Jahr: 2017

Heute schreibt Campus-Reporter René Lang. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Die verzweifelte Suche nach Entspannung

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute berichtet René Lang von persönlichen Grenzerfahrungen in der öffentlichen Sauna. Ich würde mich selbst nicht als introvertierten Menschen einschätzen. Mich mit anderen Leuten zu unterhalten, mit ihnen zu lachen und zu diskutieren, fällt mir eigentlich nicht schwer. Ebenso wenig würde ich mich als sozial isoliert beschreiben. Ich beteilige mich am gesellschaftlichen Leben, so wie jeder andere auch. Ich gehe ohne Zögern ins Restaurant, ins Kino, auf Konzerte und vieles mehr. Dennoch gibt es diese eine Situation, die mich stets aufs Neue herausfordert: Der Besuch öffentlicher Saunalandschaften. Entspannung ist schwierig Wenn ich mich in meinem Freundeskreis umhöre, habe ich das Gefühl, als würde es ausschließlich mir so ergehen. Keiner gibt zu, einen Besuch in der Sauna als unangenehm zu empfinden, weil man sich in seinem “Adamskostüm” präsentiert. Die anderen Leute interessieren einen ja sowieso nicht. Für mich wird Entspannung an dieser Stelle schwierig. Wer kann mir bitte versichern, dass in der nächsten Sauna nicht jemand sitzt, auf den ich keinesfalls …

Stephan Jaroschek ist Werkstudent in einer Marketing-Abteilung. Foto: Jan Lücking

Marketing in einem IT-Unternehmen

Pressemitteilungen verfassen, Firmenpräsentationen gestalten, Social-Media-Accounts und die Firmenwebsite betreuen– das sind die Aufgaben von Werkstudent Stephan Jaroschek in der Marketing-Abteilung des IT- Unternehmens ETECTURE in Karlsruhe. Wie er an seinen Nebenjob kam und was für ihn einen guten Arbeitgeber ausmacht, erzählt er im Interview. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Mein Name ist Stephan Jaroschek, ich bin 25 Jahre alt und studiere derzeit im dritten Mastersemester Sozial- und Kommunikationswissenschaften mit dem Schwerpunkt Strategische und Politische Kommunikation. Meinen Bachelor habe ich 2016 an der Universität Erfurt in Kommunikations- und Medienwissenschaften absolviert. Was für einen Nebenjob machen Sie? Seit Anfang 2017 arbeite ich als Werkstudent bei der ETECTURE GmbH in Karlsruhe. ETECTURE ist ein IT-Unternehmen mit Hauptsitz in Frankfurt am Main und weiteren Standorten in Deutschland und …

Weit entfernt von Schubladendenken: Dr. Martin Lilkendey. Foto: Laura Fee Hildebrand

Outside the box

Dr. Martin Lilkendey ist eine Person, bei der Schubladendenken keine Chance hat. Ihn als Fotografen, Künstler, Sportlehrer oder Filmemacher zu beschreiben, wird dem bunten Potpourri seiner Interessen und Wegmarken nicht gerecht. Im Interview gewährt der Dozent für Künstlerische Praxis und Fachdidaktik einen Einblick in seinen spannenden Lebenslauf.   Ihr Lebenslauf ist sehr bunt. Woher kommt die Lust am Ausprobieren? Ich glaube, das ist einfach Teil meiner Biografie. Ich habe mich schon immer für ganz viele unterschiedliche Dinge interessiert und dem gehe ich einfach nach. Ich bin so lange mit etwas beschäftigt, bis ich es verstanden oder mir angeeignet habe. Ihr Berufsleben haben Sie sowohl in der Wirtschaft als auch in der Wissenschaft verbracht? Ihre Erkenntnis daraus? Beides zusammengenommen hat mir ein breites Feld an Möglichkeiten eröffnet, um mich in verschiedene Richtungen auszuprobieren. Für mich ist es immer ein Vorteil, auch mal andere Dinge gesehen und erlebt zu haben. Je mehr Erfahrungen man gemacht hat und je breiter gefächert diese Erfahrungen sind, desto besser. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich denke es gibt …

Heute schreibt Campus-Reporterin Nina Seel.

Aus dem Leben einer Umzugskiste

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute macht sich Nina Seel Gedanken über den Sinn und Zweck von Umzugskartons und warum sie als Krempelboxen und Erinnerungskisten eine echte Bereicherung für unser Leben sein können. Manchmal packt es mich und ich beginne, über die merkwürdigsten Dinge zu philosophieren. Warum also nicht mal über den Sinn und Zweck von Umzugskisten nachdenken? Wie ich darauf komme? Ich habe kürzlich viel Zeit damit verbracht, den Inhalt dreier Haushalte in Kisten zu verteilen und durch halb Süddeutschland zu fahren, um sie letztlich an verschiedenen Orten wieder auszupacken oder einzulagern. Das erforderte logistisches Denken und ich musste feststellen, dass ich nicht gerade zur Sorte derer gehöre, die nach dem Prinzip des Minimalismus leben. Es ist schon erstaunlich, was ich offensichtlich alles nicht zum Leben brauche und dennoch besitze. Mein Herz hängt an so viel vermeintlich unnötigem Krempel, dass ich der Sache auf den Grund gehen muss. Lange Lebensdauer Auszug bei Mutti, erste eigene Wohnung oder einfach mal wieder ausmisten – es …

Der Weg zur Promotion kann lang und anstrengend sein, besonders für Frauen, die ihre Doktorarbeit neben Beruf und Familie schreiben. ProBi möchte sie unetrstützen. Foto: usplash/Joel Filipe

Promotionsprogramm: Mit Unterstützung zum Doktortitel

Frauen, die promovieren, tun dies oft nicht hauptberuflich, sondern zusätzlich zu Job und Familie. Damit diese Doppelbelastung nicht zum Abbruch der Promotion führt, unterstützt das Promotionsprogramm Bildungsforschung (Probi) der Universität Koblenz-Landau Frauen, die im Fachbereich 1 promovieren möchten, mit Workshops und Vernetzungsangeboten. “Wie wähle ich einen Betreuer aus? Wie ist der Ablauf? Wer ist mein Ansprechpartner? All das sind Fragen, die man sich am Anfang einer Promotion stellt und dafür sind wir da”, erklärt die Projektkoordinatorin von ProBi, Anna Schmidt. ProBi nimmt die besonderen Herausforderungen in den Blick, die der Zielgruppe von berufs- oder familienbegleitend promovierenden Doktorandinnen begegnen, zum Beispiel eine geringere Flexibilität und Mobilität oder die Notwendigkeit einer erneuten Einarbeitung in das jeweilige Forschungsvorhaben wegen der dazwischenliegenden Berufstätigkeit oder längeren Familienzeiten. Entstanden ist das Projekt aus der Idee der Professoren der Bildungswissenschaften, eine Plattform für die Promovenden zu schaffen, auf der alle Unterstützungsangebote des Fachbereichs 1 gebündelt werden. Dekanin Prof. Dr. Claudia Quaiser-Pohl ergriff die Initiative: Im Rahmen des Hochschulpakts beantragte sie Gelder für ein Projekt, das sich um die Belange der Promovendinnen des Fachbereichs kümmert. Der …

Auf den Spuren von… Fabian Hemmerich, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Universität

An der Universität bleiben und in Forschung und Lehre gehen – das ist eine spannende berufliche Perspektive. Fabian Hemmerich hat diesen Weg gewählt. Der Diplom-Erziehungswissenschaftler studierte am Campus Landau mit den Schwerpunkten Pädagogik der frühen Kindheit und Medienpädagogik und arbeitet heute als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in Bamberg. Sie sind wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Erziehungswissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg: Wie sind Sie an den Job gekommen? Ich habe auf den Internetseiten verschiedener Universitäten nach Stellenausschreibungen für Wissenschaftliche Mitarbeiter gesucht. Ich wusste, dass es an der Universität Bamberg am Institut für Erziehungswissenschaften einen Lehrstuhl für Elementar- und Familienpädagogik gibt, was inhaltlich meiner Studienrichtung Pädagogik der frühen Kindheit entspricht. Auf der Webseite der Uni Bamberg fand ich tatsächlich eine Ausschreibung für eine Stelle an genau diesem Lehrstuhl, auf die ich mich bewarb. Seit April 2016 arbeite ich nun in Bamberg als Wissenschaftlicher Mitarbeiter. Was sind Ihre Aufgaben? In erster Linie plane ich Lehrveranstaltungen zu Themen der Elementar- und Familienpädagogik und führe sie durch. Ich betreue und bewerte außerdem Hausarbeiten sowie Bachelor- und Masterarbeiten der Studierenden – letztere nur …

Kindern aus instabilen Verhältnissen eine Perspektive geben - das ist die Aufgabe von Kinder- und Jugendheimen. Entgegen ihrem negativen Image, das vor allem wegen Verfehlnissen in den Nachkriegsjahren entstand, arbeiten heute in Heimen engagierte Pädagogen, die den Heranwachsenden dabei helfen möchten, ihren Platz in der Welt zu finden. Foto: Fotolia/makam1969

Das Heim als Chance

Derzeit leben in Deutschland mehr als 80.000 Heranwachsende in Kinder- und Jugendheimen. Bei vielen Menschen weckt das Wort Heim negative Assoziationen. Doch was früher häufig als Strafe angedroht wurde, ist heute für viele Kinder ein Ausweg aus Vernachlässigung und Gewalt, wie Pädagogik-Professor Prof. Dr. Christian Schrapper im Interview mit Uniblog erklärt. Seit wann beschäftigen Sie sich mit dem Thema der Heimerziehung und was war der Anlass dafür? Nach meinem Studium der Sozialen Arbeit bin ich im Rahmen meines Anerkennungsjahres beim Landesjugendamt Nordrhein-Westfalen mit der Aktenverwaltung von Heimkindern betraut worden. Damals wurde ich zum ersten Mal mit den rechtlichen und organisatorischen Bedingungen der Fürsorgeerziehung konfrontiert. Als ich mein Pädagogik-Studium an der Universität Münster abgeschlossen hatte, wurde ich Referent des Bundesverbands für Erziehungshilfe (AFET). Im Zusammenhang mit dieser Arbeit habe ich viele Einrichtungen der Heimerziehung kennengelernt. Das waren meine ersten Anknüpfungspunkte an dieses Thema. Später wechselte ich an die Universität in Münster und wurde Hochschulassistent. 1985 haben wir für einen Kongress der Internationalen Gesellschaft für Heimerziehung (heute: Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen e.V.) eine Ausstellung über die Geschichte der …

Alina Gewalt ist AStA-Referentin für Kultur am Campus Koblenz. Auf ihren Radtouren durch die City begegnen ihr immer wieder Themen, die sie für ihre Tätigkeit aufgreift. Foto: Esther Guretzke

AStA-Referentin Alina Gewalt: “Kultur verbindet”

Am liebsten mit dem Fahrrad fährt Alina Gewalt durch die Koblenzer Stadt. Dabei hält sie Augen und Ohren immer offen: Als Referentin für Kultur engagiert sich die 24-Jährige im Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) in Koblenz. Um ihr Amt hat sie sich aus Leidenschaft für Events und Begegnungen beworben. “Als ich anfing, mich damit auseinanderzusetzen, wie ich mich am Campus Koblenz einbringen kann, wurde das Referat für Kultur frei”, erinnert sie sich. “Mich hat schon immer interessiert, was in meiner Stadt passiert.” Als AStA-Referentin fördert Alina Gewalt universitätsinterne Kulturveranstaltungen und versucht, die Aktivitäten des AStA an Studierende heranzutragen. Sie plant Veranstaltungen und unterstützt auch fremdorganisierte Events an der Universität. “Ich kann meinen Job nur gut machen, wenn ich Feedback und Anregungen zu Veranstaltungen bekomme, aber auch, wenn meine Kommilitonen mir mitteilen, was sie interessiert und was sie sich wünschen”, erklärt die Kulturwissenschaftlerin. “Wir sollten weltoffen sein und begierig darauf, Neues kennenzulernen.”   Gewalt versteht sich und ihr Amt als eine Plattform der Öffentlichkeitsarbeit. Ihr ist es wichtig, die uniinternen, aber auch die städtischen Angebote bekannt zu machen, …

Heute schreibt Campus-Reporterin Lisa Engemann. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Einen anderen Alltag bitte

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute fragt sich Lisa Engemann, warum man immer genau das haben will, was man gerade nicht hat. Ein anderen Alltag zum Beispiel. Ein Student hat nicht gerade einen geregelten Lebensstil. Der Stundenplan in der Vorlesungszeit gibt dem Alltag zwar eine gewisse Struktur, aber so richtig Feierabend hat man eigentlich nie. Das ist im Studium eigentlich nur der Fall, wenn man sich selbst sagt: So, Schluss für heute. Es gäbe trotzdem immer noch etwas zu lesen oder zu lernen. Im vergangenen Semester hatte ich hier und da eine Vorlesung oder ein Seminar, mal früh morgens, mal spät abends. Aber damit ist es nicht getan: Der ideale Student arbeitet zu Hause mindestens noch einmal genauso viel, um die Veranstaltungen vor- und nachzubereiten. Und spätestens in der vorlesungsfreien Zeit müssen wir uns wieder komplett selbst organisieren, sie ist meist vollgepackt mit Seminararbeiten, Prüfungen und – um sich optimal auf die berufliche Zukunft vorzubereiten – natürlich Praktika. Auch bei mir stand in den vergangenen Semesterferien ein Vollzeitpraktikum an. …

Als studentische Hilfskraft am Institut für Psychologie am Campus Landau hilft Marie Horak bei der Planung und Durchführung von psychologischen Studien. Foto: Philipp Sittinger

Studentische Hilfskraft in der Psychologie

Als studentische Hilfskraft am Institut für Psychologie am Campus Landau hilft Marie Horak bei der Planung und Durchführung von psychologischen Studien. Dabei bekommt sie einen spannenden Einblick in die Forschung der Wissenschaftler. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Mein Name ist Marie Horak. Ich bin Psychologiestudentin im dritten Master-Semester und habe bereits meinen Bachelor in Landau absolviert. Entsprechend wohne ich seit 2013 in Landau. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich arbeite aktuell als studentische Hilfskraft in der Arbeitseinheit Diagnostik, Differentielle und Persönlichkeitspsychologie, Methoden und Evaluation (DDPME). Im Bachelor habe ich auch schon für andere Abteilungen, zum Beispiel in der Sozialpsychologie oder der Medienpsychologie gearbeitet. Einen Großteil meines Studiums habe ich mein monatliches Budget durch Nebenjobs aufgebessert. Was genau sind Ihre Aufgaben? Die variieren stark. …