Alle Artikel mit dem Schlagwort: Studieren

Tobi wohnt in einer 7er-WG in Koblenz. Durch seine sechs Mitbewohner lernt er immer wieder neue Leute kennen. Trotzdem genießt jeder seine Privatsphäre. Fotos: Teresa Schardt

Das Leben in einer 7er-WG

Beim Eintreten in das große Haus duftet es im Flur nach frisch Gebackenem und aus der Küche schallt Gelächter. Die Stimmung in der WG ist fröhlich und man fühlt sich gleich willkommen. Vor drei Jahren zog Tobi in das dreistöckige Haus in der Nähe des Campus Koblenz ein. Heute lebt der 24-Jährige hier mit fünf Freunden und genießt das Leben in einer Gemeinschaft. Sie haben gleich ein ganzes Haus gemietet. Wer wohnt in Ihrer Wohngemeinschaft? Anika: Wir leben in einer gemischten WG. Derzeit wohnen hier jeweils drei Männer und Frauen im Alter zwischen 20 und 28 Jahren. Aktuell ist ein Zimmer frei und wir suchen nach einem siebten Mitbewohner. Tobi: Wir studieren fast alle an der Universität Koblenz-Landau und der Hochschule Koblenz, aber einige sind auch ausgelernte Azubis. Wo spielt sich das meiste Leben in Ihrer WG ab? Anika: Wir leben verteilt auf drei Etagen und nutzen zusätzlich einen Keller und einen großen Garten. Trotz des Platzes ist das Wohnzimmer der zentrale Ort der WG. Hier finden Spieleabende statt und wir gucken gemeinsam Filme. Tobi: …

Heute schreibt Campus-Reporterin Emily Nolden. Foto: Unsplash

Studieren mit anderen Augen

7,9 Semester verbringen wir durchschnittlich an unserer Hochschule, bis wir den ersten Berufseinstieg wagen. Das ist eine Menge Zeit auf engstem Raum mit Kommilitonen, Mitbewohnern und Professoren. Aus diesen Jahren kann man jedoch weitaus mehr mitnehmen, als die meisten denken. Mit genervtem Blick und eiligen Schritten eilt der Studierende aus dem Hörsaal. Es ist bereits dunkel, der Magen knurrt und der Professor brauchte eine gefühlte Ewigkeit für seinen letzten trivialen Satz. Nur schnell nach Hause auf die Couch und abschalten. Doch dann: Der Klang eines Klaviers, der Gesang eines Chors, lautes Diskutieren im Gang, ein Pärchen in Trainingsanzug und eine Reporterin, begeistert vom künstlerischen Talent ihres Interviewpartners. Diese und ähnliche Szenen kann jeder beobachten, der am Abend nicht den schnellsten Fluchtweg sucht, sondern mit offenen Augenüber den Campus geht. Doch was zeichnet die angeblich schönste Zeit unseres Lebens, die Studienzeit, aus, und wie kann man sie in vollen Zügen genießen? Wir starten unser erstes Semester und werden gleich mit Angeboten überhäuft. Kneipentour, Unirallye, Ranger aus dem höheren Semester, Winteruni, Hochschulsport und ein riesiges Kursangebot. Welcher …

Anja Isele studierte Psychologie und Pädagogik auf Diplom. Jetzt arbeitet sie als Führungskraft im Schweizer Unternehmen Sika. Foto: Anja Isele

Auf den Spuren von… Anja Isele, Head Learning & Development Switzerland bei der Sika Services AG

Anja Isele kommt aus einem kleinen Ort nahe der Schweizer Grenze. Sie lebt und arbeitet nicht nur in zwei Ländern, sondern hat auch zwei Diplome: in Psychologie und Pädagogik. Die 38-Jährige erlangte am Campus Landau ein breit gefächertes Wissen. Ihr Weg war damals ungewöhnlich, doch der Blick von zwei Seiten lohnt sich in ihrem Job als Führungskraft in einem Schweizer Unternehmen bis heute. Sie sind Head Learning & Development Switzerland bei der Sika Services AG. Was ist das für eine Position? Ich leite den Trainings-, oder auch Personalentwicklungsbereich für die 2000 Mitarbeitenden in der Schweiz. Sika ist in über 100 Ländern aktiv, aber die Schweiz ist das Gründungsland. Wie sind Sie an den Job gekommen? Meinen ersten Job nach dem Abschluss 2007 hatte ich für eine kurze Zeit in der Unternehmensberatung. Dann habe ich mich bei Sika auf die Stelle beworben, die damals erst neu geschaffen wurde. Ende 2011 habe ich dann die Leitung des Schweizer Teams im Learning & Development-Bereich übernommen. Mittlerweile bin ich seit zehn Jahren bei Sika. Was sind Ihre Aufgaben? Meine Aufgaben …

Kristin Haurand studiert im Zwei-Fach-Bachelor Naturschutzbiologie und Geographie. Sie schätzt vor allem die Entscheidungsfreiheit ihrer beiden Fächer. Foto: Philipp Sittinger

Zwei Fächer und viele Wahlmöglichkeiten

Manche Studierende wollen sich für ihr Studium ungern auf ein bestimmtes Fach festlegen. Doch mehr Individualität ist kein Problem, der Zwei-Fach-Bachelor ermöglicht durch seine Kombinationsmöglichkeiten eine einzigartige Erfahrung. Kristin Haurand studiert nicht nur Naturschutzbiologie, sondern auch Geographie. Im Interview erzählt sie, was dieses etwas andere Studienkonzept so besonders macht und welche Möglichkeiten sich daraus ergeben. Woher kommt Ihre Begeisterung für die Fächer Naturschutzbiologie und Geographie? Die Serie Abiturienten stehen viele Möglichkeiten offen. Studieren oder eine Ausbildung beginnen, Uni oder FH? Und welches Fach ist für mich das Richtige? In unserer Serie “Was studieren?” stellen Studierende der Universität Koblenz-Landau ihren Studiengang vor. Bereits erschienene Artikel finden sie hier. Ich war schon immer ein sehr naturverbundener Mensch. Als Kind habe ich mit meinen Eltern viel Natururlaub gemacht, wir waren zelten, wandern und immer an der frischen Luft. Dadurch liegt mir die Natur seit jeher am Herzen. Als ich dann in der 11. Klasse ein halbes Jahr in Kanada lebte, bin ich mit dem dortigen Konsumverhalten konfrontiert worden. Das hohe Maß an Lebensmittelverschwendung hat mich zum Nachdenken gebracht …

Inga Wüsthoff wohnt in einer Wohngemeinschaft mitten in der Koblenzer Altstadt. Unser Reporter besuchte die WG kurz vor Weihnachten und kam in den Genuss einer festlich geschmückten Wohnung. Fotos: Teresa Schardt

WG in der Koblenzer Altstadt: Unter einem Dach vereint

Wenn Mitbewohner zu Freunden werden, wird es nie langweilig. Inga Wüsthoff wohnt seit Oktober 2015 im Herzen der Koblenzer Altstadt und schwärmt von  ihrer Wohngemeinschaft. Das Geheimnis der Kulturwissenschaftlerin: Nicht nebeneinander, sondern miteinander leben. Wer wohnt hier? Unsere kleine Wohngemeinschaft besteht aus vier Personen, einer Frau und drei Männern. Ich selbst bin Kulturwissenschaftlerin, während meine Mitbewohner Germanistik und Web Science studieren. Wir kannten uns teilweise bereits im Vorfeld, innerhalb der WG sind wir aber schnell zu Freunden geworden. Ob morgens, mittags oder abends, es findet sich immer etwas Zeit, um zusammenzusitzen und zu reden. Aufgrund der verschiedenen Ausrichtungen unserer Studiengänge wird uns dabei auch nie langweilig. Es gibt immer Themen, die wir aus unterschiedlichen Perspektiven diskutieren können. Die einzelnen Lebenspartner zählen eigentlich auch zur Wohngemeinschaft dazu. Manchmal kommt es vor, dass alle auf einmal da sind. Dann ist die Wohnung zwar ziemlich voll, aber es wird umso lustiger. Treffen sich eine Kulturwissenschaftlerin, ein Germanist und zwei Informatiker in einer Wohnung. Klingt fast wie ein Witz, aber wie funktioniert das Zusammenleben? Es ist ein großer Vorteil, wenn man …

Heute schreibt Campus-Reporterin Lisa Engemann. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Etwas Wunderbares passiert, wenn man die Augen füreinander öffnet

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute stellt Lisa Engemann fest, dass Versöhnung der einzige Weg ist, um mit anderen Menschen glücklich zu werden. Drei Situationen, die mich zum Nachdenken angeregt haben: Zwei Menschen leben zusammen, seit sie denken können. Das Leben davor ist im Dickicht der Erinnerungen verschwunden. Sie liebten sich, lieben sich noch. Aber sie zeigen es sich nicht mehr. Zu viele Missverständnisse sind ungeklärt. Alle Versuche sind gescheitert. Beide leben frustriert nebeneinander und hegen ihren Groll gegeneinander. Das Miteinander? Vergangen. Alle sind an diesem Tag gekommen: Onkel, Tanten, Großcousinen, Omas, Papas und Schwippschwager. Einer aus ihren Reihen ist tot. Auf der Beerdigung sehen sich alle wieder. Verstohlen schauen sie sich an, wenn sie denken, der andere sieht sie nicht. In der Familie kursieren Gerüchte, jeder erzählt etwas über den anderen. Doch keiner will Schuld sein an dem Schlammassel, in dem alle knietief stecken. Jemand läuft die Straße entlang, ein anderer kommt ihm entgegen. Sie sind sich noch nie begegnet und glauben doch, …

René Lang absolvierte im vergangenen Sommersemester ein Praktikum bei RPR1 in Koblenz. Foto: Teresa Schardt

Radio GaGa: Praktikum bei RPR1 Koblenz

Von wegen “Video Killed The Radio Star”: Das Radio ist noch immer fester Bestandteil unseres Alltags. Der Kulturwissenschaftler René Lang absolvierte im vergangenen Sommersemester ein Praktikum bei RPR1 in Koblenz. Dabei hat er gelernt: Wer Radio verstehen will, muss die Leistung hinter den einzelnen Beiträgen erkennen. Ob unter der Dusche, bei der Autofahrt oder während der Arbeit: Das Radio ist unser ständiger Begleiter. Wir verabreden uns zwar nicht mehr zum Radio hören, dennoch spielt das Medium bis heute für viele Menschen eine wichtige Rolle. Die Stimmen unserer Lieblingsmoderatoren erscheinen uns vertraut, ohne dass wir ihnen jemals gegenüberstanden. Täglich lachen, raten und diskutieren wir mit ihnen, obwohl sie uns nicht hören können. Dieser Umstand fasziniert mich seit langem. Während meines Praktikums habe ich einen Eindruck davon erhalten, wie Radio funktioniert. Die Rheinland-Pfälzische Rundfunk GmbH & Co. KG – besser bekannt als RPR1 – ist einer der erfolgreichsten privaten Radiosender des Landes. Das Sendegebiet reicht von der südlichen Pfalz bis nach Köln, wobei sich in allen größeren Städten Studios befinden. Diese Lokalredaktionen sammeln ihre Beiträge innerhalb der Region, …

Heute schreibt Campus-Reporterin Rebecca Singer. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Und täglich grüßt das Murmeltier

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute berichtet Rebecca Singer von Gewohnheiten und Routinen im Alltag, die sich manchmal nur schwer durchbrechen lassen. Mein Fahrrad fährt wie von selbst zur Uni. Meine Füße kennen den Weg. Heute drei Studien in der Unibib durchackern, das ist das Ziel. Es ist 9.15 Uhr, ich bin da und trotte noch im Halbschlaf zu meinem Spind – wie immer Nummer 85. Ich entdecke ein Schloss, Mist, besetzt. Schon beim Betreten der Bibliothek scanne ich die Lage. Das Schicksal meint es heute nicht gut mit mir. Eine anderer Studentin hat meinen Platz ergattert. Er ist ganz hinten in der Ecke und einfach perfekt: Man hat Überblick über den gesamten Raum, kann seine Gedanken in Ruhe schweifen lassen und sitzt nicht direkt vor einer Wand. Selten kommt einer vorbei und meine Augen finden Entspannung beim Blick aus dem Fenster. Positive oder dunkle Macht der Gewohnheit? Schlechter kann der Tag nicht starten. Ob ich es trotzdem schaffe, an meiner Abschlussarbeit zu feilen? Gewohnheiten …

Foto: Teresa Schardt

Campusbilder der Woche

Wir präsentieren Ihnen in jeder Woche ein Campusbild aus Koblenz und Landau. Heute: Studierende in ihrer wohlverdienten Pause. Die Tage werden kürzer, die Sonne lässt sich nicht mehr so häufig blicken – für unsere beiden Campus-Reporter machte sie noch einmal eine Ausnahme. Am Campus Landau fotografierte Philipp Sittinger Studierende beim Einfangen der letzten herbstlichen Sonnenstrahlen. In Koblenz lichtete Teresa Schardt die Studierenden beim Mittagessen unter gold-orangener Blätterpracht ab. Stimmen Sie ab! Einmal im Monat fragen wir Sie nach Ihrer Meinung: Welches Bild hat das Zeug zum Campusbild des Monats? Unter allen Teilnehmern verlosen wir ein kleines Präsent. Das nächste Voting findet am 5. Dezember statt.

Michelle Grieshaber findet den Job beim Hochschulprüfungsamt abwechslungsreich. In ihrem Büro hängen auch viele persönliche Sachen an ihrer Pinnwand. Foto: Teresa Schardt

Studierende ein Stück begleiten: Sachbearbeiterin beim Hochschulprüfungsamt

Akten wälzen und kontrollieren, ob alle Vorgänge ordnungsgemäß vonstatten gehen – so stellt man sich die Arbeit eines Sachbearbeiters im Hochschulprüfungsamt vor. Michelle Grieshaber ist das Gegenteil eines Verwaltungsklischees und hilft gerne den Studierenden, die sich mit ihren Fragen an sie wenden. Die Tür zu Michelle Grieshabers Büro ist offen. Sie sitzt mit einem strahlenden Lächeln hinter ihrem Schreibtisch. “Ich weiß noch nicht, was mich heute erwartet”, sagt sie. Für die 27-Jährige ist jeder Arbeitstag anders. “Man kommt morgens ins Büro und lässt sich überraschen, was der Tag bringt”, erzählt sie. Die Arbeit im Hochschulprüfungsamt richtet sich nach den verschiedenen Phasen des akademischen Jahres, in denen bestimmte Dinge zu tun sind. Zum Semesterende hat Grieshaber zum Beispiel mit Fragen zum allgemeinen Prüfungsverfahren hinsichtlich der Prüfungsordnung, Abgabe und Weiterleitung von Abschlussarbeiten zu tun. Außerdem bearbeitet sie Anträge auf Anerkennung von Vorstudienleistungen der Bewerber für das bevorstehende Semester. “Klar wiederholen sich die Aufgaben, aber man macht trotzdem jeden Tag etwas anderes”, sagt sie und zeigt auf die Unterlagen und Akten in ihrem Büro. Nach ihrer Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten in …