. Foto: Sarah Ochs

Simon Wittner (27), Sozialpädagogik. Foto: Sarah Ochs

Kindgerecht?

Ich habe einmal ein kleines blaues Spielzeugauto mit Augen bekommen. Drückte man von oben auf eine Sirene, fuhr es los. Dieses Auto war lutschfest und damit für Kleinkinder geeignet. Ich war damals 25 Jahre alt und das Geschenk kam von meinem Vater.


Für die Zukunft 

Die Verwandtschaft ist oftmals weitsichtig in mit ihren Geschenken. Danny Behrendt berichtet: “Ich habe als 12-Jähriger einen Besteckkoffer von meiner Oma bekommen, als ‘Aussteuer für die Zukunft’.”

Einen Besteckkoffer bekam Danny Behrendt (24), 2. Semester Lehramt, mit 12 Jahren geschenkt. Foto: Andreas Hermsdorf/pixelio.de

Bei Danny Behrendt (24), 2. Semester Lehramt, landete Silberbesteck unterm Weihnachtsbaum. Foto: Andreas Hermsdorf/pixelio.de


Sonja Swidersky (22), 5. Semester Psychologie-Studentin. Foto: Privat

Sonja Swidersky (22), 5. Semester Psychologie. Foto: Privat

Teenie-Buch mit 20 Jahren

Vor zwei Jahren haben wir Weihnachten bei meinem Onkel gefeiert, da war ich 20 Jahre alt. Von ihm bekam ich ein kleines Päckchen, und als ich es öffnete, war ein Buch aus der Reihe “Freche Bücher: Freche Mädchen” darin. Das ist ein Teenie-Buch, in dem es um Geschichten über den ersten Kuss oder die erste Liebe geht. Mit dreizehn waren es sogar meine Lieblingsbücher. Das war von meinem Onkel sicher lieb gemeint, schließlich hat er sich diese Vorliebe gemerkt. Aber so etwas lese ich natürlich seit Jahren nicht mehr. Schade, dass meine kleine Schwester den Shopping-Gutschein, den sie von ihm bekam, nicht gegen das Buch eintauschen wollte.

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