Alle Artikel mit dem Schlagwort: Forschung

Olaf Meyer ist der Mann für die Musik am Campus Landau. Der Universitätsmusikdirektor leitet den Chor, das Orchester und das Vokalensemble. Foto: Philipp Sittinger

Die Liebe zum Fach gehört dazu

Olaf Meyer ist Universitätsmusikdirektor am Campus Landau. Er leitet den Universitätschor, das Universitätsorchester und das Vokalensemble.  Meyer ist Musiker mit Leib und Seele. Arbeit und Freizeit sind für ihn nur schwer zu trennen. Doch wenn Straßenmusiker dem in der Landauer Innenstadt lebenden Dozenten zu laut sind, greift er auch mal zu härteren Mitteln. …

Carsten Brühl testet in seiner Arbeitsgruppe nicht nur die Auswirkung von Pestiziden, sondern versucht auch privat, die Umwelt zu entlasten - und fährt 20 Kilometer mit dem Rad zur Arbeit. Foto: Philipp Sittinger

Carsten Brühl: “Es ist Zeit, zu handeln”

Er empfiehlt, möglichst lange zu studieren und spricht sich im Sinne der Umwelt gegen weitere Parkplätze für die Studierenden aus: Dr. Carsten Brühl leitet seit 2006 die Arbeitsgruppe Community Ecology & Ecotoxicology und testet dabei die Auswirkungen von Pestiziden. Bei Forschungsaufenthalten in den Tropen ist er Zeuge der unbarmherzigen Abholzung der Wälder geworden. Sein Appell: Sich der aktuellen Umweltprobleme nicht nur bewusst sein, sondern auch handeln.  …

Professor Dr. Stefan Wehner ist neuer Vizepräsident der Universität Koblenz-Landau. In dieser Funktion begleitet er die Uni bei der Neustrukturierung. Foto: Jan Reutelsterz

Es kommt immer anders, als man denkt: Interview mit Stefan Wehner

Professor Stefan Wehner ist der neue Vizepräsident am Campus Koblenz. Der Physiker, der zuvor viele Jahre Dekan des Fachbereichs Mathematik/Naturwissenschaften war, steht vor einer herausfordernden Aufgabe: Die Universität auf dem Weg der Neustrukturierung zu begleiten, an deren Ende eine eigenständige Universität Koblenz entstehen und der Campus Landau mit der TU Kaiserslautern fusionieren soll. Ein Interview über die Bucket List des Neugewählten. …

Dr. Nina Engwicht untersucht an der Friedensakademie im Rahmen der Friedens- und Konfliktforschung die illegalen Märkte ehemaliger Kriegsökonomien. Foto: Philipp Sittinger

Der Handel mit Blutdiamanten: Rohstoffe mit Konfliktpotenzial

Dr. Nina Engwicht ist Politikwissenschaftlerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Friedensakademie Rheinland-Pfalz. Sie beschäftigt sich mit Rohstoffmärkten in Nachkriegsgesellschaften und stellt sich Fragen wie: Was verändert sich im Übergang von Krieg zu Frieden? Was bleibt aus dem Krieg übrig? Was ist der Schwerpunkt Ihrer Arbeit? Die Serie Was gibt es Neues in der Wissenschaft? Wir stellen Personen und Projekte vor, die im Dienst der Universität Koblenz-Landau die Forschung voranbringen. Alle Artikel aus dieser Serie In meiner Forschung beschäftige ich mich vor allem mit sogenannten Konfliktrohstoffen, also Rohstoffen, die bewaffnete Konflikte befeuern oder finanzieren können. Mein Fokus liegt auf dem Diamantenmarkt in Sierra Leone. Die zentralen Fragen für mich sind: Was wird aus Kriegsmärkten, wenn Kriege enden, und wie kann Rohstoffhandel so gestaltet werden, dass die Bevölkerung davon profitiert? Oft wird angenommen, dass Kriegsökonomien, in denen wertvolle Rohstoffe häufig illegal gehandelt werden, in Friedenszeiten wieder verschwinden. Das widerspricht aber dem, was wir über illegale Märkte wissen, denn soziale Strukturen sind anpassungsfähig. Wie sieht die Lage dazu in Sierra Leone aus? Der sierra-leonische Diamantenhandel war ein berühmter …

Das Projekt "Den Wandel gestalten – Visionen ermöglichen“ von Michael Klemm und Eckhard Braun hilft freien Kultureinrichtungen bei einer Neuorientierung. Foto: Teresa Schardt

Frischer Wind für rheinland-pfälzische Kultureinrichtungen

Den Satz „Das haben wir schon immer so gemacht“ hört man im beruflichen Kontext häufig. Besonders dann, wenn es darum geht, Veränderungen einzuleiten. Ein Umdenken ist bei festgefahrenen Strukturen eine Herausforderung, denn Arbeitsweisen und strukturelle Mängel verschwinden nicht von Heute auf Morgen. Oft sind Impulse von außen nötig, um angesichts des gesellschaftlichen Wandels nicht den Anschluss zu verlieren. Kultureinrichtungen, die vor diesen Herausforderungen stehen, greifen die Kulturwissenschaftler Professor Michael Klemm und Dr. Eckhard Braun unter die Arme. Sie leiten ein Projekt, mit dem sie der freien Szene in Rheinland-Pfalz helfen, sich zu modernisieren. Die Serie Was gibt es Neues in der Wissenschaft? Wir stellen Personen und Projekte vor, die im Dienst der Universität Koblenz-Landau die Forschung voranbringen. Alle Artikel aus dieser Serie Das Pilotprojekt, das Ende 2015 an den Start ging, heißt Den Wandel gestalten – Visionen ermöglichen und hat zum Ziel, mit neuen Formen der Kulturförderung einen Transformationsprozess in Kultureinrichtungen einzuleiten. Typische Probleme, die Veränderungsprozesse erforderlich machen, sind strukturelle Mängel in der Organisation, verkrustete Arbeitsabläufe, veraltete Programmangebote oder ein Generationenwechsel. Die jeweilige Einrichtung wird …

Andere Länder, andere Sitten: Forscher der Universitäten Koblenz-Landau und Haifa untersuchen das Mediennutzungsverhalten in Deutschland und Israel. Foto: Rawpixel/Unsplash

Israel vs. Deutschland: Wer nutzt Medien wie?

Während die deutschen Medien hierzulande einen seriösen Ruf genießen, bringen Israelis ihren Medien nur wenig Vertrauen entgegen. Warum sich die Einstellung zu Medien und ihre Nutzung in den beiden Ländern so stark unterscheidet, untersucht ein Team aus Wissenschaftlern der Universität Koblenz-Landau, der Universität Haifa und der University of Amsterdam. Bereits seit 2015 besteht eine intensive Kooperation zwischen dem Institut für Kommunikationspsychologie und Medienpädagogik (IKM) in Landau und dem Department of Communication der Universität Haifa. Die Mitarbeitenden der Universitäten interessieren sich für die Frage, wie der Konsum politischer Nachrichten mit dem Vertrauen in Medien und in Politiker zusammenhängt. Innerhalb der Kooperation von Professor Yariv Tsfati auf israelischer sowie Professorin Michaela Maier und Assistant-Professor Lukas Otto auf deutscher Seite, sind bereits mehrere Studien zur Frage entstanden, wie Menschen politische Inhalte auswählen und die Rezeption welcher Medieninhalte politisches Vertrauen beeinflussen können. “Israel und Deutschland bieten sich als Vergleichsländer an. Obwohl die Mediensysteme und das politische System theoretisch ähnlich sind, unterscheiden sie sich in ihren Einstellungen gegenüber Medien und Politik sowie in ihren Medieninhalten und Mediennutzung erheblich”, erklärt Otto, der mittlerweile vom …

In den gemütlichen Gassen von Landau fühlt sich Professor Thomas Müller-Schneider wohl. Er ist mit Leib und Seele Soziologe und forscht zum Thema Liebe und Beziehungen. Foto: Philipp Sittinger

Unsere Profs: Thomas Müller-Schneider

Professor Dr. Thomas Müller-Schneider ist Soziologe durch und durch. Mit großer Leidenschaft analysiert er gesellschaftliche Gefüge. Er weiß, warum Paare glücklicher sind als Singles und arbeitet daran, die Zukunft der Menschheitsgeschichte zu erforschen. Mit seinem Studium in Bamberg stellte der gebürtige Würzburger die Weichen für seine akademische Laufbahn und wurde nach Promotion und Habilitation Anfang 2003 nach Landau berufen. Hier hat der 57-Jährige seinen Platz gefunden. …

Dr. Andreas Linsenmann (rechts) und Student Tobias Fey haben sich im Rahmen eines Seminars auf Spurensuche der 68er Revolution in Koblenz begeben. Foto: Jan Reutelsterz

Region Koblenz hat “1968” nicht verschlafen

Die Protestbewegung Ende der 1960er-Jahre prägte die Welt: In den USA und vielen anderen Ländern gingen junge Menschen für eine gerechtere Gesellschaft auf die Straße. Doch wie sah es zu dieser Zeit im Koblenzer Raum aus? Waren die Menschen auch hier Teil der Revolte? Dr. Andreas Linsenmann hat sich mit Studierenden aus Koblenz und Mainz in einem Projektseminar auf Spurensuche begeben. “Das Jahr 1968 steht für einen der großen historischen Umbrüche”, weiß Dr. Andreas Linsenmann vom Institut für Geschichte. In den Vereinigten Staaten nahm die Jugenrevolte und Protestbewegung ihren Anfang und hinterließ auf der ganzen Welt ihre Spuren, in Westdeutschland vor allem in Großstädten wie Frankfurt und Berlin. Vor etwa einem Jahr stellte sich der Historiker Linsenmann die Frage, was zu jener Zeit in Koblenz passierte. Bei der Recherche stieß er auf etwas Forschungsliteratur zu Rheinland-Pfalz. “Aber zu Koblenz gab es praktisch nichts”, erinnert er sich. Im Rahmen des Projektseminars “Das lange 1968 in der Region” ging Linsenmann der Historie deshalb empirisch auf den Grund. Tobias Fey ist einer der Studierenden, die sich für das Thema …

Dr. Björn Hayer ist seit zehn Jahren Vegetarier und ernährt sich seit zwei Jahren vegan. Seine Kollegin Klarissa Schröder und er sind inzwischen als Veggie-Büro bekannt. Foto: Philipp Sittinger

Forschung zur Tierethik: Veganismus für eine bessere Welt?

Welche Rolle spielen Tiere in unserer Gesellschaft und welchen Wert haben sie? Ist ein veganes Leben die Lösung aller Probleme? Dr. Björn Hayer ist Literatur- und Kulturwissenschaftler und forscht zu Tierethik. Einmal sah er eine Doku über die Schlachtung von Schweinen, in der sie bei lebendigem Leib zerteilt wurden. Er sagt: “Ich kann es nicht fassen, dass das Menschen so kalt lässt.” Sein erklärtes Ziel: Neue Impulse für den Mensch-Tier-Diskurs in der Gesellschaft verankern – für eine Gleichheit des Lebens. Wie definieren Sie Tierethik? Die Serie Was gibt es Neues in der Wissenschaft? Wir stellen Personen und Projekte vor, die im Dienst der Universität Koblenz-Landau die Forschung voranbringen. Alle Artikel aus dieser Serie Die Tierethik ist eine philosophische Strömung mit langer Tradition. Von der Antike bis in die Moderne vereint sie eine breite Palette an Diskursen und Theoretikern. Im Mittelpunkt steht die philosophisch-ethische Frage, wie das Verhältnis zwischen Mensch und Tier aussehen soll. Woher kommt die Idee, das Tier ins Zentrum der Wissenschaften zu rücken? Es findet in sämtlichen kulturwissenschaftlichen Bereichen ein fundamentaler Perspektivwechsel statt. Der Animal Turn bewirkt, …

Die Gilat-Forschungsstation in Südisrael: Das Foto zeigt eine charakteristische Anbauweise, um eine mechanische Olivenernte zu ermöglichen. Foto: Markus Kurtz

Umweltschädliches Abwasser: Landauer forschen in Israels Olivenhainen

Olivenöl gehört zur Grundausstattung fast jeder Küche. Wie schädlich jedoch das Abwasser sein kann, das bei der Herstellung des Öls entsteht, hat eine Gruppe von Wissenschaftlern um Professorin Gabriele Schaumann vom Institut für Umweltwissenschaften am Campus Landau im Projekt Trilat–Oliveoil untersucht. Doktorand Markus Kurtz berichtet von der trilateralen Zusammenarbeit mit israelischen und palästinensischen Forschern und erklärt, wie das Olivenölabwasser für die Olivenhaine Israels unschädlich und nutzbar gemacht werden kann. Die Serie Was gibt es Neues in der Wissenschaft? Wir stellen Personen und Projekte vor, die im Dienst der Universität Koblenz-Landau die Forschung voranbringen. Alle Artikel aus dieser Serie Die Auswahl an Olivenölen aus unterschiedlichen Regionen der Welt ist groß. In Israel und den palästinensischen Gebieten liegt die Bewirtschaftung von Olivenhainen fast ausschließlich in familiärer Hand. Sowohl in der trockenen Vegetation im Süden des Landes als auch im bergigen Felsland im Westjordanland wachsen die Sträucher mit den beliebten Früchten. Das Abwasser, das bei der Produktion des Öls entsteht, stellt für die Bauern jedoch eine große Herausforderung dar. Mangels fehlender Infrastruktur für eine umweltgerechte Entsorgung wird es …