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Unibotschafter helfen bei der Studienwahl

Eine Unibotschafterin informiert Schülerinnen auf einer Messe in Mannheim. Foto: Ralf Bauer Eine Unibotschafterin informiert Schülerinnen auf einer Messe in Mannheim. Foto: Ralf Bauer

Seit dem Sommersemester 2015 bietet das Kompetenzzentrum für Studium und Beruf (KSB) die Ausbildung als Unibotschafter an. Auf Messen, bei Campusführungen und anderen Veranstaltungen sind die Botschafter als Ansprechpartner für Studieninteressierte im Einsatz. Studentin Eva Mertes ist eine von bislang sieben Unibotschaftern.

Die Uni- und Studienlandschaft in Deutschland ist spannend und vielfältig – da den Durchblick zu erhalten, ist gar nicht so einfach. Speziell ausgebildete Unibotschafter zeigen Studieninteressierten die verschiedenen Angebote der Universität Koblenz-Landau auf. „Die als Unibotschafter ausgebildeten Studierenden sind sehr nah an der Gruppe der Interessenten dran, was die Hemmschwelle senkt, Fragen zu stellen“, berichtet Anja Kayser, Mitarbeiterin des Kompetenzzentrums für Studium und Beruf (KSB). Das KSB hat die Unibotschafter zusammen mit dem Studienbüros und der Studienberatung in Landau ins Leben gerufen.

Ausbildung mit Zertifikat und ECTS-Punkten

Eva Mertes ist eine der Unibotschafterinnen. Die 20-Jährige sieht ihre Hauptaufgabe darin, zukünftigen Studierenden das Studienangebot und die Gegend rund um den Campus zu präsentieren. „Nach dem Abitur gibt es gefühlt tausend Sachen, die man machen kann. Als Unibotschafter helfe ich dabei, zu reflektieren, was man wirklich möchte“, erklärt Mertes, die im dritten Semester Wirtschaft und Arbeit sowie Katholische Theologie auf Lehramt studiert. An der Ausbildung teilnehmen können Studierende aller Fächer. Neben einem Zertifikat erhalten Studierende der Psychologie, Erziehungswissenschaften und Bildungswissenschaften, je nach Studienrichtung und Einsatzumfang, außerdem ein bis zwei ECTS-Punkte.

Aufmerksam auf die Ausbildung wurde Eva Mertes durch eine Rundmail des KSB. „Ich fand es sehr spannend, mehr über die anderen Studiengänge an der Universität lernen zu können. Der Aspekt der Kommunikationsförderung hat mich als angehende Lehrerin natürlich auch gereizt – und zu guter Letzt sind die Workload-Punkte, die man erhält, ein zusätzlicher Ansporn“, erzählt die Lehramtstudentin.

 

Dozentin Christina Bär, Unibotschafterin Eva Mertes und KSB Mitarbeiterin Anja Kayser (v.L.). Foto: Angela Gräsel

Dozentin Christina Bär, Unibotschafterin Eva Mertes und KSB Mitarbeiterin Anja Kayser (v.L.). Foto: Angela Gräsel

Kein klassisches Seminar

Positiver Nebeneffekt des Projekts: „Die Studierenden, die als Botschafter zur Seite stehen, erlernen selbst auch wichtige Kompetenzen“, weiß KSB-Mitarbeiterin Anja Kayser. Die Studierenden durchlaufen eine Ausbildung, die aus Workshops und aus Selbststudium besteht. Christina Bär, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Koblenz-Landau, übernimmt diesen Part. „Themen sind unter anderem die Rollenreflexion oder Kommunikation.” Die Teilnehmer erarbeiten während der Ausbildung eigenständig, welche Informationen für Bewerber an der Universität wichtig sind. Der thematische Rahmen dafür wird in den Workshops abgesteckt. Weitere Inhalte, wie Präsentationen oder die Planung von Campus-Führungen, stehen auch dem Lehrplan. Während der Kurse herrscht rege Teilnahme. “Man spürt als Dozentin, dass unsere Botschafter wirklich mit Herzblut dabei sind“, berichtet Bär.

Einsatz auf Messen

Ein Teil der Unibotschafter darf Messeluft schnuppern und unterstützt Studienberaterin Ursula Sitt beim Erstkontakt mit Studieninteressierten. Dabei helfen Selbstbewusstsein und Offenheit, findet Eva Mertes: „Wenn Schüler unsicher vor einem Stand stehen, sollte man die Initiative ergreifen können.“ Da Mertes ihre Ausbildung erst vor kurzem beendet hat, wartet sie noch auf ihren ersten Einsatz. „Ich kann mir vorstellen, dass es für uns als Unibotschafter schwierig werden könnte, wenn Schüler noch überhaupt keine Idee haben, was sie studieren möchten“, vermutet die Studentin. Durch die Ausbildung fühlt sie sich gut auf solche Situationen vorbereitet: „Wir haben uns ein breites Wissen über das Angebot der Universität angeeignet. Auch schwierigere Situationen haben wir in Rollenspielen geprobt und gelernt, uns in die Rolle eines Schülers zurückzuversetzen.“

Auf den Messen werden die Unibotschafter nicht nur mit Fragen zu einzelnen Studiengängen gelöchert. Auch der Studienort ist für viele Interessenten ein Kriterium für die Studienwahl. „Auch hier können unsere Unibotschafter Informationen darüber geben, was das Besondere an Landau ist“, berichtet Bär. Die Projektmitglieder möchten die Ausbildung zum Unibotschafter auch im nächsten Semester weiterführen. Dann soll das Angebot auch erstmalig Studenten in Koblenz zur Verfügung stehen. „Da meine eigene Entscheidung nach dem richtigen Studiengang und dem Studienort nicht lange zurück liegt, kann ich mich mit den Fragen und Sorgen der Schüler gut identifizieren“, ergänzt Mertes, die sich schon auf ihren ersten Messeeinsatz freut.

Angela Gräsel

Infos zur Ausbildung als Unibotschafter

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