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Trainerin im Hochseilgarten

Arbeitsplatz Wald: Hier verbringt Annika Rolke als Hochseilgartentrainerin ihre Zeit. Fotos: Privat. Arbeitsplatz Wald: Hier verbringt Annika Rolke als Hochseilgartentrainerin ihre Zeit. Fotos: Privat.

Annika Rolke ist Trainerin im Hochseilgarten. Bei diesem Nebenjob hält sie sich in hohen Baumwipfeln auf und hilft Menschen, an ihre Grenzen zu gehen.

Die Serie: Das WG-Zimmer, das eigene Auto, der Kinobesuch mit Freunden: Das alles will bezahlt werden. Viele Studierende verdienen sich neben der Unterstützung der Eltern und Bafög etwas dazu oder finanzieren ihr Studium komplett selbst. Uniblog stellt in einer Serie Studierende und ihre Nebenjobs vor. Von alltäglich bis kurios ist fast alles dabei.

Wer sind Sie?

Ich heiße Annika Rolke, bin 21 Jahre alt und studiere im 2. Semester Kulturwissenschaft in Koblenz.

Was für einen Nebenjob machen Sie?

Ich bin freiberufliche Hochseilgartentrainerin im Kletterwald in Sayn. Meistens arbeite ich am Wochenende oder an Feiertagen.

Annika Rolke macht ihr Nebenjob sichtlich Spaß.

Annika Rolke macht ihr Nebenjob sichtlich Spaß.

Was sind Ihre Aufgaben?

Ich weise die Besucher in die Sicherheitsrichtlinien und die Technik des Hochseilgartens ein und helfe ihnen beim Anziehen der Kletterausrüstung. Außerdem bereite ich die Kletterparcours vor, schaue, ob alles in Ordnung ist, öffne und schließe die Zugänge. Wenn die Kletterer nicht weiterkommen, ist es meine Aufgabe, sie indirekt zu retten, indem ich sie motiviere und Tipps gebe, oder aber direkte Rettung leiste, was das Abseilen der Leute aus dem jeweiligen Hochseilgartenelement beinhaltet. Das passiert zum Beispiel auch, wenn es Unwetter gibt.

Was bereitet Ihnen am meisten Freude bei dieser Arbeit?

Der Umgang mit den Gästen, die sehr verschieden sind, macht Spaß. Ob Kinder oder Erwachsene, aus Koblenz oder von weiter her, oft überwinden die Besucher ihre Grenzen. Das mitzubekommen oder dazu zu motivieren, ist sehr schön. Für mich ist es auch der richtige Job, weil ich den ganzen Tag draußen in der Natur verbringe und sportlich aktiv bin. Zu guter Letzt ist das Arbeiten im Team cool, das aus vielen anderen Studenten besteht. So lernt man neue Leute kennen.

Wie kamen Sie an Ihren Nebenjob?

Meine Mitbewohnerin hat mich davon überzeugt. Sie arbeitet dort schon seit 4 Jahren und ist immer noch froh mit dem Job.

Was verdienen Sie bei diesem Nebenjob?

Man startet mit dem Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde, kann sich aber nach einer bestimmten Stundenanzahl steigern. Auch wenn man besonders verantwortungsvolle Aufgaben, wie beispielsweise Servicekraft oder Sicherheitstrainer, übernimmt, bekommt man mehr Lohn. Dazu sind allerdings Zusatzfortbildungen notwendig.

Kann man diesen Job weiter empfehlen? Braucht man bestimmte Voraussetzungen dafür?

Weiterempfehlen definitiv ja. Um damit anfangen zu können, musste ich eine mehrtägige Ausbildung machen, in die ich zunächst etwas investieren musste. Aber wenn man motiviert, sportlich und gern draußen ist, ist es perfekt. Es gibt einige neue Dinge zu lernen. Auch der Umgang mit den verschiedenen Menschentypen fordert pädagogische Grundkenntnisse.

Wie „studienkompatibel“ ist Ihre Arbeit? Bitte vergeben Sie Sterne von 1 bis 5 (5 Sterne = super kompatibel)

5 Sterne. Die Arbeitszeiten teile ich mir selber ein, es gibt keine Mindeststundenzahl und man kann auch mal ein paar Monate nicht arbeiten, wenn man beispielsweise auf Reise ist oder im Auslandssemester. Wenn man arbeitet, ist man allerdings den ganzen Tag im Kletterpark.

Clara Jung

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