Jahr: 2015

Das Team der Friedensakademie: Melanie Hussak, Nina Engwicht, Dr. Sascha Werthes (Geschäftsführer), Daniela Decker und Alexandra Stromberger

Friedensakademie Rheinland-Pfalz: Engagement fördern und Frieden gestalten

2014 wurde die Friedensakademie Rheinland-Pfalz auf Initiative der rheinland-pfälzischen Landesregierung gegründet. Als “besondere wissenschaftliche Einrichtung” hat sie eine bedeutende Rolle an der Uni Koblenz-Landau: Mit Hilfe der Akademie sollen friedenspolitische Aktivitäten unterstützt und Strategien der Krisenprävention und der zivilen Konfliktbearbeitung entwickelt werden. Gerade jetzt, in Zeiten schwerer Krisen auf der ganzen Welt, zeigt sich, wie wichtig ihre Arbeit ist. Die Ziele und Aufgaben der Friedensakademie sind vielfältig. Sie liegt an der Schnittstelle zwischen Friedensarbeit und Friedensforschung und arbeitet deshalb eng mit verschiedenen friedenspolitisch aktiven Initiativen und Organisationen zusammen. Darüber hinaus wird an der Friedensakademie wissenschaftliche Forschung zu Strategien der Krisenprävention und der zivilen Konfliktbearbeitung in Grenzräumen betrieben. Die Wissenschaftler suchen dabei auch nach Ursachen für Krisen und gehen zum Beispiel der Frage auf den Grund, wie Ressourcenfragen und Umweltveränderungen Konfliktdynamiken verursachen oder beeinflussen. Das Gelernte weitergeben Die Kompetenzvermittlung in der Friedens- und Konfliktarbeit ist ebenfalls ein Arbeitsgebiet der Akademie. “Diese Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote spielen an der Friedensakademie eine wichtige Rolle”, erklärt Geschäftsführer Dr. Sascha Werthes. “Sie richten sich an die unterschiedlichsten Berufs- und Akteursgruppen, die …

Christina Bär, Promovierende am Institut für Grundschulpädagogik am Campus Koblenz, befasst sich in ihrer Dissertation mit kollaborativen Schreibprozessen bei Grundschülern. Foto: Adrian Müller.

Christina Bär untersucht kollaboratives Schreiben bei Grundschülern

Schreiben gehört zu den ersten und grundlegenden Lernerfahrungen in der Schule. Christina Bär, Promovierende am Institut für Grundschulpädagogik am Campus Koblenz, befasst sich in ihrer Dissertation mit kollaborativen Schreibprozessen bei Grundschülern. In ihrem Promotionsprojekt untersucht sie unter anderem, welches implizite Textwissen Schüler beim kollaborativen Schreiben thematisieren. Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Im Rahmen meiner Dissertation untersuche ich das gemeinsame Textschreiben unter Grundschülern, man nennt das auch “kollaboratives Schreiben”. Für die empirische Untersuchung habe ich an zwei verschiedenen Grundschulen in Rheinland-Pfalz jeweils Zweierteams von Viertklässlern eine Geschichte schriftlich zusammenfassen lassen. Für diese Verschriftlichung hatten sie jeweils nur ein Blatt und einen Stift zur Verfügung, sodass sie sich gemeinsam über sprachliche Gestaltung, inhaltliche Aspekte und Textaufbau verständigen mussten. Aus den dokumentierten Gesprächstranskripten rekonstruiere ich nun, welche textbezogenen Aspekte die Kinder …

Marielle Mangold arbeitet in ihrem Nebenjob als Promoterin. Foto: Esther Bauer

Promoterin im Kaufhaus

Marielle Mangold arbeitet neben ihrem Studium als Promoterin. Kaufhäuser buchen ihren Einsatz bei Agenturen, um den Kunden neue Produkte vorzustellen – Kaffee zum Beispiel.  Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. UniBlog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Ich heiße Marielle Mangold, 24 Jahre alt und studiere im 5. Fachsemester den Bachelor of Arts Pädagogik. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich bin neben meinem Studium als Promoterin tätig. Angestellt bin ich bei verschiedenen Agenturen. Was sind Ihre Aufgaben? Die Aufgaben einer Promoterin bestehen hauptsächlich darin, Produkte, die neu auf dem Markt sind, vorzustellen und zu präsentieren oder Werbung für ein schon bekanntes Produkt zu machen. Beispielsweise habe ich vor kurzem die Kaffeemarke “Café Royal” gesampelt. Ich wurde über eine der Agenturen von einem größeren Kaufhaus gebucht, dort stand ich dann und habe …

Michelle Bebbon besuchte während ihres Auslandsaufenthaltes in Irland das verträumte Fischerörtchen Kinsale. Fotos: Privat

Ein Auslandssemester in Irland

Faszinierende Landschaften, historische Burgen und naturbelassene Strände machen Irland zu einem beliebten Reiseziel. Die Lehramtsstudentin Michelle Bebbon aus Koblenz entdeckt die grüne Insel während einem Auslandssemester im Rahmen des Erasmusprogramms. Gerade verbringt sie dreieinhalb Monate in Limerick am Mary Immaculate College. Im Uniblog berichtet die 21-Jährige von fluchenden Iren und Studierenden, die während der Vorlesung Popcorn essen. In den Monaten vor meiner Abreise wurde ich mit Papierkram überschüttet. Deshalb war ich erleichtert, als ich vor 90 Tagen im Flugzeug Richtung Irland saß und mein Auslandsemester in Limerick vor mir lag. Am Mary Immaculate College, wie die Universität in Limerick heißt, fühlte ich mich vom ersten Tag an willkommen. Mir wurde ein herzlicher Empfang bereitet und ich spürte sofort, wie jeder, den ich traf, bemüht war, mir das Einleben in eine noch ungewohnte Umgebung zu erleichtern. Von Limerick nach ganz Irland Die Stadt liegt im Westen Irlands am River Shannon. Wem der Name Limerick etwas sagt, kennt ihn entweder von den gleichnamigen, fünfzeiligen Unsinnsversen oder aus Frank McCourts Memoiren “Die Asche meiner Mutter” (im eng. Original …

Heute schreibt Kati Greb. Zeichnung: Carolin Höring

Party oder Sofa? Sofa!

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Katharina Greb erzählt, wie ihr im Laufe der Semester die Feier-Wut abhanden kam und warum sie ihre Abende nun lieber auf dem Sofa verbringt. „Gehen wir zur Fachschaftsparty, Kati?“, fragte mich eine Freundin neulich vorfreudig. Meine Antwort: „Nee, lass uns was Gemütliches machen. Filme gucken oder so.“ Es ist ja nicht so, als würde ich es nicht selbst bemerken. Von Semester zu Semester ist mir schleichend die Feierlaune abhanden gekommen. Aber wo ist sie hin? Früher standen zwei Partys pro Woche auf der Tagesordnung meines Erstsemester-Ichs. Damals hatte ich keine Probleme, mich in unbequeme Strumpfhosen zu zwängen, ein Kleid über das Ganze zu werfen und mit entschlossenem Schritt in die Nacht zu marschieren. Den Sekt geköpft, die Freunde getroffen und schließlich zu den immer gleichen, wild gemischten Playlists auf der Tanzfläche losgelegt. Wenn im Kellerclub der Stadt um drei Uhr das Licht anging, beschwerte ich mich kurz – denn ich war ja längst noch nicht fertig mit tanzen – …

Eva Heuft fühlt sich wohl als Mitarbeiterin im Studienbüro in Koblenz. Foto: Marius Adam.

Beschäftigte im Studienbüro

Eva Heuft arbeitet im Koblenzer Studienbüro. Im Interview berichtet die Studentin, wie sich ihr persönliches Verhältnis zur Uni verändert hat, seit sie für andere Studierende und Bewerber eine Informationsquelle rund um das Studium am Campus Koblenz ist. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Ich heiße Eva Heuft, bin 25 Jahre alt und studiere im Zwei-Fach-Bachelor Germanistik und Anglistik am Campus Koblenz. Da ich vorher mit Lehramt begonnen habe, bin ich eigentlich im achten Semester, den Zwei-Fach-Bachelor mache ich jetzt seit fünf Semestern. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich bin auf Aushilfsbasis im Studienbüro in der Emil-Schüller-Straße beschäftigt und arbeite 16 Stunden in der Woche. Was sind Ihre Aufgaben? Hauptsächlich bieten wir Informationen für Studieninteressierte sowie für Studierende. Wichtig ist, dass wir keine Beratungsstelle sind, …

Rafaela Echler, Franziska Schmitt, Jakob Link und Simon Schellen (v.l.) sind zusammen die Band RockyTops. Fotos: Greb

Mit Mundharmonika und Mandoline: Eine Bluegrass-Band aus Landau

Diese Studierenden haben es sich in einer außergewöhnlichen musikalischen Nische bequem gemacht: Jakob Link, Franziska Schmitt, Rafaela Echle und Simon Schellen machen seit ihrer Kindheit Musik und spielten schon in vielen Bands. In Landau lernten sich die Musiker kennen und gründeten die Band „RockyTops“, mit der sie dank fiedelnden Bluegrass-Klängen den amerikanischen Südstaaten-Sound in die Landauer Fußgängerzone holen. Zwischen zwei Einkaufsgassen hat sich ein Halbkreis aus Passanten um vier junge Menschen gesammelt, die mit Kontrabass, Mandoline, Violine, Banjo und Mundharmonika bekannte Country-Stücke ertönen lassen. Jeder von ihnen ist am Gesang beteiligt, es ertönt ein vierstimmiges Arrangement, der Kontrabass gibt den Beat vor und das Publikum klatscht begeistert mit. „Das ist noch handgemachte Musik mit Liebe zum Detail“, meint Zuhörerin Barbara Hagenbuch lächelnd. Die „RockyTops“ stehen mal wieder in der Fußgängerzone in Landau und begeistern mit Bluegrass, einer schnelleren Variante des Country mit vielen Solo-Parts. Seit Ende 2014 macht die Band zusammen Musik, hat sich Folk-, County- und Bluegrass-Klängen verschrieben und bespielt am liebsten offene Bühnen, Weinfeste und Straßen in Neustadt, Trier, Saarbrücken und natürlich ihre …

Heute schreibt Campus-Reporterin Hannah Wagner. Illustration: Designstudio Mathilda Mutant

Die kleine Griechin

In der Kolumne schreiben unsere Campus-Reporter, allesamt Studierende in Koblenz und Landau, unplugged aus ihrem Alltag. Heute berichtet Hannah Wagner vom Wiederkommen in Deutschland nach fünf Monaten in Griechenland und dem Leben hier, das einen manchmal mit seinen Anforderungen überrollt.  Seit einer Woche bin ich zurück in Deutschland. Fünf Monate war ich in Griechenland, habe dort gearbeitet und gelebt. Als ich am Tag nach meiner Rückkehr den Weg vom Parkplatz zum Unigelände entlanglief, war ich aufgeregt wie im ersten Semester, wie ein Kind vor der ersten Schulstunde. Aber nicht freudig gespannt, sondern irgendwie verwirrt. Ich fühlte mich fehl am Platz, hatte das Gefühl, nicht hierher zu gehören, war ich doch so lange weg und mit den Gedanken noch im Süden in der Sonne. Das AStA-Büro war mein erster Anlaufpunkt. Nach mehr als eineinhalb Jahren besuchte ich auch wieder ein Seminar (ich studiere jetzt im ersten Master-Semester). Essen in der Mensa, Freunde sehen, AStA-Sitzung, Fragen danach, wie es mir geht, ob wir bald was unternehmen, ob ich gut angekommen und froh bin, zu Hause zu sein? Nein! Stop! So leicht ist …

Studienpfarrerin Dr. Anja Lebkücher von der Evangelischen Studierenden Gemeinde und Patoralreferent Ralf Nico Körber von der Katholischen Studierendengemeinde. Foto: Leyerer

Hochschulgemeinden vorgestellt: Wenn Studium auf Kirche trifft

Beim ökumenischen Mittagsgebet am Campus innehalten, Gitarre lernen oder an einer Kleidertauschbörse mitmachen: Bei den Hochschulgemeinden am Campus Landau steht mehr als nur Beten auf dem Programm. Pastoralreferent Ralf Nico Körber von der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) und Studierendenpfarrerin Dr. Anja Lebkücher von der Evangelischen Studierendengemeine (ESG) stellen Ihre Arbeit vor und erklären im UniBlog, wieso bei ihnen jeder willkommen ist. Frau Lebkücher, was macht eigentlich eine Studierendenpfarrerin? Ich bin Ansprechpartnerin für alle Studierenden bei Anliegen der Seelsorge. Außerdem mache ich viele Angebote, die im weitesten Sinn kirchlich sind. Es gibt regelmäßig eine wöchentliche Andacht und einen Abend, an dem wir beispielsweise in der Vorweihnachtszeit backen oder basteln. Ich versuche eine Mischung aus gottesdienstlichen und thematischen Veranstaltungen anzubieten. Jedes Semester setzen wir uns mit einem anderen Thema auseinander. Letztes Semester war es „Judentum – Spuren jüdischen Lebens in Landau” und zurzeit haben wir das Thema „Freude schenken – Love to go“. Dann gibt es noch Veranstaltungen, die einfach nur Spaß machen und der Gemeinschaft dienen. Inhaltlich wollen wir uns in diesem Semester vor allem mit fairer …

Langeweile ade: Theresa Theis sorgt als Kinderbetreuerin auf privaten Events für Spannung, Spiel und Spaß. Foto: Lena Hoffmann

Kinderbetreuerin bei privaten Events

Wenn Erwachsene Feste feiern, ist das für Kinder oft langweilig. Genau da kommt Theresa Theis ins Spiel. Die Koblenzer Studentin ist eine von vielen Kinderbetreuern der Agentur „Das Sahnehäubchen“. Sie kümmert sich bei Events um die Betreuung der kleinsten Gäste. Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Wer sind Sie? Ich heiße Theresa Theis, bin 21 Jahre alt und studiere im 5. Semester Grundschulbildung. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich arbeite bei der Agentur „Das Sahnehäubchen“. Gemeinsam mit meinen Kollegen betreue ich deutschlandweit Kinder auf Hochzeiten, Familienfeiern, oder Messen. Meistens sind die Einsätze am Wochenende. Was sind Ihre Aufgaben? Bei den Festen sind wir vor Ort für die Betreuung der anwesenden Kinder zuständig. Wir spielen mit ihnen und beschäftigen sie. Manchmal muss man auch mal trösten. Wenn Babys …