Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kulturwissenschaft

Das Projekt "Den Wandel gestalten – Visionen ermöglichen“ von Michael Klemm und Eckhard Braun hilft freien Kultureinrichtungen bei einer Neuorientierung. Foto: Teresa Schardt

Frischer Wind für rheinland-pfälzische Kultureinrichtungen

Den Satz „Das haben wir schon immer so gemacht“ hört man im beruflichen Kontext häufig. Besonders dann, wenn es darum geht, Veränderungen einzuleiten. Ein Umdenken ist bei festgefahrenen Strukturen eine Herausforderung, denn Arbeitsweisen und strukturelle Mängel verschwinden nicht von Heute auf Morgen. Oft sind Impulse von außen nötig, um angesichts des gesellschaftlichen Wandels nicht den Anschluss zu verlieren. Kultureinrichtungen, die vor diesen Herausforderungen stehen, greifen die Kulturwissenschaftler Professor Michael Klemm und Dr. Eckhard Braun unter die Arme. Sie leiten ein Projekt, mit dem sie der freien Szene in Rheinland-Pfalz helfen, sich zu modernisieren. Das Pilotprojekt, das Ende 2015 an den Start ging, heißt Den Wandel gestalten – Visionen ermöglichen und hat zum Ziel, mit neuen Formen der Kulturförderung einen Transformationsprozess in Kultureinrichtungen einzuleiten. Typische Probleme, die Veränderungsprozesse erforderlich machen, sind strukturelle Mängel in der Organisation, verkrustete Arbeitsabläufe, veraltete Programmangebote oder ein Generationenwechsel. Die jeweilige Einrichtung wird beraten, wie sie sich konzeptionell, strukturell und organisatorisch neu ausrichten, wie sie ihren Mitarbeitenden neue Perspektiven geben und ihren Nutzern zeitgemäße Angebote machen kann. „Um ein neues Konzept zu …

Charlotte Klaus erhielt ein Stipendium an der Universität Bozen. Nun ist sie wieder nach Koblenz zurückgekehrt und berichtet von ihren Erlebnissen. Foto: Teresa Schardt

Around the world: Auslandssemester in Bozen

Auch wenn Charlotte Klaus schon mehrfach in Norditalien war – Südtirol hat die Kulturwissenschaftlerin nie besucht. Das änderte sich mit ihrem Stipendium an der Universität Bozen, durch das sie eine unvergessliche Zeit in den Bergen Südtirols erlebte. Vermissen wird sie, neben den entstandenen Freundschaften und der wunderschönen Umgebung, auch die kulinarischen Spezialitäten. Ein Auslandsemester in Bozen: Die Wahl fiel mir angesichts der dort angebotenen Kurse im Bereich Medienwissenschaft und der wunderschönen Landschaft Norditaliens ziemlich leicht. Darüber hinaus finde ich die in Südtirol vorhandene Zweisprachigkeit mit Italienisch und Deutsch total spannend. So bekam ich Ende März 2017 die Zusage zu meinem Stipendium. Die Bewerbung für das Wohnheim der Universität verlief nach dem Prinzip First come – first get. Mitte Januar bekam ich Bescheid, dass ich die Zeit meines Auslandssemesters in einem Einzelzimmer im Kolping Haus Bozen verbringen würde. Eine Universität mit drei Standorten Und tschüss… ! Sie möchten während Ihres Studiums gern ins Ausland gehen? Dann informieren Sie sich über die Möglichkeiten an unserer Universität und lassen Sie sich von Erfahrungsberichten unserer Studierenden inspirieren. Das Kolpings Haus liegt …

Esther Kerkhoff ist großer Fan von Harry Potter. Doch was macht einen Fan aus? Damit beschäftigte sich die Kulturwissenschaftlerin in ihrer Bachelorarbeit. Foto: Jan Reutelsterz

Was macht einen Fan zum Fan?

Esther Kerkhoff ist 24 Jahre alt und studiert im ersten Mastersemester Kulturwissenschaft. In ihrer Bachelorarbeit hat sie sich mit der Frage befasst, was einen Fan eigentlich ausmacht und anhand der Beispiele Harry Potter und Die Chroniken von Narnia analysiert. Wie kamen Sie auf dieses Thema? Ich finde, Fan von etwas zu sein, ist einfach schön. Ich bin selbst Fan von Harry Potter und wollte unbedingt eine größere Arbeit darüber schreiben. Auf Die Chroniken von Narnia kam ich, weil beide inhaltlich und strukturell gut vergleichbar sind. Was sind Ihre Ergebnisse? Die Serie Alle Scheine sind gemacht und das Studium geht in die heiße Phase, die Abschlussarbeit steht vor der Tür. Doch wie organisiert man diese letzte Phase des Studiums? Wie findet man einen Betreuer und das richtige Thema? Und wie schafft man es, in dieser Zeit nicht durchzudrehen? Studierende berichten. Alle Artikel aus dieser Serie Die Grounded Theory, die mir mein Betreuer als Analysehilfe vorgeschlagen hat, war sehr wichtig für meine Arbeit. Grob gesagt führt man dazu Interviews und stellt anschließend eine These auf. Danach führt …

Inga Wüsthoff wohnt in einer Wohngemeinschaft mitten in der Koblenzer Altstadt. Unser Reporter besuchte die WG kurz vor Weihnachten und kam in den Genuss einer festlich geschmückten Wohnung. Fotos: Teresa Schardt

WG in der Koblenzer Altstadt: Unter einem Dach vereint

Wenn Mitbewohner zu Freunden werden, wird es nie langweilig. Inga Wüsthoff wohnt seit Oktober 2015 im Herzen der Koblenzer Altstadt und schwärmt von  ihrer Wohngemeinschaft. Das Geheimnis der Kulturwissenschaftlerin: Nicht nebeneinander, sondern miteinander leben. Wer wohnt hier? Unsere kleine Wohngemeinschaft besteht aus vier Personen, einer Frau und drei Männern. Ich selbst bin Kulturwissenschaftlerin, während meine Mitbewohner Germanistik und Web Science studieren. Wir kannten uns teilweise bereits im Vorfeld, innerhalb der WG sind wir aber schnell zu Freunden geworden. Ob morgens, mittags oder abends, es findet sich immer etwas Zeit, um zusammenzusitzen und zu reden. Aufgrund der verschiedenen Ausrichtungen unserer Studiengänge wird uns dabei auch nie langweilig. Es gibt immer Themen, die wir aus unterschiedlichen Perspektiven diskutieren können. Die einzelnen Lebenspartner zählen eigentlich auch zur Wohngemeinschaft dazu. Manchmal kommt es vor, dass alle auf einmal da sind. Dann ist die Wohnung zwar ziemlich voll, aber es wird umso lustiger. Treffen sich eine Kulturwissenschaftlerin, ein Germanist und zwei Informatiker in einer Wohnung. Klingt fast wie ein Witz, aber wie funktioniert das Zusammenleben? Es ist ein großer Vorteil, wenn man …

Lea Gehrmann arbeitet neben ihrem Studium der Kulturwissenschaft beim Bio-Supermarkt Alnatura. Foto: Jan Reutelsterz

Studis und ihre Nebenjobs: Aushilfskraft im Bio-Markt

Lea Gehrmann arbeitet neben ihrem Studium der Kulturwissenschaft beim Bio-Supermarkt Alnatura. Sie sitzt jedoch nicht nur an der Kasse, sondern lernt beim Verräumen der Waren auch viel über die verschiedenen Lebensmittel. Wer sind Sie? Ich bin Lea Gehrmann, 25 Jahre alt und studiere Kulturwissenschaft im 5. Bachelorsemester. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich arbeite zweimal in der Woche für jeweils fünf Stunden bei Alnatura in Koblenz, gegenüber vom Forum. Die Serie Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Bisher erschienene Artikel finden sie hier. Was sind Ihre Aufgaben? Meine Aufgaben sind hauptsächlich kassieren und Waren verräumen. Außerdem sorge ich dafür, dass es im Verkaufsraum schön aussieht. Am ersten Tag sind wir durch den Laden gegangen und mir wurde alles gezeigt. In dem Zusammenhang habe ich alle Gemüsesorten kennengelernt. Beim Abkassieren …

Verena Becker ließ sich nach ihrem Studium in Indien zur Yogalehrerin ausbilden. Heute betreibt sie einen Blog und möchte eine eigene Praxis eröffnen. Foto: Verena Becker

Die maximale Energie aus sich herausholen

Verena Becker hat ihre Leidenschaft für Ayurveda, ein uraltes, ganzheitliches Medizinsystem aus Indien, zum Beruf gemacht: Die 29-jährige Absolventin der Kulturwissenschaft arbeitet selbstständig in der Food- und Gesundheitsbranche: Sie bloggt, leitet Kochkurse und textet für eine Food-Agentur. Was machen Sie genau? Ich betreibe einen eigenen Blog, in dem ich über die Themen Ayurveda, Yoga und ganzheitliche Ernährung schreibe. Auf meiner Internetseite vermittle ich beispielsweise die Grundlagen über Ayurveda, veröffentliche Rezepte oder Wissenswertes über Kräuter. Darüber hinaus biete ich Beratungsgespräche und Coachings an. Daneben gebe ich Yogaunterricht, leite Kochkurse und gestalte Workshops. Neben meinem Blog arbeite ich für eine Food-Agentur und lasse mich derzeit zur Heilpraktikerin ausbilden. Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus? Ich arbeite vor allem im Home Office. Ob für die Agentur, für meinen Blog oder meine Klienten – die Arbeitstage sind immer sehr vielseitig und spannend. Besonders Außentermine, wie beispielsweise Fotoshootings von einzelnen Lebensmitteln oder ganzen Gerichten, machen mir viel Spaß. Am Ende geht es mir darum, andere Menschen zu einem nachhaltig gesunden Leben zu inspirieren. Was ist Ayurveda? Ayurveda ist ein ganzheitliches Medizinsystem, das sich …

René Lang absolvierte im vergangenen Sommersemester ein Praktikum bei RPR1 in Koblenz. Foto: Teresa Schardt

Radio GaGa: Praktikum bei RPR1 Koblenz

Von wegen “Video Killed The Radio Star”: Das Radio ist noch immer fester Bestandteil unseres Alltags. Der Kulturwissenschaftler René Lang absolvierte im vergangenen Sommersemester ein Praktikum bei RPR1 in Koblenz. Dabei hat er gelernt: Wer Radio verstehen will, muss die Leistung hinter den einzelnen Beiträgen erkennen. Ob unter der Dusche, bei der Autofahrt oder während der Arbeit: Das Radio ist unser ständiger Begleiter. Wir verabreden uns zwar nicht mehr zum Radio hören, dennoch spielt das Medium bis heute für viele Menschen eine wichtige Rolle. Die Stimmen unserer Lieblingsmoderatoren erscheinen uns vertraut, ohne dass wir ihnen jemals gegenüberstanden. Täglich lachen, raten und diskutieren wir mit ihnen, obwohl sie uns nicht hören können. Dieser Umstand fasziniert mich seit langem. Während meines Praktikums habe ich einen Eindruck davon erhalten, wie Radio funktioniert. Die Rheinland-Pfälzische Rundfunk GmbH & Co. KG – besser bekannt als RPR1 – ist einer der erfolgreichsten privaten Radiosender des Landes. Das Sendegebiet reicht von der südlichen Pfalz bis nach Köln, wobei sich in allen größeren Städten Studios befinden. Diese Lokalredaktionen sammeln ihre Beiträge innerhalb der Region, …

Dr. Björn Hayer ist seit zehn Jahren Vegetarier und ernährt sich seit zwei Jahren vegan. Seine Kollegin Klarissa Schröder und er sind inzwischen als Veggie-Büro bekannt. Foto: Philipp Sittinger

Forschung zur Tierethik: Veganismus für eine bessere Welt?

Welche Rolle spielen Tiere in unserer Gesellschaft und welchen Wert haben sie? Ist ein veganes Leben die Lösung aller Probleme? Dr. Björn Hayer ist Literatur- und Kulturwissenschaftler und forscht zu Tierethik. Einmal sah er eine Doku über die Schlachtung von Schweinen, in der sie bei lebendigem Leib zerteilt wurden. Er sagt: “Ich kann es nicht fassen, dass das Menschen so kalt lässt.” Sein erklärtes Ziel: Neue Impulse für den Mensch-Tier-Diskurs in der Gesellschaft verankern – für eine Gleichheit des Lebens. Wie definieren Sie Tierethik? Die Tierethik ist eine philosophische Strömung mit langer Tradition. Von der Antike bis in die Moderne vereint sie eine breite Palette an Diskursen und Theoretikern. Im Mittelpunkt steht die philosophisch-ethische Frage, wie das Verhältnis zwischen Mensch und Tier aussehen soll. Woher kommt die Idee, das Tier ins Zentrum der Wissenschaften zu rücken? Es findet in sämtlichen kulturwissenschaftlichen Bereichen ein fundamentaler Perspektivwechsel statt. Der Animal Turn bewirkt, dass neben dem Menschen nun auch das Tier in den Mittelpunkt unserer Betrachtungen gerät. Diese Abkehr von einem über Jahrhunderte dominanten Weltbild des radikalen Anthropozentrismus hat natürlich dann auch …

Heute schreibt Natalie Henzgen.

Kulturwissenschaft – Und was macht man damit?

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute geht Natalie Henzgen der Frage auf den Grund, warum Geisteswissenschaftler ins Kreuzverhör genommen werden, wenn es um ihre berufliche Zukunft geht. Wenn man ausgeht und neue Bekanntschaften macht, ist es bloß eine Frage der Zeit, bis die unvermeidliche Frage gestellt wird: „Und was studierst du?“ Für die einen ist das eine höfliche Nachfrage. Für mich ist es häufig der Beginn einer qualvollen Debatte. Wer ein Fach wie Kulturwissenschaft studiert, sieht sich oft mit Nachfragen konfrontiert, besonders im Bezug auf etwaige Berufsziele. Manche machen sich die Mühe, nach den Inhalten meines Studiums zu fragen, bevor sie ein vernichtendes Urteil über meine beruflichen Chancen fällen. Die meisten glauben aber sofort zu wissen, dass meine Lage vollkommen hoffnungslos ist. In den sechs Jahren, in denen ich Kulturwissenschaft studiere, sind mir viele katastrophale Prognosen in Bezug auf mein späteres Berufsleben begegnet. Hier meine Top 3 Kommentare: 1. „Und wann machst du deinen Taxi-Schein?“ 2. „Damit wird es aber schwer werden, eine Stelle …

Studieren und dabei die Welt erkunden: Isabella Fettich verbrachte ein Auslandssemester an der Macquarie University in Sydney. Fotos: Privat

Australien: Die Sonne im Gesicht

Isabella Fettich zog es für ihr Auslandssemester auf die andere Seite der Welt: Nach Australien, in das Land von Kängurus, Sonne und Meer. Die Kulturwissenschaftstudentin aus Koblenz verbrachte fünf Monate in Sydney. Im Uniblog berichtet sie vom australischen Campusleben und gibt Empfehlungen für diejenigen, die es auch ins Ausland zieht. Und tschüss… ! Sie möchten während Ihres Studiums gern ins Ausland gehen? Dann informieren Sie sich über die Möglichkeiten an unserer Universität und lassen Sie sich von Erfahrungsberichten unserer Studierenden inspirieren. Eigentlich wollte ich nach Spanien. Mit diesem Vorsatz bin ich zur Info-Veranstaltung für Auslandsaufenthalte gegangen, wo Rückkehrer von ihren Erfahrungen berichteten. Schnell tauschte ich Spanien gegen Australien. Ich habe nicht lange gezögert, Pläne geschmiedet und Informationen von GOstralia angefordert, einer Organisation, die über das Studium in Australien informiert. Wenig später ging es für uns dann auch schon los: Eine Kommilitonin und ich stiegen in den Flieger, der uns auf die andere Seite der Welt brachte. Ein bunter Campus Das studentische Leben in Australien war ganz anders als wir es von Deutschland kennen. Wir waren an der …