Studis & ihre Nebenjobs
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Beschäftigte im Studienbüro

Eva Heuft fühlt sich wohl als Mitarbeiterin im Studienbüro in Koblenz. Foto: Marius Adam. Eva Heuft fühlt sich wohl als Mitarbeiterin im Studienbüro in Koblenz. Foto: Marius Adam.

Eva Heuft arbeitet im Koblenzer Studienbüro. Im Interview berichtet die Studentin, wie sich ihr persönliches Verhältnis zur Uni verändert hat, seit sie für andere Studierende und Bewerber eine Informationsquelle rund um das Studium am Campus Koblenz ist.

Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei.

Wer sind Sie?

Ich heiße Eva Heuft, bin 25 Jahre alt und studiere im Zwei-Fach-Bachelor Germanistik und Anglistik am Campus Koblenz. Da ich vorher mit Lehramt begonnen habe, bin ich eigentlich im achten Semester, den Zwei-Fach-Bachelor mache ich jetzt seit fünf Semestern.

Was für einen Nebenjob machen Sie?

Ich bin auf Aushilfsbasis im Studienbüro in der Emil-Schüller-Straße beschäftigt und arbeite 16 Stunden in der Woche.

Was sind Ihre Aufgaben?

Hauptsächlich bieten wir Informationen für Studieninteressierte sowie für Studierende. Wichtig ist, dass wir keine Beratungsstelle sind, dafür gibt es die Studienberatung. Wir geben zum Beispiel Antwort auf die Frage „Wo muss ich womit hingehen?“. Die Bewerberbetreuung ist unsere größte Aufgabe, zum Beispiel wenn Fragen zur Registrierung, zu KLIPS oder wenn technische Probleme auftreten. Auch kreativ kann ich mich hier ausleben, indem ich beispielsweise Flyer gestalte oder den Internetauftritt des Studienbüros betreue. Ich möchte das Universum Uni anschaulich machen.

Was bereitet Ihnen am meisten Freude bei dieser Arbeit?

Die Teamarbeit und der Kontakt mit den Studierenden und Studieninteressierten sind Dinge, die mir sehr gut an meiner Arbeit gefallen. Mit meiner Kollegin sitze ich in einem Büro und arbeite mit ihr verschiedene Dinge aus, aber auch mit den anderen Abteilungen findet Kommunikation statt und man hilft sich aus. Ich habe während meiner Arbeit sehr viel über die Uni erfahren. Die persönliche Wissensweitergabe und die Wissensaufbereitung, also wie kann ich etwas anschaulich darstellen, erfüllen mich. Und meine Kreativität umzusetzen, macht mir sehr viel Spaß.

Wie kamen Sie an Ihren Nebenjob?

Das ging damals ganz unspektakulär über eine öffentliche Ausschreibung, auf die ich mich beworben habe. Seit Mai 2013 bin ich jetzt schon dabei.

Was verdienen Sie bei diesem Nebenjob?

Ich bin angestellt, verdiene also laut dem Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst der Länder in der Tarifgruppe TV-L3. Das sind um die 12 Euro pro Stunde.

Kann man diesen Job weiter empfehlen? Braucht man bestimmte Voraussetzungen dafür?

Ja, ich kann den Job beim Studienbüro definitiv weiterempfehlen. Das Wissen, das man hier bekommt, bereichert das eigene Studium. Bevor ich hier angefangen habe, wäre ich niemals auf die Idee gekommen, den Zwei-Fach-Bachelor zu machen. Doch hier habe ich erfahren, was mir aus meinem vorigen Studium angerechnet werden kann und wie unkompliziert der Wechsel ist. An Voraussetzungen für diesen Nebenjob braucht man nichts bestimmtes, eher die Standardsachen wie Teamfähigkeit und Organisationstalent.

Wie „studienkompatibel“ ist Ihre Arbeit? Bitte vergeben Sie Sterne von 1 bis 5 (5 Sterne = super kompatibel)

5 Sterne. Du wirst hier als Student angesehen und respektiert. Klar muss ich manchmal Kompromisse eingehen, jedoch war ich beispielsweise während meiner Anstellung für drei Monate im Ausland (da es für Anglistik Pflicht ist) – mit Urlaubs- und Minusstunden ließ sich das regeln. Donnerstags ist das Studienbüro geschlossen, weil sowohl meine Kollegin als auch ich den ganzen Tag Uni haben, da sagt keiner etwas. Es wird also große Rücksicht darauf genommen, dass ich in erster Linie Studentin bin.

Clara Jung

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