Monate: Juni 2018

Nadja Grundinger. Foto: Philipp Sittinger

Wissenschaftliche Hilfskraft an einer Hochschule

Nadja Grundinger studiert am Campus Landau Psychologie im Master und arbeitet als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der SRH Hochschule Heidelberg. Obwohl sie dafür zwischen der Arbeitsstelle in Heidelberg, dem Campus in Landau und ihrem Wohnort Mannheim hin und her pendeln muss, schätzt sie ihren Job sehr. Das liegt vor allem an ihrem netten Team und den vielseitigen Aufgaben. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich arbeite am Institut für Angewandte Forschung an der SRH Hochschule in Heidelberg. Dort werden psychologische Testverfahren entwickelt und ausgewertet sowie Interventionsprogramme evaluiert, die an Schulen mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt werden. Die Serie Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Bisher erschienene Artikel finden sie hier. Welche Aufgaben übernehmen Sie konkret? Einerseits führe ich die Tests, wie zum Beispiel Intelligenz- oder Aufmerksamkeitstests, mit Kindern und Jugendlichen durch. Insgesamt …

Die Welt kennenlernen - mit Erasmus + ist das für Studis, Doktoranden und Mitarbeitende der Uni möglich. Foto: Unsplash/Slava Bowman

Erasmus: Wie organisiere ich mein Auslandssemester?

Neue Wege gehen, die Welt entdecken und Vielfalt erleben: Mit einem Auslandsaufenthalt können Studierende nicht nur ihre Fremdsprachenkenntnisse ausbauen, sondern auch andere Kulturen kennenlernen. Seit mehr als 30 Jahren bieten Universitäten über das Erasmus- Programm den Austausch zwischen Partneruniversitäten in Europa. Welche Möglichkeiten es an der Uni Koblenz-Landau für einen Auslandsaufenthalt gibt und wie man sich bewirbt, verrät Dr. Iryna Shalaginova, Leiterin des Referats für internationale Zusammenarbeit, im Interview. Was ist Erasmus und wer kann davon profitieren? Erasmus ist ein Programm der Europäischen Union zur Förderung von fachlichen, sprachlichen und kulturellen Kompetenzen, das für Studierende aber auch für Mitarbeiter der Universität, Dozenten und Professoren zu Lehr- oder Weiterbildungszwecken attraktive Auslandserfahrungen ermöglicht. Seit 2014 werden die EU-Bildungsprogramme und die Programme für Lebenslanges Lernen unter dem Oberbegriff Erasmus+ (Erasmus Plus) gebündelt. Hierzu gehören auch Programme der schulischen und beruflichen Bildung. Welche Möglichkeiten bietet Erasmus für Studierende? Mit dem Erasmus-Programm können Studierende sowohl an einer Partneruniversität im Ausland studieren als auch bei einem Auslandspraktikum wertvolle Einblicke ins Berufsleben sammeln. Pro Studienzyklus (Bachelor, Master, Doktor) ist eine Förderung von bis …

Anja Ohmer promovierte in Germanistik und Komparatistik an der Universität Tübingen und kam als Lehrbeauftragte an die Universität Koblenz-Landau. Foto: Katrin Hiller

Kultur in allen Facetten

Das Zentrum für Kultur- und Wissensdialog möchte Kultur erfahrbar machen. Apl. Professorin Dr. Anja Ohmer ist Leiterin des ZKW und des Studiengangs Darstellendes Spiel. Warum das Theaterspielen besonders für angehende Lehrer eine Bereicherung sein kann und welche kulturellen Angebote das ZKW allen Studierenden der Uni Koblenz-Landau bietet, erzählt sie im Interview. Was ist das Zentrum für Kultur- und Wissensdialog? Das Zentrum für Kultur- und Wissensdialog ist eine fachbereichsübergeordnete Einrichtung, die im Jahr 2010 gegründet wurde. Als Fenster zur Stadtöffentlichkeit hat sich das ZKW zum Ziel gesetzt, Kultur für Studierende und Bürger erlebbar zu machen. Seit 2014 gibt es am ZKW den Zertifikatsstudiengang Darstellendes Spiel, der Lehramtsstudierenden neue Perspektiven im Beruf eröffnet. Wie sieht das kulturelle Angebot des ZKW aus? Das ZKW betreut verschiedene Veranstaltungsreihen und arbeitet mit außeruniversitären Kooperationspartnern zusammen, wie zum Beispiel mit Theatern, Schulen und dem Sender SWR. Zu den wichtigsten Reihen gehören der Martha-Saalfeld-Literaturpreis, die Poetry Slam Landesmeisterschaft und die Poetik-Dozentur. Darüber hinaus liefert die Veranstaltungsreihe Große Begegnungen inspirierende Gedankenanstöße zur persönlichen Entwicklung. Das ZKW ist zwar am Campus in Landau angesiedelt, agiert …

Foto: Philipp Sittinger

Campusbilder der Woche

Wie jeden Freitag im Semester zeigen wir Ihnen an dieser Stelle wieder die Campusbilder der Woche. Wir präsentieren Ihnen in jeder Woche ein Campusbild aus Koblenz und Landau. Einmal im Monat fragen wir Sie nach Ihrer Meinung: Welche beiden Bilder haben das Zeug zum Campusbild des Monats? In einem kleinen Voting können Sie für Ihren Favoriten abstimmen. Unter allen Teilnehmern verlosen wir ein kleines Präsent. Das schöne Wetter reißt nicht ab und so konnte Fotografin Teresa Schardt in Koblenz diese Woche einen purpur-roten Abendhimmel bestaunen. Sommerzeit am Campus Landau: Philipp Sittinger hat in der Mittagspause das Treiben rund um den Brunnen festgehalten. Stimmen Sie ab! Einmal im Monat fragen wir Sie nach Ihrer Meinung: Welches Bild hat das Zeug zum Campusbild des Monats? Unter allen Teilnehmern verlosen wir ein kleines Präsent. Das nächste Voting findet am 30. November statt.

Heute schreibt Natalie Henzgen.

Kulturwissenschaft – Und was macht man damit?

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute geht Natalie Henzgen der Frage auf den Grund, warum Geisteswissenschaftler ins Kreuzverhör genommen werden, wenn es um ihre berufliche Zukunft geht. Wenn man ausgeht und neue Bekanntschaften macht, ist es bloß eine Frage der Zeit, bis die unvermeidliche Frage gestellt wird: „Und was studierst du?“ Für die einen ist das eine höfliche Nachfrage. Für mich ist es häufig der Beginn einer qualvollen Debatte. Wer ein Fach wie Kulturwissenschaft studiert, sieht sich oft mit Nachfragen konfrontiert, besonders im Bezug auf etwaige Berufsziele. Manche machen sich die Mühe, nach den Inhalten meines Studiums zu fragen, bevor sie ein vernichtendes Urteil über meine beruflichen Chancen fällen. Die meisten glauben aber sofort zu wissen, dass meine Lage vollkommen hoffnungslos ist. In den sechs Jahren, in denen ich Kulturwissenschaft studiere, sind mir viele katastrophale Prognosen in Bezug auf mein späteres Berufsleben begegnet. Hier meine Top 3 Kommentare: 1. „Und wann machst du deinen Taxi-Schein?“ 2. „Damit wird es aber schwer werden, eine Stelle …

Uli Hallerbach gibt Schülern Nachhilfe in Deutsch und Englisch und kann dabei auch Wissen aus seinem Lehramtsstudium anwenden. Foto: Teresa Schardt

Freude über den Lernfortschritt: Nebenjob als Nachhilfelehrer

Als Lehramtsstudent weiß Uli Hallerbach, wie er Kindern bei Lernschwierigkeiten helfen kann. Zweimal in der Woche gibt er Nachhilfe im Studienkreis. Im Uniblog erzählt er, warum das für ihn der perfekte Nebenjob ist. Wer sind Sie? Ich heiße Uli Hallerbach, bin 24 Jahre alt und studiere Ethik und Englisch auf Grundschullehramt im fünften Semester in Koblenz. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich gebe Nachhilfe beim Studienkreis am Friedrich-Ebert-Ring. Dort bin ich als Honorarkraft angestellt, bekomme also regelmäßig Gehalt. Je nachdem, wie mein Stundenplan aussieht, arbeite ich zweimal die Woche. In welchen Fächern geben Sie Nachhilfe? Die Serie Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Bisher erschienene Artikel finden sie hier. In Englisch und Deutsch. Bevor ich mit Ethik begonnen habe, habe ich Deutsch studiert. Ich mache alles von der dritten …

Fotos: Philipp Sittinger

Die erste Studentin in der Familie

Wenn Abiturienten kurz vor ihrem Abschluss stehen und sich auf das Studium vorbereiten, können sie oft auf die Erfahrungen ihrer Eltern zurückgreifen. Die Studentin Jennifer Siegert engagiert sich in der Organisation ArbeiterKind, um Schülern beim Studieneinstieg zu helfen, deren Familien keinen akademischen Hintergrund haben. Das hat auch persönliche Gründe: Siegert ist die erste Studentin in ihrer Familie. Für Jennifer Siegert war es nicht immer klar, dass sie eines Tages studieren wird. Selbst als sie nach der Grundschule auf das Gymnasium kam, war der Weg an die Uni keine selbstverständliche Perspektive. Während die Eltern ihrer Mitschüler bei Vorträgen und Hausaufgaben helfen konnten, war Siegert auf sich allein gestellt. Als sich Siegerts Noten verschlechterten, bekam sie von der Mutter eines Freundes den Tipp, auf ein berufliches Gymnasium zu wechseln. An diesem Punkt wendete sich das Blatt: Siegert musste keine ungeliebten Fremdsprachen lernen, sondern hatte Unterrichtsfächer wie Psychologie und Pädagogik. Ihr Interesse war geweckt, ihre Noten verbesserten sich und die Idee, eines Tages Psychologie zu studieren, war geboren. Unterstützung von außen Ohne ihre Bekannte, die sie dazu ermuntert …

SoKo-Student Roland Solonik verbrachte ein halbes Jahr an der San Diego State University. Er genoss das Leben in Kalifornien, lernte aber auch die Vorzüge der Heimat zu schätzen. Fotos: Privat

Auslandssemester in den USA: Groß, größer, Kalifornien

Roland Solonik hat ein Auslandssemester im Land der Superlative gemacht: Der Student verließ für ein Semester den Campus Landau und studierte an der San Diego State University in den USA. Hier lernte er schnell: Das Wörtchen „klein“ scheint man in Amerika nicht zu kennen – von der Cola bis zum Campus ist alles groß. Ein guter Freund von mir hat ein Auslandssemester in Amerika gemacht und ich war beeindruckt, wie sehr er in dieser Zeit seine Englischkenntnisse verbessern konnte. Für mich stand deshalb schnell fest, dass ich auch in die Vereinigten Staaten möchte, um dort die Sprache, aber auch das Land, die Menschen und die Kultur kennenzulernen. Und tschüss… ! Sie möchten während Ihres Studiums gern ins Ausland gehen? Dann informieren Sie sich über die Möglichkeiten an unserer Universität und lassen Sie sich von Erfahrungsberichten unserer Studierenden inspirieren. Ich war als Free Mover in den Vereinigten Staaten und organisierte mein Auslandssemester selbst. Dabei hat mir eine Checkliste von College Contact geholfen. Im Vorfeld musste ich  den Englischsprachtest des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) auf dem Sprachlevel …

Dr. Robert Rockenfeller hat sich viel mit dem Konzept des "Flipped Classroom" beschäftigt und die Lehrmethode für sich entdeckt. Foto: Jan Reutelsterz

Flipped Classrooms: Lernen im umge­kehrten Klassen­raum

Die Vorlesung zuhause ansehen und dann mit dem Dozenten die Übungsaufgaben lösen? Klingt nach verkehrter Welt. Der “Flipped Classroom” stellt das Konzept des Frontalunterrichts tatsächlich auf den Kopf. Dr. Robert Rockenfeller findet: Sowohl Studierende als auch der Dozent profitieren von den Sitzungen, in denen intensiv zusammen gearbeitet wird. Er lehrt am Mathematischen Institut und experimentiert in seiner Vorlesung mit dem Konzept. Was verstehen Sie unter einem Flipped Classroom? Es ist die Umkehrung des klassischen Lehrkonzepts: Weg vom lehrerzentrierten Unterrichten und schülerzentrierten Üben, hin zum schülerzentrierten Lernen und begleitetem Üben. Dies gilt für Schule und Universität, ich könnte also statt Schüler auch Studierende sagen. Was heißt das konkret? Normalerweise bekommen die Studierenden nach der Vorlesung Übungsblätter, die sie dann zu Hause bearbeiten sollen. Beim Flipped Classroom schauen sich die Studierenden vor der Veranstaltung ein Video der Lehrinhalte an. Ich gebe den Rahmen vor, welches Video in welcher Woche geschaut werden soll. Es zeigt die Vorlesung, wie ich sie auch im Hörsaal halten würde. In der eigentlichen Sitzung mache ich dann mit den Studierenen die Übungs­aufgaben. Der Ansatz des …

Maria Preuß ist vor Kurzem für den Master nach Landau gezogen und fühlt sich in ihrer großen WG schon sehr heimisch. Fotos: Philipp Sittinger

Wohnen wie in der Villa Kunterbunt

Die meisten Studis wohnen in einer WG – in einem Haus mit Balkon, Garten und zwei Küchen leben allerdings die wenigsten. Dass das Zusammenleben mit zehn anderen Leuten gar nicht so sehr drunter und drüber geht, wie man meinen könnte, hat uns Maria Preuß verraten, die ihren Master in Landau macht und seit vergangenem Oktober in einer kunterbunten WG wohnt. Sie wohnen mit 11 Personen in einem Haus. Haben Sie vorher schon in so großen WGs gewohnt? Nein, ich hab zwar schon in den verschiedensten Konstellationen gewohnt, aber eher in 2er- bis 4er-WGs. Eine meiner größten Wohngemeinschaften umfasste sieben Leute. Da haben wir über zwei Etagen gewohnt, mit Zugang zum Dach. Seitdem ich dort erleben konnte, dass viele Menschen nicht zwangsläufig mehr Trubel bedeuten und wie schön ein liebevoll-gemütliches Chaos sein kann, war ich für eine 11er-WG offen. Wie oft gibt es Ärger um das Bad? Eigentlich nie. Ab und an ist mal eins besetzt, aber dann geht man eben eine Treppe rauf oder runter. Wir haben viele Toiletten und sind generell alle sehr kooperativ. …