Alle Artikel mit dem Schlagwort: Ehrenamt

Hannah Arato studiert nicht nur Kunst und Biologie auf Lehramt, sondern betreut auch ehrenamtlich Hunde in einem Landauer Tierheim. Fotos: Philipp Sittinger

Die Liebe zu Hunden ist ihr Hobby

Hannah Arato liebt Hunde über alles. Am Campus Landau studiert sie Kunst und Biologie auf Lehramt im sechsten Semester. Wegen ihres Studiums hat sie im Moment keinen eigenen Hund, also arbeitet sie ehrenamtlich im Tierheim Maria Höffner in Landau. Ben ist traumatisiert. Als Welpe wohnte der Schäferhundmischling auf einem Hof und wurde viel alleine gelassen. Vor lauter Langeweile hat er sich angewöhnt, alles Mögliche zu jagen: Autos, Fahrräder oder auch Kinder, die am Zaun vorbeilaufen. Nach einem Unfall kam er dann in das Landauer Tierheim Maria Höffner. Zu Bens Glück gibt es Menschen wie Hannah Arato. Sie ist ehrenamtliche Gassigeherin und liebt Hunde von ganzem Herzen. Ben wird im Tierheim als Problemhund eingestuft. Da Arato schon seit zweieinhalb Jahren sehr regelmäßig in das Tierheim kommt, werden ihr auch solche Hunde anvertraut. Sie ist momentan die einzige Gassigeherin, die mit Ben spazieren geht. „Dadurch ist es viel einfacher eine starke Bindung mit ihm aufzubauen“, erklärt sie. Jeden Tag geht sie mindestens eine Stunde mit Ben spazieren. „Wenn ich danach noch Zeit habe, laufe ich auch mit anderen …

Das Projekt "Den Wandel gestalten – Visionen ermöglichen“ von Michael Klemm und Eckhard Braun hilft freien Kultureinrichtungen bei einer Neuorientierung. Foto: Teresa Schardt

Frischer Wind für rheinland-pfälzische Kultureinrichtungen

Den Satz „Das haben wir schon immer so gemacht“ hört man im beruflichen Kontext häufig. Besonders dann, wenn es darum geht, Veränderungen einzuleiten. Ein Umdenken ist bei festgefahrenen Strukturen eine Herausforderung, denn Arbeitsweisen und strukturelle Mängel verschwinden nicht von Heute auf Morgen. Oft sind Impulse von außen nötig, um angesichts des gesellschaftlichen Wandels nicht den Anschluss zu verlieren. Kultureinrichtungen, die vor diesen Herausforderungen stehen, greifen die Kulturwissenschaftler Professor Michael Klemm und Dr. Eckhard Braun unter die Arme. Sie leiten ein Projekt, mit dem sie der freien Szene in Rheinland-Pfalz helfen, sich zu modernisieren. Die Serie Was gibt es Neues in der Wissenschaft? Wir stellen Personen und Projekte vor, die im Dienst der Universität Koblenz-Landau die Forschung voranbringen. Alle Artikel aus dieser Serie Das Pilotprojekt, das Ende 2015 an den Start ging, heißt Den Wandel gestalten – Visionen ermöglichen und hat zum Ziel, mit neuen Formen der Kulturförderung einen Transformationsprozess in Kultureinrichtungen einzuleiten. Typische Probleme, die Veränderungsprozesse erforderlich machen, sind strukturelle Mängel in der Organisation, verkrustete Arbeitsabläufe, veraltete Programmangebote oder ein Generationenwechsel. Die jeweilige Einrichtung wird …

Felix Herkens ist Schiedsrichter beim Blindenfußball. Auch wenn er auf viele Dinge achten muss, so schätzt er vor allem die familiäre Atmosphäre. Foto: Philipp Sittinger

Mit den Ohren Tore schießen

Felix Herkens liebt Fußball. Als Schiedsrichter ist er nicht nur dabei, sondern mittendrin. Die besondere Herausforderung für den Landauer Studenten: Er pfeift beim Blindenfußball. Dabei sind besonders Präzision und Einfühlungsvermögen gefragt. Während die Spieler beim Blindenfußball genau hinhören, muss Felix Herkens besonders aufmerksam hinschauen: Als Schiedsrichter muss er beim Blindenfußball nicht nur die Regeln kennen, sondern auch Menschenkenntnis haben. Berührungen, die beim Fußball als Foul gelten, müssen beim Blindenfußball im Gesamtkontext bewertet werden. “Man muss sich in die Lage hineinversetzen”, sagt Herkens. “Wenn ein Spieler einen anderen am Arm packt, dann will er sich vielleicht nur festhalten, um nicht hinzufallen.” Solche Unterschiede zu erkennen, lerne man mit der Erfahrung, berichtet Herkens. Er ist mittlerweile seit fünf Jahren Schiedsrichter bei der Deutschen Blindenfußball Bundesliga (DBFL). Besondere Regeln für besondere Spieler Die Serie Sich für andere einsetzen und selbst dazulernen – ein Ehrenamt kann das Studium inhaltlich bereichern und den Horizont erweitern. In unserer Rubrik “Ehrenamt: Studis engagiert” zeigen Studierende, welche ehrenamtlichen Beschäftigungen sich anbieten und wie man die Balance hält zwischen Stundenplan und Initiative. Herkens spielt …

Ohne ihre Arbeit als Tanztrainerin wäre Melissa Morbach wohl nie auf die Idee gekommen, Grundschullehramt zu studieren. Foto: Philipp Sittinger

Der Tanz ins Studium

Melissa Morbach arbeitet ehrenamtlich als Tanztrainerin in einem Turnverein. Ihr Engagement hat sie darin bestärkt, ein Grundschullehramtsstudium am Campus in Landau aufzunehmen. Ohne ihr Ehrenamt wäre ihre Berufslaufbahn anders verlaufen, da ist sich die Studentin heute sicher. Melissa Morbach, die selbst seit ihrem sechsten Lebensjahr tanzt, ist zwei bis drei Mal in der Woche als Trainerin für ihren Verein im Einsatz. Seit 2011 leitet sie die Jugendabteilung und arbeitet vor allem mit Kindern und Jugendlichen. „Durch die Arbeit im Turnverein kam ich erst darauf, Grundschullehramt zu studieren. Nach der Schule dachte ich, die Arbeit als Lehrerin würde mir die Lust nehmen, auch noch in meiner Freizeit mit Kindern zu arbeiten“, erklärt sie. Nach einem Jahr als Au-Pair in Australien schrieb sich Morbach für das Grundschullehramt mit den Fächern Englisch und Mathematik an der Universität Koblenz-Landau ein. “Ohne meine frühen Einblicke in die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wäre meine Berufslaufbahn bestimmt anders verlaufen“, schlussfolgert die Tanztrainerin. Ein Thema vertanzen Die Serie Sich für andere einsetzen und selbst dazulernen – ein Ehrenamt kann das Studium inhaltlich bereichern …

Achim Ditscher studiert nicht nur Lehramt in Landau, sondern ist auch Leiter einer Pfadfindergruppe. Foto: Philipp Sittinger

Ehrenamtlicher Betreuer bei den Pfadfindern

Feuer machen, Zelte aufbauen, Knoten binden: Der Landauer Lehramtsstudent Achim Ditscher ist Leiter einer Pfadfindergruppe und zeigt Kindern ehrenamtlich, wie man in der freien Natur überleben kann und in der Gemeinschaft gut miteinander auskommt. „Ich bin, mit Unterbrechungen, seit meiner Kindheit bei den Pfadfindern. Seit drei Jahren bin ich Leiter einer Gruppe, die zur Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) gehört. Wir sind eine katholische Organisation und mein Stamm fällt in den Zuständigkeitsbereich der Diözese Speyer“, sagt Achim Ditscher. Der Begriff “Stamm” bezeichnet dabei den Zusammenschluss der Pfadfindergruppen aller Altersstufen eines Ortes. Ditscher, der Grundschullehramt im Master in Landau studiert, leitet mit zwei bis drei weiteren Pfadfindern die jüngste Gruppe in seinem Heimatort Maxdorf. „Wir betreuen die jüngsten Mitglieder unseres Stammes. Sie werden ‘Wölflinge’ genannt und sind sieben bis zehn Jahre alt“, erläutert er. Während der Schulzeit trifft sich die Gruppe wöchentlich. Teamgeist und Gruppendynamik, darum geht es bei den Pfadfindern in der Hauptsache. Die 15 bis 20 Kinder, die Ditscher in seinem Stamm betreut, lernen, die Natur zu respektieren und in ihr zurecht zu kommen. …

Psychologie-Student Peter Diemer gibt sein Wissen in Capoeira-Kursen an Studierende weiter und vermittelt die Grundlagen über den brasilianischen Kampftanz. Foto: Sittinger

Ehrenamt: Capoeira im Hochschulsport

Capoeira, Karate, Judo, Hebe- und Greiftechniken, Wettkämpfe: Peter Diemer studiert im vierten Mastersemester Psychologie und hat eine Leidenschaft für Kampfsport. Am Campus Landau gibt er sein Wissen in Capoeira-Kursen an Studierende weiter und vermittelt die Grundlagen des brasilianischen Kampftanzes. „Am Anfang ist Capoeira nicht einfach.  Man muss immer sein Ziel vor Augen haben. Dann wird man mit der Zeit immer besser. Wenn sich alle Teilnehmer zum Abschluss des Trainings noch einmal so richtig auspowern und Spaß haben, ist das ein tolles Gefühl“, verrät Peter Diemer, der einen Übungsleiterschein im Breitensport und eine Prüferlizenz im Judo besitzt. Seit seinem achten Lebensjahr ist er Judoka und kennt sich dazu in Karate und im brasilianischen Kampftanz Capoeira aus. Einmal pro Woche trainiert der 25-Jährige mit acht bis zehn Teilnehmern die Techniken des brasilianischen Kampftanzes. Während des Trainings im Hochschulsport führen die Teilnehmer  die Grundbewegungen von Capoeira aus und trainieren Sequenzen, die Abfolge von mehreren Bewegungen im Zusammenspiel mit einem Partner. „Wir tanzen mit Bewegungen, die man aus anderen Kampfsportarten kennt“, erklärt Diemer. Die Serie Sich für andere einsetzen …

Klara Ventz arbeitet ehrenamtlich im Landauer Café Asyl und engagiert sich in der Flüchtlingshilfe. Foto: Philipp Sittinger

Für ein Miteinander im Café Asyl

Klara Ventz liebt ihr Ehrenamt. Seit vier Jahren engagiert sie sich im Café Asyl, einem Begegnungstreff für Geflüchtete in Landau. Der Mix aus verschiedensten Kulturen, Religionen und Persönlichkeiten hat ihr gezeigt, was Respekt und Toleranz bedeuten. Wer sind Sie? Mein Name ist Klara Ventz, ich bin 23 Jahre alt und studiere im zweiten Mastersemester Lehramt Sonderpädagogik mit dem Schwerpunkt Sozialemotionale Entwicklung. Ich komme aus dem Ruhrgebiet, bin aber seit 2013 in Landau und habe meinen Bachelor auch hier gemacht. Welches Ehrenamt üben Sie aus? Ich engagiere mich im Café Asyl. Die Initiative wurde 2014 gegründet, weil immer mehr Menschen mit Fluchthintergrund nach Landau kamen und es keine adäquate Anlaufstelle gab, um sich in ungezwungener Atmosphäre zu treffen. Seitdem haben wir ehrenamtlichen Mitarbeiter das Konzept immer wieder anhand der Bedarfe der Geflüchteten weiterentwickelt. Seit 2017 sind wir ein eingetragener Verein. Was ist das Besondere am Café Asyl? Die Serie Sich für andere einsetzen und selbst dazulernen – ein Ehrenamt kann das Studium inhaltlich bereichern und den Horizont erweitern. In unserer Rubrik “Ehrenamt: Studis engagiert” zeigen Studierende, welche ehrenamtlichen Beschäftigungen sich anbieten und wie man die …

Die Welcome Dinner-Runde (von links nach rechts): Linda Koch, Jana Adams, Khaled Kalshika und Amir Yahia Aldabbas. Foto: Anna Maria Junghänel

Welcome Dinner: Ein Abendessen mit Geflüchteten

Gemütlich zusammen essen, sich unterhalten und dabei kennenlernen – das ist das Ziel des Koblenzer Projekts Welcome Dinner, bei dem Geflüchtete zusammen mit Einheimischen an einem Tisch sitzen. Die Studentinnen Linda Koch und Jana Adams, Studierende der Kulturwissenschaft am Campus Koblenz, gehören zum Team und möchten Geflüchtete und Interessierte zusammenführen und ihnen die Möglichkeit geben, sich bei einem gemeinsamen Essen auszutauschen. Die zwei jungen Frauen stehen in der kleinen WG-Küche von Jana Adams, vor ihnen stehen zwei Pfannen und ein Topf auf der Herdplatte. Sie rühren und schneiden nebenbei den Salat im Spülbecken. Heute stehen Spätzle –mit und ohne Käse-, Linsengemüse und frischer Salat auf der Speisekarte. Linda Koch lächelt: „Ich komme aus dem Schwabenland und wollte den Gästen ein typisch schwäbisches Gericht zeigen, von dem wir auch vermuten, dass sie es noch nicht kennen, zumindest keine selbstgemachten Spätzle.“ Die Serie Sich für andere einsetzen und selbst dazulernen – ein Ehrenamt kann das Studium inhaltlich bereichern und den Horizont erweitern. In unserer Rubrik “Ehrenamt: Studis engagiert” zeigen Studierende, welche ehrenamtlichen Beschäftigungen sich anbieten und wie man …

Adrian Staffen (24) ist ehrenamtlich aktiv und setzt sich für Greenpeace und ARIWA ein. Foto: Esther Guretzke

Ehrenamtlicher bei Greenpeace und ARIWA

Der Koblenzer Student Adrian Staffen setzt sich aktiv für Tierrechte und Umweltschutz ein. Beide Themen hängen eng miteinander zusammen, denn der enorme Konsum von tierischen Produkten in unserer Gesellschaft belastet die Umwelt. Seit 2016 ist Staffen deshalb Ehrenamtlicher bei Greenpeace und regelmäßig in der Fußgängerzone unterwegs, um Aufklärung zu betreiben. Eigentlich könnte er sich seinem Studium widmen und seine Freizeit mit Freunden verbringen, aber für Adrian Staffen ist das nicht genug. Der Student aus Koblenz setzt sich aktiv für Umweltschutz und Tierrechte ein: Er ist Mitglied bei Greenpeace Koblenz und bei ARIWA Koblenz (Animal Rights Watch). “Ich konnte einfach nicht mehr länger nur zusehen”, erklärt Staffen seine Motivation. “Ich wollte aktiv etwas für die Rechte von Tieren tun und über die Auswirkungen des menschlichen Handelns auf die Umwelt informieren.” Greenpeace: Für Mensch und Umwelt Die Serie Sich für andere einsetzen und selbst dazulernen – ein Ehrenamt kann das Studium inhaltlich bereichern und den Horizont erweitern. In unserer Rubrik “Ehrenamt: Studis engagiert” zeigen Studierende, welche ehrenamtlichen Beschäftigungen sich anbieten und wie man die Balance hält zwischen Stundenplan und Initiative. Er begann sein ehrenamtliches Engagement Anfang 2016, …