Alle Artikel mit dem Schlagwort: Studieren

KuWi-Studentin Maria Bock wohnt in einem Zimmer im Evangelischen Studierendenwohnheim. Fotos: Teresa Schardt

Der Flur ist ihre WG: Leben im Wohnheim

Maria Bock studiert im sechsten Semester Kulturwissenschaft am Campus Koblenz und wohnt in einem Zimmer im Evangelischen Studierendenwohnheim, wo sie sich den Flur mit 18 anderen Studierenden teilt. Allein leben wäre ihr zu langweilig: Die 21-Jährige schätzt das trubelige Wohnheimleben, zu dem auch Flurwettkämpfe gehören. Wohnen Sie schon immer im Wohnheim? Als ich 2015 nach dem Abitur nach Koblenz kam, wollte ich in eine WG ziehen, aber leider gab es immer viele andere Bewerber. So bin ich im Wohnheim gelandet. Im ersten Semester wohnte ich hier in einem der kleineren möblierten Zimmer, später konnte ich in dieses größere umziehen. Zuhause hatte ich immer die Möbel von meinem älteren Bruder. Als ich endlich ein Zimmer mit eigenen Möbeln hatte, habe ich mich erwachsen gefühlt. Das war ein neuer Anfang für mich. Wie sah Ihr Zimmer aus, bevor wir kamen? Auf dem Boden lagen viele Papierschnipsel, weil ich ein Geburtstagsgeschenk gebastelt habe und auf dem Schreibtisch dafür kein Platz mehr war. Den Schreibtisch habe ich jetzt frei geräumt, aber die Klamotten über dem Stuhl habe ich absichtlich nicht weg geräumt, …

Elena Bock ist rundum zufrieden mit ihrem Studium. An der sonderpädagogischen Arbeit begeistert sie besonders der Gedanke, jedem Kind einen möglichst erfüllten und erfüllenden Schulalltag zu bereiten. Foto: Philipp Sittinger

Förderschullehramt: Die Kinder im Blick

Elena Bock hat auf Umwegen den perfekten Studiengang für sich gefunden: Die 22-Jährige studiert im ersten Semester in Karlsruhe, als sie merkt, dass ihr Herz für Kinder mit besonderem Förderbedarf schlägt. Bock zögert nicht lange und schreibt sich am Campus Landau für das Förderschullehramt ein. Heute ist sie im sechsten Semester – und hat den Wechsel nicht bereut. Die Serie: Abiturienten stehen viele Möglichkeiten offen. Studieren oder eine Ausbildung beginnen, Uni oder FH? Und welches Fach ist für mich das Richtige? In unserer Serie “Was studieren?” stellen Studierende der Universität Koblenz-Landau ihren Studiengang vor.  Woher kommt Ihre Begeisterung für das Förderschullehramt? Bevor ich nach Landau kam, habe ich in Karlsruhe Pädagogik der frühen Kindheit studiert und im Rahmen dessen schon im ersten Semester ein Praktikum in einem heilpädagogischen Hort gemacht. Dort habe ich festgestellt, dass mir der Bereich der Heil- und Sonderpädagogik und die Arbeit mit verhaltensauffälligen Kindern sehr gut gefällt. Also habe ich beschlossen, mein Studium in Karlsruhe nach dem ersten Semester abzubrechen. Danach habe ich drei Monate als Schulbegleitung für ein Kind mit Autismus-Spektrum-Störung gearbeitet. Das Mädchen …

Joline Krauß muss als Co-Gruppenleiterin für FSJ-Teilnehmer Vertrauensperson und Autorität zugleich sein. Foto: Teresa Schardt

Begleiterin einer FSJ-Gruppe

Viele Jugendliche und junge Erwachsene absolvieren ein FSJ, ein Freiwilliges Soziales Jahr. Auf Seminarfahrten werden sie pädagogisch begleitet und können Probleme ansprechen. Die Pädagogikstudentin Joline Krauß ist Ansprechpartnerin für die FSJ-ler und sammelt bei den herausfordernden Seminaren wertvolle Berufs- und Lebenserfahrung. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Ich heiße Joline Krauß, bin 23 Jahre alt und studiere Pädagogik im vierten Semester in Koblenz. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich bin beim Paritätischen Wohlfahrtsverband angestellt. Dieser gehört keiner politischen oder kirchlichen Richtung an. Im Moment habe ich einen Jahresvertrag, der später verlängert werden kann. Ich fahre alle zwei Monate von montags bis freitags auf Seminare in Rheinland-Pfalz oder im Saarland und bin Co-Gruppenleiterin. Das heißt, ich betreue jedes Mal gemeinsam mit einem hauptamtlichen Gruppenleiter eine …

Heute schreibt Campus-Reporter René Lang. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Silvester: Same procedure as every year

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Dieses Mal reflektiert René Lang über den Sinn von Silvestertraditionen. Fünf. Der Countdown läuft. Vier. Alle schauen wie gebannt auf die Uhr. Drei. Mein Großvater zündet den Lauf der ersten Rakete. Zwei. Meine Freundin drückt fest meine Hand. Eins. Die Blicke richten sich auf den wolkenlosen Nachthimmel. Null. Sektkorken knallen, pure Freude bricht aus. Alle fallen sich in die Arme, wünschen sich gegenseitig das Beste. Das neue Jahr beginnt, das alte endet. 23 Mal habe ich Silvester schon miterleben dürfen. Zugegeben, an die ersten dutzend Male erinnere ich mich kaum noch. Trotzdem habe ich mittlerweile eine genaue Vorstellung, wie der Jahreswechsel bei mir ablaufen soll. Egal ob ich zuhause oder auswärts feiere, im engen Kreis der Familie, mit einigen Freunden oder auf großen Partys. Manche Traditionen haben sich so sehr verankert, dass ich es kaum wage, ihren Sinn infrage zu stellen. Aber was, wenn doch? Zusammen Essen und Vergessen Bei uns gibt es am Silvesterabend selbstverständlich Raclette. Daran knüpfen …

Heute schreibt Campus-Reporterin Hannah Wagner. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Früher war alles besser?

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute fragt sich Hannah Wagner, ob früher tatsächlich alles besser war.  Früher war alles besser: Weltklima, Musik, Mode, Benzinpreise, soziale und gesellschaftliche Werte akzeptiert, die Politik glaubhaft und Kommunikation noch echt. Nicht umsonst erleben wir in allen Branchen Retro und Vintage-Trends, angefangen von Karottenhosen über Schallplatten und Designer-Ost-Möbel bis hin zu nostalgischen Rückerinnerungen in Politik und Gesellschaft an die Zeit, als das Weltgeschehen noch geregelt war. Was es in diesem ominösen Früher auch gab: Prepaid-Handys mit Ausklapp-Antenne und minikleine Schwarz-Weiß-Bildschirme, Computer so schwer wie ein kleiner Elefant und Internet, das minutenweise abgerechnet wurde und monatlich zu Diskussionen mit den Eltern führte, die einfach nicht verstehen wollten, warum ICQ notwendig ist. Internet als Segen im Studium Jetzt, wo ich wieder fleißig studiere, preise ich einmal mehr mein Smartphone, den Laptop und vor allem dieses göttliche Portal: das Internet (schnell, mobil und unlimitiert). Bei aller Liebe für Vintage und Nachhaltigkeit, beim Studieren kann ich auf Oldschool verzichten. Da liest man zum Beispiel einen …

Heute schreibt Campus-Reporterin Lisa Engemann. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Mein Papierkalender – eine Liebeserklärung

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute schreibt Lisa Engemann über ihre Liebe zu analoger Lebensplanung. Mein fünftes Semester ist in vollem Gange. Ich befinde mich in der Hochphase meines Studiums, in der die letzten Module darauf warten, abgeschlossen zu werden. Auch meine Kommilitonen stöhnen: “Dieses Semester ist so anstrengend.” Nicht nur wir Studierende erleben Zeiten, in denen man so viele verschiedene Projekte im Kopf hat, dass man kaum den Überblick behalten kann. So frage ich mich, wie jemand überhaupt ohne dieses eine Utensil überleben kann: Den Kalender. Es gibt tatsächlich Menschen, die ihr Leben ohne diese wunderbare Erfindung auf die Reihe kriegen. Ich gehöre definitiv nicht dazu. Horrorszenarien eines Verlustes Ich könnte meinen Tag auf dem Smartphone oder Laptop planen, aber ich traue der digitalen Form eines Kalenders nicht. Was wäre, wenn die App abstürzt, der Speicher den Geist aufgibt oder Microsoft gehackt wird? Unvorstellbar, mein Leben würde völlig aus den Fugen geraten: Ich würde planlos umherirren und nur noch dumme Fragen stellen, wann …

Kulturwissenschaftsstudentin Lisa Engemann hat ein Praktikum bei der Rhein-Zeitung in Koblenz gemacht und den turbulenten Redaktionsalltag genossen. Foto: René Lang

Nähe zu den Menschen vor Ort: Praktikum in der Lokalredaktion der Rhein-Zeitung

Von wegen Kaninchenzüchterverein: Die Arbeit in einer Lokalredaktion einer Zeitung bietet jeden Tag neue Herausforderungen. Kulturwissenschaftsstudentin Lisa Engemann hat ein Praktikum bei der Rhein-Zeitung in Koblenz gemacht und festgestellt: Es sind die kleinen Themen, die eine große Rolle im Leben der Menschen spielen. Die Rhein-Zeitung ist ein Produkt des Mittelrhein-Verlags in Koblenz. Sie ist eine der größten regionalen Tageszeitungen in Deutschland und erscheint seit 1946 an sechs Tagen die Woche – dafür sorgen fast 600 Mitarbeiter. Darunter sind auch über 100 Redakteure und Reporter, in deren Arbeitsalltag ich im Rahmen eines sechswöchigen Praktikums hineinschnuppern konnte. Alltag ist hier wahrscheinlich der falsche Begriff, denn die Arbeit in der Lokalredaktion ist alles andere als alltäglich: Was morgens noch auf der Agenda stand, kann abends ganz anders in den Druck gehen. Denn wie die Themen in der Zeitung erscheinen, hängt oft von den Menschen ab, mit denen sie zu tun haben. Im Lokalteil hat man wie in keinem anderen Ressort Kontakt zu den Menschen vor Ort. Das war für mich Reiz und Herausforderung zugleich. Außerdem wollte ich die …

Adrian Food aus Malaysia, Seher Ghani und Keerthi Sudarsan aus Indien und Samuel Israelyan aus Armenien studieren Environmental Science am Campus Landau und freuen sich auf Ihre Teilnahme am STAIR-Programm. Foto: Nina Seel

STAIR: Integration für Internationals

Andere Länder, andere Sitten: Wer als “International” zum Studium nach Deutschland kommt, dem können Sprachbarrieren und kulturelle Unterschiede anfangs Schwierigkeiten bereiten. Das Projekt STAIR unterstützt internationale Studierende der Universität Koblenz-Landau unter dem Motto „Studieren, Arbeiten und Integration am Rhein“ beim Berufseinstieg in den regionalen Arbeitsmarkt. Vier Studierende stehen vor einer mit Lebensläufen bestückten Pinnwand, schauen sich die ausgestellten Profile ihrer Kommilitonen an und warten gespannt darauf, was sie bei der Veranstaltung „Hochschule und Wirtschaft – gemeinsam für die Region“ über das Projekt „STAIR – Studieren, Arbeiten und Integration am Rhein“ erfahren. Das Verbundprojekt der drei Hochschulen Ludwigshafen, Worms und Koblenz-Landau unterstützt unter anderem Adrian Food aus Malaysia, Samuel Israelyan aus Armenien und Keerthi Sudarsan und Seher Ghani aus Indien bei der Absolvierung ihres Studiums und dem anschließenden Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt. Alle vier studieren im Master Environmental Science (Umweltwissenschaften) am Campus Landau. Israelyan berichtet, warum er nach Deutschland gekommen ist: „Während meines Bachelors in Armenien habe ich erfahren, dass Deutschland gerade in unserem Fach der Umweltwissenschaften eine Vorreiterrolle einnimmt. Es gibt hier viel mehr …

Heute schreibt Campus-Reporterin Esther Guretzke. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Wonach riecht Glück?

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute philosophiert Esther Guretzke über ihre Zukunft nach dem Bachelorstudium. Lustlos klicke ich mich durch endlose Stellenanzeigen. Ich vergleiche die Anforderungen, mein Profil, ich überlege, was ich von meinem Job erwarte und was potenzielle Arbeitgeber erwarten. Nach fünf Minuten stelle ich fest, dass ich keine eierlegende Wollmilchsau bin, aber, dass ich mich mit ein paar Kompetenzbegriffen sicherlich als solche zeigen kann. Ja, ich arbeite gerne. Ja, ich bin lernfähig und eine meiner größten Stärken: Ich bin begeisterungsfähig. Schnell und effizient kann ich mich in neue Jobs reinfinden. Die Frage, die ich mir stelle, ist jedoch: Will ich das? Der Bachelor ist beendet und ich stehe vor dieser riesigen Frage, was nun eigentlich passiert. Während ich mir darüber Gedanke mache, dreht sich die Zeit weiter. Sicherlich gibt es Studierende, die genau wissen, was sie nach dem Studium machen möchten. Vielleicht arbeiten sie sogar gezielt auf den einen Job hin. Bei mir ist das nicht so. Ich habe im Urlaub erfahren, …

Nina Richter bringt eine große Begeisterung für das Fach Mathematik mit und möchte in ihrem späteren Beruf als Grundschullehrerin Kindern die Welt der Zahlen vermitteln. Foto: Greta Rettler

Grundschullehramt: Auf dem Lösungsweg

Nina Richter konnte schon immer besser mit Zahlen als mit Wörtern. Als Lehramtsstudentin der Fächer Mathe und Wirtschaft schätzt sie nicht nur, dass es in ihrem Studium immer ein Richtig oder ein Falsch gibt, sondern auch die guten Einstiegschancen in den Beruf.  Die Serie: Abiturienten stehen viele Möglichkeiten offen. Studieren oder eine Ausbildung beginnen, Uni oder FH? Und welches Fach ist für mich das Richtige? In unserer Serie “Was studieren?” stellen Studierende der Universität Koblenz-Landau ihren Studiengang vor. Woher kommt Ihre Begeisterung für den Studiengang Wirtschaft und Mathe auf Grundschullehramt? In den Fächern Mathe und Wirtschaft mit Schwerpunkt Ernährung kann ich meine Interessen und Fähigkeiten kombinieren, denn die Themen interessieren mich auch privat. Vor allem finde ich es wichtig, dass Kindern schon früh eine gute Grundlage in diesen Bereichen vermittelt wird. Mathe hat mich schon in der Schule begeistert. Zahlen liegen mir einfach besser als Wörter. Ich denke, Zahlen sind anschaulicher zu vermitteln als Sprache: Es gibt immer ein Richtig oder Falsch. Außerdem wählen nur wenige Lehramtsstudentinnen Fächer im MINT-Bereich, sodass sich mir hier später gute Einstiegschancen …