Monate: November 2013

Tablets für Senioren: Neue Studie des IWM vorgestellt

Das Institut für Wissensmedien (IWM) der Universität Koblenz-Landau hat in Zusammenarbeit mit vier Industriepartnern und der Landesseniorenvertretung Rheinland-Pfalz eine Studie durchgeführt, um Tablets für Senioren zu testen. Jetzt liegen die Forschungsergebnisse vor. Gekonnt schiebt Wolfgang Bayer die Bilder auf dem Tablet PC mit dem Finger weiter, vergrößert einzelne Ausschnitte und wählt verschiedene Applikationen. Er ist eine der 19 Testpersonen, die sich drei Monate lang im Rahmen der Studie mit modernster Technik beschäftigten. “Ich bin sehr zufrieden, die Zeit war lehrreich für mich”, berichtet der Westerwälder. Eine Testgruppe nutzte die Oberfläche von Doro – einem schwedischen Unternehmen, das auf seniorengerechte Handys spezialisiert ist – die altersgerecht angepasst wurde. Die andere Hälfte testete eine Android-Bedienung. Anhand von teilnehmender Beobachtung, Fragebögen und Nutzungsprotokollen zeigte sich deutlich, dass sich Tablets durch ihre Handlichkeit und vor allem auch durch den Touchscreen sehr gut für Senioren und deren Internetnutzung eignen. Allerdings sollte eine Bedienoberfläche geschaffen werden, die hinsichtlich ihrer Funktionsvielfalt in einer Art Stufensystem den Bedürfnissen und Vorkenntnissen der Nutzer angepasst und mit fortschreitender Erfahrung individuell erweiterbar ist. “Ganz wichtig ist …

Für die Südpfalz ist Windkraft ein wichtiges Thema, weiß Dr. Jergentz. Foto: Petra Bork/pixelio.de

Lokale Akteure gestalten die Energiewende

Kann eine Region zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien versorgt werden? Wie könnte ein zukünftger Energiemix aussehen? Wie kann die gesellschaftliche Akzeptanz dafür gefördert werden? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich das INTERREG Projekt “Plan-EE“, in dem ein interdisziplinäres und grenzüberschreitend arbeitendes Team unter Beteiligung des Instituts für Umweltwissenschaften forscht. Am Dienstag, 19. November, findet von 14 bis 19 Uhr im Gemeindesaal der Stiftskirche in Landau eine öffentliche Tagung zum Thema „Akzeptanz von erneuerbaren Energien – lokale Akteure gestalten die Energiewende“ statt. Für die Energiewende spielen lokale Akteure zunehmend eine wichtige Rolle, je nach Region eignen sich verschiedene Formen von erneuerbaren Energien. „Speziell für die Südpfalz ist Windkraft ein großes Thema“, erklärt Dr. Stefan Jergentz vom Institut für Umweltwissenschaften am Campus Landau. Ein Schlüsselbegriff ist Dezentralität, da verschiedene und nur regional lösbare Probleme aufgeworfen werden. Eines davon ist die Ablehnung etwaiger Maßnahmen: „Nicht alle Wege für die Gewinnung erneuerbarer Energien stoßen auf Akzeptanz in der Bevölkerung“, weiß Jergentz.  Er beschäftigt sich im Rahmen des Projekts unter anderem auch mit der Frage, wie gesellschaftliche Akzeptanz …

Im Duell mit toten Dichtern

Dead or Alive – Wer macht das Rennen? Das war die Preisfrage beim gestrigen Poetry Slam im Landauer Universum Kino. Schauspieler des Herxheimer Chawwerusch Theaters liehen toten Dichtern ihre Stimmen und traten gegen vier Slam-Größen Deutschlands an. Aus jedem Team zog ein Dichter ins Finale ein. Den Sieg holten – wenn auch nur knapp – die lebendigen Poeten. Landau ist eine Poetry Slam erprobte Stadt und hat schon viele Dichterwettstreite hinter sich. Was als Slam unter Studierenden begann, ist inzwischen zu einer der gefragtesten Veranstaltungen der Stadt avanciert. Auch am gestrigen Abend war das Landauer Universum Kino wieder brechend voll. „Wir machen jedes Mal etwas anderes“, verrät Anja Ohmer, Leiterin des Zentrums für Kultur- und Wissensdialog (ZKW) der Universität, das Erfolgsrezept. Dieses Mal sind es nun “Tote”, deren Texten wieder neues Leben eingehaucht wird – von Schauspielern des Herxheimer Chawwerusch Theaters. Begleitet von tosendem Applaus humpeln ein hagerer Francois Villon, ein rundlicher Kurt Tucholsky, eine adrette Emmy Hennings und ein grimmig dreinblickender Klaus Kinski auf die Bühne. Es beginnt alles harmlos. Philipp Herold, der für …

Am Landauer Mentoring-Programm 2014 teilnehmen und beim Berufsstart profitieren - Das können Absolventinnen und Berufsstarterinnen mit ihrer Bewerbung bis zum 22. November. Foto: Fotolia

Jetzt bewerben und per Tandem den Berufseinstieg meistern

Sie sind weiblich, mit Ihrem Studium fast fertig oder gerade ins Berufsleben gestartet? Bei Ihren ersten Schritten in die Arbeitswelt wünschen sie sich Unterstützung? Dann können Sie sich jetzt für das Mentoring-Programm am Campus Landau bewerben, das Anfang 2014 in die nächste Runde geht. Mit Mentoring-Partnerschaften möchte das Programm junge Absolventinnen ermutigen, den Weg in qualifizierte Fach- und Führungspositionen zu gehen. Das Mentoring-Programm bringt weibliche Nachwuchskräfte mit weiblichen Fach- und Führungskräften aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. Als „Tandem“ arbeiten Mentorin und Absolventin für 12 Monate partnerschaftlich zusammen: Die Mentorin gibt ihre Erfahrungen weiter, unterstützt im beruflichen Alltag und berät bei konkreten Fragen. Die Berufseinsteigerin knüpft Kontakte und profitiert von den Erfahrungen ihrer Mentorin. Neben der Mentoring-Partnerschaft bietet ein Rahmenprogramm weitere Möglichkeiten zur Vernetzung aller Teilnehmerinnen. Auch können sich Berufseinsteigerinnen bei der individuellen Weiterbildung im Bereich bei ihrer Schlüsselqualifikationen finanziell unterstützen zu lassen. Die Bewerbungsfrist endet am 22. November 2013. Weitere Informationen zum Mentoring-Programm finden Sie unter www.mentoring.uni-landau.de Kontakt: mentoring@uni-landau.de

Infos für alle Studieninteressierten beim Hochschulinformationstag. Bild: Fotolia

Hochschulinformationstag Koblenz: Schon vor dem Studium gut beraten

Persönlicher Kontakt zu Dozenten, eine Vielzahl von Fächern, ein attraktives Freizeitangebot – es gibt viele Gründe, an der Universität in Koblenz zu studieren. Wer daran Interesse hat und mehr über die Uni sowie ihre Angebote erfahren will, kann sich am 16. November zwischen 10 und 14 Uhr am Hochschulinformationstag (HIT) in Vorträgen intensiv darüber informieren. An Infoständen stehen zusätzlich Fachstudienberater zu ausführlichen Gesprächen bereit. (för) Hier geht es zum Programmflyer

Glückliche Gewinner des Koblenzer Hochschulpreises

Hochschulpreis für zwei Koblenzer Dissertationen verliehen

Was haben Social Tagging und Kindertagesstätten gemeinsam? Wer sich eingehend wissenschaftlich damit beschäftigt und zu exzellenten Ergebnissen kommt, kann einen Preis dafür bekommen. Zwei Koblenzer Nachwuchswissenschaftler der Universität Koblenz-Landau haben es geschafft und den Koblenzer Hochschulpreis des Förderkreises Wirtschaft und Wissenschaft in der Hochschulregion Koblenz e. V. erhalten. Social Tagging – diese Methode, Inhalte und Dokumente im Internet zu verschlagworten, nutzen viele von uns. Der Nutzer findet in Suchmaschinen und sozialen Netzwerken Stichworte, die andere User mit ähnlichem Interesse eingegeben haben. Dr. Klaas Dellschaft von der Universität in Koblenz fand in seiner Dissertation zum Thema „The Epistemic Dynamic Model – Developing a Theory of Tagging Systems“ heraus, wie die Verschlagwortung verbessert werden kann: Dem Benutzer sollen nach Dellschaft die eigenen bereits verwendeten Suchergebnisse vorgeschlagen werden. Dellschaft konnte nachweisen, dass solche Vorschläge die Qualität der Suchergebnisse verbessern. Die Ergebnisse der Dissertation helfen, die komplexen Interaktionen zwischen Mensch und Technik in Social Tagging-Systemen zu verstehen und gezielt zu steuern. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Steffen Staab vom Institute for Web Science and Technologies. Wie aktuelle …

Career Day

1. Career Day zeigt berufliche Perspektiven auf

Schon während dem Studium erste Kontakte mit der Arbeitswelt zu knüpfen und sich früh den Weg zum Berufseinstieg ebnen, ist eine immer wichtiger werdende Aufgabe für Studierende. Aber wie gelangt man an Adressen für mögliche Praktika, wie findet man interessante Unternehmen? Der 1. Career Day am Campus Koblenz gibt Orientierung. Am Mittwoch, 20. November, findet von 12 bis 15 Uhr in und vor der Aula (D238/9) eine Job- und Kontaktmesse am Campus Koblenz statt: Studierende, Promovierende und Absolvent/innen haben die Möglichkeit, potenzielle Arbeitgeber aus der Region kennenzulernen und ihr Netzwerk weiter auszubauen. Beim 1. Career Day stehen gezielt die Studierenden der Fachbereiche 1 und 2 sowie des Zwei-Fach-Bachelors im Fokus. Herkömmliche Jobmessen richten sich in ihrer Zielgruppe meist an die naturwissenschaftlichen oder wirtschaftswissenschaftlichen Fächer. Kaum Angebote gibt es im Bereich der Bildungswissenschaften. Lehramtsstudenten werden doch schließlich Lehrer, oder? Genau hier setzen die Organisatoren des Career Days, das Kompetenzzentrum für Studium und Beruf (KSB) und das Women Career Center, mit dem neuen Angebot an: „Unternehmen sind oft gezielt auf der Suche nach Pädagogen und Kulturwissenschaftlern. Als …

Transfertag: Wissensaustausch zwischen Uni und Unternehmen

Die Universität, ein Ort von Forschung, Lehre und Wissen. Wie schafft letzteres, den Weg nach draußen zu finden? Um Universitäts-Akteuren und Unternehmen die Möglichkeiten zum Austausches zu bieten, findet am Donnerstag, 14. November, von 10 bis 16 Uhr ein Transfertag am Campus Landau statt. Zahlreiche Unternehmen, Verbände und Behörden aus der Region sind eingeladen, sich über neue technische und wissensbasierte Innovationen zu informieren und neue Kontakte zu knüpfen. Ziel des Transfertages ist es, den Austausch zwischen Wirtschaft und Universität zu fördern, um einen Wissenstransfer zu gewährleisten, aus dem Kooperationen entstehen können. Veranstalter des Transfertages sind das Zentrale Institut für Scientific Entrepreneurship und International Transfer (ZIfET) und das Gründungsbüro-Koblenz, das an beiden Universitätsstandorten sowie an der Hochschule Koblenz präsent ist. Los geht es um 10 Uhr im Konferenzsaal am Campus. Bei ZIfET handelt es sich um ein zentrales wissenschaftliches Institut der Universität, das neben dem Transfer das Ziel verfolgt, eine Gründungskultur in der Universität zu ermöglichen, aufzubauen und zu erforschen. Das Gründungsbüro unterstützt Existenzgründungen von Studenten, Alumni, Mitarbeitern und Professoren. Konkret werden verschiedene Veranstaltungen zum unternehmerischen Denken …

Psychotherapeutische Universitätsambulanz hilft bei Angst und Panik

Behandeln, Lehren, Forschen: Seit 2002 bietet die Psychotherapeutische Universitätsambulanz (WiPP) Hilfe bei Krankheiten wie Depressionen, Ängsten oder Essstörungen. Rund 800 Erwachsene zwischen 18 und 80 Jahren werden hier jährlich in 10.000 Therapiestunden behandelt. Die Mitarbeiter der Forschungsambulanz evaluieren neue Therapiekonzepte und dessen Wirksamkeit. Im Fokus des neusten Projektes stehen Panikattacken und Angststörungen, die durch eine intensive Konfrontationstherapie besser behandelt werden sollen. “Ein Mensch, der eine Panikattacke durchlebt, denkt, er würde sterben.” Dr. Jens Heider leitet die Forschungs- und Lehrambulanz an der Universität. Der Experte ist sich sicher: Wahrscheinlich hat jeder Mensch schon mal einen Anflug von Panik erlebt. “Das ist gar nicht so selten: Im Gedrängel einer großen Menschenmasse oder im Straßenverkehr, wenn das Auto ins Schleudern gerät, kann es leicht dazu kommen”, erklärt der 45jährige WiPP-Geschäftsführer. Für Menschen, die unter Agoraphobie leiden, wird die Angst zum ständigen Begleiter und schränkt ihren Alltag meist massiv ein. Das Wort “Agora” stammt aus dem Griechischen und heißt Platz. “Die Bezeichnung Platzangst ist missverständlich, denn Agoraphobie meint eher die Angst vor der Angst. Also die Angst davor, in …

Der Blick zum Himmel: Landauer Psychotage laden zu Workshops und Vorträgen

Zum 15. Mal bietet die Fachschaft Psychologie an drei Tagen tolle Workshops und außergewöhnliche Vorträge unter dem Motto “Himmelsrichtungen – Hebt man den Blick, so sieht man keine Grenzen” an. Interessierte können vom 18. bis zum 20. November ab 10 Uhr in Landau mit Psychologie-Experten aus ganz Deutschland diskutieren und sich zu spannenden Themen informieren. Der UniBlog präsentiert Sehenswertes und Höhepunkte zum Mitmachen. Zum Auftakt am Montagabend lädt die Fachschaft zum Sektempfang mit kostenloser Kino-Vorführung: In „Der freie Wille“ erzählt Regisseur Matthias Glasner die dramatische Geschichte eines Vergewaltigers nach seiner Haftentlassung. Es folgt eine Diskussionsrunde mit Erfahrungsberichten von Diplom-Psychologin Sylvia Kubath-Schmenger, die in der Klinik für forensische Psychatrie in Klingenmünster arbeitet. Die Highlights am Dienstag: Friedenspsychologe Professor Gerd Sommer aus Marburg erklärt Aspekte von Konflikt, Gewalt und Krieg und spricht über den Stellenwert von Feindbildern und Propaganda. Im Vortrag von Diplom-Theologe Hans-Josef Hohmann stellt sich die Frage nach Unmoral in der Therapie, im anschließenden Workshop lädt der Zen-Lehrer aus Insheim zum Workshop. Besucher können darin ihre eigenen Moralvorstellungen erkunden und durch Übungen den Umgang mit …