Monate: Juli 2015

Romy Nordmann bei ihrer täglichen Arbeit an der Bibliotheksinformation. Foto: Angela Gräse

Who is Who: Sechs Fragen an Bibliotheksmitarbeiterin Romy Nordmann

Wer ist eigentlich die freundlich lächelnde Kassiererin an der Salatbar? Wie verbringt der Hausmeister wohl seine Mittagspause?  In der Serie “Who ist Who?” stellt UniBlog die Menschen vor, die dafür sorgen, dass der Studienalltag gelingt: Unsere Uni-Mitarbeiter. Heute treffen wir Romy Nordmann. Sie ist seit 2012 Angestellte der Bibliothek am Campus Landau. Dort leitet sie die Fernleihe und ist stellvertretende Leitung des Referats Benutzung. Woran arbeiten Sie gerade? Gerade eben hatte ich eine Besprechung mit meinen Kollegen. Dabei ging es darum, wie Rechercheverfahren vereinheitlicht werden können. Solche Treffen haben wir in der Regel einmal pro Woche. Was motiviert Sie an einem schlechten Tag? Mich motivieren meine Kollegen. Wir sind ein tolles Team und ich freue mich immer darauf, alle zu sehen, auch an schlechten Tagen. Was macht Ihnen am meisten Arbeit? Die meiste Arbeit macht die Ausarbeitung neuer Konzepte für die Bibliothek. Dabei geht es auch um den Ausbau neuer Schulungsangebote. Die Planung mit anderen Kollegen kann oft zeitintensiv sein. Wie oft essen Sie in der Mensa? Ehrlich gesagt nie. Bei gutem Wetter verbringe ich meine Mittagspause …

Catharina Fuhrmann engagiert sich ehrenamtlich für die Initiative ArbeiterKind.de. Fotos: Marius Adam

ArbeiterKind hilft beim Sprung an die Uni

Als erster in der Familie an die Uni zu gehen, ist ein schwieriges Unterfangen: Oftmals kämpfen Arbeiterkinder mit familiären Vorbehalten und fehlenden finanziellen Mitteln. Unterstützung erhalten sie bei der Initiative ArbeiterKind.de. Am Campus Koblenz engagieren sich Studierende und eine Doktorandin ehrenamtlich für die gemeinnützige Organisation. „Mach erst mal eine vernünftige Ausbildung, dann hast du was in der Tasche“: Kinder nicht-akademischer Eltern fällt es angesichts solcher Einstellungen oft schwer, sich für ein Studium zu entscheiden. Auch Catharina Fuhrmann musste sich gegenüber ihren Eltern behaupten. Heute macht sie ihren Doktor in Erziehungswissenschaften am Campus Koblenz. „Für meine Eltern ist es auch heute nicht leicht zu akzeptieren, dass ich in ihren Augen immer noch nicht in der Arbeitswelt angekommen bin“, berichtet Fuhrmann. Bevor sie ihre jetzige Position in der akademischen Welt fand, musste sie viele Hürden überwinden. An die Uni mit Umwegen Nach der Realschule kämpft die heute 26-Jährige dafür, das Gymnasium besuchen zu dürfen. Mit ihrem ausgezeichneten Abiturschnitt stehen ihr alle Türen offen. Ihre Eltern können sie jedoch überzeugen, einen Lehrvertrag zu unterschreiben. Noch bevor sie die Ausbildung antritt, beginnt Fuhrmann mit einem biomedizinischen Chemie-Studium. Schnell …

Tino Krekeler promoviert am Campus in Landau zu Mobilitätsprozessen zwischen dem Leiharbeits- und dem Normalarbeitsverhältniss. Foto: Lisa Leyerer

Tino Krekeler erforscht Mobilitätsprozesse am Arbeitsmarkt

Am Campus in Landau promoviert Tino Krekeler am Institut für Sozialwissenschaften. Er untersucht die Übergänge von einem Leiharbeitsverhältnis in eine feste Anstellung. Sein besonderes Augenmerk richtet sich dabei auf den Sprungbretteffekt von Leiharbeit. Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Promovierende im Interview” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Bitte beschreiben Sie Ihre Forschung in wenigen Sätzen. Die Serie Sie forschen, organisieren Tagungen oder schreiben Fachartikel: In unserer Serie “Forschung vorgestellt” berichten wir über Promovierende und ihre Forschung an unserer Universität. Und fragen: Was ist ihr Thema? Was sind ihre Leidenschaften? Wieso haben sie sich für eine Promotion entschieden? Wie organisieren sie ihr Arbeitspensum? Ich betrachte die Mobilitätsprozesse zwischen dem Leiharbeits- und dem Normalarbeitsverhältnis. Man spricht vom sogenannten Brücken- oder Sprungbretteffekt, wenn man von einem Leiharbeitsverhältnis in ein “reguläres” Beschäftigungsverhältnis wechselt. Ich untersuche, von welchen betrieblichen Merkmalen dies abhängt, z.B. ob die Betriebsgröße, die Branche, die Geschäftslage, die Anwesenheit …

Viktoria Schäfer (l.) und Jennifer Retz (r.) konnten schon viele Studierende zum Mithelfen motivieren. Foto: privat.

Koblenz lernt e.V.: Ehrenamtliche Nachhilfe für Schüler

Mehr Bildungschancen und eine bessere Zukunft für alle – das ist das Ziel von „Koblenz lernt“. Von Studierenden ins Leben gerufen, ermöglicht der Verein Schülern mit Lernschwierigkeiten einmal wöchentlich kostenlose Nachhilfe. Die Idee, ehrenamtliche Nachhilfe anzubieten, kam den Vereins-Gründerinnen Jennifer Retz und Viktoria Schäfer bereits im zweiten Studiensemester. Beide absolvierten vor Studienbeginn ein Auslandssemester in den USA: „Dort arbeitete ich ehrenamtlich an einer Schule. Als ich wieder zurück in Koblenz war, musste ich feststellen, dass es diese Möglichkeit hier nicht gab“, berichtet Retz. Während des ersten Schulpraktikums an einer Realschule plus fiel den beiden auf, dass viele Schüler Schwierigkeiten im Unterricht und bei den Hausaufgaben haben. Darum gründeten Retz und Schäfer im März 2013 den Verein „Koblenz lernt“, der Schülern bei Lernproblemen hilft. Das nötige Wissen und die Kompetenz haben sich die beiden Studentinnen neben dem Studium selbst angeeignet. Schäfer kümmert sich hauptsächlich um das Marketing und die Finanzen, Retz um die Kontakte zu den Schulen und Kindern. Mit ihrem Kommilitonen Michael Meixner fanden sie einen engagierten Helfer, der die Personalabteilung des Vereins sowie die Sponsoren …

Wibke Herbert mit einem Mädchen, dem durch die Kronkorkenspenden eine Krankenversicherung für zwei Jahre ermöglicht werden konnte. Foto: Jonas Herbert

Mehr als nur luftdichter Verschluss: Kronkorken retten Menschenleben

Die ehemalige Landauer Studentin Wibke Herbert sammelt mit ihrer Organisation Amebii Ghana e.V. Kronkorken, die sie bei einem Schrotthändler eintauscht. Mit dem Erlös ermöglicht der Verein Kindern in Ghana eine Krankenversicherung, die sonst kaum Chancen auf eine medizinische Versorgung hätten. Amebii, das bedeutet Kinder auf ghanaisch. 2008 reiste Wibke Herbert das erste Mal mit einer Freiwilligenorganisation nach Ghana, seitdem hat das schöne, aber sehr arme Land sie nicht mehr losgelassen. Herbert möchte helfen und zwar dauerhaft. Vor zwei Jahren gründete sie deshalb mit anderen Ehrenamtlichen die in Lampertheim ansässige Organisation Amebii Ghana e.V. Der durch Spenden finanzierte Verein engagiert sich für den Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und sauberem Trinkwasser für die Menschen in Ghana. „Im ersten Jahr konnten wir mit den Spendengeldern einen Kindergarten und eine Schule in Ghana bauen. Momentan sind wir dabei, einen Brunnen zu errichten, um zwei Dörfer mit sauberem Trinkwasser zu versorgen“, berichtet Herbert. Eine Krankenversicherung für 15 000 Kronkorken Herbert und ihre Mitstreiter hatten eine auf den ersten Blick kurios erscheinende Idee: „Eine Freundin hat jahrelang Kronkorken gesammelt. Irgendwann überlegten wir , was …

Aubrey Czepy kennt das Projekt aus beiden Perspektiven: Als Schülerin und heute als Förderlehrerin ist sie froh, dabei zu sein. Foto: Clara Jung

Sprachförderung für Schüler: Es FUNKt am Campus Koblenz

FUNK, das ist die Abkürzung für Fachsprachlicher Förderunterricht. Unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Liebert und Frau Dr. Kallass, beide Mitarbeiter am Institut für Germanistik am Campus Koblenz, dreht sich alles um die Sprachförderung bei jugendlichen Schülern mit Migrationshintergrund und aus sozial schwachen Familien. Schüler mit Deutsch als Zweitsprache haben es im Unterricht doppelt schwer: Sie müssen den Lernstoff begreifen, und das in einer Sprache, die nicht ihre Muttersprache ist. Um ihnen zu helfen, wurde 2010 FUNK ins Leben gerufen. In Kooperation mit der Stadt Koblenz, mehreren Schulen in der Stadt und der Universität macht sich das Forschungsprojekt zur Aufgabe, Schülern mit Migrationshintergrund Sprachunterstützung bis zum Abitur zu geben. Es gehört zu der Forschungsstelle Wissenstransfer des Instituts für Germanistik. FUNK liegt an der Schnittstelle von Praxis und Forschung und untersucht, welche Methoden in den Bereichen Didaktik und Sprachförderung funktionieren. Gleichzeitig setzt es sich zum Ziel, einen Beitrag zur Lehramtsausbildung zu leisten, indem es Lehramtsstudierenden ermöglicht, sich als Förderlehrer zu erproben. Sprachförderung im Unterricht Der Förderunterricht ist ein integrierter Sprach-Fach-Unterricht. Allein das Verständnis einer Aufgabenstellung …

Rettet die Lebensmittel! Beim Foodsharing werden übrig gebliebene Lebensmittel vor der Mülltonne bewahrt und mit anderen geteilt. Fotos: Lisa Leyerer.

Foodsharing: Rettungseinsatz für Lebensmittel

Teile Lebensmittel, statt sie wegzuwerfen: Das ist das Motto des deutschlandweit agierenden Vereins Foodsharing e.V. Über 7480 ehrenamtliche Foodsaver helfen täglich, Lebensmittel vor der Mülltonne zu retten. Auch Studierende der Universität Koblenz-Landau engagieren sich im Kampf gegen die Verschwendung. Sie verteilen Lebensmittel im Landauer Eckhaus und befüllen einen Foodsharing-Kühlschrank auf dem Campus.  13:30 Uhr: Bepackt mit einem roten Bollerwagen und leeren Tüten machen sich Lisa Schäfer und die Studentinnen Nora Tesch und Rebekka Everding auf den Weg vom Eckhaus in die Landauer Innenstadt. Ihr Ziel: Der Markt. Ihre Aufgabe: Lebensmittel vor dem Wegwerfen retten und im Eckhaus verteilen. Es ist Samstag, das Thermometer zeigt 32 Grad und die Stadt ist voller Menschen. Die jungen Frauen schlängeln sich durch die Fußgängerzone. Ein neues Gesicht schließt sich der Gruppe an: Eine Studentin möchte heute zum ersten Mal mithelfen und wird von Tesch, die seit drei Monaten Foodsaverin ist, freundlich begrüßt. Mitmachen kann jeder – egal ob Student oder Rentner. Everding erklärt, wie es geht: “Auf der Plattform www.foodsharing.de kann man sich anmelden und nachschauen, in welcher Stadt …

Eine Unibotschafterin informiert Schülerinnen auf einer Messe in Mannheim. Foto: Ralf Bauer

Unibotschafter helfen bei der Studienwahl

Seit dem Sommersemester 2015 bietet das Kompetenzzentrum für Studium und Beruf (KSB) die Ausbildung als Unibotschafter an. Auf Messen, bei Campusführungen und anderen Veranstaltungen sind die Botschafter als Ansprechpartner für Studieninteressierte im Einsatz. Studentin Eva Mertes ist eine von bislang sieben Unibotschaftern. Die Uni- und Studienlandschaft in Deutschland ist spannend und vielfältig – da den Durchblick zu erhalten, ist gar nicht so einfach. Speziell ausgebildete Unibotschafter zeigen Studieninteressierten die verschiedenen Angebote der Universität Koblenz-Landau auf. „Die als Unibotschafter ausgebildeten Studierenden sind sehr nah an der Gruppe der Interessenten dran, was die Hemmschwelle senkt, Fragen zu stellen“, berichtet Anja Kayser, Mitarbeiterin des Kompetenzzentrums für Studium und Beruf (KSB). Das KSB hat die Unibotschafter zusammen mit dem Studienbüros und der Studienberatung in Landau ins Leben gerufen. Ausbildung mit Zertifikat und ECTS-Punkten Eva Mertes ist eine der Unibotschafterinnen. Die 20-Jährige sieht ihre Hauptaufgabe darin, zukünftigen Studierenden das Studienangebot und die Gegend rund um den Campus zu präsentieren. „Nach dem Abitur gibt es gefühlt tausend Sachen, die man machen kann. Als Unibotschafter helfe ich dabei, zu reflektieren, was man …

Arbeitsplatz Wald: Hier verbringt Annika Rolke als Hochseilgartentrainerin ihre Zeit. Fotos: Privat.

Trainerin im Hochseilgarten

Annika Rolke ist Trainerin im Hochseilgarten. Bei diesem Nebenjob hält sie sich in hohen Baumwipfeln auf und hilft Menschen, an ihre Grenzen zu gehen. Wer sind Sie? Ich heiße Annika Rolke, bin 21 Jahre alt und studiere im 2. Semester Kulturwissenschaft in Koblenz. Was für einen Nebenjob machen Sie? Ich bin freiberufliche Hochseilgartentrainerin im Kletterwald in Sayn. Meistens arbeite ich am Wochenende oder an Feiertagen. Die Serie Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei. Bisher erschienene Artikel finden sie hier. Was sind Ihre Aufgaben? Ich weise die Besucher in die Sicherheitsrichtlinien und die Technik des Hochseilgartens ein und helfe ihnen beim Anziehen der Kletterausrüstung. Außerdem bereite ich die Kletterparcours vor, schaue, ob alles in Ordnung ist, öffne und schließe die Zugänge. Wenn die Kletterer nicht weiterkommen, ist es meine Aufgabe, sie indirekt …