Monate: April 2016

Campus-Reporterin Sandra Erber berichtet heute von einer Sucht, die vor allem unter Studierenden verbreitet ist: Serien schauen im Akkord. Zeichnung: Carolin Höring.

Tellergebete

Quinoa, Haferflocken und Spinat-Smoothie: Unsere Campus-Reporterin Sandra Erber wundert sich über die obsessiven Ernährungsweisen ihrer Generation und fragt sich, ob zu viel Gesundheit im Speiseplan am Ende nicht nur ein Spaßverderberprogramm ist. Wann kam es nochmal zu dem Abkommen, bei dem alle beschlossen haben, von nun an nur noch vernünftig zu sein? Fitnessstudio-Hype, Selftracking oder Vegan-Doktrin – irgendwie scheint sich unsere sogenannte Generation Y nur allzu gern in Askese zu üben. Wenn ich einen kurzen Blick in unsere Speisekammer werfe, finde ich Magerquark, 5-Korn-Flocken, rote Beete und allerlei gesunde Körner und Saaten. Man könnte meinen, dass eine Fastenzeit über uns herein gebrochen wäre oder meine Mitbewohner an einer kruden Form von Vogelfutter-Diät laborieren. Nein, mit Instant-Food und Fünf-Minuten-Terrine lässt sich bei einem Großteil der bewusstseinsversessenen U-30er heute offenbar kein Blumentopf mehr gewinnen. Den Reiskörnchen an den Kragen Dieses neue Essverhalten wäre ja gemeinhin nicht zu verurteilen, stünde man nicht zunehmend im Verdacht, bei dem Konsum von ganz harmlosen Speisen eine sündhafte Freveltat zu begehen: “Clean eating” heißt der neue Lieblingstrend der Health-Gurus, der Brot, Reis und Nudeln …

Ein Job im Grünen: Stefan Eschenauer sitzt als Naturparkreferent nicht nur hinter dem Schreibtisch, er ist auch viel mit Fernglas und Turnschuhen im Park unterwegs. Foto: Privat

Auf den Spuren von… Stefan Eschenauer, Referent im Naturpark Nassau

Alumnus Stefan Eschenauer absolvierte sein Bachelor- und Masterstudium an der Universität Koblenz-Landau: Auf “Ecological Impact Assessment” am Campus Koblenz folgte der Master in BioGeoWissenschaften. Nach seinem Abschluss im Jahr 2014 hielt es den 30-Jährigen weiter in der Region: Heute arbeitet er als Referent im Naturpark Nassau. …

Nadine Thomas gehört zu den besten Dozentinnen in Rheinland-Pfalz. Foto: Karin Hiller

Eine der Besten

Die Diplom-Psychologin Dr. Nadine Thomas von der Universität Koblenz-Landau ist für ihre exzellente Lehre mit dem „Lehrpreis Rheinland-Pfalz“ ausgezeichnet worden und gehört damit zu den besten Dozentinnen des Landes. Im Interview berichtet Nadine Thomas, was für sie gute Lehre bedeutet, warum es sinnvoll ist, die Sehnsucht nach den Weiten des Meeres zu schüren und warum sie sich selbst nicht in Lehrveranstaltungen langweilen möchte. Sie werden in diesem Jahr mit dem Lehrpreis des Landes für Ihre exzellenten Leistungen in der Lehre ausgezeichnet. Was haben Sie gedacht, als Sie die Benachrichtigung erhielten? Im Fachbereich Psychologie, in dem ich an der Universität Koblenz-Landau arbeite, wird die Qualität der Lehre großgeschrieben, daher werden unsere Lehrveranstaltungen regelmäßig durch unsere Studierenden evaluiert. Als Anreiz werden die besten Veranstaltungen pro Semester mit einem Lehrpreis des Fachbereichs ausgezeichnet, der mit 700 Euro (zur Verwendung für dienstliche Zwecke) dotiert ist. Seit dem Wintersemester 2011/2012 habe ich in jedem Semester für meine Veranstaltungen einen solchen Lehrpreis erhalten, somit war ich schon etwas in Übung, was das Gewinnen von Lehrpreisen angeht. Dass ich aber zu den besten …

Dr. Azzaya Tumendelger ist als Gastwissenschaftlerin zu Besuch aus der Mongolei und forscht in Landau zu Treibhausgasen. Foto: Hiller

Gastprofessur: Von der Mongolei in die Pfalz

Von der Mongolei in die Pfalz: Dr. Azzaya Tumendelger ist Gastwissenschaftlerin am Campus Landau. Seit August vergangenen Jahres forscht sie im Fachbereich 7 Natur- und Umweltwissenschaften im Bereich Umweltphysik zu Treibhausgasemissionen. In ihrem Heimatland arbeitet sie an der Mongolian Academy of Sciences. Im Uniblog spricht die Wissenschaftlerin über kulturelle Unterschiede und berichtet, warum sie die Arbeit der deutschen Forschungsinstitute so schätzt. From Mongolia to the Palatinate: Dr. Azzaya Tumendelger is a visiting scientist in Landau. Since last August she is undertaking reasearch on greenhouse gas emissions at Faculty 7, Natural and Environmental Sciences. In her home country the scientist is working at the Mongolian Academy of Sciences. In an interview with the Uniblog she talks about cultural differences and tells us, why she appreciates the work of German reasearch institutes. Since when have you been working in Landau and in which position and department? I have been working here at the Environmental Physics group in Faculty 7, Natural and Environmental Sciences as a visiting scientist since August, 2015. Why did you decide to come to …

Angelique Lagerpusch (rechts) hat 2015 den Arbeitskreis Refugees ins Leben gerufen. Foto: Hannah Wagner

Refugees: Grüße in der Box

Seit acht Monaten gibt es am Campus Koblenz den “Arbeitskreis Refugees”. Ins Leben gerufen hat ihn die Studentin Angelique Lagerpusch. Die derzeitige Hauptaktion der Initiative ist das Packen von WelcomeBoxen für junge Flüchtlinge. Über 150 Pakete konnten in Koblenz schon verteilt werden. Kaum etwas steht derzeit so im Mittelpunkt des öffentlichen Diskurses wie das Thema Flüchtlinge. Es wird viel analysiert und diskutiert, die rein geistige Auseinandersetzung mit der Thematik war der Studentin Angelique Lagerpusch jedoch nicht genug. Als damalige Referentin für Politische Bildung des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) am Campus Koblenz gründete die 27-Jährige im August 2015 die studentische Initiative “Arbeitskreis Refugees”. “Es kamen unglaublich viele Anfragen und Hilfsangebote von verschiedenen Stellen rund um das Thema Flüchtlinge”, erinnert sich Lagerpusch. “Ich habe gesehen, dass bei vielen Leuten ein großes Interesse besteht, aktiv etwas in diesem Bereich anzugehen und sich für Menschenrechte einzusetzen.” Bis zu 15 Personen nehmen an den regelmäßigen Treffen teil: “Wichtig ist uns, dass wir nicht nur für, sondern auch mit den Flüchtlingen arbeiten”, erklärt Lagerpusch. Deshalb gestalten nicht nur Studierende der Koblenzer Hochschulen und Bürger, sondern …