Monate: April 2013

Ministerin Ulrike Höfken zu Besuch in der Lehrküche. Foto: Förg

Ministerin Höfken schnuppert in die Koblenzer Lehrküche

Eine Veranstaltung mit allen Sinnen: Die rheinland-pfälzische Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten, Ulrike Höfken, hat sich am Campus Koblenz über den Studienschwerpunkt Ernährung- und Verbraucherbildung informiert. Angehende Lehrerinnen und Lehrer lernen hier, wie sie Schulkinder zu ausgewogener und gesunder Ernährung anleiten können. Der Besuch der Ministerin fand im Rahmen der Grünen Woche Rheinland-Pfalz statt, die in diesem Jahr unter dem Motto “Rheinland-Pfalz isst besser” steht. Dr. Michaela Schlich, Leiterin des Fachgebiets Ernährungs- und Verbraucherbildung – das Fachgebiet bieten wir als einzige Hochschule in Rheinland-Pfalz an -, und der Präsident Prof. Dr. Roman Heiligenthal erläuterten der Ministerin und dem Oberbürgermeister der Stadt Koblenz, Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig, insbesondere den Studienschwerpunkt Sensorikprüfung. Die Sinne Riechen, Schmecken, Hören und Sehen lassen sich durch verschiedene Tests schulen. So werden die Studierenden ermutigt, bei der Auswahl von Speisen und Getränken die eigenen Sinne zu gebrauchen. Diese Erfahrung sollen sie später an Schulkinder weitergeben. Auch die Ministerin testete konzentriert ihre Sinne, zum Beispiel bei einem Geruchstest, bei dem sie Aromen in Filzstiftspitzen richtig identifizieren musste. „Erfolgreiche, praxisorientierte Ernährungsbildung …

Conrad Szudra wurde in seinem Amt als AStA-Vorsitzender bestätigt. Seit Oktober 2012 steht er dem studentischen Gremium vor. Foto: Hannah Wagner

Conrad Szudra: AStA-Vorsitzender mit vielen Facetten

„Bemüht, ruhig und gut drauf“ – mit diesen Worten beschreibt sich Conrad Szudra selbst. Als wiedergewählter Vorsitzender des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) ist der 24-jährige aktiv in der Hochschulpolitik und engagiert sich für seine Mitstudierenden. Conrad Szudra ist seit Oktober 2012 Vorsitzender des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) am Campus Koblenz. Dass er wieder gewählt wurde, „ist ein großes Glück für das studentische Gremium“, sagen seine Mitreferenten. Seit gut vier Jahren wohnt der gebürtige Berliner, der in der Nähe von Ulm aufwuchs, in Koblenz und studiert im ersten Mastersemester Kulturwissenschaft. „Nach dem Abitur habe ich mich für Geschichte interessiert“, erzählt der 24-Jährige. In Koblenz wurde Szudra dann auf das Fach Kulturwissenschaft aufmerksam: „Der damals neu eingeführte Studiengang ist vielseitig und passt gut zu meinen Interessen.“ Nicht unbeteiligt an der Entscheidung, 400 Kilometer von der Heimat ein neues Kapitel aufzuschlagen, war Szudras Bruder Bernhard: „Ihm verdanke ich auch die Begeisterung für die Hochschulpolitik“. Bereits 2009 engagierte sich der AStA-Vorsitzende im Arbeitskreis und später als Referent für die SommerUni. „Schnell habe ich mich dann für Uni übergreifende Dinge und die …

Volles Haus beim Poetry Slam.

Knappe Entscheidung beim Poetry-Slam und eine klare Siegerin

Der siebte Landauer Poetry-Slam war ein voller Erfolg. Die Plätze des Universum Kinocenters waren voll belegt und das Publikum begeistert von den jungen Wortakrobaten. Schon um 19 Uhr bildete sich eine große Menschentraube vor dem Universum. Ausverkauft waren die 600 Plätze schon vor Tagen. Jeder, der eine Karte hatte, stürmte die kleine Eingangshalle und ließ sich mit dem Strom ins Saalinnere treiben, um sich einen guten Sitzplatz zu ergattern. Erst eine Stunde später begann das wortreiche Spektakel. „Das ist ein Slam, da fängt man nicht pünktlich an“, erklärte Moderator Hans Ludwigsburg zu Beginn und verteilte gleich noch ein paar Handyverbote unter der Androhung, den Anruf persönlich entgegen zu nehmen. Atemloses Lachen und stilles Nachdenken In der Vorrunde traten acht Gäste gegeneinander an, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Den Anfang machte das Landauer Eigengewächs Indiana Jonas mit einem bissigen Text über seine angeborene Trägheit, den Wettlauf mit den Konkurrenten, den ersten Kuss mit Florence bzw. mit Florentz – mit „tz“ geschrieben -, um die Kanten ihres Charakters besser heraus zu stellen. Danach begeisterten Peter Parkster, …

Am Wochenende lockt das Filmfestival Weitwinkel in den Circus Maximus. Foto: Gerd Altmann/ pixelio.de

Wochenend-Tipp: Weitwinkel-Filmfestival im Circus Maximus

Graues Wetter eignet sich hervorragend für bunte Streifen: Am kommenden Wochenende, 20. und 21. April, findet in Koblenz das ethnographische Filmfestival WEITWINKEL statt. Veranstaltungsort ist der Circus Maximus (Stegemannstr. 30, 56068 Koblenz). Organisiert wird das Festival von Studierenden des Bachelor Kulturwissenschaft. Visuelle Anthropologie setzt auf den Vermittlungscharakter von Bildern und verzichtet weitgehend auf den Einsatz von Kommentar. Um die gesprochene Sprache als Teil der Kultur nicht zu verfälschen, werden die Filme in Originalsprache und mit englischsprachigen Untertiteln gezeigt. Neben internationalen Filmen werden auch lokale studentische Ethnographien und Dokumentationen zu sehen sein. Was läuft? Das Programm finden Sie hier: http://stadttuni.de/weitwinkel-filmfestival-2013/programm/ Tickets: Filmeinzelticket: 2 Euro, Tagesticket: 6 Euro (ermäßigt: 4 Euro), Wochenend-Ticket: 10 Euro (ermäßigt: 6 Euro)    

Poetikdozent Abbas Khider las in der Villa Streccius aus seinem neuen Roman "Brief in die Auberginenrepublik". Foto: Sarah Ochs

Nachlese zu Lesung: Abbas Khider kämpft mit Worten

Um Ende der neunziger Jahre aus dem Exil einen Brief in den Irak zu schicken, braucht es einige Anstrengungen. Es gibt noch kein Facebook, kein Twitter, nur Briefboten, die Post gegen viel Geld über die Grenze schmuggeln. Vom Weg eines Liebesbriefs, den der junge Salim aus Bengasi in Lybien an seine Geliebte Samia schickt, handelt Abbas Khiders neuer Roman „Brief in die Auberginenrepublik”. Am Mittwoch las Khider – derzeitiger Poetikdozent am Campus Landau und Anwärter auf den deutschen Buchpreis – in der Villa Streccius aus seinem Roman. Als der Autor zu lesen beginnt, ist es still im Raum in der Villa Streccius. Das Publikum ist bunt gemischt, Studenten bis hin zu Rentnern interessieren sich für Khider und seinen Roman. Khider sitzt an einem runden Tisch, lässig im schwarzen Kapuzenpullover. Die Zuhörer lauschen seinen Worten, raunen, lachen, seufzen oder kommentieren das Gehörte leise, während er mit durchdringender Stimme und heftig gestikulierend liest. Er trägt drei verschiedene Kapitel vor. Sie handeln von Menschen, die dem Brief auf seiner Reise in den Irak begegnen, etwa ein Taxifahrer.„Auf den vielen …

Olaf Kapsitz ist Gründungsmitglied des Filmvereins Landau, der das Internationale Kurzfilmfestival La.Meko veranstaltet. Seine Moderationen durch das Festival sind legendär. Foto: Karin Hiller

Das Festival des kurzen Films: 11. Landauer La.Meko startet am 22. April

Alles begann mit einer uni-internen Veranstaltung, auf der Studierende eines Seminars von Dr. Uli Gleich ihre selbst produzierten Kurzfilme zeigten. Mittlerweile hat sich das La.Meko zu einem internationalen Filmfestival gemausert und geht in sein 11. Jahr. Organisiert wird es von einer Gruppe ehrenamtlicher Film-Liebhaber der Landauer Universität und der Stadt, die sich in dem Verein „Filmfestival Landau“ zusammengefunden hat. Kerstin Theilmann sprach mit Olaf Kapsitz, Gründungsmitglied des Vereins, über das Festival, das vom 22. bis 27. April 2013 im Universum-Kinocenter Landau stattfindet. Frühlingsgefühle – unter dieses Motto haben die Organisatoren das diesjährige La.Meko gestellt. Was erwartet die Besucher? Wir haben erstmals seit vielen Jahren unser Kurzfilmfestival in den Frühling gelegt. Davon versprechen wir uns Lächeln auf den Gesichtern, Sonne im Herzen und Blumen in den Augen  unserer Gäste. Unser Programm ist bunt und leuchtend. Frisch sind auch wir… Besonders unsere Filmauswahl wird keinen kalt lassen. Wenn einer den Winter austreibt, dann sind wir das. Nach welchen Kriterien werden die Filme fürs Festival-Programm ausgewählt? Im Vordergrund steht bei uns immer die Idee. Ein Film funktioniert nur, …

ZKW-Leiterin und Initiatorin des Abends Dr. Anja Ohmer im Gespräch mit Reinhold Messner. Foto: Thomas Lerch

Reinhold Messner zu Besuch in Landau: Ein horizontsüchtiger Abenteurer

Der Wille kann Berge versetzen. Wenn man einem das glauben kann, dann Reinhold Messner. Im voll besetzten Universum-Kino in Landau schilderte die Bergsteigerlegende eindrucksvoll, wie er in seinem Leben immer wieder einen starken Willen bewiesen hat und auch beweisen musste: Ob es die Situationen waren, in den er selbst dem Tod ins Auge blickte, ob es der tragische Verlust seines Bruders war oder gescheiterte Expeditionen. “Wer beim ersten Scheitern aufgibt, der wird nie ein großes Ziel erreichen”, sagt der Südtiroler. Und er gesteht: “Ich bin weniger durch die Erfolge der geworden, der ich heute bin, als vielmehr durch mein häufiges Scheitern.” Messner hat das Höhenbergsteigern revolutioniert. Er hat die höchsten Berge der Welt ohne aufwendige Logistik oder Technik bezwungen. Das war kostengünstiger und schneller. In Landau erzählte er von den sechs Phasen, in die er sein Leben unterteilt hat: Die Zeit des Höhenbergsteigens und Felskletterns in der Alpenregion, die Phase des Höhenbergsteigens, die Phase der “horizontalen Abenteuer”, in der er nicht Höhen, sondern die Weiten der Sand- und Eiswüsten bezwungen hat. Danach folgten die Phasen, …

In Landau gibt es langfristig keine Wegwerfbecher mehr für den Kaffee unterwegs. Foto: Petra Bork/ pixelio.de

Tschüss, Wegwerfbecher: Landau trinkt Kaffee aus Porzellan

Am Landauer Campus gibt es den Kaffee für unterwegs nur noch in Porzellan statt in Pappe: Mit dem Campus-Cup sagt das Studierendwerk Vorderpfalz der Wegwerfkultur den Kampf an. „Die leeren Becher blähen unser Müllvolumen auf und sind weder auf dem Campus noch in den Vorlesungs- und Seminarräumen ein schöner Anblick“, weiß Studierendenwerks-Geschäftsführerin Alexandra Diestel-Feddersen.”Ich bin froh, dass wir jetzt einen funktionalen und umweltfreundlichen Porzellanbecher anbieten können: den Campus-Cup.“ Ab sofort gibt‘s den Porzellanbecher für 5 Euro in der Landauer Cafeteria zu kaufen – inklusive einem Heißgetränkes nach Wahl. Der einmal gekaufte Becher kann dann bei jedem Besuch wieder mit Kaffee, Cappuccino oder Tee befüllt werden – zu den regulären Preisen. Mittelfristig sollen die Einwegbecher nicht mehr angeboten werden. Die Idee stammt von der Wormser Studierendeninitiative Green upyourcollege e.V. Die rannte mit ihrer Anregung, Mehrweg- statt Wegwerfbecher anzuschaffen, beim Studierendenwerk offene Türen ein. „Ich hoffe, dass der Campus Cup gut angenommen wird, zumal die Anregung, die Pappbecher durch umweltfreundliche Porzellanbecher zu ersetzen, von den Studierenden selbst kam. Und der Kaffee schmeckt auch besser als aus einem …

Liest aus seinem dritten Roman in der Villa Streccius: Abbas Khider (Foto: Jakob Steden)

Abbas Khider liest aus “Brief in die Auberginenrepublik”

Am 17.04.2013 liest Abbas Khider ab 19 Uhr in der Villa Streccius (Landau): Unser Poetikdozent aus dem Winterhalbjahr wird mittlerweile als heißer Anwärter auf den Deutschen Buchpreis gehandelt. Das Buch spielt in einer Welt, in der es noch kein Facebook und keine Handys gibt. Und in der die einzige sichere Möglichkeit, der Geliebten Zuhause einen Brief zuschicken, 200 Dollar Porto kostet. Durch welche Hände der Brief geht und ob er wirklich bei der geliebten Person landet? Das erfahrt Ihr morgen, wenn Abbas Khider aus seinem neuen Roman „Brief in die Auberginenrepublik liest“. Kerstin Theilmann