Studis & ihre Nebenjobs
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Wildbienen im Fokus

Wie wirkt sich das Nahrungsangebot auf die Entwicklung von Mauerbienen aus? Das untersucht Sina Brewi, Hilfswissenschaftlerin in der Arbeitsgemeinschaft Ökosystemanalyse. Foto: Dirk Diehl / Naturkunde-Institut Langstadt

Wie wirkt sich das Nahrungsangebot auf die Entwicklung von Mauerbienen aus? Das untersucht Sina Brewi, Hilfswissenschaftlerin in der Arbeitsgemeinschaft Ökosystemanalyse. Foto: Dirk Diehl / Naturkunde-Institut Langstadt

Sina Brewi studiert Naturschutzbiologie und Erziehungswissenschaften am Campus Landau. Die 28-Jährige hält es für wichtig, schon früh studienbezogene Praxiserfahrung zu sammeln. Deshalb nahm sie eine HiWi-Stelle in der Arbeitsgemeinschaft Ökosystemanalyse an. Hier erforscht sie, wie sich unterschiedliche Wildbienen entwickeln.

Was für einen Nebenjob machst du?

Mehr Beispiele zum Geldverdienen neben dem Studium gibt’s in der Serie Studis und ihre Nebenjobs.

Ich habe einen Nebenjob in der Arbeitsgruppe Ökosystemanalyse. Hierbei geht es um Datenerhebungen im Freiland. Genauer gesagt wollen wir herauszufinden, wie Wildbienen auf unterschiedliche Nahrungsquellen reagieren.

Wie bist du dazu gekommen?

Mir war es wichtig, schon früh auszuprobieren, was ich mit meinem Studium in der Praxis anfangen kann. Daher wollte ich entweder ein Praktikum machen oder mir einen Job an der Uni suchen. Also habe ich meinen Professor gefragt, ob es eine Stelle gibt, bei der man auch im Freiland arbeiten kann.

Was sind deine Aufgaben?

Zum einen die Datenaufnahme, zum anderen die Dateneingabe. Wir betrachten speziell zwei Arten von Mauerbienen und erforschen, wie sie sich, abhängig von den Futterpflanzen, die sich in ihrem Radius befinden, entwickeln. Dafür wurden 23 Startpopulationen in unterschiedliche Landschaften ausgebracht: Von Flächen, auf denen sehr viel blüht, bis hin zu typischen Agrarwüsten, auf denen fast nichts blüht, ist eigentlich alles dabei. Anschließend werden die Bienenkolonien darauf untersucht, wie gesund sie sind, wie viele Parasiten sie haben und wie hoch die Fortpflanzungsrate ist. In der wissenschaftlichen Ausarbeitung wird das schließlich zu den Pflanzen in Beziehung gesetzt, die in der Umgebung wachsen. Und dafür braucht es Studierende, die herumlaufen und im Radius von 500 Metern jeder Brutkolonie alle Futterpflanzen notieren, die es dort gibt. Schließlich müssen noch die Daten in Excel-Tabellen übertragen werden.

Was bereitet dir am meisten Freude?

Die Datenaufnahme macht mir deutlich mehr Spaß, weil ich sehr gerne draußen unterwegs bin. Dennoch ist es natürlich auch gut, die Dateneingabe zu lernen. Außerdem bereitet es mir Freude, die Landschaft durch die Augen einer Mauerbiene zu sehen. Dabei konzentriere ich mich auf das, was das Insekt interessant findet, nämlich seine Nahrungsquellen.

Was verdienst du mit deinem Nebenjob?

Der HiWi-Betrag beträgt aktuell 10,77 Euro pro Stunde. Dabei sind zehn Stunden pauschal vereinbart. Aber je nach Woche arbeite ich etwa sechs bis zwölf Stunden.

Würdest du den Job Studierenden weiterempfehlen?

Ja, ich kann ihn bedenkenlos weiterempfehlen. Man bekommt einen guten Einblick und er wird prima betreut. Die Einweisung ist super und findet mit ganz viel Geduld statt. Prinzipiell kann ich anderen Studierenden raten, das, was man studiert, ziemlich früh praktisch auszuüben.

Welche besonderen Voraussetzungen sollte man mitbringen?

Es ist gut, wenn man bereits ein bisschen Ahnung von Pflanzen hat, aber es ist nicht unbedingt notwendig. Da man nur relativ wenige Arten erkennen muss, kann man sich diese Kenntnisse mehr oder weniger schnell aneignen.

Interview: Carolin Frank

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