Studis & ihre Nebenjobs
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Im Supermarktregal-Dschungel

Seit ihrem Abitur arbeitet Stefanie Kaiser bereits bei Rewe in Landau. Foto: Philipp Sittinger Seit ihrem Abitur arbeitet Stefanie Kaiser bereits bei Rewe in Landau. Foto: Philipp Sittinger

Nach einem stressigen Uni-Tag geht Psychologiestudentin Stefanie Kaiser trotzdem gern zur Arbeit. Ihr Job zwischen den Regalen im Rewe-Supermarkt hilft ihr beim Abschalten, hält sie fit und bringt ihr Spaß in einem netten Team.

Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei.

Wer sind Sie?

Mein Name ist Stefanie Kaiser, ich bin 22 Jahre alt und komme aus der Nähe von Landau. Ich studiere im ersten Mastersemester Psychologie und bin derzeit doppelt eingeschrieben, weil ich noch zwei letzte Seminare aus meinem Bachelor absolvieren muss.

Was für einen Nebenjob machen Sie?

Ich arbeite seit dreieinhalb Jahren bei Rewe in Landau und räume dort dreimal pro Woche für drei Stunden Regale ein. Wir sind ein Team, das ausschließlich für die Regale zuständig ist, während ein anderes Team an den Kassen arbeitet. Früher war ich bei einem Zulieferer von Rewe angestellt, jetzt ist das Unternehmen selbst mein Arbeitgeber.

Was sind Ihre Aufgaben?

Mein Job ist es, die Regale in Ordnung zu halten. Ich verteile die neue Ware, zeige Kunden, wo Produkte stehen und räume Bruchware weg. So behalte ich den Überblick über meinen Bereich, habe immer gut zu tun und sorge dafür, dass der Laden ordentlich aussieht. Meistens bin ich für Kaffee, Tee, Müsli und Backwaren zuständig. Da ist vor allem jetzt zur Weihnachtszeit viel los. Von Weihnachtstee über kiloweise Mehl und Zucker bis hin zu Plätzchen-Dekoration kommt deutlich mehr neue Ware an und es sind auch sehr viel mehr Kunden im Markt.

Was bereitet Ihnen am meisten Freude bei dieser Arbeit?

Ehrlich gesagt mag ich es, dass es ein Job ist, bei dem ich nicht viel denken muss und trotzdem recht gut verdiene. Einen Hiwi-Job als studentische Hilfskraft könnte ich mir neben der Uni nicht so gut vorstellen. Mir hilft die Arbeit beim Abschalten und trotzdem halten die schweren Milchkartons mich fit. Außerdem habe ich ein Faible fürs Aufräumen und mag es, wenn die Regale nachher hübsch aussehen. Dazu kommt, dass das Team nett und jung ist, wir verstehen uns gut und so macht die Arbeit immer Spaß.

Wie kamen Sie an Ihren Nebenjob?

Damals bin ich einfach zum Marktleiter gegangen und habe nachgefragt, ob Leute gesucht werden und so schnell hatte ich die Stelle. Ich habe gleich nach dem Abitur angefangen, dort zu arbeiten und bin seither dabei geblieben. Es wird nicht langweilig, weil das Team immer mal wieder wechselt und man immer neue Leute kennenlernt. Die Wenigsten sind so lange dabei wie ich.

Was verdienen Sie bei diesem Nebenjob?

Ich verdiene knapp 9,50 Euro pro Stunde und komme mit meinen neun Stunden in der Woche auf etwa 340 Euro im Monat. Darüber hinaus kriegen wir sogar Urlaubs- und Weihnachtsgeld, das ist für einen Nebenjob schon klasse. Und ich bekomme fünf Prozent Rabatt auf meinen Einkauf.

Kann man diesen Job weiterempfehlen? Braucht man bestimmte Voraussetzungen dafür?

Ja, ich würde den Job absolut weiterempfehlen, weil er zeitlich gut machbar ist und finanziell passt. Aufwand und Entlohnung stehen auf jeden Fall im Verhältnis. Zudem ist es eine sichere Arbeitsstelle, bei der ich mir meine Zeiten gut einteilen kann, anders als bei einem Kellnerjob. Man sollte ein bisschen belastbar sein, da man auch schwerere Kartons tragen muss. Drei Stunden am Stück sollte man gut durchhalten können. Teamfähigkeit ist auch wichtig. Eigentlich kann aber wirklich jeder diesen Job machen.

Wie „studienkompatibel“ ist Ihre Arbeit? Bitte vergeben Sie Sterne von 1 bis 5 (5 Sterne = super kompatibel)

Ich vergebe 4 Sterne. Rewe ist als Arbeitgeber wirklich flexibel, achtet auf die Arbeitszeiten, die mir möglich sind und das Studium geht immer vor. Ich arbeite meistens abends, das ergänzt sich gut mit meinem Stundenplan, da meine Lehrveranstaltungen überwiegend vormittags stattfinden. Ich genieße es, nach der Uni beim Arbeiten abzuschalten und nach dem Job bleibt noch Zeit, abends etwas zu unternehmen.

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