Alle Artikel mit dem Schlagwort: Uni-Menschen

Dr. Björn Hayer lehrt am Institut für Germanistik in Landau Literaturgeschichte und Gegenwartsliteratur. Er hat sich in Deutschland auch einen Namen als Literaturkritiker gemacht und schreibt zudem an seiner Habilitation. Foto: Philipp Sittinger

Aus Liebe zur Literatur

Dr. Björn Hayer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Germanistik am Campus Landau, lehrt Literaturgeschichte und Gegenwartsliteratur und schreibt als Literaturkritiker Rezensionen für namhafte Medien wie Die Zeit, Spiegel Online, NZZ, Cicero und den Rolling Stone. Im Interview spricht er über seine Leidenschaft zur Literatur und über das Dasein eines Kulturjournalisten im Zeitalter der Digitalisierung. Was war zuerst da: Die Leidenschaft für Literatur oder der Wunsch, Dozent zu werden? Ich wollte eigentlich Jura studieren und Richter oder Staatsanwalt werden. Für diesen Lebensplan habe ich Praktika bei Anwaltskanzleien gemacht und mir nachmittags im Gericht Verhandlungen angesehen. Dann hatte ich aber einen wirklich beeindruckenden Deutschlehrer in der Oberstufe, der mir den Wert der Literatur vor Augen geführt und meine Faszination geweckt hat. So kam ich zum Germanistik-Studium und wusste zu dem Zeitpunkt auch schon genau, dass ich entweder Literaturkritiker oder Dozent an der Uni werden will. Letztlich ist es glücklicherweise beides geworden und ich denke, dass sich das im Hinblick auf meine Forschungsschwerpunkte auch ganz gut ergänzt. Wo liegen Ihre Forschungsschwerpunkte? Ich beschäftige mich sehr viel mit …

Weit entfernt von Schubladendenken: Dr. Martin Lilkendey. Foto: Laura Fee Hildebrand

Outside the box

Dr. Martin Lilkendey ist eine Person, bei der Schubladendenken keine Chance hat. Ihn als Fotografen, Künstler, Sportlehrer oder Filmemacher zu beschreiben, wird dem bunten Potpourri seiner Interessen und Wegmarken nicht gerecht. Im Interview gewährt der Dozent für Künstlerische Praxis und Fachdidaktik einen Einblick in seinen spannenden Lebenslauf.   Ihr Lebenslauf ist sehr bunt. Woher kommt die Lust am Ausprobieren? Ich glaube, das ist einfach Teil meiner Biografie. Ich habe mich schon immer für ganz viele unterschiedliche Dinge interessiert und dem gehe ich einfach nach. Ich bin so lange mit etwas beschäftigt, bis ich es verstanden oder mir angeeignet habe. Ihr Berufsleben haben Sie sowohl in der Wirtschaft als auch in der Wissenschaft verbracht? Ihre Erkenntnis daraus? Beides zusammengenommen hat mir ein breites Feld an Möglichkeiten eröffnet, um mich in verschiedene Richtungen auszuprobieren. Für mich ist es immer ein Vorteil, auch mal andere Dinge gesehen und erlebt zu haben. Je mehr Erfahrungen man gemacht hat und je breiter gefächert diese Erfahrungen sind, desto besser. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich denke es gibt …

Ingrid und Peter Endres sind seit 42 Jahren verheiratet und verstehen sich auch am Arbeitsplatz gut. Foto: Lisa Engemann

Irgendwas ist immer: Ein Ehepaar im Dienst der Uni

Ihr Gesicht ist das Erste, was Besucher der Universität Koblenz-Landau in Koblenz kennenlernen: Seit 35 Jahren sitzt Ingrid Endres an der Pforte und ist Herrscherin über die Einfahrtschranke und die Telefonzentrale. Auch ihr Mann Peter Endres arbeitet am Campus im Stadtteil Metternich: Er ist Hausmeister und somit ein viel beschäftigter Mann. Uniblog traf das Ehepaar Endres zum Gespräch über ein Berufsleben im Dienste der Uni. Kurz vor Feierabend atmen Ingrid und Peter Endres einmal tief durch: Ihr Arbeitstag war heute von einer großen Veranstaltung bestimmt. Viele Leute, die sich an der Universität nicht auskennen, kamen mit Fragen an das offene Fenster neben der Schranke zum Universitätsgelände. Pförtnerin Ingrid Endres half, wo sie konnte. Ihr Mann Peter Endres erzählt, er habe heute die Räume für die Veranstaltung vorbereitet und „in aller Herrgottsfrühe Stellwände parat gestellt“. Seit 1980 ist er der Ansprechpartner, wenn am Campus Schränke kaputt gehen, Schlüssel nicht passen oder – wie heute – Räumlichkeiten für besondere Anlässe hergerichtet werden müssen. Zwei Jahre später folgte ihm seine Frau an die Uni – seit 35 Jahren …

Rosi Heuser ist Sekretärin am Institut Kulturwissenschaft und hat schon so manchem Studierenden aus einer schwierigen Situation geholfen. Foto: Natalie Henzgen

Die gute Seele der Kulturwissenschaft

Die Helden der Universität stehen nicht immer auf dem Podium der Hörsäle oder sitzen in den Rängen. Oft sind es die Personen hinter den Kulissen, die den Universitätsbetrieb erst möglich machen. Eine von ihnen ist KuWi-Sekretärin Rosi Heuser. Jeder, der sein Studium im Fach Kulturwissenschaft an der Universität Koblenz-Landau beginnt, wird sie früher oder später kennen und schätzen lernen: Die Sekretärin des Instituts, Rosi Heuser. Sie bereitet die Bühne für die Professoren und die Studierenden gleichermaßen und hat dabei schon so manchem den Auftritt gerettet. Für viele ist es also eine glückliche Wendung, dass ihr beruflicher Weg sie hierhin führte. Studieren? Nein, danke. Das Heuser einmal an einer Universität arbeiten würde, stand für sie nicht immer fest. Nach dem Abitur studieren? Das konnte sie sich nicht vorstellen. Ihr war klar: Eine Ausbildung, bei der sie ihr Talent für Sprachen einsetzen kann, sollte es werden. Nicht umsonst hatte sie Französisch und Englisch als Leistungskurs belegt. Sie entschied sich für Groß- und Außenhandelskauffrau und wollte auch nach der Familiengründung das Berufsleben nicht missen. Sich zwischen Kindererziehung, Haushalt …

Prof. Dr. Petra Kindhäuser geht voll und ganz in ihrem Fach auf: Sie lehrt Musikwissenschaft am Campus in Koblenz. Foto: Greta Rettler

Unsere Profs: Petra Kindhäuser

Prof. Dr. Petra Kindhäuser ist eine auffallende Persönlichkeit: Die Musikwissenschaftlerin am Campus Koblenz ist selbstbewusst, wenn es um die Einbindung von praktischen Elementen in die Wissenschaft geht und tanzt auch mal spontan einen Walzer durch den Seminarraum. Warum ihre eigene Studienzeit für sie so prägend war, verrät sie im Interview mit Uniblog. Die Serie: Sie prägen unsere Erinnerungen an das Studium, inspirieren uns für das Berufsleben und sorgen für so manche Anekdote unter Studierenden: unsere Profs. Im Uniblog stellen sich die Professoren der Universität Koblenz-Landau den Fragen der Campus-Reporter, geben Einblick in ihren Forschungs- und Lehralltag und verraten, wie sie selbst als Student waren. Der Professorenberuf ist mit einigen Klischees behaftet: Lange über Büchern brüten, Zerstreutheit, Einsiedlertum, chaotische Tafelbilder… Trifft davon etwas auf Sie zu? Auf jedem Fall. Zerstreutheit trifft es sehr gut, ich muss immer zweimal schauen, ob ich meine Schlüssel dabei habe. Wie waren Sie als Studentin? Studieren war für mich meine persönliche Befreiung und Selbstfindung. Während des Studiums habe ich sehr viel über mich selbst gelernt und identifiziere mich heute zu einem nicht geringen Teil über mein Fach. …

Imke von Helden ist seit 2015 die Koordinatorin des campusübergreifenden Sprachenzentrums in Koblenz und Landau. Foto: Greta Rettler

Imke von Helden: Eine Skandinavistin am Sprachenzentrum

Imke von Helden ist Skandinavistin, Sprachenliebhaberin, Fan nordischer Metal-Musik und Mutter. Diese Interessen, Facetten und Aufgaben vereint die 36-Jährige – erfolgreich. An der Universität Koblenz-Landau koordiniert sie seit 2015 die Arbeit des Sprachenzentrums, das unter anderem kostenfreie Sprachkurse für alle Studierenden anbietet. Ein freundliches Lächeln ist stets in ihrem Gesicht zu finden und man sieht, dass ihre Arbeit sie begeistert: Imke von Helden ist die Koordinatorin des campusübergreifenden Universitären Sprachenzentrums (USZ), das unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof Dr. Constanze Juchem-Grundmann steht. Gebürtig kommt die 36-Jährige aus dem Schwarzwald, wo sie an der Universität Freiburg Skandinavistik und Anglistik studierte. Als Fernstudiengang kam Deutsch als Fremdsprache hinzu: “Sprachen haben mich schon immer fasziniert. In der Schule, im Studium und noch heute. Es ist sozusagen mein Ding”, erklärt von Helden. Nach dem Studium arbeitete sie in verschiedenen Sprachschulen, unterrichtete in Basel und Freiburg. Die interessantesten Stunden waren für die Sprachwissenschaftlerin die, in denen Menschen aus unterschiedlichsten Kultur- und Sprachräumen aufeinander trafen: “Trotz dem Fehlen einer gemeinsamen sprachlichen Grundlage schafft man es, sich zu verständigen und langsam eine Basis gesprochener Kommunikation aufzubauen. Das fasziniert mich bis heute.” Ein außergewöhnliches Thema Das …

Entführt ihre Leser gern in eine Fantasiewelt: Jungautorin und KuWi-Studentin Laura Dümpelfeld. Foto: Greta Rettler

Zwischen Studium und phantastischen Welten

Das Verfassen von Abenteuern ist ihre Passion: Laura Dümpelfeld investiert viel Zeit und Energie in ihre Texte. Ihre ersten Kurzgeschichten sind bereits als Teil größerer Anthologien im Handel erhältlich. Doch das reicht der Kulturwissenschaftsstudentin noch nicht. Ihr Traum ist es, als Autorin vom Schreiben leben zu können. Zu ihrem neunten Geburtstag bekam Laura Dümpelfeld ein ganz besonderes Geschenk: Den alten Computer ihres Vaters. Mithilfe der Programme Word und Paint begann sie, eigene Kurzgeschichten zu schreiben. Inspiration fand die heute 27-Jährige in Kinderbüchern wie Hanni und Nanni oder Fünf Freunde. Aus ihrer Liebe zum Lesen entstand eine Leidenschaft für das Schreiben, die bis heute anhält. Realität und Fantasie Die Jungautorin bewegt sich im Genre der Phantastik. Egal ob Fantasy, Science-Fiction oder Horror – in ihren Texten lässt sie ihrer Fantasie freien Lauf: „Ich liebe die Phantastik. Sie bietet mir so viele Möglichkeiten eine Geschichte zu erzählen. Die Realität ist oft ernüchternd genug, da tut es gut, nicht immer an sie gebunden zu sein“, erzählt Dümpelfeld. Neben dem Spaß an der Sache verbindet sie vor allem Schweiß, Tränen und Disziplin mit …