Monate: Juni 2018

Heute schreibt Campus-Reporterin Nina Seel. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Die Liebe zum Schreiben

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute verabschiedet sich Nina Seel mit ihrer 19. Kolumne aus dem Uniblog-Team und blickt zurück auf ihre Reise als Campus-Reporterin. Wenn Worte meine Sprache wären… singt Tim Bendzko. Ihm fehlen die Worte, um zu sagen, was er fühlt. Bei mir ist es genau anders herum. Worte sind mein Werkzeug, ob geschrieben oder gesprochen. Kommunikation ist meine Leidenschaft. Ich liebe, was man damit ausdrücken kann. Worte sind meine Sprache. Manchmal sprudeln sie nur so aus mir heraus, fließen zusammen zu Absätzen und formieren sich zu ganzen Texten. Sprachliche Ästhetik ist mir wichtig. Nicht nur die Grammatik muss stimmen, besonders der Ausdruck ist mein Faible. Ich verliere mich gerne in sprachlichen Bildern und feile an einzelnen Passagen, bis sie sich für mich stimmig anfühlen. Ob für kreative Glückwünsche auf Geburtstagskarten oder E-Mails an Vermieter und Vorgesetzte, die Korrektur von Bewerbungen oder Abschlussarbeiten, für alle Formen von Texten finde ich gern kleine Besonderheiten, die den Ton des Geschriebenen unterstreichen und dem Text …

Foto: Philipp Sittinger

Campusbilder der Woche

Wie jeden Freitag im Semester zeigen wir Ihnen an dieser Stelle wieder die Campusbilder der Woche. Einmal im Monat fragen wir Sie nach Ihrer Meinung: Welche beiden Bilder haben das Zeug zum Campusbild des Monats? In einem Voting können Sie für Ihren Favoriten abstimmen. Unter allen Teilnehmern verlosen wir ein kleines Präsent. In Landau hat Fotograf Philipp Sittinger das Festival contre le racisme besucht. Campus-Fotografin Teresa Schardt hat einen Abstecher ins Koblenzer Gewächshaus gemacht. Stimmen Sie ab! Einmal im Monat fragen wir Sie nach Ihrer Meinung: Welches Bild hat das Zeug zum Campusbild des Monats? Unter allen Teilnehmern verlosen wir ein kleines Präsent. Das nächste Voting findet am 30. November statt.

Machen gemeinsame Sache im Rahmen des Projekts MeetYourFarmer: Thomas Mosthaf vom Studierendenwerk und Martin Schulte von der Landauer Umweltgruppe. Foto: Philipp Sittinger

Woher kommt das Landauer Mensaessen?

Die Umweltgruppe der Uni in Landau möchte wissen, wo das Essen, das täglich in der Mensa serviert wird, herkommt. Gemeinsam mit dem Studierendenwerk Vorderpfalz verfolgt die Gruppe im Rahmen des Projektes MeetYourFarmer die Lieferkette – und bietet damit Aufklärung über die Herkunft des Mensaessens. Um die 1000 Menüs gehen täglich am Campus Landau über die Mensatheke. Das ermöglichen 20 Angestellte der Mensa und eine gut organisierte Logistik. Dass es eine große Herausforderung ist, Essen in diesen Mengen frisch und hochwertig anzubieten, leuchtet ein. Dennoch ist für Thomas Mosthaf, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Studierendenwerks Vorderpfalz, klar: “Wir wollen wissen, wo unsere Zutaten herkommen und ob es Verbesserungspotenzial gibt.” Daher stießen die Studierenden, die sich in der Umweltgruppe für Nachhaltigkeit engagieren, bei ihm auf offene Ohren, als sie dem Studierendenwerk das Projekt MeetYourFarmer vorstellten. In dem Projekt wird die Lieferkette ausgewählter Lebensmittel verfolgt. In einer Umfrage, die die Umweltgruppe in der Mensa durchgeführt hat, wurde deutlich, dass die Mehrzahl der Mensagäste die Herkunft der Eier im Mensaessen erfahren möchte. Daraufhin kontaktierte die Umweltgruppe mit Unterstützung …

Die Uni aktiv mitgestalten: Psychologie-Student Fabian Hess engagiert sich in der Fachschaft und als Mitglied der Akkreditierungskommission, die die Qualität von Studiengängen prüft. Foto: Philipp Sittinger

Studiengänge aktiv mitgestalten

Fabian Heß wirkt als studentischer Vertreter in einer Kommission an der Überprüfung von Studiengängen der Universität Koblenz-Landau mit. Darin begleitet er den Akkreditierungsprozess, in dem ein Studiengang auf seine Qualität und Rechtfertigung überprüft wird. Heß investiert gern einen Teil seiner Freizeit in die Kommissionsarbeit, weil er so die Uni mitgestalten kann. Der Bologna-Prozess, im Zuge dessen alle Studiengänge auf Bachelor und Master umgestellt wurden, hat einige Veränderungen in der deutschen Hochschullandschaft bewirkt. Neben einer besseren internationalen Vergleichbarkeit werden alle Studiengänge aller Universitäten regelmäßig überprüft, um zu gewährleisten, dass dort tatsächlich das Wissen gelehrt wird, das ein Studiengang vermitteln soll. Diese Überprüfung wird Programmakkreditierung genannt und von externen Agenturen durchgeführt. Die Universität Koblenz-Landau bereitet nun intern einen Prozess vor, der es der Universität ermöglicht ihre Studiengänge selbstständig zu überprüfen. “Dieser Prozess wird als Systemakkreditierung bezeichnet und soll bis spätestens 2020 abgeschlossen sein”, sagt Birgit Briem, eine der Leiterinnen der Stabsstelle Qualitätssicherung und -entwicklung in Studium und Lehre (QSL). Ziel davon ist es, dass die Inhalte des Studiums zwar immer noch von externen Gutachtern bewertet werden, aber die …

Michelle Zurawski kommt aus einer fußballverrückten Familie und liebt die Arbeit auf dem Platz. Die Grundschullehramtsstudentin klärt auf: Im Fußball dürfen weibliche Schiris auch Männerspiele pfeifen und umgekehrt. Die bekannteste Schiedsrichterin ist Bibiane Steinhaus, die in der ersten Bundesliga pfeift. Foto: Philipp Sittinger

Traumjob auf dem Fußballplatz

Michelle Zurawski ist Schiedsrichterin. Jeden Sonntag pfeift sie als Unparteiische die Spiele der Herren in der Kreisliga. Die 22-Jährige kickt selbst seit vielen Jahren und liebt die Herausforderung, jede Woche für Fair Play auf dem Sportplatz zu sorgen Wer sind Sie? Mein Name ist Michelle Zurawski, ich bin 22 Jahre alt und studiere Englisch und Geografie für Grundschullehramt im sechsten Semester. Ich komme ursprünglich aus Karlsruhe und wohne seit 2015 in Landau. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich bin seit drei Jahren Schiedsrichterin. Dafür stehe ich fast jeden Sonntag auf dem Fußballplatz und pfeife die Spiele der Herren in der A-Klasse. Eingesetzt werde ich für meinen Verband im Raum Karlsruhe. Ab und an kommt ein Scout, der beobachtet, wie ich meinen Job mache. Je nach Bewertung darf man in höhere Klassen aufsteigen. Angefangen habe ich bei den Jugendmannschaften als Schiri-Assistentin. Das sind die, die mit der Fahne an der Linie stehen. Inzwischen darf ich sogar in die Landesliga. Woher kommt Ihre Leidenschaft für Fußball? Als Kind habe ich viele Sportarten ausprobiert, aber Fußball hat …

Helfen Studienzweiflern im Rahmen des regionalen Netzwerkes Studienausstieg: Rolf Müller von der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen, Florian Wagner von der HWK Koblenz, Melanie Becker von der IHK Koblenz und Anna Lauermann, Leiterin des Projekts NeuStArt an der Uni Koblenz-Landau (von links nach rechts). Foto: Jan Reutelsterz

Alternative Wege für den Berufserfolg

Ist mein Studiengang der richtige für mich? Oder sollte ich lieber in ein anderes Fach wechseln? Vielleicht ist ein Studium generell nichts für mich… Mit diesen Fragen hat sich fast jeder Studierende schon einmal auseinandergesetzt. Die verschiedenen Beratungsstellen des regionalen Netzwerks Studienausstieg Koblenz können in solchen Situationen helfen. Was ist das regionale Netzwerk Studienausstieg Koblenz? Das regionale Netzwerk Studienausstieg Koblenz richtet sich an alle Studienzweifler, potenzielle Studienabbrecher und bereits vollziehende Studienabbrecher der Universität und der Hochschule in Koblenz. Studierende können sich an die verschiedenen Anlaufstellen wenden und individuell beraten werden. Der erste Kontakt ist die Allgemeine Studienberatung sowie die Beratungsstelle des Projekts NeuStArt . Hier analysieren die Mitarbeitenden gemeinsam mit den Ratsuchenden die aktuelle Situation, in der sie sich befinden und entwickeln geeignete Entscheidungs- und Handlungsoptionen. Darüber hinaus kann eine Person an die Partnerstellen des Netzwerkes weitervermittelt werden: Die Handwerkskammer Koblenz (HWK) bietet Beratungsgespräche an, wenn der Wunsch besteht, eine Ausbildung im Handwerk zu beginnen. Analog dazu existiert eine Beratungsstelle für Studienzweifler von der Industrie- und Handelskammer Koblenz (IHK). Das Projekt ProFIM der Hochschule Koblenz unterstützt Frauen in …

Winfried Gebhardt schwärmt im Interview von seiner eigenen Studienzeit und wünscht sich, dass Studierende "Abenteurer des Geistes" werden. Foto: Emily Nolden

Unsere Profs: Winfried Gebhardt

Professor Winfried Gebhardt entdeckte schon als Teenager seine Leidenschaft für die Soziologie und kaufte seine ersten Bücher von Karl Marx und Co. Heute besitzt der selbsternannte „Dinosaurier der Universität” nicht nur rund 15.000 Bücher, sondern auch eine Vielzahl spannender Erinnerungen aus seiner Studienzeit in den 1970er-Jahren. Die Serie: Sie prägen unsere Erinnerungen an das Studium, inspirieren uns für das Berufsleben und sorgen für so manche Anekdote unter Studierenden: unsere Profs. Im Uniblog stellen sich die Professoren der Universität Koblenz-Landau den Fragen der Campus-Reporter, geben Einblick in ihren Forschungs- und Lehralltag und verraten, wie sie selbst als Student waren. Herr Gebhardt, was meinen Sie: Hat sich das heutige Studentenleben im Vergleich zu Ihrer Studienzeit verändert? Auf jeden Fall. Heute ist Studieren etwas vollkommen anderes als zu meiner Zeit. In den Siebzigern durfte in den Veranstaltungen noch geraucht werden, damals war das etwas Selbstverständliches. Es gab keine Theorieeinheit ohne den „blauen Dunst“. Abgesehen davon ist die Universität heute wesentlich verschulter. Noch bis vor zehn Jahren gab es keine Module. Studierende hatten die freie Wahl über die Belegung …

Julia Cutler und Ricarda Natus sind nicht nur Mitbewohnerinnen, sondern auch enge Freundinnen. Fotos: Philipp Sittinger

Harmonie in vier Räumen

Julia Cutler und Rica Natus kennen sich schon vom Bachelorstudium in Heidelberg, studieren jetzt beide im Masterstudiengang Psychologie am Campus Landau und wohnen zusammen. Im Interview wird klar, warum ihr WG-Leben so gut funktioniert: Die beiden passen einfach perfekt zusammen. Seit wann wohnen Sie hier? Cutler: Seit Oktober 2017. Wie lange haben Sie suchen müssen, um diese tolle Wohnung zu finden? Cutler: Wir hatten riesengroßes Glück, wir haben nur zwei Wohnungen angeschaut und diese sofort bekommen. Haben Sie vorher schon zusammen gewohnt? Natus: Nein, aber wir kannten uns schon sehr gut. Wir haben in Heidelberg zusammen studiert und sogar unsere Bachelorarbeit zusammen geschrieben. Wie entstand der Plan, zusammenzuziehen? Natus: Wir hatten eigentlich nie so konkret darüber gesprochen, es war uns beiden unausgesprochen klar, dass wir auch zusammen wohnen, wenn wir schon gemeinsam nach Landau gehen. Cutler: Man kann sich ja auch nicht mit jeder Freundin vorstellen, zusammenzuwohnen. Aber Rica ist eine der unkompliziertesten Personen, die ich kenne. Gab es etwas, dass Sie jetzt erst nach dem Zusammenziehen aneinander kennen gelernt haben? Cutler: Rica ist super …

Foto: Jan Reutelsterz

Campusbilder der Woche

Wir präsentieren Ihnen in jeder Woche ein Campusbild aus Koblenz und Landau. Heute: Sommeruni und Unibib. Einmal im Monat fragen wir Sie nach Ihrer Meinung: Welche beiden Bilder haben das Zeug zum Campusbild des Monats? In einem Voting können Sie für Ihren Favoriten abstimmen. Unter allen Teilnehmern verlosen wir ein kleines Präsent. In Koblenz ist Jan Reutelsterz eine Momentaufnahme der Sommeruni gelungen. Bis zum 20. Juni können Sie das bunte Programm noch erleben. Die Bibliothek am Campus Landau fotografierte Philipp Sittinger aus zwei verschiedenen Blickwinkeln: In der Dämmerung mit beleuchteten Buchregalen und aus der Vogelperspektive. Stimmen Sie ab! Einmal im Monat fragen wir Sie nach Ihrer Meinung: Welches Bild hat das Zeug zum Campusbild des Monats? Unter allen Teilnehmern verlosen wir ein kleines Präsent. Das nächste Voting findet am 30. November statt.

Heute schreibt Campus-Reporterin Lisa Engemann. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Terminierte Freundschaften: Verschwendete Lebenszeit oder Bereicherung für das Leben?

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute fragt sich Lisa Engemann, was mit Freundschaften passiert, wenn das Leben sich verändert. Als ich ein Teenager war, wollte ich mit jedem, den ich kennengelernt habe, für immer befreundet sein. Mittlerweile lerne ich oft neue Leute kennen, die mir direkt sympathisch sind. Inzwischen ertappe ich mich bei der Frage: Lohnt es sich überhaupt, in diese Freundschaft zu investieren? Nach kurzer Zeit werde ich sowieso wieder umziehen. Sei es wegen des Studiums, des Jobs oder des Partners. Und dann habe ich wieder einen Freund oder eine Freundin, die ich vermisse. Wenn der gemeinsame Kontext fehlt, was bleibt dann von der Freundschaft? Es ist mit viel Aufwand verbunden, seine verschiedenen Freundschaften zu pflegen: Jeder wohnt woanders, arbeitet zu unterschiedlichen Zeiten und hat selbst noch Verpflichtungen in den verschiedensten Kontexten. Ich habe das Gefühl, je älter man wird, desto komplizierter wird das mit den Freundschaften. Jedes Mal, wenn ich zum Beispiel meine beste Freundin aus der Schule sehe, haben wir so …